Schokolade mit Guarana: Wirkung, Nutzen und Risiken

Schokolade ist seit langem für ihren angenehmen Geschmack und ihre stimmungsaufhellende Wirkung bekannt. In den letzten Jahren hat sich ein neuer Trend entwickelt: Schokolade, die mit Guarana angereichert ist. Guarana ist eine Pflanze aus dem Amazonasgebiet, deren Samen einen hohen Koffeingehalt aufweisen. Die Kombination von Schokolade und Guarana verspricht also einen doppelten Energieschub. Doch was steckt wirklich hinter dieser Kombination? Welche Wirkungen und Risiken sind damit verbunden?

Die Geschichte von Kakao und Guarana

Schon die alten Mayas schätzten Kakao für seine beflügelnde Wirkung. Auch heute noch erfreut sich Schokolade großer Beliebtheit. Guarana hingegen ist in Europa noch nicht so lange bekannt. Die Guaranapflanze stammt aus dem Amazonasbecken, wo sie von den indigenen Völkern traditionell als Energiespender genutzt wird. Die Samen der Guaranapflanze enthalten etwa drei- bis fünfmal so viel Koffein wie Kaffeebohnen.

Was ist Guarana?

Guarana (Paullinia cupana) ist eine Pflanze aus der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Sie kommt hauptsächlich im Amazonasgebiet vor, wo sie sich als Kletterpflanze an anderen Bäumen emporrankt. Kultiviert man die Guaranapflanze, wächst sie in Strauchform.

Zur Weiterverarbeitung in Form von Kapseln, Pulver oder Tee wird aber nicht die Pflanze an sich genutzt. Es sind die kleinen, roten Früchte, die im Inneren die wertvollen Samen, auch Nüsse genannt, enthalten. Ist die Frucht reif, platzt sie auf und enthüllt ihr weißes Inneres mit den schwarzen Samen. Deren Wirkung wird sich bei Produkten mit Guarana zu Nutze gemacht. Dazu werden die Samen getrocknet und anschließend zu Pulver gemahlen oder mit weiteren Zutaten zu einer Paste angerührt.

Die Wirkung von Guarana

Die Samen der Guarana sind reich an Fetten, Protein sowie Stärke und weisen eine hohe Konzentration an Koffein auf. Im Gegensatz zum in Kaffee enthaltenen Koffein entfaltet sich das Koffein der Guaranasamen allerdings erst nach und nach, da es zugleich an Gerbstoffe gebunden ist. Damit sich das Koffein von Guarana freisetzen kann, müssen zuvor die Gerbstoffe abgebaut sein. Dies hat zur Folge, dass das Koffein vier bis sechs Stunden im Körper vorhanden sein und damit ebenso lange auch seine anregende Wirkung entfalten kann.

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Durch das Koffein werden die Blutgefäße erweitert, was sich beispielsweise positiv bei Kopfschmerzen auswirkt. Auch die Psyche profitiert: So wird die Konzentration durch die Stimulierung bestimmter Nervenzellen angeregt und Müdigkeit nimmt ab. Darüber hinaus soll Koffein auch eine positive Wirkung auf die Haut haben. So wird dem Stoff ein durchblutungsfördernder, hautstraffender und abschwellender Effekt nachgesagt. Guarana ist deshalb auch in einigen Produkten zur Pflege der Haut enthalten.

Ob die Wirkung von Koffein in Guarana beim Abnehmen unterstützen kann, ist umstritten. Zwar kurbelt Koffein die Verdauung an, dies allein reicht aber nicht, um Pfunde zu verlieren. Dazu gehören Sport sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Neben Koffein enthalten die Guaranasamen weitere Inhaltsstoffe. Dazu gehören sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem Tannine und in geringeren Mengen Saponine, Catechine und die auch in Tee enthaltenen Stoffe Theobromin und Theophyllin. Tanninen wird eine antimikrobielle sowie krebshemmende Wirkung nachgesagt. Sie können jedoch in höheren Mengen auch die Aufnahme von Mineralstoffen im Körper behindern.

Guarana als Wachmacher

Guarana soll bei Müdigkeit als Wachmacher dienen. Die Samen der Pflanze, die ursprünglich aus dem Gebiet des Amazonas stammt, enthalten deutlich mehr Koffein als Kaffeebohnen. In Deutschland ist Guarana vor allem in Form von Pulver, Kapseln oder als Bestandteil von Tee oder Energydrinks bekannt und beliebt.

Guarana zählt zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) und ist im Amazonasbecken beheimatet. Aus den Samen werden sowohl kaffeeähnliche Getränke als auch Limonaden hergestellt, die vor allem in Brasilien beliebt sind. Weitere Anwendung findet Guarana in Schokolade, Tees, Kaugummis und Energydrinks. Die Guaranapflanze wird zu den Koffeindrogen gerechnet und als Psychostimulans oder Psychotonikum präventiv und therapeutisch eingesetzt.

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Hauptangriffspunkt des natürlich enthaltenen Koffeins ist das Zentralnervensystem, wo es direkt und weitläufig anregend wirkt und die Stimmungsparameter verbessert (1). Dadurch zeigt Guarana fördernde Effekte auf Antrieb und Stimmung. Studien zufolge ist dies nicht allein auf die Aktivität des Koffeins zurückzuführen, da Guarana in niedrigen Dosierungen (bis 100 mg) stärkere Wirkung auf beispielsweise kognitive Parameter entfaltet als in höheren Mengen (2).

Koffein zählt zu den Substanzen, die im Zusammenhang mit einer erhöhten Thermogenese genannt werden (4). Koffein aus Guarana beeinflusst den Fettsäuremetabolismus und scheint generelle Schutzeffekte gegen Hypertonie, Übergewicht und metabolische Störungen zu haben (5) (6). Das in Guarana enthaltene Koffein findet seinen therapeutischen Einsatz in der Steigerung von kognitiven Leistungen wie Reaktionsfähigkeit und Erinnerungsvermögen, in der Reduzierung von Ermüdungserscheinungen und in der Verbesserung der Leistungsfähigkeit.

Schokolade mit Guarana: Eine sinnvolle Kombination?

Die Kombination von Schokolade und Guarana liegt nahe, da beide Substanzen eine anregende Wirkung haben. Schokolade enthält Theobromin, das ähnlich wie Koffein wirkt, aber milder ist. Guarana hingegen liefert einen stärkeren Koffeinschub. Zusammen können sie die Konzentration steigern, die Müdigkeit reduzieren und die Stimmung verbessern.

Beispiele für Schokolade mit Guarana

Auf dem Markt gibt es verschiedene Produkte, die Schokolade mit Guarana kombinieren:

  • Koffeinschokolade: Leckere Schweizer Magermilchschokolade mit Koffein aus der Guarana-Pflanze. Die Koffein Menge einer Schokolade entspricht einem starken Kaffee. Die Schokoladentafel hat ein handliches Format und ist so der perfekte Begleiter für unterwegs. Die Koffeinschokolade erhöht die Ausdauer und wirkt belebend. Am Arbeitsplatz ist sie ein toller Wachmacher für die Mittagspause. Kleine Cornflakesstücke in Verbindung mit Guarana runden das Geschmackserlebnis ab.
  • Royal Army Schokolade: Die Royal Army Schokolade ist ein echter Wachmacher. Dank des enthaltenen Guaranas hat eine Tafel der Royal Army Schokolade etwa den gleichen Effekt wie eine Tasse Kaffee. Die Militärschokolade pflegt eine lange Tradition.
  • THIS 1 Guarana-Chocolate: Ein Energie-Riegel für extreme Bedingungen. Ob auf einem 8.000 m hohen Gipfel, 100 m unter Wasser, mitten in der Sahara oder im Eis der Antarktis - THIS 1 ist dein treuer Begleiter. Ultraleicht, kompakt, vakuumverpackt und robust - perfekt für Trekking, Expeditionen, Wettkämpfe oder Training. Profis setzen ihn bei Höhen- und Höhlenexpeditionen oder Tauchgängen ein. Er hilft dir, in Extremsituationen durchzuhalten und deine Grenzen zu verschieben. THIS 1 Guarana-Chocolate - ein Power-Riegel aus Nüssen und Samen, verfeinert mit Schokolade, Guarana und Rhodiola Montana. Rhodiola rosea, auch bekannt als Rosenwurz, Arktische Wurzel oder Goldene Wurzel, gehört zu den stärksten Adaptogenen und stammt aus den Berg- und Polarregionen Asiens, Nordamerikas und Europas. Guarana ist der gebräuchliche Name für den Paullinia cupana-Baum. Guaranasamen besitzen den höchsten Koffeingehalt aller natürlichen Quellen. Außerdem enthalten sie weitere aktive Substanzen wie Theophyllin, Theobromin, Gerbstoffe, Catechine und Procyanidine.
  • Koawach: Koawach bietet eine Alternative als Wachmacher für diejenigen, die keinen Kaffee mögen. Aktivierende Kakao-Gewürzmischung mit Rosmarin, Ginseng und Guarana. Zubereitung: 1 TL in ein kleines Glas heiße Milch oder Pflanzenmilch rühren und nach Belieben süßen. Tipp: Ahornsirup schenkt der Brain chocolate einen schönen warm-süßlichen Geschmack. Genießen: am besten vormittags, lieber nicht zu spät, sonst hält die anregende Wirkung dich lange wach. Kakao verbessert die Sauerstoffversorgung des Gehirns und die kognitive Leistungsfähigkeit sowie die Neuroplastizität des Gehirns insbesondere bei jungen Menschen. Rosmarin fördert die Durchblutung des Gehirns und aktiviert laut Studien das Erinnerungsvermögen.

Risiken und Nebenwirkungen

Guarana wird von Herstellern entsprechender Produkte oft als schonende Alternative zu Kaffee bezeichnet. Im Gegensatz zum Kaffee soll das Koffein von Guarana weder die Magenschleimhäute angreifen noch andere Nebenwirkungen besitzen.

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Doch bei übermäßigem Konsum kann Guarana durch das enthaltene Koffein ebenso wie Kaffee Nebenwirkungen auslösen. Dazu gehören:

  • Schlafprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Herzrasen
  • Zittern
  • innere Unruhe
  • Übelkeit
  • Durchfall

Die eigentlich positiven Effekte auf die Psyche kehren sich bei übermäßigem Konsum also um.

Drei Gramm Guaranapulver (circa eineinhalb Teelöffel) in Wasser aufgelöst haben etwa einen Koffeingehalt von 100 Milligramm. 50 bis 200 Milligramm Koffein entsprechen ein bis vier Tassen Kaffee. Als unbedenklich gelten für gesunde Erwachsene Höchstmengen von 200 Milligramm Koffein als Einzel- beziehungsweise 400 Milligramm Koffein als Tagesdosis.

Schwangeren oder stillenden Frauen wird maximal der Konsum von 100 Milligramm Koffein als Einzel- oder 200 Milligramm Koffein als Tagesdosis empfohlen. Kinder und Jugendliche sollten auf guaranahaltige Produkte verzichten.

Da Koffein den Blutdruck kurzfristig steigert, sollten zudem Menschen mit Bluthochdruck beim Genuss von Guarana Vorsicht walten lassen.

Alternativen zum "Schnupf-Schoko"

Ein US-Startup vertreibt Kakao als Pulver zum Schnupfen, versetzt mit natürlichen Stimulanzien (Coco Loko). Das Pulver enthält neben purem Kakao auch Substanzen, die häufig in Energydrinks verwendet werden: Ginkgo, Taurin und Guarana. Entsprechend soll auch die Wirkung sein, wie der Erfinder Nick Anderson der „Washington Post“ erklärte: „Fast wie das Gefühl bei einem Energy-Drink, du bist wirklich euphorisch, aber auch motiviert, Dinge zu erledigen.“

Allerdings gibt es keine Daten, was passiert, wenn man Schokolade durch die Nase einatmet. Bekannt ist hingegen die aufputschende Wirkung von Guarana, wobei die Samen der Pflanze Koffein enthalten. Das sollte man allerdings nicht zu hoch dosiert zu sich nehmen, da es zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Taurin soll die wachmachende Wirkung von Koffein verstärken, Studien konnten den Effekt allerdings nicht belegen.

Die amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel (Food and Drug Administration, FDA) hat Coco Loko bisher nicht zugelassen und prüft aktuell, wie das Produkt reguliert werden soll.

Kakaoyoga und Kakaomeditation

Auch zu Kakaoyoga und Kakaomeditation finden sich Menschen zusammen. Inwieweit bei diesen Veranstaltungen Placebo-Effekte am Werk sind oder tatsächlich Inhaltsstoffe des Kakao ihre Wirkung entfalten, ist fraglich. Vielfach belegt sind allerdings positive gesundheitliche Effekte von Schokolade auf unter anderem Herz und Hirn - bei vernünftiger Dosierung.

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