Ist Schokolade gut oder schlecht bei Magenschmerzen und Durchfall?

Durchfall kann viele Ursachen haben. Ob ein Magen-Darm Infekt vorliegt, Sie etwas Falsches gegessen haben oder Ihnen Stress buchstäblich auf den Magen geschlagen ist. Tatsächlich ist Schokolade nur bedingt als Nahrung für Menschen geeignet, die unter einer Durchfallerkrankung leiden. Wenn überhaupt, sollte nur Bitterschokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 % von Durchfallpatienten verzehrt werden. Besonders Milchschokolade sollten Sie meiden, wenn Sie unter Durchfall leiden. Diese enthält Lactose, also Milchzucker, der in der Medizin auch als leichtes Abführmittel eingesetzt wird.

Schokolade und Durchfall: Was gilt?

Schokolade hat einen hohen Fett- und Zuckergehalt und erzeugt daher bei der Verdauung mehr Magensäure. Darüber hinaus enthält sie Theobromin, das den Muskel am Übergang von Magen zu Speiseröhre entspannt. Auf diese Weise kann Säure in die Speiseröhre zurückfließen. Die Folge können Sodbrennen oder Bauchschmerzen sein. Im gleichen Zusammenhang wird auch erklärt, dass Schokolade bei Durchfall eher weniger geeignet ist.

Eine bestimmte Stoffgruppe im Kakao, ein Aminosäurenkomplex, ist demnach nicht nur für das Aroma zuständig, sondern wirkt auch entzündungshemmend. Dunkle Schokolade könnte vielleicht eines Tages sogar zu therapeutischen Zwecken bei Patienten mit Reizdarm eingesetzt werden, sagt der verantwortliche Arzt Professor Dr. Mark Fox. Das Klarspital verfolgt mit der Studie das Ziel, Schokolade als mögliche Alternative zu schulmedizinischen Medikamenten zu untersuchen. Das Spital will jedoch keine zu hohen Erwartungen wecken, denn die Probandenzahl ist klein und die Ergebnisse noch vorläufig.

Bei Durchfall ist Schokolade daher oft nur in moderaten Mengen und in bestimmten Sorten sinnvoll. Schokolade mit hohem Kakaoanteil wird als besser geeignet eingeschätzt als Milchschokolade, da Letztere Lactose enthält und den Durchfall verschlimmern könnte. Viele Studien und Experten betonen zudem, dass Schokolade Kalorien und Fett enthält und dass fettarme Alternativen besser verträglich sein können - doch einzelne Menschen reagieren unterschiedlich.

Alternativen und magenschonende Ernährung bei Durchfall

Durchfall bedeutet meist einen erhöhten Flüssigkeitsverlust für den Körper. Mit einer Elektrolytlösung können Sie dem entgegenwirken. Diese können Sie auch selbst herstellen, indem Sie 1 TL Salz und 3 TL Zucker (am besten Traubenzucker) in einem Liter Kamillentee aufkochen. Kochen Sie sich eine Morosche Karottensuppe. Hierfür werden ein halbes Kilo klein geschnittene Karotten mit einem TL Salz in etwa 1,5 bis 2 Litern Wasser etwa anderthalb Stunden lang auf kleiner Flamme geköchelt. Essen Sie die Karottensuppe in kleinen Portionen über den Tag verteilt. Trinken Sie viel! Vor allem Wasser und Tee helfen Ihnen, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Vermeiden Sie eisgekühlte Getränke, Kaffee und zuckerhaltige Brause. Geriebene Äpfel, Bananen aber auch der gute alte Zwieback sind ebenfalls empfehlenswerte Lebensmittel, wenn Sie an Durchfall erkrankt sind. Auch Kartoffeln und Nudeln dürfen Sie essen.

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Bei Durchfall ist Schokolade eher weniger geeignet. Zunächst wird darauf hingewiesen, dass Schokolade nicht zu den idealen Lebensmitteln bei Durchfall gehört. Als magenschonend gelten generell fettarme Milch, Joghurt, Dickmilch und Sauermilch mit einem Fettgehalt von nicht mehr als 1,5 Prozent. Milde Käsesorten mit einem Fettgehalt unter 45 Prozent in der Trockenmasse wie Frischkäse oder Weichkäse werden ebenfalls oft gut vertragen. Wenn Sie Fleisch und Fisch magenschonend genießen möchten, wählen Sie magere Sorten, die Sie fettarm und nur mild gewürzt zubereiten. Filet vom Rind, Kalb oder Geflügel sowie magere Salz- und Süßwasserfische können Sie beispielsweise grillen, kochen, in Folie garen oder schmoren. Verzichten Sie außerdem auf fettreiche Soßen als Beilage. Fettarme Joghurtsoßen mit Kräutern und wenig Salz sind beispielsweise eine gut verdauliche Alternative zu Mayonnaise. Anstelle schwerer Bratensoßen bieten sich leichte Tomatensoßen an.

Neben Tomaten gelten außerdem Karotten - die verwenden Sie daher auch für unseren Rohkostsalat -, Fenchel, junger Kohlrabi, feine grüne Erbsen und Zucchini als magenschonende und leicht verdauliche Gemüsesorten. Bei Obst sollten Sie auf unreife Früchte verzichten, auch Nüsse, Mandeln und Pistazien werden von vielen nicht gut vertragen. Reife Bananen, Äpfel und Birnen können Sie mit empfindlichem Magen sowohl roh als auch gekocht verzehren. Ganz auf Zucker verzichten sollten Sie nicht, denn er ist ein wichtiger Energielieferant. Verwenden Sie ihn jedoch besonders sparsam. Konfitüren und Honig können den Appetit auf Süßes in der Regel recht magenschonend stillen. Deutlich weniger leicht verdaulich sind hingegen Süßigkeiten, die außerdem fettreich sind. Schokolade, Pralinen, Nougat, Marzipan und Sahnebonbons verursachen häufig Verdauungsbeschwerden.

Bei der Getränkeauswahl sollten Sie Mineralwasser ohne Kohlensäure bevorzugen. Kräutertee, insbesondere Fenchel-Anis-Kümmel-Tee sowie Gemüsesäfte und verdünnte Obstsäfte gelten ebenfalls als magenschonend. Schokolade mit hohem Kakaoanteil ist in vieler Hinsicht der Gesundheit förderlich. An der Universität Münster wurde jetzt noch eine Studie nachgelegt. Eine bestimmte Stoffgruppe im Kakao, ein Aminosäurenkomplex, ist demnach nicht nur für das Aroma zuständig, sondern wirkt auch entzündungshemmend. In einer veganen Bio-Schokolade von iChoc haben wir Salmonellen nachgewiesen.

Infografik: Schokolade und Verdauung - Warum Bitterschokolade besser sein kann

Viele Milka-Schokoladen Tafeln wiegen nur noch 90 statt 100 Gramm, sehen aber aus wie früher. Schokolade hat eine Menge Kalorien, egal welche Sorte. Bauchschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl - das kann an der Ernährung liegen. Wir zeigen, welche 10 Lebensmittel den Magen am meisten irritieren und was Sie bei Magenproblemen lieber meiden sollten. Bauchschmerzen sind ein weit verbreitetes Phänomen und treten in diversen Varianten auf. Bei wiederkehrenden starken Bauchschmerzen sollte man sich unbedingt ärztlich untersuchen lassen. Treten leichtere Beschwerden wie Magengrummeln, Druck, Aufstoßen, Blähungen oder Verdauungsprobleme nur sporadisch auf, kannst du zunächst mal deinen Ernährungsplan checken und ein Ernährungstagebuch führen - so erkennst du Unverträglichkeiten schnell schwarz auf weiß.

Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Unverträglichkeiten

Die gute Nachricht sei, dass man davon keine bleibenden Schäden davontrage. Die häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten betreffen Laktose (Milchzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). Die Patienten können Atemlufttests durchführen lassen, und alternativ wird eine FODMAP-Diät empfohlen, um zu prüfen, welche Lebensmittel Beschwerden verursachen. Die Therapie einer Nahrungsmittelunverträglichkeit besteht in der Regel darin, die betreffenden Speisen wegzulassen. Ein guter Trick bei einer Fruktose- oder Sorbit-Unverträglichkeit ist die gleichzeitige Einnahme von Traubenzucker, um die Aufnahmefähigkeit zu erhöhen und Beschwerden zu reduzieren. Falls trotz strenger Diät keine Veränderung eintritt, liegt eventuell kein klassischer Unverträglichkeitsfall vor, sondern ein Reizdarmsyndrom oder Zöliakie.

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Ist Schokolade als Maßnahme gegen Durchfall sinnvoll? Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil kann unter bestimmten Umständen entlastend wirken, doch Vorsicht ist geboten, da Kohlensäure, Fett und Koffein Beschwerden auslösen können. In der Praxis empfiehlt es sich, bei Durchfall auf Schokolade zu verzichten oder sie nur in sehr kleinen Mengen und mit hohem Kakaoanteil zu genießen. Wenn Sie Durchfall haben, sollten Sie Schokolade essen, allerdings sollte diese mindestens 70 Prozent Kakaoanteil haben. Verantwortlich dafür sind Flavonoide, diese hemmen Stoffe, die die Flüssigkeitabsonderung regulieren. Gut wird Ihnen auch eine Banane tun. Sie enthält viel Pektin und dieses bindet wiederum Wasser. Auch Äpfel enthalten viel Pektin. Sie sollten diese allerdings reiben. So entfaltet das Pektin die optimale Wirkung. Kauen Sie dazu noch ein kleines Stück Ingwer. Dann gehören auch bald Bakterien und Viren, die für den Durchfall ursächlich sind, der Vergangenheit an.

Video: Schokolade und Verdauung - aktuelle Forschungsergebnisse

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