Schokoladenverpackung im Wandel: Von Aluminiumfolie zu Kunststoff

Schokolade ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, besonders in der Vorweihnachtszeit und an Feiertagen. Im Jahr 2019 konsumierten die Deutschen durchschnittlich 9,2 Kilogramm Schokolade pro Kopf und belegten damit den zweiten Platz im europäischen Vergleich. Doch die Verpackung der süßen Köstlichkeit hat sich im Laufe der Zeit verändert. Erinnern Sie sich noch an die Milka-Verpackungen von früher, mit Papier außen und Aluminiumfolie innen? Heutzutage sind viele Schokoladentafeln nur noch in Plastikfolie gehüllt. Dieser Artikel beleuchtet die Gründe für diese Veränderung, die Umweltauswirkungen von Aluminium und Kunststoff sowie mögliche Alternativen.

Die Gründe für den Wechsel von Aluminium zu Kunststoff

Früher waren Schokoladentafeln oft in Aluminiumfolie gewickelt, um sie vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen und ihre Haltbarkeit zu gewährleisten. Doch aus verschiedenen Gründen haben viele Hersteller auf Kunststoffverpackungen umgestellt:

  • Kostenersparnis: Aluminium ist ein relativ teures Material, dessen Herstellung hohe Kosten verursacht. Kunststoff ist in der Regel günstiger in der Herstellung, was zu Kosteneinsparungen für die Hersteller führt.
  • Funktionalität: Moderne Kunststoffe bieten ähnliche oder sogar bessere Eigenschaften als Aluminiumfolie. Sie sind lichtundurchlässig, wasserabweisend, wiederverschließbar und können bedruckt werden.
  • Umweltaspekte: Obwohl Aluminium recycelbar ist, ist die Herstellung von Primäraluminium sehr energieintensiv und umweltschädlich. Die Gewinnung von Bauxit, dem Rohstoff für Aluminium, führt zur Zerstörung von Regenwäldern, Wasserverschmutzung und Bodenerosion.

Die Umweltauswirkungen von Aluminium

Aluminium ist zwar ein leichtes und vielseitiges Metall, seine Herstellung ist jedoch mit erheblichen Umweltauswirkungen verbunden:

  • Bauxitabbau: Der Abbau von Bauxit, dem Erz aus dem Aluminium gewonnen wird, erfolgt im Tagebau und führt zur Zerstörung von Ökosystemen, insbesondere in Ländern wie Guinea, Brasilien und Australien.
  • Energieverbrauch: Die Herstellung von Primäraluminium ist extrem stromintensiv und gehört zu den klimabelastendsten Industrieprozessen weltweit.
  • Abfallprodukte: Bei der Bauxit-Weiterverarbeitung entsteht Rotschlamm, ein giftiger Abfallstoff, der oft auf Deponien gelagert oder in Gewässer entsorgt wird und somit die Umwelt belastet.
  • Recycling: Obwohl Aluminium theoretisch gut recycelbar ist, landet ein Großteil des Aluminiums im Restmüll oder in Verbundverpackungen, die schwer zu trennen sind.

Die Umweltauswirkungen von Kunststoff

Auch Kunststoffverpackungen sind nicht unproblematisch. Obwohl die Herstellung von Kunststoff weniger energieintensiv ist als die von Aluminium, verursacht Kunststoff dennoch Umweltbelastungen:

  • Fossile Rohstoffe: Kunststoffe werden hauptsächlich aus Erdöl hergestellt, einem fossilen Rohstoff, dessen Abbau und Verarbeitung die Umwelt belasten.
  • Müllproblematik: Viele Kunststoffe sind nicht biologisch abbaubar und landen auf Mülldeponien oder in der Umwelt, wo sie über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte verbleiben.
  • Mikroplastik: Kunststoffe zerfallen in winzige Partikel, sogenanntes Mikroplastik, das in die Umwelt gelangt und von Tieren aufgenommen werden kann.

Alternativen zu Aluminium und Kunststoff

Angesichts der Umweltprobleme, die mit Aluminium und Kunststoff verbunden sind, suchen Hersteller und Verbraucher nach nachhaltigeren Verpackungsalternativen:

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  • Papierverpackungen: Papier ist ein nachwachsender Rohstoff und biologisch abbaubar. Allerdings ist die Herstellung von Papier ebenfalls energieintensiv und kann zur Abholzung von Wäldern führen.
  • Biologisch abbaubare Kunststoffe: Biologisch abbaubare Kunststoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und können unter bestimmten Bedingungen abgebaut werden. Allerdings sind sie oft nicht recycelbar und können in der Umwelt Schaden anrichten.
  • Kompostierbare Verpackungen: Kompostierbare Verpackungen können im heimischen Kompost oder in industriellen Kompostieranlagen abgebaut werden. Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und sind eine gute Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen. Ein Beispiel hierfür sind die Verpackungen der nucao Schokoriegel, die zu mindestens 80 % aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und heimkompostierbar sind.
  • Verpackungsarmes Einkaufen: Die beste Möglichkeit, Verpackungsmüll zu vermeiden, ist, verpackungsarm einzukaufen. Das bedeutet, Produkte ohne Verpackung oder in Mehrwegverpackungen zu kaufen.

Weitere Aspekte bei der Schokoladenherstellung

Neben der Verpackung gibt es noch weitere Aspekte, die bei der Schokoladenherstellung eine Rolle spielen:

  • Kakaoanbau: Der Kakaoanbau ist oft mit sozialen und ökologischen Problemen verbunden, wie Kinderarbeit, Armut und der Zerstörung von Regenwäldern. Achten Sie beim Kauf von Schokolade auf Fairtrade-Siegel, die eine faire Behandlung der Kakaobauern gewährleisten.
  • Zusatzstoffe: Viele Schokoladen enthalten unnötige Zusatzstoffe wie Zucker, künstliche Aromen und Palmöl. Achten Sie auf Schokoladen mit natürlichen Zutaten und einem hohen Kakaoanteil.

Die Rolle der Unternehmen und Verbraucher

Um die Umweltbelastung durch Schokoladenverpackungen zu reduzieren, sind sowohl Unternehmen als auch Verbraucher gefragt:

  • Unternehmen: Unternehmen sollten in nachhaltigere Verpackungsalternativen investieren, ihre Produktionsprozesse optimieren und auf fairen Kakaoanbau achten.
  • Verbraucher: Verbraucher können durch ihre Kaufentscheidungen einen Beitrag leisten, indem sie Schokoladen mit nachhaltigen Verpackungen und fairen Zutaten bevorzugen. Außerdem können sie Verpackungsmüll vermeiden, indem sie verpackungsarm einkaufen und Mehrwegverpackungen verwenden.

Fazit

Die Verpackung von Schokolade hat sich im Laufe der Zeit verändert, von Aluminiumfolie zu Kunststoff. Beide Materialien haben Vor- und Nachteile in Bezug auf Kosten, Funktionalität und Umweltauswirkungen. Angesichts der Umweltprobleme, die mit Aluminium und Kunststoff verbunden sind, suchen Hersteller und Verbraucher nach nachhaltigeren Verpackungsalternativen wie Papier, biologisch abbaubaren Kunststoffen und kompostierbaren Verpackungen. Um die Umweltbelastung durch Schokoladenverpackungen zu reduzieren, sind sowohl Unternehmen als auch Verbraucher gefragt, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.

Aluminium im Körper: Ein Fremdstoff mit potenziellen Risiken

Aluminium ist ein Leichtmetall, das im Periodensystem zu finden ist. Obwohl es in der Erdkruste natürlich vorkommt, ist es in unserem Körper ein Fremdstoff, der dort eigentlich nichts zu suchen hat. In größeren Mengen steht Aluminium im Verdacht, Nervensystem, Knochen und Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen.

Wo Aluminium überall enthalten sein kann:

  1. Kosmetikprodukte: Aluminium steckt nicht nur in Antitranspirantien (in Deodorants), sondern verbirgt sich auch in Lippen- und Pflegestiften, Sonnencremes und Zahnpasta mit Weißmacher-Effekt. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich immer, und mittlerweile werben viele Produkte damit, aluminiumfrei zu sein.
  2. Arzneimittel: Auch Arzneimittel warten mit dem Leichtmetall auf. Dazu gehören beispielsweise Mittel gegen Magensäure bei Sodbrennen, die sehr häufig verschrieben werden. Wer sich impfen lässt, zum Beispiel gegen Tetanus oder Grippe, sollte wissen, dass über 90 Prozent aller Impfstoffe Aluminium als Wirkungsverstärker enthalten. Auch verschiedene Mittel zur Hypersensibilisierung, Durchfallmedikamente und einige Lipidsenker sind aluminiumhaltig.
  3. Lebensmittel: Da Aluminium natürlicherweise in der Erdkruste vorkommt, kann es bereits in unverarbeiteten Lebensmitteln stecken. Das betrifft auch gesunde Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Ölsaaten, Pilze und Gewürze. Tees sind Spitzenreiter beim Aluminiumgehalt, ebenso Schokolade und Kakao. Die Verwendung aluminiumhaltiger Lebensmittelzusatzstoffe wurde zwar 2012 deutlich eingeschränkt, doch noch immer wird Aluminium einigen Fertigprodukten zugesetzt.
  4. Aluminiumfolie und Kochgeschirr: Durch stark säure- und salzhaltige Lebensmittel oder durch den Kontakt mit anderen Metallen kann sich Aluminium aus der Alufolie lösen und ins Lebensmittel übergehen. Metallische Servierplatten, Kochtöpfe und unbeschichtete Backbleche sollten nicht mit Aluminiumfolie abgedeckt werden. Vorsicht geboten ist auch bei Fertiggerichten, die in einer Aluschale in den Ofen gelegt werden, denn Hitze verstärkt den Prozess des Ablösens. Entsprechend sollte auch Grillen auf Aluschalen vermieden werden. Zum Verpacken gibt es Butterbrotpapier, Bienenwachstücher sowie Gefäße aus Glas, Edelstahl und Porzellan.

Individualisierung von Schokoladenverpackungen

Neben den ökologischen Aspekten spielt auch die Individualisierung von Schokoladenverpackungen eine wichtige Rolle. Hersteller bieten zunehmend die Möglichkeit, Verpackungen individuell zu gestalten, um ihre Marke hervorzuheben und die Kundenbindung zu stärken.

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Anpassungsoptionen für Schokoladenverpackungen:

  • Größe und Form: Die Größe und Form der Verpackung können an die spezifischen Bedürfnisse des Produkts angepasst werden.
  • Druck und Design: Individuelle Drucke und Designs ermöglichen es, die Verpackung an die Markenidentität anzupassen und eine einzigartige Verpackungslösung zu schaffen.
  • Prägung: Durch Prägung können Logos und Schriftzüge auf der Verpackung hervorgehoben werden, um einen hochwertigen Eindruck zu erzeugen.
  • Materialien: Es gibt eine Vielzahl von Materialien zur Auswahl, darunter Papier, Karton, Kunststoff und Aluminium. Die Wahl des Materials hängt von den spezifischen Anforderungen des Produkts und den Umweltaspekten ab.

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