Schoko Yorkshire Terrier: Rassemerkmale und Zucht im Detail
Der Schoko Yorkshire Terrier gehört zu den beliebtesten Kleinhunden und bezaubert mit seiner liebevoll-amüsanten Art. Hinter seinem charmanten Äußeren verbirgt sich ein selbstbewusster, mutiger Begleiter mit einer großen Persönlichkeit. Der Yorkie, wie der Yorkshire Terrier liebevoll genannt wird, ist keinesfalls ein klassischer Schoßhund - vielmehr ein aktiver, intelligenter und bewegungsfreudiger Vierbeiner, dessen Erscheinung und Wesen tief in der britischen Geschichte verwurzelt sind.
Historie und Entwicklung der Rasse
Die ersten konkreten Beschreibungen des Yorkshire Terriers gehen auf das Jahr 1850 zurück. Der Name der Rasse stammt von der englischen Grafschaft Yorkshire, wo im Zuge der Industrialisierung zahlreiche schottische Arbeiter ihre Hunde mit nach England brachten. Die eigentliche Yorkshire Terrier Geschichte begann mit der gezielten Kreuzung verschiedener Terrierrassen wie dem Skye Terrier, dem alten Englischen Toy Terrier (Schwarz und Loh), dem Clydesdale und dem Malteser. Der Showrüde Huddersfield Ben gilt als Stammvater aller Yorkshire Terrier und prägte maßgeblich den Rassestandard.
Ursprünglich wurden die Tiere als Jagdhunde und Rattenfänger eingesetzt und waren größer mit kupierten Ohren. Durch gezielte Zucht wurde das natürliche Stehohr etabliert. Mit der wachsenden Beliebtheit im Adel entwickelte sich der Yorkie vom Proletarierhund zum hochgeschätzten Zwerg-Terrier. Die offizielle Anerkennung der Rasse erfolgte erst 1886 nach der Eintragung ins Zuchtbuch von 1874.
Rassemerkmale und Schoko-Variante
Das auffälligste Merkmal des Yorkshire Terriers ist sein luxuriöses, langes Haarkleid, das glatt und durch einen Scheitel getrennt zu beiden Seiten fällt. Die Haarstruktur ähnelt stark dem menschlichen Haar, was die Haltung erleichtert, da Yorkies nicht haaren, aber eine intensive Fellpflege erfordern. Tägliches Kämmen, Bürsten und regelmäßiges Baden sind Pflicht. Besonders das Schoko-Fell ist eine seltene Variante, die durch gezielte Zucht entsteht und oft durch spezielle Kombinationen im Genpool hervorgebracht wird.
Yorkshire Terrier präsentieren sich kompakt und adrett mit einem flachen, kleinen Kopf, dunklen Knopfaugen und v-förmigen aufstehenden Ohren. Die Rückenlinie bleibt eben, Vorder- und Hinterhand bewegen sich geradeaus. Bei einer Schulterhöhe bis 25 cm bringt es der Yorkie auf ein Gewicht zwischen 2,4 und 3,1 Kilogramm. Das stahlblau glänzende Fell mit goldfarbenen Kopf- und Brusthaaren ist typisch, doch es gibt auch Varianten wie den Biewer Terrier und die Schoko Yorkies, deren spezielle Farbspielarten seit den 1980er Jahren selektiert werden.
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Größe, Gewicht und Gesundheit
- Größe: 20-25 cm Schulterhöhe
- Gewicht: 2,4 bis 3,5 kg (VDH-Mindestgewicht: 2,4 kg)
- Fell: mittel- bis lange Haarpracht, seidig und glänzend
- Augen: dunkle, lebhafte Knopfaugen
- Ohren: V-förmig, aufrecht stehend
Yorkshire Terrier sind robust, müssen aber vor Qualzuchten geschützt werden, insbesondere Miniatur-Yorkies, die gesundheitliche Probleme häufiger aufweisen. Häufigste erblich bedingte Anfälligkeiten sind Bronchitis, kranhaft erweiterte Lymphgefäße, Patellaluxation, Augenentzündungen, Herzprobleme und Luftröhrenkollaps. Das robuste Verdauungssystem ist nicht selbstverständlich - Futterwechsel sollten behutsam erfolgen, das Futter muss hochwertige Zutaten enthalten.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Schulterhöhe | 20-25 cm |
| Gewicht | 2,4-3,5 kg |
| Fellfarbe | Stahlblau, Gold, Schoko, Biewer (Schwarz-Gold-Weiß) |
| Lebenserwartung | 13-16 Jahre |
| Charakter | Selbstbewusst, mutig, temperamentvoll, anhänglich, eigensinnig |
Charakter und Wesen
Der Yorkshire Terrier ist ein Action-Hund mit starkem Charakter: Er begegnet seiner Umgebung wachsam und furchtlos, verteidigt seine Familie und ist trotz zierlicher Größe kein Deko-Objekt. Er überschätzt gerne seine eigene Kraft gegenüber größeren Artgenossen und liebt seinen „Boss“ bedingungslos. Durch den ausgeprägten Temperament und den spielerischen Jagdinstinkt ist die Rasse nie langweilig und hervorragend als Begleit- und Gesellschaftshund geeignet, wenn Bewegung und Training nicht zu kurz kommen.
Der Yorkie braucht feste Regeln und eine konsequente Erziehung, da er keinen ausgeprägten „will to please“ besitzt. Wer ihn verweichlicht, riskiert einen eigensinnigen kleinen „Terrorzwerg“. Ein gut erzogener Yorkshire Terrier ist ein nervenstarker Begleiter für den Alltag und kann als Familienhund glänzen - auch wenn er kleinere Kinder nur unter Aufsicht und nach entsprechender Sozialisierung unterstützen sollte.
Zucht: Seriöse Auswahl und verantwortungsvolle Entscheidung
Besonders wichtig ist die Auswahl einer seriösen und artgerechten Zucht. Wegen der großen Beliebtheit gibt es viele Angebote im Internet, darunter viel Tierquälerei und unechte Yorkies. Bei Massenzuchten entstehen Welpen oft unter schlechten Bedingungen und sind häufiger krank. Ein seriöser Yorkshire Terrier Züchter wird sich stets ein genaues Bild vom Interessenten machen wollen, bevor er ihm ein Tier aus seinem Zwinger anvertraut. Hochwertige Züchter sind Mitglieder im Klub für Terrier e.V. und werden regelmäßig kontrolliert.
Welpen sollten die Mutter frühestens im Alter von zehn Wochen verlassen. Neben Hundepapieren erhält der Besitzer vom Züchter Tipps zu Eingewöhnung, Pflege und Ernährung. Ein guter Züchter hat seine Deckrüden komplett per DNA Screening auf Erbkrankheiten getestet und plant Würfe gewissenhaft. Entsprechende Bescheinigungen über Qualifikationen, Zuchtbedingungen und Patellauntersuchungen sollten jederzeit vorzeigbar sein.
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Welpen und Eingewöhnung
- Die Entscheidung zum Kauf eines Yorkie-Welpens sollte wohlüberlegt sein.
- Vor Ankunft des Welpen sollte die Wohnung hundegerecht gestaltet werden und Gefahrenquellen eliminiert werden.
- Erstausstattung, Hundebücher zur Rasse und Ratgeber zur Welpenerziehung ermöglichen einen optimalen Start.
- In den ersten Wochen sollte jemand rund um die Uhr für den Welpen da sein und mit sanfter Fellpflege beginnen.
- Füttere den Welpen drei- bis viermal täglich in regelmäßigen Abständen. Spezielles Welpenfutter kann mit Hundemilch angemischt werden.
Die Sozialisation und die Erziehung zur Stubenreinheit, zum lockeren Laufen an der Leine sowie das Alleinbleiben müssen früh beginnen. Empfehlenswert ist der Besuch einer Hundeschule. Der Yorkshire Terrier ist ein ganzer Kerl und kein Kuscheltier - aus ihm wird mit Geduld, Konsequenz und positiven Erlebnissen ein angenehmer und ausgeglichener Begleiter.
Pflege und Haltung: Alltag mit dem Schoko Yorkie
Die Haltung des Yorkshire Terriers ist unkompliziert, solange der Bewegungsdrang und das Temperament berücksichtigt werden. Spaziergänge, Wanderungen und Spiele sind essentiell, wobei der Yorkie immer gern mit dabei ist. Die Größe erlaubt es, ihn im Alltag überall einzubinden, im Büro oder im Restaurant. Sein Jagdtrieb macht ihn zum abenteuerlustigen Schnüffler und Buddler - Beschäftigung und Suchspiele fördern ihn ideal.
Neben der Bewegung ist die Fellpflege entscheidend. Für eine ideale tägliche Fellpflege bei langhaarigen Rassen empfehlen wir das Premium Fellpflege-Set und die Hundebürste Resolve. Pfoten und Augen sollten regelmäßig gesäubert werden, um Entzündungen zu vermeiden. Regen, Schnee, Minustemperaturen sind kein Problem, der Yorkie passt sich an, benötigt aber Schutz vor starker Witterung.
Kosten und Verantwortung
- Auch ein kleiner Yorkie verursacht Kosten: Tierarzt, Futter, Steuer, Pflegeutensilien, Versicherungen und gelegentliche einmalige Ausgaben.
- Bei der Erziehung zur Stubenreinheit sind gelegentliche Malheure normal.
- Hundehaltung erfordert Verantwortungsbewusstsein - der Yorkie ist ein Lebendes Tier, kein Gegenstand.
Yorkie-Besitzer dürfen sich zudem über eine schöne lange Lebenserwartung von 13-16 Jahren freuen. Mit der Zeit können sich Alterserscheinungen bemerkbar machen - passe Bewegung, Futter und geistige Förderung an.
Gesundheit und typische Krankheiten
Wie die meisten Terrier, erfreut sich der Yorkshire Terrier bei artgerechter Haltung einer robusten Gesundheit. Dennoch gibt es erblich bedingte Anfälligkeiten wie Bronchitis, kranhaft erweiterte Lymphgefäße, Patellaluxation, Augen- und Zahnprobleme, Hautallergien, Herzleiden und Luftröhrenkollaps. Bewusst kleingezüchtete Yorkies leiden häufiger an Erbkrankheiten und sind wesentlich anfälliger. Die fittesten Yorkies zeigen im Alter typische Veränderungen, auf die Rücksicht genommen werden muss.
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Der Schoko Yorkshire Terrier als Farbvariante benötigt zudem besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich genetischer Stabilität und Gesundheit, worauf seriöse Züchter achten.
Schoko Yorkshire Terrier in Not
Kaum zu glauben, aber auch so ein niedlicher kleiner Zeitgenosse wie ein reinrassiger Yorkshire Terrier kann in Not geraten. Die Gründe für eine Abgabe sind vielfältig: Bewegungsdrang, finanzielle Ausgaben, Zeitaufwand oder Überforderung. Hunde aus dem Tierschutz sind oft traumatisiert oder unerzogen, benötigen viel Geduld und Hilfe beim Wiederaufbau von Vertrauen.
Nicht immer wartet ein Hund in Not im Tierheim - auch private Pflegestellen helfen dabei, den Hund in ein neues Leben zu integrieren und informieren über den aktuellen Bildungsstand. Hundeerfahrung ist hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig.
Yorkshire Terrier Mischlinge & Varianten
Die Biewer Yorkshire Terrier entstanden durch eine spezielle Züchtung und gelten als eigene Rasse mit einer bunten Farbvielfalt (Schwarz, Gold, Weiß). Der Biewer Terrier strebt eine Anerkennung durch die FCI an. Mischlinge aus anderen kleineren Terrierrassen sind ebenfalls beliebt, bieten Überraschungen hinsichtlich äußerer und charakterlicher Eigenschaften.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Schoko Yorkshire Terrier ein eigenwilliger Abenteurer im Kleinformat mit hohem Pflege- und Erziehungsanspruch ist. Wer einen Welpen erwerben möchte, sollte sich umfassend informieren, das Tier auf Gesundheit prüfen und einen seriösen Züchter wählen.
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