Schokoladentarte ohne Mehl Rezept

Herrlich intensiver, super schokoladiger Kuchen - mit vielen Eiern und ganz ohne Mehl. Dafür mit knuspriger Kruste und herrlich flauschigem Inneren. Und ein bisschen sanfter Vanille und herbem Espresso. Ganz köstlich und so schnell gemacht! Ich habe hier eine Schokolade mit hohem Kakaoanteil genommen, damit schmeckte mir der Kuchen warm schon fast zu intensiv, abgekühlt und aus dem Kühlschrank aber perfekt. Passt das also am besten nach euren Vorstellungen an. Und dann ab in die Küche - Kuchen schmecken nämlich nicht nur zu Geburtstagen!

Was ist die Schokoladentarte (Tarte au Chocolat)?

Die Tarte au Chocolat ist ein flacher, runder, besonders saftiger französischer Schokokuchen. Dieser Klassiker kommt aus der französischen Küche und steht für einen flachen, ganz besonders saftigen Schokokuchen, der das Herz eines jeden Schokoladen-Fans schmelzen lässt. Die Tarte au Chocolat eignet sich sehr gut als Beitrag zu einem gemütlichen Treffen am Sonntag Nachmittag zu Kaffee und Kuchen. Mit ein paar Beeren dekoriert kann man den französischen Schokokuchen aber auch hervorragend als Dessert servieren.

Schokoladentarte auf Teller, mit Beeren garniert

Warum ohne Mehl?

Durch die Verwendung von gemahlenen Mandeln kommt der Schokokuchen ohne Mehl aus, und ist daher von Natur aus glutenfrei. Da die Tarte au Chocolat kein Mehl enthält, trocknet sie auch nicht so schnell aus. Die Idee für den Schokokuchen ohne Mehl entstand, als ich über ein Rezept für französischen Schokoladenkuchen gestoßen bin. Die Basis des Schokokuchens besteht aus Eiern, Butter, Zucker und natürlich einer ordentlichen Portion Schokolade.

Charakter und Textur

Die Konsistenz des Kuchens ist weder bröselig noch krümelig, sondern schön fest, aber dennoch super saftig. Wie eine Mischung aus klassischem Rührkuchen und Brownie! Beim Anschneiden sieht man dann - wenn alles geklappt hat - wie cremig der Kuchen im Kern ist. Er hat mich an eine Kombination aus Soufflé und Brownie erinnert. OMG! Wenn euch also einmal die Nüsse ausgegangen sind, das Mehl wieder ausverkauft ist oder ihr nach einem glutenfreien Schokoladenkuchenrezept sucht, dann seid ihr hier genau richtig.

Varianten und Anpassungen

  • Schokolade: Zartbitterschokolade mit mindestens 70% (oder sogar 78-80%) Kakaoanteil sorgt für intensive Schokoladigkeit. Ich habe hier eine Schokolade mit hohem Kakaoanteil genommen.
  • Nüsse: Anstatt gemahlener Mandeln könnt ihr gemahlene Haselnüsse verwenden.
  • Gewürze: Etwas Zimt passt ebenfalls gut.
  • Flüssigkeiten und Aromen: Ein Hauch Rum, Vanillemark oder Instant-Espressopulver verfeinert die Note.
  • Toppings: Puderzucker, Kakao, frische Beeren oder eine Kugel Vanilleeis; für eine festliche Note Glasur und Meersalz.
  • Milchfrei / Allergiker: Butter durch Kokosöl ersetzen, mit etwas weniger Menge; Zuckerersatz und zuckerfreie Zartbitterschokolade möglich für Low-Carb-Varianten.

Zutaten (Beispiel-Rezept für Springform Ø 20-24 cm)

Zutat Menge (Beispiel)
Dunkle Schokolade (Zartbitter, 70-80% Kakao) 125-200 g
Butter 100-200 g
Eier 3-5 Stück, getrennt
Zucker 80-170 g (je nach Rezept und Vorliebe)
Gemahlene Mandeln 60-250 g (je nach Rezept; alternativ keine Mandeln, nur Eier, Butter, Schokolade)
Kakaopulver, Espresso, Vanille, Salz nach Geschmack, z. B. 1 EL Kakao, 1 TL Espressopulver, ¼ TL Vanille, Prise Salz

Schritt-für-Schritt Zubereitung (zusammengesetzt aus den Rezeptvarianten)

  1. Den Ofen auf 160-180 °C (je nach Variante Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen oder gut einfetten und ggf. mit gemahlenen Mandeln oder Kakao bestreuen.
  2. Die Schokolade grob würfeln und zusammen mit der Butter vorsichtig schmelzen. Ich mache das in der Mikrowelle in 20 Sekunden Intervallen und rühre dazwischen immer kräftig, oder über dem Wasserbad. Beides lauwarm abkühlen lassen.
  3. Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen. Dabei langsam den Zucker einrieseln lassen, bis eine feste Meringue entsteht.
  4. Die Eigelbe mit Zucker schaumig-cremig schlagen. Die geschmolzene Schokolade-Butter-Mischung unterrühren. Dann Kakaopulver, Espressopulver und Vanille sowie ggf. gemahlene Mandeln hinzufügen und kurz verrühren.
  5. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß in 1-2 Portionen vorsichtig unterheben, damit die Luftigkeit erhalten bleibt.
  6. Alles in die vorbereitete Form gießen, glatt streichen und je nach Formgröße backen: ca. 25-30 Minuten (bei kleiner, höherer Form) bis 35-55 Minuten (bei kleineren Formen oder zwei kleinen Formen). Backzeit variiert - als Garprobe ein Messer in die Mitte stechen: feuchte Krümel dürfen hängen bleiben, der Kern soll noch schön weich sein.
  7. Den Kuchen 5-10 Minuten in der Form abkühlen lassen, anschließend vollständig abkühlen lassen. Für intensiven Geschmack ggf. mehrere Stunden im Kühlschrank kühlen; die Tarte schmeckt auch eiskalt besonders gut.
Kuchen nach dem Backen: rissige Kruste, cremiger Kern

Backzeiten & Formen

Die genaue Backzeit hängt von der Form ab: Für eine Tarteform Ø 28 cm sind z. B. 35 Minuten im Originalrezept vorgesehen. Ich habe jedoch 2 kleine Kuchenformen (Ø 16 cm) verwendet und die Backzeit betrug 55 Minuten. Für eine Springform Ø 20 cm sind häufig 40-50 Minuten bei 160-170 °C angegeben; bei 180 °C und kleiner Form reichen oft 25-35 Minuten.

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Tipps für das perfekte Ergebnis

  • Gute Schokolade verwenden: Mindestens 70% Kakaoanteil für intensive, nicht zu süße Tarte.
  • Die Schokolade nicht zu heiß werden lassen, sonst wird sie bröckelig; lauwarm abkühlen lassen, bevor sie mit Eiern kombiniert wird.
  • Rührbesen und Schüssel für Eischnee müssen fettfrei sein.
  • Beim Unterheben des Eischnees sanft vorgehen, damit die Luft erhalten bleibt.
  • Der Kuchen fällt nach dem Abkühlen oft etwas zusammen - das ist normal und gewollt.
  • Wer es weniger intensiv mag, nimmt Schokolade mit niedrigerem Kakaoanteil oder serviert den Kuchen mit Vanilleeis oder Mascarpone-Creme.
Video: Anleitung Schokoladentarte ohne Mehl - Schmelzen, Eischnee, Backen

Serviervorschläge

Die Tarte kann mit Puderzucker oder Kakao bestäubt werden und passt hervorragend zu Vanilleeis oder frischen Beeren. Für eine besonders festliche Note den Kuchen mit geschmolzener Schokolade glasieren und mit etwas Meersalz bestreuen. Ein kleines Stück reicht meist, da die Schokotarte sehr gehaltvoll ist.

Für wen eignet sich dieses Rezept?

Perfekt für Schokoladenfans, für Gäste und Festlichkeiten sowie ideal für alle, die glutenfrei backen möchten. Da der Schokoladenkuchen ohne Mehl auskommt, können auch Freunde mit Glutenintoleranz mitessen. Ohne Milch (Butter durch Kokosöl) ist er zudem für Kuhmilchallergiker anpassbar.

Variation: Sehr schokoladig mit Espresso und Vanille

Wer mag, rührt 1 TL Instant-Espressopulver und ¼ TL Vanille in die Schokoladenmasse. Das gibt eine feine Kaffeenote und hebt die Schokoladenaromen. Der Kuchen schmeckt warm sehr intensiv und abgekühlt perfekt - passt das also am besten nach euren Vorstellungen an.

Kurze Rezeptübersicht (kompakt)

  1. Ofen 160-180 °C vorheizen, Form vorbereiten.
  2. Schokolade + Butter schmelzen, lauwarm abkühlen.
  3. Eier trennen, Eiweiß mit Zucker steif schlagen.
  4. Eigelbe mit Zucker cremig schlagen, Schokolade unterrühren, Mandeln/Kakao hinzufügen.
  5. Eischnee vorsichtig unterheben, in Form füllen.
  6. Backen (25-55 Min. je nach Form), abkühlen, ggf. kühlen.

Guten Appetit! Mögt ihr Schokokuchen auch so gerne oder habt das Rezept bereits ausprobiert? Was gibt es Feineres als eine klassische Tarte au Chocolat?

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