Schoko Mochi Rezept einfach zubereiten

Mochi sind ein beliebtes Dessert in Japan, inzwischen aber auch hierzulande kein Geheimtipp mehr. Es handelt sich um kleine Reisküchlein mit einer spannenden Konsistenz, die zwischen zart, klebrig, weich und elastisch liegt. Wer Mochi liebt, bekommt mit meinem Rezept jedenfalls die perfekte Möglichkeit, sie daheim zu machen!

Warum selbstgemachte Mochi?

Eine gute Alternative ist da wie immer das Selbermachen. Es spart Verpackungsmüll und schmeckt auch deutlich besser. Selbst gemachte Mochis haben den weiteren Vorteil, dass über die Größe und die verwendete Menge an Zucker selbst bestimmt werden kann. Günstiger als gekauft: Selbstgemachte Mochi kosten nur einen Bruchteil von dem, was ihr im Supermarkt zahlt. Mochi liebe ich. Wenn ich im Asia-Shop welche sehe, wandern sie garantiert in den Einkaufskorb.

Was macht klassische Mochi aus?

Typisch für frische Mochis ist, dass sie außen ganz weich und beim Abbeißen etwas klebrig sind. Das ganze dann noch in schokoladig-süß, aber nicht zu süß. Was aber zählt, das ist die Konsistenz - das ist die von Mochi. Zäh-klebrig. Traditionell wird Mochi-Teig aus gekochten Reiskörnern hergestellt, die in einem recht aufwendigen Verfahren mit Holzstößeln geschlagen und dadurch zu einem glatten Teig verarbeitet werden. Um diesen Schritt zu vereinfachen, wird in diesem Rezept Klebreismehl verwendet.

Grundlagen: Zutaten und ihre Rolle

  • Klebreismehl (am besten Mochiko) ist die Basis für den typisch elastischen Teig. Achtet auf reines Klebreismehl, kein normales Reismehl.
  • Wasser ist entscheidend für die richtige Konsistenz.
  • Kartoffelstärke (oder notfalls normale Speisestärke) verhindert das Ankleben beim Formen.
  • Zucker - bei meinem Rezept erwartet euch kein Zucker-Overload wie bei den meisten anderen.
  • Die Basis besteht nur aus 2 (bis 4) Zutaten, je nach Variante.

Varianten und Aromen

Den Teig aromatisieren kann ich nur empfehlen, denn pur schmeckt er fad. Du kannst den Teig z.B. mit Zitronenabrieb, Matcha, Vanille, Kakao o.ä. aromatisieren. Gewürze für den Teig können z.B. Fruchtige Varianten bringen Frische und sind mein Favorit. Süße rote Bohnen-Paste ist extrem lecker und traditionell. Ummanteln mit Sesam, weißem und/oder schwarzem sieht hübsch aus.

Schoko-Mochi auf Teller, mit Kakao bestäubt

Schoko-Mochi: Zwei bewährte Zubereitungswege

Mikrowellen-Methode (schnell, zuverlässig)

Kartoffelstärke bzw. Klebreismehl, Zucker und Gewürze nach Wahl in einer mikrowellengeeigneten Schüssel oder Dose vermischen. Das Wasser sowie ggf. die Lebensmittelfarbe in Etappen unterrühren. Alles kräftig glatt rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind und die Konsistenz ein bisschen wie sehr zäher Zuckerguss ist. Sollte die Masse extrem fest oder trocken wirken, Wasser schluckweise auf bis zu ca. 210 ml erhöhen.

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Die Dose locker abdecken (z.B. mit einem Deckel, der ein Lüftungsloch hat oder mit einem Teller). Bei 600-800 Watt in der Mikrowelle 1 Minute erhitzen. Dann nochmal gut rühren und erneut ca. 30 (bis 90) Sekunden fertig garen. Beim Garen in der Mikrowelle entsteht eine Art zäher Teigkloß. Ich mache das in Mini-Intervallen in einer Tupperbox, bei der man den Deckel leicht öffnen kann, weil so etwas Dampf entweicht. Der Teig sollte danach elastisch und leicht durchsichtig sein.

Topf- oder Pfannen-Methode (klassischer, ohne Mikrowelle)

Alle Mochi-Zutaten in einer Pfanne mischen, bis sie glatt sind. In einer beschichteten Pfanne unter regelmäßigem Rühren und Wenden erhitzen. Unter ständigem Rühren den Teig immer wieder auf den Topfboden drücken, bis sich ein kompakter Teigkloß bildet. Den Klebreisteig in eine beschichtete Pfanne gießen und bei niedriger Hitze erwärmen. Unter ständigem Rühren rühren. Nach wenigen Minuten sollte der Teig fester werden und schließlich eine fest-klebrige Konsistenz annehmen.

Ihr könnt das Ganze auch im Topf machen, müsst dann aber mindestens geduldig rühren, bis ein kompakter Teigkloß entsteht.

Praktischer Arbeitsablauf: Teig zu Mochi

  1. Teig zubereiten: Klebreismehl, Zucker und Wasser vermischen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
  2. Teig garen (Mikrowelle oder Topf) bis er elastisch, leicht durchsichtig und zäh-klebrig ist.
  3. Teig auf eine gut mit Stärke bestäubte Arbeitsfläche bzw. Backmatte geben und weder zu dick noch zu dünn ausrollen; etwa wie nicht allzu dünner Plätzchenteig.
  4. Aus dem Teig mit einem großen scharfen Messer ca. 12-14 Portionen (je nach gewünschter Größe) schneiden.
  5. Auf jede Portion mittig etwas Füllung geben. Ihr belegt eure Teigportion und schlagt dann alle Seiten nach oben, ähnlich wie bei einem Päckchen. Die Ränder reiherum zudrücken, sodass die Füllung komplett mit Teig umhüllt ist.
  6. Umdrehen, sodass die faltige Seite unten ist, und die Mochis nach Belieben mit der Hand noch etwas runder formen. Die Stärke kann man ggf. mit einem Pinsel etwas abnehmen.

Füllungen: Schokolade & Co.

Eine cremige Schokoladen-Ganache bildet dann die Chocolate-Mochi-Füllung. Für die Schokofüllung Kuvertüre fein hacken, Sahne aufkochen. Kuvertüre in der heißen Sahne schmelzen, Butter hinzugeben. In eine kleine Schüssel umfüllen und für 3 Stunden fest werden lassen. Mit zwei Teelöffeln 8-10 kleine Kugeln abstechen und rund formen. Bis zur Weiterverarbeitung in den Kühlschrank stellen.

Du kannst eine Schoko-Haselnuss-Ganache herstellen: Schokolade und Zucker in eine Schüssel geben. Milch und Butter erhitzen und darüber gießen. Erdnussbutter und Haselnüsse hinzufügen und gut umrühren. Jetzt 12 Bällchen aus der festen Schoko-Haselnuss-Masse formen.

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Weitere Füllideen: süße Rote-Bohnen-Paste, Frischkäse mit Marmelade oder Obstmus, klein geschnittene Früchte, selbst gemachte Erdnussbutter oder regionales Obst wie Erdbeeren. Wichtig ist vor allem, dass die Füllung formstabil und nicht zu feucht ist, damit sie gut im Mochi-Teig hält und ihn nicht aufweicht. Ich starte immer mit dem Kühlen der Füllung. Sie sollte sehr kalt und damit möglichst fest sein, damit beim Formen nichts rausquillt.

Schokoladen-Ganache-Kugeln im Kühlschrank

Schoko-Back-Mochi (Backofen-Variante)

Gut, so ganz die reine Mochi-Lehre verkörpert dieses Gebäck nicht - eigentlich bestehen Mochi aus den süßen japanischen Rundkornreis. Also, diese Mochi sind abweichlerisch, und zwar aus mehreren Gründen: es wird Klebreismehl verwendet statt mühevoll gestampftem süßen Reis, ein paar Zutaten mehr spielen mit - und dann wird das ganze auch noch gebacken. Ursprünglich habe ich die Küchlein gebacken, um meine Tüte Klebreismehl aufzubrauchen.

Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen, dabei hin und wieder umrühren, damit sich beides gut verbindet. Klebreismehl, Zucker und Natron in einer Schüssel vermengen. In einer zweiten Schüssel Joghurt, Milch, Ei und Vanillemark verquirlen. Den Teig in die Auflaufform füllen, glatt streichen und ca. 25 min backen. Dann abkühlen lassen und in Stücke schneiden.

Portionen, Haltbarkeit und Tipps

Ich persönlich rechne ca. Für ca. 10 Mochi ergibt das je nach Rezept unterschiedliche Mengen. Mochi schmecken am Zubereitungstag am besten, sind in einer luftdicht schließenden Dose aber 1-3 Tage haltbar. In einer Frischhaltebox halten sie sich mindestens 3 Tage. Je nach Füllung (v.a. bei sehr saftigen Varianten) werden sie insgesamt weicher.

Mit einer halben Portion testen macht Sinn, weil ihr so die richtige Wassermenge für euer Mehl herauszufinden könnt. Eigentlich sollte beim Mochi selber machen alles direkt gut klappen. Und wenn nicht: Perfektion ist überbewertet!

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Kurzvideo: Mochi formen und füllen (Schritt-für-Schritt)

Rezepte im Überblick (Basis-Mengen für klassische Schoko-Mochi)

Zutat Menge (für ~12 Stück)
Klebreismehl 120-180 g (je nach Rezept)
Zucker 45-75 g (je nach Geschmack)
Wasser 170-240 ml (in Etappen zugeben)
Kartoffelstärke/Speisestärke (zum Bestäuben) zum Arbeiten
Schokoganache (Füllung) 125-200 g Kuvertüre + 125 g Sahne (je nach Rezept)

Häufige Fragen und Fehlerquellen

  • Teig zu fest oder zu trocken? Wasser schluckweise bis ca. 210-240 ml erhöhen.
  • Teig klebt beim Formen? Viel Stärke auf Arbeitsfläche und Hände; die Stärke kann man ggf. mit einem Pinsel etwas abnehmen.
  • Füllung läuft aus? Füllung sehr kalt und möglichst fest vorbereiten. Ich starte immer mit dem Kühlen der Füllung.
  • Geschmack fad? Teig aromatisieren (z. B. Kakao, Matcha, Zitronenabrieb, Vanille).

Noch mehr Mochi-Ideen

Du kannst unser Schokoladen-Mochi-Rezept auch vegan zubereiten, indem du es abwandelst und vegane Sahne sowie vegane Schokolade verwendest. Besonders beliebt ist auch Mochi-Eis: Die Füllung der gefrorenen Mochi kann aus den verschiedensten Eissorten bestehen. Lasse das Mochi-Eis vor dem Verzehr ein paar Minuten antauen - so ist das Geschmackserlebnis besonders zart und cremig.

Wer Mochis einmal, frisch zubereitet, probiert hat, wird sie nie wieder anders essen wollen. Wie du siehst, sind deiner Phantasie wenige Grenzen gesetzt.

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