Schoko-Donut Rezept aus dem Backofen (ohne Donutmaker)

Seit ich zum ersten Mal Donuts bei Dunkin‘ Donuts gegessen habe, bin ich ein großer Donuts-Fan. Am liebsten backe ich meine Donuts im Backofen. Auch die Schoko-Donuts habe ich als Donuts in der Silikonform im Backofen gebacken.

Warum Donuts aus dem Ofen?

Donuts selber zu machen ist nicht schwierig: Typischerweise werden die Teigkringel frittiert, doch es ist auch möglich, sie zu backen. Frittieren ist nicht so dein Ding? Kein Problem! Die im Ofen gebackenen Donuts stehen ihren in Fett gebadeten Kollegen in Sachen Fluffigkeit in nichts nach. Donuts aus dem Backofen sind super locker und saftig und schmecken auch am nächsten Tag noch sehr lecker.

Zutaten (für etwa 12 Donuts, je nach Rezeptvariante)

  • 35 g Butter zimmerwarm
  • 1 Ei
  • 100 g Zucker (evt. mit 1 Pck. Vanillezucker)
  • 150 ml Buttermilch oder Milch
  • 130 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 20 g Kakaopulver ungesüßt
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Schokolade gehackt (Chocolate Chunks oder Zartbitter)
  • etwas Fett für die Form oder Backtrennspray
  • 200 g Zartbitter-Kuchenglasur oder andere Glasur zum Verzieren

Ausrüstung

  • Donut-Backform (Silikon oder Metall) - ein Donutmaker wird nicht benötigt
  • Spritzbeutel ohne Tülle oder Löffel zum Befüllen
  • Rührgerät oder Küchenmaschine

Schritt-für-Schritt-Anleitung (Rührteig-Variante, ofenfest)

  1. Backofen auf 180° Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Die Donut-Backform mit Backtrennspray besprühen. Wer Silikonformen benutzt, kann diese vorher mit kaltem Wasser ausspülen, aber nicht abtrocknen; bei Metallform die Mulden einfetten.
  3. Zucker, Vanillezucker und Butter cremig aufschlagen, anschließend das Ei hinzugeben und untermixen.
  4. Mehl, Backpulver und Kakaopulver vermischen und kurz unterrühren.
  5. Die Milch (oder Buttermilch) zugeben und kurz verrühren, zum Schluss die gehackte Schokolade unterheben.
  6. Den Teig in einen Spritzbeutel geben, die Spitze abschneiden und gleichmäßig in die Donutmulden füllen. Alternativ lässt sich der Teig gut mit einem Teelöffel einfüllen.
  7. Die Donutform in den vorgeheizten Backofen geben und ca. 14-20 Minuten backen. Eine Stäbchenprobe machen.
  8. Die Donuts 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter geben und komplett auskühlen lassen.
Donut-Backform und gefüllte Teigmulden

Hefeteig-Alternative (für traditionellere, fluffigere Textur)

Für eine eher klassische Konsistenz kannst du auch einen Hefeteig verwenden. Die Hefe in die Hälfte der lauwarmen Milch bröckeln, einen Teelöffel Zucker hinzugeben und auflösen. Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde drücken und die Hefemilch einrühren. Schüssel mit Tuch abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.

  1. Restliche lauwarme Milch, weiche Butter, Eier, Zucker und Salz hinzufügen und rund 5 Minuten zu einem weichen Teig kneten.
  2. Abgedeckt 30-60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar vergrößert hat.
  3. Teig ca. 1 cm dick ausrollen, Kreise ausstechen und in der Mitte ein Loch formen (Glas + kleiner Ausstecher oder Finger mit Kochlöffelstiel).
  4. Die Teigringe abgedeckt 30-60 Minuten auf mit Backpapier belegten Blechen gehen lassen und dann bei 180 °C etwa 12-15 Minuten im Ofen backen.

Glasur und Dekorieren

Das Beste am Rezept ist mit Abstand die Dekoration. Am einfachsten ist das Verzieren mit fertiger Glasur oder klassischem Puderzuckerguss. Hier nehme ich gerne Milch statt Wasser, da das besser „deckt“. Mein Favorit ist das Keksbrösel-Topping; Jan steht auf Schokoladenglasur und die Kleinen lieben kunterbuntes Zuckerdekor.

Einfache Schokoglasur

  1. Schokolade hacken und im Wasserbad langsam schmelzen.
  2. Die ausgekühlten Donuts zur Hälfte in die geschmolzene Schokolade tauchen, abtropfen lassen und auf ein Gitter legen.
  3. Mit Schokoraspeln, Streuseln oder anderen Dekoren bestreuen.
Donuts mit Schokoglasur und Streuseln

Mirror-Glaze (Spiegelglasur) - kurz erklärt

Mirror Glaze ergibt eine sehr glatte, spiegelnde Oberfläche. Sie besteht hauptsächlich aus weißer Schokolade, Kondensmilch und Gelatine. Wasser, Zucker und Kondensmilch aufkochen, Gelatine einweichen, ausdrücken und zur Mischung geben. Kuvertüre hacken, in die heiße Mischung geben und rühren, bis sie schmilzt. Vanilleextrakt und Lebensmittelpaste einrühren, mit einem Pürierstab glätten, durch ein Sieb in einen tiefen Teller geben. Glasur auf etwa 32 °C abkühlen lassen und die kalten Donuts zweimal nacheinander jeweils mit ca. 10 Minuten Abstand eintauchen.

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Mirror Glaze Glasur herstellen und Donuts glasieren

Tipps und Varianten

  • Wenn du keine Donutform hast: Ausstechen mit einem großen Glas und einem kleinen Ausstecher für das Loch funktioniert genauso.
  • Du kannst das Rezept verdoppeln, wenn du z. B. 12 Muffins statt 6 Donuts backen möchtest - Muffins sind eine Option, wenn du keine Form hast.
  • Wer Silikonformen benutzt, spült diese vorher mit kaltem Wasser aus; bei Metallformen die Mulden einfetten oder Backtrennspray verwenden.
  • Donuts lassen sich gut einfrieren - entweder pur oder fertig dekoriert. Am besten schmecken sie frisch.
  • Bei Rezepten mit Buttermilch kann Natron die Fluffigkeit unterstützen, da es Säure neutralisiert.
  • Für eine weniger schokoladige Variante kannst du die gehackte Schokolade weglassen.
  • Für gleichmäßige Donuts den Teig in einen Spritzbeutel ohne Tülle füllen und so die Mulden dosieren.

Kurzrezepte auf einen Blick

VarianteTeigBackzeitBesonderheit
Rührteig-Schoko-DonutsMehl, Backpulver, Kakao, Butter, Ei, Milch14-20 Min. bei 180 °CSchnell, saftig, gut für Spritzbeutel
Hefeteig-DonutsMehl, Hefe, Milch, Butter, Eier12-15 Min. bei 180 °C (nach Gehzeit)Fluffiger, klassischer Geschmack
Quark-Öl-Donuts (gebacken)Eier, Zucker, Öl, Quark, Mehlca. 20 Min. bei 180 °CGebacken, gute Alternative ohne Hefe

Zum Schluss

Die Geschmacksvarianten sind schier unendlich: Donuts kann man nach Lust und Laune bunt glasieren und dekorieren oder auch ganz schlicht halten. Selbstgemachte Donuts sind ein Riesen-Spaß: Angefangen von der Zubereitung, vor allem dem Dekorieren, bis hin zum Vernaschen natürlich. Die erste Regel beim Donut-Dekorieren lautet: Es gibt keine Regeln - erlaubt ist, was schmeckt.

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