Ist Honig schädlich für Hunde? Ein umfassender Leitfaden

Nicht alle Lebensmittel, die für uns Menschen unbedenklich sind, sind auch für unsere Hunde geeignet. Einige können in kleinen Mengen giftig sein, während andere von der Dauer der Verabreichung oder der Art der Zubereitung abhängen. Dieser Artikel untersucht die Frage, ob Honig für Hunde schädlich ist, und bietet einen umfassenden Überblick über sichere und giftige Lebensmittel für Hunde.

Gefährliche Lebensmittel für Hunde: Eine Übersicht

In Küche und Kühlschrank lauern einige Gefahren für unsere Hunde. Es ist wichtig zu wissen, was Hunde nicht essen dürfen. Ein Leckerbissen ist zwar hin und wieder erlaubt, aber einige menschliche Lebensmittel sind für Hunde schädlich oder sogar giftig. Entscheidend sind oft die Menge und die Darreichungsform (roh oder gekocht).

Generell gilt: Was der Mensch kochen muss, sollte der Hund auch nur in gekochter Form bekommen. Was der Mensch roh essen kann, kann der Hund auch roh fressen. Anzeichen wie Erbrechen oder Durchfall können auf eine Unverträglichkeit oder, im schlimmsten Fall, auf eine Vergiftung hindeuten.

Hier eine Liste gefährlicher und giftiger Lebensmittel für Hunde, die Ihr Vierbeiner auf keinen Fall fressen darf (die Liste ist nicht vollständig):

  • Schokolade und Kakao: Enthalten Theobromin, das für Hunde giftig ist.
  • Süßstoff, Birkenzucker und Xylit: Führen innerhalb von 30 bis 60 Minuten zu Unterzucker und können dosisabhängig zu akutem Leberversagen führen.
  • Zwiebeln, Knoblauch und andere Lauchgewächse: Bereits geringe Mengen können hochgradig toxisch wirken.
  • Weintrauben und Rosinen: Können bei manchen Hunden tödlich sein.
  • Avocados: Enthalten Persin, das zu Durchfall und Erbrechen führen kann.
  • Pilze: Können organschädigend, blutzersetzend oder krebserregend sein.
  • Rohes Schweinefleisch, roher Schinken oder Salami: Können mit dem Aujeszky-Virus infiziert sein.
  • Geflügelknochen und gekochte Knochen: Splittern leicht beim Zerkauen.
  • Kaffee, Tee und andere koffeinhaltige Lebensmittel: Können fatale Folgen für das Nervensystem haben.
  • Alkohol: Hunde haben eine geringere Toleranzschwelle.
  • Nüsse (insbesondere Walnüsse und Macadamia-Nüsse): Können zu Nerven- und Muskelschäden führen.
  • Nachtschattengewächse (Tomaten, Auberginen, Paprika und Kartoffeln): Nur in gekochter Form verfüttern.
  • Bohnen und andere Hülsenfrüchte: Niemals im ungekochten Zustand verfüttern.
  • Steinobst (Aprikosen, Pflaumen, Kirschen und Pfirsiche): Die Kerne enthalten Blausäure.
  • Mandeln: Enthalten ebenfalls Blausäure.
  • Rohe Eier: Hemmen die Aufnahme von Biotin und können ein Risiko für Salmonellenvergiftung darstellen.
  • Zu fette und stark gewürzte Speisen: Sind für den Hund nicht bekömmlich.
  • Obst: Hat meistens einen sehr hohen Zuckergehalt.
  • Salz: Ist im Grunde nicht giftig, aber die Menge ist ausschlaggebend.
  • Fisch: Nur in geringen Mengen und niemals roh geben.
  • Milchprodukte: Können aufgrund von Laktoseintoleranz zu Magen-Darm-Problemen führen.

Honig für Hunde: Eine süße Versuchung?

Im Gegensatz zu industriell hergestelltem Zucker, der in vielen Hundekeksen enthalten ist und zu Übergewicht und Diabetes führen kann, ist Honig reich an Vitaminen und Mineralstoffen und enthält natürlichen Frucht- und Traubenzucker. Als Hausmittel kann Honig bei erwachsenen Hunden (ab etwa 18 Monaten) innerlich und äußerlich angewendet werden und so zu ihrer Gesundheit beitragen. Es ist wichtig, hochwertigen Honig zu verwenden.

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Die gesundheitlichen Vorteile von Honig für Hunde

  • Atemwege: Honig unterstützt die Heilung der Atemwege bei Husten und Schnupfen.
  • Verdauung: Das Füttern von unbehandeltem Honig regt den Stoffwechsel an und unterstützt den Verdauungstrakt bei Gastritis und Verdauungsproblemen.
  • Wundheilung: Bei kleinen Verletzungen und Wunden kann Manuka-Honig oder eine sterilisierte Wundhonig-Creme aus der Apotheke aufgetragen werden, um die Wundheilung zu beschleunigen.
  • Juckreiz: Honig kann als naturbasierte Alternative zu chemischen Mitteln bei Juckreiz Linderung verschaffen.

Dosierung und Anwendung von Honig bei Hunden

Honig ist in kleinen Mengen nicht schädlich oder giftig für Ihren Hund, sollte aber nicht täglich Bestandteil der Ernährung sein.

  • Dosierung: Etwa ½ Teelöffel pro Woche für einen kleinen Hund bis ca. 20 kg und ein Teelöffel für einen Hund mit 20-25 kg.
  • Anwendung:
    • Innerlich: Bei Husten oder Verdauungsproblemen kann Honig direkt verabreicht oder ins Futter gemischt werden.
    • Äußerlich: Bei kleinen Verletzungen oder Juckreiz kann Manuka-Honig direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.

Vorsichtshinweise beim Verfüttern von Honig an Hunde

  • Zahnpflege: Der Zucker im Honig kann Karies verursachen. Achten Sie daher auf die Zahnpflege Ihres Hundes.
  • Welpen: Geben Sie Ihrem Hund in den ersten 18 Monaten keinen Honig, da er eine negative Wirkung auf das Immunsystem haben kann.
  • Menge: Füttern Sie nicht zu viel Honig, da der Zucker im Honig auch bei Hunden im Übermaß Diabetes und Übergewicht verursachen kann.
  • Qualität: Verwenden Sie nur hochwertigen, naturbelassenen Honig, idealerweise europäischen Imkerhonig.
  • Erwärmung: Honig darf nicht über 40 Grad erhitzt werden, weil dann viele gute Bestandteile zerstört werden.

Manuka-Honig: Ein besonderes Naturheilmittel

Manuka-Honig stammt aus Neuseeland und wird dort als Naturheilmittel verwendet. Im Gegensatz zu anderen Honigsorten ist dieser Honig relativ teuer, hat jedoch eine einzigartige antibakterielle Wirkung. Er enthält Methylglyoxal (MGO), das für seine antimikrobiellen Eigenschaften verantwortlich ist. Manuka-Honig kann bei der Behandlung von Wunden, Ohrenentzündungen und sogar Zwingerhusten eingesetzt werden.

Kräuter für Hunde: Eine natürliche Ergänzung

Obwohl Hunde zu den Carnivoren (Fleischfressern) zählen, ist ihnen der Mehrwert von Kräutern bewusst. Viele Hunde wissen instinktiv, welche Kräuter ihnen guttun.

Gesunde Kräuter für Hunde:

  • Brennnessel
  • Fenchel
  • Basilikum
  • Kamille
  • Petersilie
  • Schafgarbe

Kräuter mit besonderer Wirkung:

  • Beruhigungskräuter: Baldrian oder Kamille
  • Nierenkräuter: Stärken die natürliche Funktion der Nieren und helfen bei der Entgiftung.
  • Leberkräuter: Mariendistel, Schafgarbe und Süßholzwurzel
  • Harntreibende Kräuter: Brennnessel
  • Kräuter gegen Giardien: Oregano, Thymian und Majoran
  • Kräuter zur Schleimlösung: Süßholzwurzel oder Thymian und Honig
  • Kräuter zur Förderung der Verdauung: Löwenzahn

Ungeeignete Kräuter für Hunde:

  • Zwiebeln und Lauch
  • Rosmarin
  • Hopfen (in großen Mengen)
  • Waldmeister
  • Muskatnuss
  • Salz
  • Tee mit Koffein

Wichtig: Setzen Sie Kräuter im Hundefutter sparsam ein und beachten Sie, dass viele Kräuter nicht für die tägliche Fütterung geeignet sind. Enthalten die Kräuter viele ätherische Öle, sollten Sie besonders sparsam damit umgehen.

Was tun, wenn der Hund etwas Falsches gefressen hat?

Die häufigsten Vergiftungserscheinungen sind Durchfall und Erbrechen. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Hund etwas Giftiges gefressen hat oder verdächtige Symptome zeigt, suchen Sie unverzüglich einen Tierarzt auf. Dieser wird Sie nach dem Aufnahmezeitpunkt, der Art des Nahrungsmittels und der aufgenommenen Menge fragen und die geeignete Therapie einleiten.

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