Sandgebäck mit Marmelade: Ein Rezeptklassiker für jede Jahreszeit

Sandgebäck mit Marmelade ist ein zeitloser Klassiker, der in vielen Familien Tradition hat. Ob zu Weihnachten, zum Sonntagskaffee oder einfach zwischendurch - diese Plätzchen sind immer ein Genuss. Das Rezept ist denkbar einfach und lässt sich wunderbar mit Kindern zubereiten.

Die Geschichte hinter dem Rezept

Dieses Rezept ist eines der beliebtesten und ältesten auf meinem Blog. Es handelt sich um einfache Marmeladenkekse nach einem Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner Mutter. Als ich vor 10 Jahren mit dem Bloggen anfing, war unsere große Tochter gerade mal ein Jahr alt. Ich hatte keine Erfahrung im Muttersein und war überrascht, wie viel Energie so ein kleines Wesen haben kann. Sie war ein kleiner Wirbelwind, der von Mittagsschlaf nicht viel hielt. An manchen Tagen gingen mir schon mittags die Ideen aus. Meistens nahm ich das Mäusekind dann mit in die Küche und wir fingen an zu backen. Eierpfannkuchen, Marmorkuchen oder diese leckeren Marmeladen-Kekse zum Beispiel. Die Kekse machte meine Mutter schon, als ich Kind war.

Zutaten für den perfekten Teig

Der Teig für diese Marmeladenkekse ist im Prinzip ein Mürbeteig, der mit den Händen geknetet wird. Hier ist eine Übersicht der benötigten Zutaten:

  • 250 g Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630)
  • 1 TL Backpulver
  • 100 g Rohrzucker
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eigelb
  • 150 g kalte Butter
  • Marmelade nach Wahl (z.B. Aprikose, Erdbeere, Himbeere)

Zubereitung des Mürbeteigs

  1. Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen.
  2. Eine Mulde in die Mitte formen.
  3. Die kalte Butter in kleinen Stückchen in die Mulde geben.
  4. Anschließend die Eigelbe und den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker darüber geben.
  5. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
  6. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung kalt und fest sein.

Kekse formen und befüllen

  1. Sobald der Teig gut gekühlt und fest ist, den Backofen auf 175-180 Grad Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Für die Kekse jeweils ein kleines Stückchen Teig abbrechen und zwischen den Händen zu einer Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser rollen.
  3. Anschließend mit dem Daumen oder der Rückseite eines Kochlöffels eine Mulde in die Teigkugel drücken. Die Mulde sollte tief genug und der Rand um die Mulde nicht zu dünn sein.
  4. In die Mulde einen Klecks gekühlte Marmelade setzen.

Backen und Abkühlen

  1. Die Kekse in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 12-15 Minuten backen.
  2. Auf einem Gitter abkühlen lassen und mit einem leckeren Tee oder Kaffee genießen. Lässt man die Kekse auf dem warmen Backblech abkühlen, werden sie oft weich.

Tipps und Tricks für das perfekte Sandgebäck

  • Die Wahl der Marmelade: Im Prinzip lassen sich die Kekse mit jeder Marmelade zubereiten. Meine Kinder mögen nur fein passierte Marmelade ohne Kerne und ohne Stückchen. Ich bewahre Marmelade grundsätzlich immer im Kühlschrank auf, weiß aber auch, dass Marmelade bei vielen im Küchenschrank steht. In diesem Fall empfehle ich, die Marmelade vorher unbedingt zu kühlen! Auch das hilft, dass sie beim Backen im Keks bleibt, da sie dann nicht zu flüssig ist.
  • Backzeit: Jeder Ofen ist anders! Die Backzeit kann daher etwas variieren, beträgt aber in der Regel etwa 12-15 Minuten. Ich heize meinen Ofen auf 175-180 Grad Umluft vor und backe die Kekse in der Mitte des Ofens. Sobald der Rand der Kekse goldgelb ist und anfängt leicht zu bräunen, sind die Kekse fertig.
  • Abkühlen: Ich setze die Kekse direkt nach dem Backen zum Abkühlen auf ein Gitter. Lässt man die Kekse auf dem warmen Backblech abkühlen, werden sie oft weich. Für mich dürfen sie jedoch gerne ein bisschen knuspern.
  • Haltbarkeit: Die Kekse halten sich in einer luftdicht verschlossenen Dose ca. 1 Woche. Sofern sie nicht vorher aufgegessen werden.

Varianten und Abwandlungen

  • Verschiedene Marmeladensorten: Versuchen Sie die Kekse einmal mit unterschiedlichen Marmeladensorten und passen Sie sie so den Jahreszeiten an.
  • Weihnachtliche Gewürze: Für eine weihnachtliche Note können Sie weihnachtliche Gewürze wie Zimt oder geriebene Orangenschale unter den Teig kneten. Auch weihnachtliche Marmelade wie Glühwein-Gelee, Orangenmarmelade oder Apfel-Ingwer-Gelee für die Füllung sind eine gute Idee.
  • Sandgebäck-Blüten: Um schöne große Sandgebäck-Blüten zu erhalten, nehme ich eine extra große Sterntülle dafür. Um die Mulde für die Fruchtfüllung zu machen, kannst du den Stiel eines Kochlöffels benutzen. Ich nehme einen Melonenausstecher.
  • Linzer Plätzchen: Sie können den Teig auch für Linzer Plätzchen verwenden. Hierfür stechen Sie Plätzchen mit einem Ausstecher aus und versehen die Hälfte der Plätzchen mit einem Loch in der Mitte. Nach dem Backen bestäuben Sie die Plätzchen mit Loch mit Puderzucker und füllen die anderen Hälften mit Marmelade. Anschließend setzen Sie die Puderzucker-Hälften auf die Marmeladen-Hälften.

Sandgebäck mit Kindern backen

Holt Euch für die Zubereitung Unterstützung von kleinen Helfern und Helferinnen und macht es so zu einem kleinen Event. Meine Kinder waren immer stolz wie Oskar, wenn ich ihnen eine kleine Schürze umgebunden habe und sie beim Teig kneten helfen durften. Die Marmeladen-Kekse schmecken hinterher gleich noch mal so gut.

Warum die Marmelade vor dem Einfüllen erhitzen?

Bei dieser Art von Plätzchen stellt sich immer die Frage, ob man die Marmelade vor dem Backen einfüllt oder erst danach. Ich fülle sie erst nach dem Backen ein, aus folgenden Gründen:

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  • Wenn die Marmelade mitbackt, spritzt sie oft auf den Teig und das finde ich optisch nicht schön.
  • Füllt man die Marmelade erst nach dem Backen ein, sieht es einfach schöner aus.
  • Und wenn man die Marmelade vor dem Einfüllen erhitzt, wird sie im Sandgebäck auch wieder fest und läuft nicht heraus oder verklebt alles. Darum ist diese Variante mein Favorit beim Sandgebäck.

Aufbewahrung

Du kannst die Sandplätzchen ganz klassisch in einer Blechdose für Kekse aufbewahren. Sie werden über Nacht durch die Marmelade etwas weicher und verlieren die sandige Konsistenz. Wenn du das nicht möchtest, musst du alle am selben Tag aufessen. Ich empfehle das. Lege zum Aufbewahren der Plätzchen eine Lage Backpapier zwischen die Schichten von Marmeladenplätzchen, damit der Fruchtaufstrich nicht verschmiert und sie nicht zusammenkleben.

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