Geschichte und Besonderheiten der russischen Schokolade Aljonka
Die klassische Milchschokolade „Aljonka“ überzeugt mit zartem Geschmack und traditioneller Qualität. Die Milchschokolade „Aljonka“ mit 75 g ist ein echter Klassiker und seit Generationen beliebt. Hergestellt nach traditioneller Rezeptur, begeistert sie mit einem ausgewogenen, cremigen Geschmack und feinen Kakao- und Milchnoten.
Produkt, Rezeptur und Nährstoffe
Die bekannte Verpackung mit dem ikonischen Mädchenmotiv steht für Vertrauen, Qualität und nostalgischen Genuss. Zutaten: Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Emulgator (Lecithin), Vanillin. Nährwerte pro 100 g: Energie: ca. 31% Vol.
Herstellungsprozess und Qualitätsmerkmale
Die Herstellung beginnt in der Werkstatt mit der Vorbereitung von Silikonformen, in die die Schokolade gegossen wird. Die Formen werden dann leicht gerüttelt, damit sich die Schokolade gleichmäßig verteilt, und abgekühlt. Dann wird die Schokolade aus den Formen genommen, und die Schokoladentafel erscheint auf dem Fließband, bereit, in Folie und Papier eingewickelt zu werden - mit dem Bild eines Mädchens in einem bunten Schal. Die wichtigste Zutat für die Herstellung hochwertiger Schokolade ist Kakaobutter, erklärte Olga Onuchina, Leiterin des Pressedienstes der United Confectioners Holding, während einer Führung durch das Unternehmen. Bei der Herstellung von "Alenka" wird sie in ungetrockneter Form oder als Rohöl verwendet, das selbst in Milchschokolade für einen natürlichen Schokoladengeschmack sorgt.
"Wir verfügen nicht nur über Produktionslinien, sondern auch über eine eigene Linie zur Verarbeitung von Kakaobohnen. Auf diese Weise erhalten wir unsere eigenen Rohstoffe und können die Produktion in allen Phasen, von den Kakaobohnen bis zum fertigen Produkt, kontrollieren", erklärt Onuchina und fügt hinzu, dass das Conchieren - langes und intensives Rühren - eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Schokolade spielt. Es hilft, überschüssige Säure und Bitterkeit zu entfernen und einen reichen Geschmack und ein reiches Aroma zu gewährleisten.
Um eine echte Schokolade von einer Süßwarentafel zu unterscheiden, reicht es, sie in den Händen zu halten, so Onuchina. "Schokolade schmilzt bei 34 Grad, während die Körpertemperatur 36,6 Grad beträgt. Um also Schokolade von einem Schokoriegel zu unterscheiden, der wie echte Schokolade aussieht, muss man ihn nur in die Hand nehmen. Wenn eine Spur davon übrig bleibt, ist sie natürlich", erklärt sie. Machen Sie sich auch keine Sorgen, wenn Sie eine leichte "Patina" auf der Schokolade sehen, denn das ist ein Zeichen dafür, dass sie natürlich ist. Diese Aufhellung entsteht, weil sich die Kakaobutterkristalle ablösen. "Dies ist ein Zeichen für die Natürlichkeit des Produkts und wird in der Regel durch Temperaturschwankungen verursacht. Deshalb temperieren wir das Produkt, damit es widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse wird."
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Außerdem empfahl Onuchina, die Schokolade bei Zimmertemperatur und nicht im Kühlschrank zu lagern.
Verpackung und das ikonische Mädchenmotiv
Ihr Porträt ist ein kollektives Bild eines Mädchens aus den 70er Jahren, so der Pressesprecher. "Ich selbst habe ein Porträt von mir mit einem ähnlichen Kopftuch. So haben alle Mütter ihre Mädchen gekleidet. Es ist also ein kollektives Bild", erzählte sie. Das Gesicht auf der Verpackung basierte auf dem echten Foto eines Kindes aus einem Zeitungswettbewerb! Der Fotojournalist und Mitarbeiter in der Schokoladenfabrik Roter Oktober, Alexander Gerinas, fotografierte etwa zur gleichen Zeit seine erst acht Monate alte Tochter Jelena. Die Fabrik Roter Oktober gewann nicht nur die Ausschreibung des Ernährungsprogramms zur Produktion dieser sowjetischen Volksschokolade, sondern entschied sich nach langer Suche auch dazu, das Motiv der acht Monate alten Jelena Gerinas für die Verpackung dieser Schokolade zu verwenden.
Jelena Gerinas, das Gesicht der Aljonka-Schokolade, hat für ihren Werbeeinsatz übrigens nie eine Belohnung erhalten. Jahrzehnte später verklagte die Frau den Hersteller Roter Oktober auf eine Schadenersatzsumme von fünf Millionen Rubel sowie eine künftige prozentuale Beteiligung an der weiteren Verwendung des Bildes. Das Gericht wies die Klage ab und gab der Süßwarenfirma Recht, da diese ausreichend belegen konnte, dass das Ursprungsfoto so weit verändert wurde, dass bereits eine eigenständige Originalarbeit vorliegen würde. Die Aljonka-Schokolade mit dem Kindergesicht ist derweil wieder der absolute Verkaufsschlager des Unternehmens Roter Oktober. Die inzwischen 56- Jährige Jelena Gerinas lebt heute mit ihrem Mann und zwei Kindern in Chimki bei Moskau und arbeitet als Bibliothekarin.
Historischer Kontext: Schokolade in Russland
Wusstest du, dass Schokolade ihre eigene Geschichte in Russland hat? Sie war nicht immer leicht zu finden, und lange Zeit galt sie sogar als Luxus für die Reichen. Aber über die Jahre wurde Schokolade zu einer beliebten Leckerei für alle - von Zaren bis zu Schulkindern. Schokolade kam erstmals im 18. Jahrhundert nach Russland, während der Herrschaft Peters des Großen. Damals wurde sie hauptsächlich als heiße Schokolade getrunken und war etwas, das nur Aristokraten genießen konnten. Stell dir vor, im Palast eine elegante Tasse dampfender Schokolade statt Tee serviert zu bekommen!
Im 19. Jahrhundert entstanden Schokoladenfabriken. Eine der berühmtesten war Abrikosov & Söhne, die in Moskau eröffnete. Später übernahm die Sowjetregierung das Unternehmen, und es wurde Teil dessen, was wir heute als Krasny Oktyabr (Roter Oktober) kennen - eine legendäre Schokoladenmarke, die heute noch existiert. Die Roter Oktober-Fabrik in Moskau ist jetzt teilweise ein Kulturzentrum mit Kunstgalerien, während sie weiterhin Süßigkeiten produziert.
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Sowjetische Prägung und Popularität
In sowjetischen Zeiten war Schokolade manchmal schwer zu bekommen, aber wenn Kinder eine Tafel erhielten, fühlte es sich wie Gold an. Beliebte Marken wie Alyonka, mit dem lächelnden kleinen Mädchen auf der Verpackung, wurden zu nationalen Ikonen. Die staatliche Ernährungsprogramm der Sowjetunion gab in den 1960er Jahren die Aufgabe aus: „Wir brauchen eine erschwingliche Milchschokolade!“ Die Fabrik Roter Oktober gewann nicht nur die Ausschreibung des Ernährungsprogramms zur Produktion dieser sowjetischen Volksschokolade.
Die zahlreichen Schokoladensorten der verschiedenen Süßwarenfabriken wie Roter Oktober, Rot-Front oder die Babajew-Fabrik zierten nicht selten berühmte Charaktere aus Gemälden oder Gedichten und russischen Volksmärchen. Die Schokoladen- und Bonbontradition der Sowjetjahre prägt bis heute Design und Rezepturen vieler Marken.
Export und internationale Beliebtheit
Heute wird die Alenka-Schokolade in 45 Länder exportiert. Die Menschen in China mögen die russische Delikatesse besonders gern. Und für sie ist es wichtig, den Namen "Alenka" nicht nur ins Chinesische zu übersetzen, sondern auch in kyrillischer Schrift zu schreiben. Die zweitbeliebteste russische Süßigkeit von "United Confectioners" bei den Chinesen sind "Korovarovka"-Waffeln, so Vertreter des Unternehmens.
Moderner Produktionsumfang und Innovationen
Wir verfügen nicht nur über Produktionslinien, sondern auch über eine eigene Linie zur Verarbeitung von Kakaobohnen. Auf diese Weise erhalten wir unsere eigenen Rohstoffe und können die Produktion in allen Phasen, von den Kakaobohnen bis zum fertigen Produkt, kontrollieren. Die Journalisten konnten auch sehen, wie die Schokoladenfiguren hergestellt werden. Sie werden nach einer zuvor angefertigten künstlerischen Skizze hergestellt, die dann in eine Schokoladenform gegossen und von Hand aus dem Produkt geformt wird. Der Pressedienst der Holdinggesellschaft bezeichnet die Schokoladenfiguren als Kunstwerke - eine dieser Skulpturen wurde sogar an Elisabeth II. geschickt.
Kulinarische Spezialitäten und Varianten
Diese Spezialität verbindet Schokolade mit einem alkoholischen Anteil und ergibt ein Getränk mit likörartigem Charakter. Die Kombination aus erlesener Schokolade, Jamaica Rum und braunem Zucker sorgt für ein intensives und ausgewogenes Geschmacksbild. Für die Zubereitung wird eine kleine Menge in ein Glas oder einen Becher gegeben und anschließend mit heißem Wasser aufgegossen. Besonders an kalten, winterlichen Tagen bietet sich diese Zubereitungsart an, da sich die Aromen durch die Wärme gleichmäßig entfalten. Dieses leckere Getränk ist leider im Laden nicht erhältlich.
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Regionale Produktionsstätten und historische Fabriken
Weit früher allerdings, im Jahr 1851, eröffnete der aus dem brandenburgischen Belzig stammende Zuckerbäcker Theodor Ferdinand von Einem auf dem Moskauer Arbat die kleine Konditorei „Einem“ mit fünf Angestellten. Nachdem von Einem 1876 kinderlos gestorben war, errichtete sein Teilhaber Julius Heuss an der Südspitze der Jakimanka-Insel inmitten des Moskwa-Flusses die größte und modernste Süßwarenfabrik des damaligen Russlands. Die Süßwarenfabrik „Einem“ wurde 1913, zum 300. Jubiläum der Romanow-Dynastie, zum Hoflieferanten erklärt. Die Oktoberrevolution allerdings änderte die Verhältnisse. Die Firma wurde verstaatlicht und in „Staatliche Süßwarenfabrik Nr. 1“ umbenannt.
Die Geschichte der sowjetischen Süßwaren lässt aber auch Almaty nicht außen vor. 1942 wurde in den Hallen der Likör- und Wodkafabrik Alma-Ata und mit Unterstützung der Moskauer Fabriken Babajew und Rot-Front die Süßwarenfabrik Alma-Ata gegründet. 1992 wurde die Süßwarenfabrik Alma-Ata aus staatlicher Hand entlassen und in die Aktiengesellschaft „Rachat“ umgewandelt. 2013 übernahm die südkoreanische Lotte-Gruppe einen Großteil der Aktien der Rachat-Süßwarenfabrik in Almaty und modernisiert seitdem das Unternehmen sowohl in der Produktion als auch im Bereich der Produkte selbst.
Kulturelle Verankerung und Anekdoten
Die Geburt der russischen Schokoladentafeln geht mit Fabriken wie Abrikosov & Söhne einher. Die Schokoladenfabrik Roter Oktober machte Marken wie Aljonka zu nationalen Symbolen. Einige russische Astronauten nahmen sogar Schokolade mit ins All - es ist eine Leckerei, die aus dieser Welt ist! Viele Menschen werden sich an den Geschmack ihrer Kindheit erinnern, wenn sie zu den Schokopralinen mit den vier tollpatschigen Bären greifen. Schokolade macht glücklich! In der Tat stecken die Bausteine des Glückshormons Serotonin im Kakao.
Kuriose Fakten
- Im 19. Jahrhundert wurde Schokolade in Apotheken als „Medizin“ verkauft.
- Während der sowjetischen Zeit war Schokolade ein beliebtes Geschenk - besonders wenn man Gäste hatte.
- Die Roter Oktober-Fabrik verhalf einem Gemälde und vielen Verpackungen zu enormer Bekanntheit in der Bevölkerung.
Rezensionen und Konsumentenstimmen
Wir trinken die Schokolade immer wieder mit Genuss. Schmeckt sehr gut. Von Monika S. am 11. Von Andrea N. am 11. Von Marion W. am 4. Von Marina T. am 16. Von Peter H. am 30. Von Frank S. am 29. Von Michael W. am 29. Von Werner S. am 26. Von Dietmar M. am 20. Von Dietmar M. am 18.
Kurzer Blick auf die Technik: Soufflé-Bonbons und Pralinenproduktion
Das Soufflé nach einem einzigartigen Rezept wird auf einem mehr als hundert Meter langen Förderband hergestellt. Hier wird das cremig-vanillige Soufflé gewürzt und erhält dann die Form von rechteckigen Platten, die in Quadrate geschnitten werden. Nun sind die Bonbons bereit, in einen Schokoladenüberzug aus dunkler Schokolade "gekleidet" zu werden.
Auf dem nächsten Fließband wird das neueste Produkt der Marke "Inspiration" zubereitet: Bonbons aus gemahlenen Mandeln in Form von Herzen. Dazu wird die Marzipanmasse auf speziellen Geräten schichtweise ausgerollt und daraus "Valentine" ausgestochen, die mit Zuckerguss überzogen werden: oben weiß, unten dunkel. Die ersten Verkäufe zeigen bereits eine hohe Nachfrage, so dass das Unternehmen beschlossen hat, die Produktion solcher Bonbons auszuweiten, so die Holding.
Aljonka heute: Tradition trifft Moderne
Heute wird die Alenka-Schokolade in 45 Länder exportiert. Die Qualität der Schokolade spricht für sich und steht derjenigen der großen Moskauer und der westlichen Süßwarenwerke in nichts nach. Die kleinen Schokoladentafeln und Pralinen mit ihren bunten, noch aus Zeiten der Sowjetunion stammenden Designs und Umverpackungen sind unverändert ein wichtiger und hoch geschätzter Teil jeder Festtafel und jeder Teerunde.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Gewicht | 75 g |
| Zutaten | Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Lecithin, Vanillin |
| Besonderheit | Ikonische Verpackung mit Mädchenmotiv |
| Export | 45 Länder, hohe Beliebtheit in China |
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