Rumtopf Marmelade selber machen: Das ultimative Rezept und viele Tipps
Rumtopf Marmelade verbindet das Beste aus zwei Welten: die fruchtige Vielfalt des Sommers und das Aroma von feinem Rum. Besonders reizvoll wird Rumtopf Marmelade, wenn verschiedene Obstsorten verarbeitet werden, die man nach und nach während der Saison sammelt und kombiniert. Dabei sorgt der Rum nicht nur für ein unverwechselbares Aroma, sondern trägt auch zur Konservierung bei. Im Folgenden finden Sie ein ausführliches und erprobtes Rezept, praktische Tipps sowie viele Varianten zur Zubereitung dieser besonderen Marmelade.
Die Idee hinter Rumtopf Marmelade
Steintopf-Marmelade ist eine Misch-Marmelade, die ähnlich wie ein Rumtopf gemacht wird. Für einen 15-Liter-Topf (Achtung, der wird ordentlich schwer!) nimmt man etwa ein Kilogramm Früchte pro Obstsorte. Bei kleineren Töpfen sollte es nur die Hälfte sein. Oder man verteilt die Menge gleich auf zwei Töpfe. Bei diesem Rezept werden Früchte nach der Reihenfolge ihrer Reife verarbeitet und über die Saison in einem einzigen Topf vermengt. Normalerweise geht das nicht, weil Pflaumen und Rhabarber nicht zur gleichen Zeit geerntet werden.
Die Lösung ist die Steintopf-Marmelade: Im Steintopf wird sie nach dem Prinzip des Rumtopfes hergestellt. Ob Himbeeren, Rhabarber, Sauerkirschen oder Pflaumen - Marmelade schmeckt am besten, wenn sie selbst gemacht ist. Aber wäre es nicht toll, eine Marmelade aus mehreren oder all diesen Obstsorten zu haben?
Zutaten für Rumtopf Marmelade
- Gemischte Früchte und Beeren, küchenfertig (siehe Anhang bzw. Saisonangebot)
- Rum, vorzugsweise 54% (Menge nach Geschmack, z. B. 75-150 ml auf 1 kg Früchte)
- Zucker (Verhältnis meist 2:1, z. B. 500 g Zucker auf 1 kg Früchte)
- Gelierzucker (1:2 oder 2:1 je nach Belieben und Obstsorten)
- Gelfix (bei Bedarf, speziell bei sehr sauren Früchten)
- Vanilleschote (das Mark für besonderes Aroma)
- Zimtstangen (optional, für einen weihnachtlichen Touch)
- Einmachhilfe (bei der ersten und letzten Frucht als Gelierhilfe)
Mögliche Fruchtkombinationen
- Johannisbeeren (rot und schwarz)
- Himbeeren
- Brombeeren
- Erdbeeren
- Kirschen und Schattenmorellen
- Stachelbeeren
- Pflaumen, Rhabarber
- Heidelbeeren
Man kann natürlich auch experimentierfreudig sein und weitere Früchte ausprobieren. Johannisbeeren, Rhabarber und Pflaumen - das wäre möglich.
Schritt-für-Schritt Zubereitung
- Die Früchte mit dem Rum weich kochen. Je nach Größe eventuell pürieren, es sollten aber noch Stückchen übrigbleiben.
- Den Zucker zugeben. Aufkochen lassen, dann so viel Gelfix zugeben, bis die Gelierprobe gelingt.
- Unter Rühren bei starker Hitze aufkochen und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Rum kurz vor Ende der Kochzeit unterrühren.
- Marmelade heiß in den Steintopf oder direkt in vorbereitete Gläser füllen.
- Gläser ca. 5 Minuten auf den Deckel stellen, umdrehen und auskühlen lassen.
Marmelade aus Früchten mit Kernen (wie Johannisbeeren oder Himbeeren) können durch ein Sieb oder die Flotte Lotte passiert werden. Die Marmelade wird heiß in den Steintopf oder Gläser gegeben. Wichtig ist, dass die neue Masse immer mit der bereits vorhandenen gut verrührt wird. Die alte und die neue Marmeladenmasse müssen miteinander vermischt werden. Den Steintopf nur mit einem Tuch abdecken, er darf nicht luftdicht abgeschlossen sein.
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Tipps aus der Praxis für das perfekte Ergebnis
- Bei gefrorenen Früchten einen Teil pürieren und einen Teil ganz hinzugeben - das sorgt für Abwechslung in der Konsistenz.
- Rum ist Geschmackssache, aber wenn Kinder mitessen, dann reicht die angegebene Menge meist völlig aus.
- Wer den Rumgeschmack intensiver haben möchte, kann den Rum erst zum Schluss hinzufügen und nicht so lange mitkochen lassen.
- Die oberste Schicht trocknet meist leicht an. Beim Schöpfen der Masse einfach unterrühren.
- Wenn der Alkohol-Anteil zu hoch ist, kann die Masse schwer fest werden - das Verhältnis zwischen Früchten und Rum beachten!
- Gründliche Sauberkeit beim Arbeiten ist wichtig: Die Marmelade hält sich im Keller, bis sie aufgegessen ist.
- Wer ungeduldig ist, muss übrigens nicht bis zur letzten Frucht warten.
Erprobte Varianten und Erfahrungsberichte
Ich habe gefrorene Früchte genommen. Einen Teil püriert und einen Teil ganze Früchte dran gegeben. Wir sind begeistert!!!!!!!
Habe die Marmelade gerade gekocht und soweit ich das schon sagen kann, ist sie sehr lecker geworden! Ich habe dafür gemischte Tiefkühlfrüchte und 500 g 2:1 Gelierzucker verwendet. Allerdings ist mir der Rumgeschmack etwas zu wenig für „Rumtopfmarmelade“, werde daher das nächste Mal den Rum erst zum Schluss hinzufügen und nicht so lange mitkochen lassen.
Die erste Variante hatte ich mit frischen Himbeeren und Blaubeeren, die zweite mit TK-Kirschen gekocht. Geschmacklich haben beide überzeugt.
Geschmacklich super lecker, leider ist die Masse bei mir nicht fest geworden. Stattdessen haben wir jetzt aber eine perfekte Dessertsauce, hervorragend zu Pudding, Käsekuchen oder Eis.
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Gemischte Früchte (z.B. Himbeeren, Johannisbeeren, etc.) | 1 kg | frisch oder gefroren, nach Saison |
| Zucker | 500 g | Verhältnis 2:1 |
| Rum (54%) | 75-150 ml | nach Geschmack |
| Gelierzucker | 1-2 Packungen | bei Bedarf, je nach Obstsorte |
| Vanillemark, Zimtstangen | nach Belieben | optional |
Weitere Inspirationen für Marmeladenliebhaber
Weitere Rezepte: Weinbergpfirsich-Blutorangen-Marmelade, Josta/Johannisbeermarmelade, Waldfruchtmarmelade, Marmelade mit Apfel-Kirsch-Pflaumensaft, Orangen-Vanille-Marmelade, Julemarmelade (Weihnachtsmarmelade), Drei-Frucht-Marmelade.
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Ein Rezeptautor empfiehlt: Bei 500 g Rumtopf lt. Rezept, ist das egal wieviel davon Früchte und wieviel Rum ist? Ich hab da manchmal Probleme, dass die Masse fest wird, wenn der Alkohol-Anteil zu hoch ist.
Bekanntermaßen bringt ein bitterer Schnaps vor oder nach dem Essen die Verdauung an den Feiertagen auf Touren.
Einfach ausprobieren und die Lieblingsvariante finden - selbstgemachte Marmelade ist immer ein Highlight für Frühstücksbrot, Desserts oder als Geschenk!
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