Rührkuchen All-in-Methode: Detaillierte Zubereitung und hilfreiche Tipps
Rührkuchen zählen zu den Klassikern auf jeder Kaffee-Tafel oder dem Kuchen-Buffet und können mit der All-in-Methode besonders unkompliziert und schnell zubereitet werden. Die spezielle Technik, alle Zutaten gleichzeitig in eine Schüssel zu geben und zu verrühren, sorgt für zeitsparende und gelingsichere Ergebnisse. Dennoch gibt es einige grundlegende Tipps und Tricks zu beachten, um einen lockeren, saftigen und aromatischen Kuchen zu erhalten.
Was ist die All-in-Methode?
Der All-in-Teig, auch bekannt als „Alles-in-einem-Teig“, ist ein wahres Wundermittel für alle Backbegeisterten, die mühelos und schnell leckere Backwaren zaubern möchten. Im Unterschied zum klassischen Rührteig, bei dem Zutaten nach und nach hinzugefügt werden, werden bei der All-in-Methode Fett, Zucker, Eier, Mehl und Backpulver sowie eventuell Flüssigkeit und Gewürze auf einmal in die Rührschüssel gegeben. Einfach alle Zutaten in eine Schüssel geben, kurz verrühren und ab in den Ofen: so einfach war Backen noch nie!
Unterschied zum klassischen Rührteig
Bei einem All-in-Teig werden die gleichen Zutaten wie beim Rührteig verwendet, die Butter beziehungsweise Margarine sollte sehr weich oder zerlassen sein. Häufig wird statt Butter oder Margarine auch neutrales Speiseöl für die Zubereitung verwendet. Im Vergleich dazu wird bei einem klassischen Rührteig zuerst Fett mit Zucker cremig gerührt, erst danach kommen Ei und Mehl hinzu.
Die schnelle Zubereitung als All-in-Teig ist vor allem für Teige ohne schwere Zutaten, wie z. B. Früchte, sehr gut geeignet. Während ein Rührteig eine besonders luftige Porung hat, ist das Gebäck aus All-in-Teig etwas kompakter, aber dennoch locker und zart.
Wichtige Zutaten für den perfekten Rührkuchen
- Eier: Für einen Rührteig sollten die notwendigen Eier Zimmertemperatur haben, damit sie sich cremiger aufschlagen lassen und mehr Volumen entwickeln. Außerdem verbinden sie sich dann besser und leichter mit den weiteren Zutaten.
- Butter: Die Butter sollte butterweich beziehungsweise wachsweich sein, so weich wie eine Gesichtscreme als Orientierung. So lässt sie sich am besten mit dem Zucker verbinden und aufschlagen.
- Mehl: Idealerweise solltest Du das Mehl sieben, um eine feine Struktur im Kuchen zu erhalten. Im Mehl vermengst Du zuerst das Backpulver, dieses idealerweise auswiegen und auf das Haltbarkeitsdatum achten.
- Backpulver: Das Backpulver sollte gemeinsam mit dem Mehl vermischt und ggf. gesiebt werden.
- Flüssigkeit: Falls Flüssigkeit, wie Milch oder Öl, verwendet wird, sollte diese nach dem Mehl-Backpulver-Gemisch hinzugegeben werden.
Tipps zur Vorbereitung der Zutaten
Eier auf Zimmertemperatur bringen
Idealerweise planst Du Deine (Back)Abläufe so, dass Du die Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank nimmst und auf Zimmertemperatur bringst. Nach meiner Erfahrung dauert das mehrere Stunden. Es geht aber auch schneller: Du legst die Eier in lauwarmes Wasser (auf gar keinen Fall heißes Wasser!) und lässt sie für eine Weile zimmerwarm werden. Ab und zu dran fühlen und bewerten. Jedoch darfst Du es Dir bei dieser Methode nicht anders überlegen, sprich das Ei wieder trocknen und in den Kühlschrank zurück.
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Butter richtig vorbereiten
Wenn Du die Butter aus dem Kühlschrank nimmst, musst Du mit 1 bis zwei Stunden rechnen, bis sie Zimmertemperatur angenommen hat und so beschaffen ist wie beschrieben. Wenn Du Zeitnot hast, kannst Du den Prozess beschleunigen: Dafür schneidest Du die im Rezept angegebene Buttermenge in Würfel und legst sie als Häufchen auf einen (am besten mit heißem Wasser erwärmen) Teller. Erwärme eine passende Tasse oder Schüssel mit heißem Wasser, gieße das Wasser ab und stülpst das Gefäß über Deinen Butterberg.
Zubereitungsschritte im Detail
- Backröhre auf 190 - 200° C Ober/Unterhitze oder Umluft 160° C vorheizen.
- Alle Zutaten - außer dem Fruchtaufstrich - in eine Schüssel geben, mit dem elektrischen Handrührer kurz durchrühren, bis alle Zutaten gut vermischt sind (max. 1 Minute).
- Den Teig in die Form füllen und darauf achten, dass die Rührkuchenmasse im Kuchenform genügend Platz hat. Das heißt: Lass‘ beim Befüllen der Form mindestens drei Zentimeter bis zum oberen Rand Platz.
- Backen: Die befüllte Form in den vorgeheizten Ofen bei Ober-/ Unterhitze geben. In der Regel sind 160 - 180 Grad für Rührkuchen geeignet.
- Die Ofentür die ersten 20 Minuten auf keinen Fall öffnen! Das verhindert, dass der Kuchen schön aufgeht.
Fehler vermeiden: Rührdauer und Konsistenz
Die Zutaten werden erst kurz auf niedrigster Stufe verrührt und dann 1-2 Min. auf höchster Stufe mit dem Mixer (Rührstäbe) aufgeschlagen. Wenn man das Mehl in Verbindung mit Flüssigkeit/feuchten Zutaten zu lange rührt, wird das Klebereiweiß Gluten im Mehl aktiviert und es bildet sich eine Art Eiweißnetz. Das lässt den Rührteig zäh werden, das bis dahin erlangte Teigvolumen schwindet und der Kuchen wird nicht locker und fluffig.
Den Teig von der Schüsselwand mit einem Schaber immer wieder nach unten bringen. Wird der Kuchen zu dunkel, legst Du einfach ein Backpapier obendrauf.
Variationen und kreative Zusätze
- Sollen noch weitere Zutaten in den Teig, wie Zitronenschale, Rosinen, Nüsse, Schokotropfen, Orangeat, Zitronat, Kakaopulver etc., werden diese zum Schluss unter den fertigen Teig gerührt.
- Für herzhafte Varianten kann der Teig mit Käse, Kräutern oder Gewürzen verfeinert werden, um köstliche Snacks oder Beilagen zu kreieren.
- Gerne kann man unter dem Teig auch frische Früchte wie z.B. Johannisbeeren oder Blaubeeren unterheben.
Tabelle: Grundrezept All-in-Teig
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl | 100 g |
| Puderzucker | 100 g |
| Eier | 4 Stück |
| Öl | 100 ml |
| Backpulver | 1 TL |
| Fruchtaufstrich | nach Bedarf (für die Füllung) |
Backform und Stürzen des Kuchens
Backformen solltest Du je nach Form gut oder sehr gut mit Butter oder Öl einfetten. Gut ist auch, wenn Du dann noch mit Mehl oder Grieß bestäubst. So lässt sich der Kuchen später besser entnehmen. Den Boden, vor allem bei Springformen, ordentlich einfetten, den Rand eher mäßig. Tortenböden aus Obstbodenformen immer sofort stürzen.
Ist der Kuchen gar, die Form nach dem Backen erst 10 Min. auf einem Kuchenrost stehen lassen. Der Kuchen zieht sich beim Abkühlen zusammen und lässt sich leicht lösen.
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Garprobe und Backzeiten
Am besten immer etwa 5-10 Min. vor dem Ende der im Rezept angegebenen Backzeit eine Garprobe machen: Dafür wird ein Holzstäbchen an der dicksten Stelle in den Kuchen gestochen. Ist das Hölzchen trocken und haftet kein Teig mehr daran, ist der Kuchen gar. Wenn der Kuchen noch nicht gar ist, die Backzeit verlängern.
Vorteile der All-in-Methode
- Schnell und einfach: Praktische und zeitsparende Methode, da alle Zutaten auf einmal vermischt werden. Keine separaten Schritte wie Kneten oder das Aufgehen lassen erforderlich.
- Weniger Abwasch: Durch die Verarbeitung aller Zutaten in einer Schüssel reduziert sich der Bedarf an Utensilien und der anschließende Abwasch wird minimiert.
- Gelingsicher: Ideal für Hobbybäcker und Menschen mit wenig Zeit, da unkompliziert und schnell.
- Vielseitig: Kann für verschiedene Backwaren wie Brot, Brötchen, Kuchen oder Gebäck verwendet werden.
Beispielrezepte mit All-in-Methode
- Eierlikörkuchen: eine echte Backspezialität.
- Kirschkuchen: besonders bei Kindern beliebt und schnell gemacht.
- Nutella-Tassenkuchen: perfekte Süßigkeit für den kleinen Hunger.
Nährwerte pro Portion
Durchschnittliche Schätzung für eine Portion, basierend auf den Zutaten des Grundrezepts:
| Nährstoff | Menge (ca.) |
|---|---|
| Kalorien | ~230 |
| Fett | 12 g |
| Kohlenhydrate | 24 g |
| Eiweiß | 4 g |
Praktische Hinweise für die All-in-Methode
- All-in-Teige immer sofort nach der Zubereitung bei der angegebenen Temperatur und auf der im Rezept angegebenen Einschubleiste im vorgeheizten Backofen backen. Wenn der Teig vor dem Backen länger steht, verliert das Backpulver seine Wirkung.
- Nach dem Backen den Kuchen auf einem Kuchenrost abkühlen lassen, damit er nicht durchweicht.
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