Was ist Ruby-Schokolade und gibt es sie bei Edeka?

Der Genuss von Schokolade soll glücklich machen. Schon die Mayas und Azteken nahmen das braune Gold in flüssiger Form zu sich. Heute kennt man die Schokolade als süße Leckerei und als Lebensmittel, das glücklich machen soll. Ihre Ursprünge hat sie bei den Mayas und Azteken - diese tranken "Xocolatl", ein Gemisch aus gerösteten Kakaobohnen und Wasser, das gar nicht süß war und nichts mit der heißen Schokolade zu tun hatte, die wir heute trinken.

Was ist Ruby-Schokolade?

Nach Zartbitter-, Milch- und weißer Schokolade ist Ruby Chocolate die bedeutendste Schokoladen-Innovation seit über 80 Jahren. Dank sorgfältiger Selektion und besonderer Verarbeitung entsteht aus der seltenen Ruby Kakaobohne eine neue Schokoladensorte, die völlig neue Geschmacksdimensionen erschließt. Ruby Schokolade ist von Natur aus Rosa, ganz ohne Farbstoffe und hat einen beerig fruchtigen Geschmack mit einer leicht säuerlichen Note.

Ruby Kakaobohnen und rosafarbene Tafel

Die Ruby Kakaobohne ist eine Laune der Natur ...einzigartig und selten! Züchten kann man sie bisher nicht, sie will auf den Plantagen in den Tropen gefunden werden. Spezialisten suchen und sammeln die Ruby Kakaofrucht, die sich äußerlich ebenfalls in einem rosa bis rötlich orangefarbenen Ton zeigt. Früher wurden die Bohnen einfach mitgeerntet, heute werden sie nach ihrer Auslese speziell verarbeitet: Sie werden nicht fermentiert und nicht geröstet. In diesen Prozessen färbt sich die Kakaobohne normalerweise dunkel und verliert ihre Farbe - bei Ruby bleibt das Rötliche erhalten.

Herstellung und Eigenschaften

Anders als man es von den meisten farbigen Süßigkeiten kennt, erhält diese Schokoladensorte keine künstlich zugeführten Farbstoffe. Aber wie wird sie dann rosa? Ganz einfach: Das Geheimnis liegt in einer neuen Sorte von Kakaobohnen. Verantwortlich für das Rosa sind besondere rubinrote Kakaofrüchte aus Ecuador, Brasilien und der Elfenbeinküste.

Aus purem Zufall entdeckten die Experten von Callebaut diese Sorte - mehr als 13 Jahre haben sie am Endprodukt experimentiert. Grundsätzlich ist jede Kakaobohne nach der Ernte leicht rötlich. Ruby-Bohnen haben aber eine besonders intensive Farbe und sind auch sonst etwas anders beschaffen - quasi eine Laune der Natur. Durch Fermentieren und Röstung würden aber auch Ruby-Bohnen braun. Daher werden sie weder fermentiert noch geröstet. So bleibt die rötliche Farbe erhalten. Die Herstellung ist aufwendig, da die Bohnen empfindlicher sind.

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Geschmack und Einsatz

Ruby-Schokolade schmeckt deutlich weniger schokoladig als braune Sorten oder Bitterschokolade. Sie ist eher mit weißer Schokolade vergleichbar, da sie ebenfalls süßer ist. Der Geschmack ist eine Mischung aus fruchtig und süß - mit einem frischen, säuerlichen Touch. Viele vergleichen ihn mit Himbeeren. Für alle, die es süß und fruchtig mögen, ist die Ruby-Sorte damit eine ausgefallene Alternative zu „normaler“ Schokolade.

Verwenden kannst du die Schokolade wie herkömmliche Sorten - sie eignet sich sowohl zum Naschen als auch zum Schokolieren, für leichte Mousse-Desserts oder als Backzutat. Eine leckere Rezeptidee mit Ruby-Schokolade sind zum Beispiel schnelle Ruby-Kokos-Pralinen. Die rosa Schokolade lässt sich auch wunderbar zum Dekorieren von Gebäck verwenden. So gibt es beispielsweise rosa Kuvertüre, die Torten und Plätzchen zu kleinen Kunstwerken macht.

Ruby-Schokolade auf Torte dekoriert

Ursprung und Kommerzialisierung

Als das belgisch-schweizerische Unternehmen Barry Callebaut 2017 die erste Ruby-Schokolade in Shanghai präsentierte, war das Produkt eine echte Weltneuheit. Schokolade in Pink - das hatte es bis dato nicht gegeben. Für den Hersteller sogar die „ungewöhnlichste Schokoladenentdeckung seit 80 Jahren“. Während die erste „Ruby-Schokolade Ruby RB1“ ausschließlich für Chocolatiers und Konditoren bestimmt war, ist sie mittlerweile auch in Deutschland im Einzelhandel erhältlich. Zahlreiche Hersteller sind dem Trend gefolgt - und bieten verschiedenste Schokoladenprodukte in Zart-Pink an.

Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat mehr als zehn Jahre am Schokoladen-Ergebnis der seltenen Bohne geforscht. Die Mikrobiologen der in Bremen ansässigen Jacobs University hatten die Eigenschaften der Ruby Kakaobohne entdeckt, während sie im Auftrag von Barry Callebaut eigentlich die Inhaltsstoffe von Kakaobohnen erforschen wollten - sie ahnten damals wahrscheinlich nicht, dass sie einer Weltneuheit, einer Sensation für den Schokoladenmarkt auf der Spur waren!

Marktprodukte und Tests

Während die erste „Ruby-Schokolade Ruby RB1“ ausschließlich für Chocolatiers und Konditoren bestimmt war, ist sie mittlerweile auch in Deutschland im Einzelhandel erhältlich. Zahlreiche Hersteller sind dem Trend gefolgt - und bieten verschiedenste Schokoladenprodukte in Zart-Pink an. Auch ganz normale Schoko-Tafeln gibt es in der Ruby-Variante.

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Stiftung Warentest hat nun drei dieser Ruby-Tafeln im Schnelltest geprüft. Die Produkttester verweisen beim Test zunächst darauf, dass Ruby-Schokolade streng genommen nicht als Schokolade bezeichnet werden darf. Sie werde zwar aus Kakaobohnen hergestellt, diese würden aber nicht geröstet. Dennoch sei Ruby mit anderen Sorten im Test vergleichbar.

Platz Produkt Bemerkung
1 Heilemann Ruby Chocolate Pur Testsieger: von den drei getesteten schmeckt diese Schokolade am besten.
2 Hussel Taste Ruby Geschmacklich überzeugt, wies allerdings den höchsten Gehalt an Mosh auf.
3 Schogetten Pure Ruby Pieces Sensorisch nur befriedigend; fettig-belegend im Mund.

Im Internet (z. B. Amazon) findet man zahlreiche Schoko-Produkte mit Ruby-Kakaobohnen. Auch der Erfinder Callebaut war im Test nicht dabei - die Produkte kann man aber sogar über real.de kaufen. Kitkat Ruby wurde zunächst in einigen Ländern wie Japan, Südkorea und Großbritannien verkauft und später in Deutschland zeitweise exklusiv bei Rewe angeboten.

Ist Ruby-Schokolade "echte" Schokolade und wie gesund ist sie?

Streng genommen ist Ruby-Schokolade kein Kakaoerzeugnis, da die Bohne nicht - wie in der Kakaoverordnung vorgeschrieben - geröstet wurde. Nach den Maßstäben unserer Schokoladentests lässt sich Ruby aber durchaus bewerten. Im Vergleich zu Bitterschokolade ist der Zuckeranteil bei Ruby deutlich höher. In unserem aktuellen Test Bitterschokolade kommen die Tafeln im Schnitt auf 28 Prozent Zucker, bei den Rubys ist er um die 50 Prozent. Erstere kommt auf rund 30 Prozent, Ruby auf 50 Prozent.

Alle drei Rubys des Schnelltests sind ohne Farb-, aber nicht ohne Zusatzstoffe: Sie enthalten Sojalecithin. Die Rubys schmecken nach Himbeere, weniger nach Kakao als andere Schokolade, eher nach weißer. Alle sind leicht knackig bis knackig.

Ruby-Schokolade im Handel: Gibt es sie bei Edeka?

Während einige Produkte wie das Kitkat Sublime Ruby zunächst exklusiv bei bestimmten Händlern wie Rewe angeboten wurden, ist Ruby-Schokolade mittlerweile auch breitflächiger im Einzelhandel verfügbar. Während die erste „Ruby-Schokolade Ruby RB1“ ausschließlich für Chocolatiers und Konditoren bestimmt war, ist sie mittlerweile auch in Deutschland im Einzelhandel erhältlich.

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Zahlreiche Hersteller sind dem Trend gefolgt - und bieten verschiedenste Schokoladenprodukte in Zart-Pink an. Auch ganz normale Schoko-Tafeln gibt es in der Ruby-Variante. Im Internet (z. B. Amazon) findet man zahlreiche Schoko-Produkte mit Ruby-Kakaobohnen. Die Verfügbarkeit im Einzelhandel kann saisonal und regional variieren; manche Produkte gab es zunächst exklusiv bei einzelnen Händlern.

Regal mit Ruby-Schokoladen-Tafeln im Supermarkt

Praktisch bedeutet das: Ob Edeka Ruby-Schokolade führt, hängt vom jeweiligen Sortiment und von Aktionen ab. Während große Handelsketten wie Rewe bei Markteinführung einzelner Produkte oft exklusiv beliefert wurden, ziehen andere Händler nach. Es lohnt sich daher, sowohl im Edeka-Markt vor Ort nachzufragen als auch das Online-Sortiment von Edeka oder andere Händler wie real.de, Amazon oder spezialisierte Confiserien zu prüfen.

Tipps zum Einkauf

  • Suche gezielt nach Herstellernamen wie Heilemann, Hussel, Schogetten oder Barry Callebaut-Produkten.
  • Prüfe saisonale Angebote: Ruby-Produkte erscheinen oft als Limited Editions, zu Feiertagen oder in Geschenkpackungen.
  • Vergleiche Zutatenlisten: Ruby-Produkte enthalten keine Farbstoffe, aber häufig Sojalecithin und manchmal Zitronensäure.
  • Falls im Laden nicht vorrätig, schaue im Online-Shop von Edeka oder bei anderen Händlern nach.
Erklärungsvideo: Was ist Ruby-Schokolade und wie wird sie hergestellt?

Warum ist Ruby-Schokolade ein Trend?

Die rosa Schokolade trifft den Zeitgeist und trägt ein Stück zur Individualisierung bei. Ruby Chocolate wird nie Mainstream werden, sondern hat Kult-Potential. Die rosa Schokolade lässt sich auch wunderbar zum Dekorieren von Gebäck verwenden. Jetzt zur Weihnachtszeit sind diese Schokoerzeugnisse ein hübsches Mitbringsel.

Die Ruby Bohne wird rosa nachdem sie durch spezielle Verarbeitungsschritte geröstet und fermentiert wurde. Das Besondere: die Ruby Schokolade besticht neben ihrer zart rosa Farbe auch durch einen intensiven fruchtig, beerigen Geschmack, ohne Zusatz von Frucht- oder Beerenaromen. Lediglich ein wenig Zitronensäure wird im Verarbeitungsprozess hinzugegeben, um die Eigenschaften der Ruby Schokolade zu stabilisieren.

Ruby-Pralinen und Kuvertüre

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