RimWorld: Schokolade herstellen – die komplette Anleitung von Kakaobohne bis Kolonie-Delikatesse
Es gibt Dinge, die machen das Leben einfach besser: ein freier Parkplatz vor der Tür, ein Lob vom Chef - und Schokolade. Doch haben Sie sich je gefragt, wie aus einer bitteren Kakaobohne ein zartschmelzendes Meisterwerk wird? Die Herstellung von Schokolade ist ein faszinierender Prozess voller Magie, Präzision und einer gehörigen Portion Geduld.
Schokolade ist nicht einfach nur eine Süssigkeit. Sie ist Trostpflaster, Seelentröster, Nervennahrung, Liebesbotschaft - und manchmal sogar Frühstück. Los geht's mit den Kakaobohnen, die sind gewissermaßen der Rohstoff, ohne den gar nichts geht.
Warum Schokolade in RimWorld? Nahrung, Moral und Vielfalt
Eine der wichtigsten Anforderungen für eure Kolonisten in RimWorld ist Nahrung. Kurz nachdem eure Kolonisten aus ihren Cryokapseln geklettert sind, ist eines der ersten Dinge, die ihr erledigen solltet, die Nahrungsversorgung. Dafür stehen euch diverse Wege zur Verfügung und wir wollen sie euch in aller Detail vorstellen.
- Jagen: Fleisch und Felle. Die Jagd in RimWorld ist eine der anspruchlosesten Arbeiten, die ihr bereits von Anfang an beherrschen solltet.
- Landwirtschaft: Vielfalt der Felder. Die Landwirtschaft braucht etwas mehr Zeit, ehe ihr die Früchte eurer Arbeit genießen könnt, dafür ist es aber auch mit weniger Arbeit selbst verbunden.
- Viehhaltung: Tiere zähmen und nutzen.
Während Reis und Erdbeeren (bis zu 6 Einheiten) am schnellsten voll ausgewachsen sind, liefern sie aber bei weitem nicht so viel Nahrung wie zum Beispiel Kartoffeln (8 Einheiten) oder die mehr als doppelt so lang reifende Maispflanze (bis zu 18 Einheiten).
RimWorld und Süßwaren: So integriert ihr Schokolade in eure Versorgung
Legt mindestens einen Landwirt fest, der zum einen aussät, zum anderen aber natürlich zur Ernte zugegen ist und alles einholt. Feldfrüchte verrotten bei weitem nicht so schnell wie Fleisch und kann daher länger auf den Feldern liegenbleiben.
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Achtet darauf, wie fruchtbar der Boden ist, auf dem ihr das Anbaugebiet platziert. Zu Beginn einer neuen Map könnt ihr sehen, wie lange fruchtbare Saison ist. Ist eure Forschung bis zu Hydroponics fortgeschritten, könnt ihr auch Gewächshäuser bauen, die im Winter Anbau von Pflanzen ermöglichen.
Von der Bohne zur Basis: Rohstoffe beschaffen
Der erste Schritt in der Herstellung von Schokolade beginnt dort, wo die Sonne scheint und die Kakaobäume leben - in den tropischen Regionen rund um den Äquator. Im Tropenhaus des Schokoladenmuseums in Köln erfährt der Reporter von Martin, wie ein Kakaobaum aussieht und wo er normalerweise wächst: In den heißen Ländern rund um den Äquator.
1. Kakaobohnen oder Kakaomasse besorgen. Falls Sie keine Lust auf Fermentation im Wohnzimmer haben - Kakaomasse oder -butter aus dem Fachhandel ist ebenfalls geeignet. Wer allerdings von ganz vorne starten will, kann rohe Kakaobohnen bestellen und sich als echter „Bean-to-Bar-Profi“ versuchen. Wichtig ist, auf gute Qualität und möglichst faire Herkunft zu achten - das schmeckt man später.
Fermentation: der verborgene Qualitätsfaktor
Die Fermentation der Kakaobohnen ist von entscheidender Bedeutung. Die frischen Kakaobohnen fermentieren für zwei Tage in Holzkisten „A“, die mit Jutesäcken und Bananenblättern bedeckt sind. Nach diesen zwei Tagen Fermentation werden die Kakaobohnen umgerührt und für weitere zwei Tage in ein zweites Becken „B“ überführt.
Während dieses Transfers kommen die Bohnen und der Alkohol aus dem anaeroben Fermentationsprozess mit Sauerstoff in Kontakt. Schließlich werden die Kakaobohnen für weitere zwei Tage in einem dritten Becken „C“ gerührt. Dabei kann die Temperatur im Inneren bis zu 55°C erreichen!
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Um die Fermentation zu überprüfen, führen wir einen „Cut Test“ durch. Je mehr das Innere eine braune Farbe angenommen hat, desto intensiver ist die Fermentation.
Rösten, Schälen, Mahlen: die Grundlagen
2. Rösten. Wer bei Null startet, sollte die Bohnen bei ca. 120 °C 20-30 Minuten rösten. Dabei entfalten sich die Aromen, unangenehme Säuren werden abgebaut und die Bohne bekommt diesen herrlich nussigen Duft. Am besten regelmässig wenden und aufpassen, dass nichts anbrennt - sonst wird aus Schoggi schnell Kohle.
Nach einer gründlichen Reinigung werden die Bohnen als Erstes geröstet. Dabei lösen sich nicht nur die Schalen, sondern der Kakao erhält auch sein feines Aroma. Dann werden die gebrochenen Kerne unter hohem Druck zerkleinert. So wird das Kakaofett frei, was die Schokolade schokoladig macht.
3. Schälen und Mahlen. Nach dem Rösten werden die Bohnen geschält und zu Kakaomasse verarbeitet. Sie brauchen dafür am besten eine kräftige Küchenmaschine.
Haushaltsmethode: Zerkleinern bis zur „kritischen Masse“
So kann man Schokolade mit Haushaltsmitteln herstellen. Zerkleinerer mit (guten) Kakabohnen befüllen und los geht’s. Jetzt hat der Motor deutlich mehr zu tun, dreht langsamer und wird wärmer. Nach ca. 3 Minuten bilden sich große Klumpen, die an den Rand gedrückt / geschleudert werden.
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Jetzt muss man selbst aktiv werden, um die „kritischen Masse“ bzw. den „stabilen Zustand“ zu erreichen und weiter mahlen zu können. Am besten das Gefäß immer wieder mal seitlich kräftig auf Tisch bzw. Das „Aufstoßen&Mahlen“ dauert eine Weile, mind. weitere 1-2min, dann ist der „stabile Zustand“ erreicht.
Die Bohnen sind jetzt fein genug gemahlen bzw. es ist genug Fett ausgetreten, um eine erste zumindest ein wenig homogene zähe Masse zu erzeugen, die sich selbst im Zerkleinerer bewegt/rührt/mitreisst, so dass das Messer nicht mehr frei dreht und die Masse beliebig lange weiter feiner und homogener gemahlen wird und immer mehr Fett austritt, zumindest so lange, bis der Motor droht zu überhitzen. Hier jetzt nach weiteren ca. 4 Minuten (alles in allem ca. 8-10 Minuten) der mit einem 160 Watt Zauberstab maximal erreichbar Endzustand.
Conchieren, Süßen, Verfeinern
4. Conchieren. Jetzt wird gerührt. Und zwar lange. Durch stundenlanges Rühren bei konstanter Temperatur werden Bitterstoffe abgebaut und die Masse geschmeidig. In der Industrie dauert das bis zu 72 Stunden - zu Hause reichen oft schon 12 bis 24 Stunden. Zwischendurch probieren ist ausdrücklich erlaubt.
5. Süssen und Verfeinern. Zucker, Milchpulver (für Milchschokolade), Vanille oder Nüsse - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wer es edel mag, kann auch mit Zimt, Kardamom, Meersalz oder gefriergetrockneten Beeren experimentieren. Wichtig: Die Zutaten sollten fein genug sein, damit die Textur nicht leidet.
Dunkel, Milch, Weiß: Was gehört hinein?
Sie denken bei Schokolade nur an Vollmilch? Weit gefehlt! Weniger ist mehr - dunkle Schokolade braucht im Grunde nur Kakaomasse, Kakaobutter und etwas Zucker. Je höher der Kakaoanteil, desto intensiver der Geschmack.
Hier kommt Milchpulver ins Spiel. Zusammen mit Zucker und Kakaobutter ergibt sich der typische, cremige Geschmack. Die Herstellung dieser Schokolade ist etwas aufwendiger, aber definitiv machbar. Weisse Schokolade enthält keinen Kakaoanteil, sondern ausschliesslich Kakaobutter, Zucker und Milchpulver. Dadurch ist sie besonders süss - und besonders empfindlich beim Schmelzen.
Temperieren: Glanz, Snap und Stabilität
6. Temperieren. Die Königsdisziplin. Die Schokoladenmasse wird auf bestimmte Temperaturen erhitzt und wieder abgekühlt, damit sie glänzt und schön bricht. Das sorgt für diesen typischen „Snap“, wenn man ein Stück abbricht - und verhindert, dass die Schokolade später grau oder fleckig wird. Also: Geduld, Thermometer und ruhige Hände.
Einer der häufigsten Anfängerfehler ist falsches Temperieren. Ohne diesen Schritt wird Ihre Schokolade entweder stumpf, krümelig oder sie schmilzt beim blossen Anblick.
- Herstellung dunkler Schokolade: Erhitzen auf 45-50 °C, abkühlen auf 28-29 °C, wieder hoch auf 31-32 °C.
Gießen und Kühlen
7. Giessen. Ab in eine Giessform, anschliessend in den Kühlschrank - und siehe da: Ihre eigene Kreation ist fertig! Wer mag, kann vorher noch Nüsse, Früchte oder essbare Blüten in die Form geben.
Zur Vermeidung von weißen Stellen/Flecken: Wenn die Schokolade zu schnell in den Kühlschrank gestellt wird, kann es zu weißen Stellen/Flecken auf der Schokolade kommen. Sie ist zwar genießbar, sieht aber nicht besonders schön aus.
Praktisch: 10-Minuten-Basisrezept
Schokolade selber machen in nur 10 Minuten: Für diese selbstgemachte Schokolade braucht man nur 3 Grundzutaten und die Zubereitung ist super einfach. Zunächst die Kakaobutter über einem Wasserbad unter häufigem Rühren schmelzen (bei großen Stücken die Kakaobutter vorher raspeln oder fein hacken). Sobald sie geschmolzen ist, vom Herd nehmen. Kakaopulver, Sirup und Vanilleextrakt (falls verwendet) dazugeben und mit dem Schneebesen verrühren, bis die Masse klumpenfrei ist.
Die Schokoladenmischung in eine Silikonform deiner Wahl gießen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank oder ca. 20 Minuten im Gefrierfach fest werden lassen. Reste kannst du in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 2-3 Wochen oder im Gefrierfach 3-4 Monate aufbewahren.
Milchschokolade-Experiment und Fehlerbilder
Hier das erste „Milchschokolade- Experiment“. 300g/ml Milch und 30g Zucker wurden in einer Teflonpfanne stark eingekocht bis auf ca. 60g und dann mit etwa der gleichen Menge der obigen Schokoladenmasse (inkl. Zucker) vermischt. Die Milchzuckermischung ist so allerdings wohl schon etwas zu stark eingekocht und zu zäh, die Masse ließ sich nur noch mit Mörser mischen und das Ergebnis ist immer noch recht dunkel und sieht eher nach „Zartbitter“ als nach Milchschokolade aus.
Geschmacklich ist diese Schoki aber bereits deutlich milder und „runder“ als die Version ohne Milch, sehr lecker und auch schon für Leute geeignet, die Schokolade nicht so bitter mögen. Die Konsistenz ist bereits spürbar weicher als die milchfreie Version, etwa so wie ein tiefgefrorener/stark gekühlter Schokoriegel a la Mars.
Rettung bei Problemen: Trennen, Körnigkeit, Süßen
Es gibt mehrere Möglichkeiten, zersetze Schokolade zu retten. Wenn sich die Schokolade getrennt hat, körnig oder pastös geworden ist, kannst du kochendes Wasser hinzufügen. Sobald ein bestimmter Wasseranteil erreicht ist, wird sich der Masse wieder zusammenfügen.
In der Praxis hatte ich bei der Verwendung von Ahornsirup oder Agavendicksaft (bei Zimmertemperatur) bei der Herstellung von selbstgemachter Schokolade noch nie Probleme. Kakaobutter: Kakaobutter in Lebensmittelqualität verleiht der selbstgemachten Schokolade das gleiche Mundgefühl wie hochwertige Schokolade und kann temperiert werden (damit sie nicht so leicht schmilzt).
Wissen kompakt: Prozentangaben und Zutaten
Was ist der Unterschied zwischen dunkler Schokolade vs. Die Prozentangaben auf Schokoladentafeln geben an, wie viel Kakaomasse (in diesem Fall Kakaopulver - und Kakaobutter) in der Tafel enthalten ist. Eine Schokoladentafel mit 70 % Zartbitterschokolade beispielsweise enthält in der Regel 70 % Kakaoerzeugnisse und 30 % Zucker (mit Zusätzen wie Vanille oder Aromen). Eine Schokoladentafel mit 50 % Milchschokolade enthält dagegen 50 % Kakao.
| Mahlzeit | benötigt | ben. | Level | Bonus |
|---|---|---|---|---|
| Einfache Mahlzeit | 10x rohe Nahrung | -- | ||
| Gute Mahlzeit | 5x Fleisch, 5x Gemüse | 6+ | 5 | |
| Üppige Mahlzeit | 10x Fleisch, 10x Gemüse | 10+ | 10 |
Formen, Verpacken, Präsentieren
Die Herstellung der Schokolade ist abgeschlossen - der Duft liegt noch in der Luft - jetzt fehlt nur noch das schicke Outfit für Ihr süsses Kunstwerk. Denn seien wir ehrlich: Das Auge isst mit. Und je liebevoller die Verpackung, desto grösser die Freude - ob beim Verschenken, Verkaufen oder selber Verputzen.
- Pergamentpapier mit Schleife. Klassisch, charmant, umweltfreundlich - perfekt für puristische Tafeln oder Schokoladentaler.
- Verpackungsbeutel. Ideal für kleine Bruchschokolade, Schoggi-Nuggets oder handgegossene Mini-Täfelchen.
- Pralinenschachteln. Für Ihre selbstgemachten Pralinés, gefüllten Schokoladenherzen oder Schichtwürfel bieten sich hochwertige Pralinenschachteln.
- Dosen oder Holzschachteln. Edel, wiederverwendbar und ein echtes Statement für besondere Anlässe.
- Saisonale Giessformen. Besonders beliebt sind saisonale Giessformen zu Ostern oder Weihnachten.
Historische Notizen und Fabrikeinblicke
Was Willi noch nicht wusste: Schokolade war schon den Mayas und Azteken bekannt. Die Kakaobohnen waren so kostbar, dass sie sogar mit ihnen bezahlten. Ein Kaninchen, zum Beispiel, kostete 10 Bohnen.
Gerade ist eine Ladung Kakao angekommen. Willi hilft mit, die schweren Säcke zu verladen. Ungefähr 13.000 Stück liegen in der Lagerhalle, um nach und nach verarbeitet zu werden. Wie das bei der Firma Hachez funktioniert, erklärt Herbert, der "Schokoladenmachermeister". Veredelt wird die Schokomasse beim Conchieren. Drei Tage lang schwappt die flüssige Schokolade hin und her.
Und dann ist es so weit: In der Schokoladenfabrik fließt die flüssige Schokolade in die Tafelformen. Fast alles passiert vollautomatisch, sogar das Verpacken der Tafeln.
Tipps: Mix-Ins, Toppings und vegane Varianten
Es ist nichts Neues für mich, vegane Versionen meiner Lieblingssüßigkeiten wie Bounty-Riegel, Snickers, Gummibärchen und weiße Schokolade herzustellen. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Kakaopulver: Ungesüßtes rohes Kakaopulver. Ahornsirup: Zum Süßen des Schokoladen-Rezepts (nach Geschmack). Es gibt zahlreiche optionale Zusätze (oder Toppings), mit denen ein Rezept für selbstgemachte Schokolade ergänzt werden kann.
Toppings & Mix-Ins: Nüsse/Samen, gepuffter Quinoa/Reis, Trockenfrüchte (z. B. Zum Verzieren der Schokolade: Gieße die geschmolzene Mischung in die Form deiner Wahl und streu die Zutaten.
Hinweise zur Hygiene und Haustieren
Finger weg von der Schokolade, wenn der Hund gerade geliebt wurde.
Verzichtet auf den Verzehr von Menschenfleisch. Ehrlich.
Die Herstellung von Schokolade ist wie ein Ausflug ins Schlaraffenland - nur ohne Kalorienbremse. Sie bietet kreativen Spielraum, überraschende Geschmackserlebnisse und ein Erfolgserlebnis, das sich tatsächlich erschmecken lässt. Ob die Herstellung von dunkler und weisser Schokolade oder eine eigene Kreation mit Chili, Meersalz oder getrockneten Beeren - wer einmal damit beginnt, will nie wieder aufhören.
Mit etwas Vorbereitung und den richtigen Zutaten steht Ihrem süssen Meisterwerk nichts im Wege. Und ganz ehrlich: Gibt es ein besseres Hobby als eines, bei dem das Ergebnis nicht nur gut aussieht - sondern auch himmlisch schmeckt?
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