Rewe Feine Welt Honig Sorten und Besonderheiten

Schon im Altertum wurde Honig als Heil-, Schönheits- und Nahrungsmittel genutzt. Heute verzehren Deutsche pro Jahr etwa 1,1 kg Honig. Der natursüße Stoff wird von Honigbienen erzeugt und nach einem Reifeprozess von ausgebildeten Imkern aus Bienenstöcken gewonnen. Zahlreiche Aspekte rund um die Rahmenbedingungen, Ernte und Weiterverarbeitung von Honig sind in der sogenannten Honigverordnung (HonigV) festgehalten.

Was ist Honig eigentlich und wie entsteht er?

Honig ist ein natürliches Produkt aus Nektar oder Honigtau, das von Bienen erzeugt wird. Beim meist goldklaren Honig handelt es sich um ein Lebensmittel, das von Bienen erzeugt und von Imkern geerntet wird. Die genaue Definition von Honig lautet gemäß Honigverordnung folgendermaßen: „Honig ist der natursüße Stoff…“ Inhaltsstoffe von Honig: Honig besteht etwa aus 75 % Invertzucker (Fruchtzucker und Traubenzucker) und rund 20 % Wasser sowie weitere sortenabhängige Zuckerarten.

Wie entsteht Honig? Die Arbeiterbienen sammeln Nektar von Pflanzen oder Honigtau, und in der Honigblase der Bienen beginnen bereits während des Rückwegs zum Stock erste Umwandlungen. Im Bienenstock wird der noch unfertige Honig von Stockbienen weiterverarbeitet, der Wassergehalt wird reduziert, Substanzen werden ergänzt und der Zucker wird umgewandelt. Die Stockbienen lagern den Honig in Waben ein und verdeckeln diese mit Wachs. Nach der Ernte werden die Wachsdeckel zerstört und der Honig geschleudert, anschließend gefiltert, um reinen Honig zu erhalten.

Zudem dient Honig als Energielieferant für die Bienen selbst; Imker unterstützen die Insekten mit Zuckerwasser oder Futterteig, während die Hauptnahrung der Bienen Pollen bleibt. Nährwerte von Honig: Kalorien ca. 306 kcal pro 100 g, Kohlenhydrate ca. 75 g, Fett 0 g, Eiweiß ca. 0,4 g. Honigsorten unterscheiden sich je Herkunft, Gewinnung und Blütenart deutlich im Geschmack und in der Konsistenz.

Wie wird Honig geerntet?

Wenn die Waben verschlossen sind, gilt der Honig als erntereif. Üblicherweise beginnt die Ernte in der zweiten Junihälfte, es gibt jedoch regionale Unterschiede. Rauch wird eingesetzt, um die Bienen zu beruhigen. Mit einem Kamm ähnlichem Werkzeug werden Waben geöffnet, und die Honigwaben werden in eine Schleuder gehängt. Der Rohhonig enthält Rückstände von Wachs und Pflanzenteilen, die gefiltert werden. Dadurch entsteht reiner, verzehrfertiger Honig.

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Qualität von Honig - Vorschriften der Honigverordnung

Die Qualität hängt von Witterung, Fachkenntnissen der Imker und strengen Vorschriften ab. Vor dem Abfüllen wird das Produkt mehrfach kontrolliert. Wichtige Richtlinien betreffen Fermente, Wassergehalt (max. 21 % normal, 23 % Heidehonig), HMF-Wert (thermische Belastung) sowie das Verbot von Zusätzen oder Entzug von Bestandteilen. Eine kurze Wärmebehandlung (maximal 45 °C) ist erlaubt, um Kristallisation zu lösen. Honig bleibt ein Naturprodukt und wird dementsprechend unverändert belassen, außer kurzen Behandlungen.

Honig - gesund oder nicht?

Honig wird oft als gesündere Alternative zu Zucker angepriesen. Er enthält mehr Nährstoffe als raffinierter Zucker, aber der Zuckergehalt bleibt hoch, Kalorien geben kaum Spielraum. Honig ist reich an Antioxidantien und gilt als Haus- und Heilmittel mit entzündungshemmender Wirkung. Antibiotische und antiallergische Eigenschaften werden ihm ebenfalls zugeschrieben. Für Säuglinge unter 12 Monaten ist Honig jedoch tabu, da Clostridium botulinum im Darm der Kleinen gefährlich werden kann.

Honigsorten im Überblick

Bei der Bestimmung von Honigsorten unterscheiden Imker nach Gewinnungsmethode und Basistätigkeit. Gewinnungsmethoden umfassen Schleuderhonig, Waben- und Scheibenhonig, Senk-, Tropf- oder Laufhonig, sowie Presshonig. Sortenhonig wird anhand Blütennektars, Tracht oder Honigtau unterschieden. Reiner Sortenhonig besitzt charakteristische Geschmacks- und Geruchsnoten sowie spezifische Farbe. Etwa 40 % der im Handel erhältlichen Honigprodukte sind Sortenhonig. Akazienhonig, Heidehonig, Kastanienhonig, Kleehonig, Landhonig, Lindenblütenhonig, Orangenblütenhonig, Rapshonig, Sonnenblumenhonig, Tannenhonig, Thymianhonig und Wildblütenhonig gehören zu den häufigsten Sorten.

Akazienhonig: mild, leicht grünlich-gelbe Färbung, wenig Kristallisation, oft aus Rumänien oder Ungarn. Heidehonig: rötlich-braun bis goldgelb, herb-aromatisch, leicht kristallisiert. Kastanienhonig: kräftig aromatisch, bernsteinfarbig bis dunkelbraun, cremig bis fest. Kleehonig: hell bis rotgelb, zart bis würzig, weich-cremig. Landhonig: dunkler Gelbton, herzhaft, aus vielen Wiesen- und Feldblüten. Lindenblütenhonig: grünlich-gelb bis gold, kristallisiert grob. Orangenblütenhonig: feiner Geschmack, flüssig, rötlich-gelb. Rapshonig: weißlich bis gelb, schnelle Kristallisation. Sonnenblumenhonig: gelb, cremig, aromatisch. Tannenhonig: dunkelgrün-schwarz, würzig, Fenchelaroma. Thymianhonig: intensiv würzig, cremig. Wildblütenhonig: Mischblütenhonig, Geschmack variiert, intensiv golden.

Worauf sollte man beim Kauf von Honig achten?

Etikett beachten: Nennung von Blütenarten bedeutet überwiegenden Anteil der Nektare dieser Blüte. EU-Verordnung gilt für Honigprodukte. Gütesiegel „Echter deutscher Honig“ des Deutschen Imkerbundes belegt Herstellung in Deutschland und Naturbelassenheit.Bei honesty mit „Mischung von Honig aus EG-Ländern und Nicht-EG-Ländern“ Herkunft unbestimmt - Transportwege länger, Qualitätsstandards oft schwerer nachzuverfolgen.

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Wie lagert man Honig?

Honig kühl und trocken lagern, vor Licht schützen. Ideale Lagertemperatur ca. 15 °C. Bei richtiger Lagerung mehrere Jahre haltbar. Im Kühlschrank lagern wird nicht empfohlen, da dies Kristallisation begünstigen kann; stattdessen dunklen Schrank wählen.

Infografik: Aufbau und Verarbeitung von Honig
Video: Honigernte und Verarbeitung - Von der Bienenwabe zum Glas

Zusätzliche Informationen und Tipps aus der REWE Feine Welt Linie

REWE Feine Welt bietet eine Auswahl an Honigen mit regionaler Herkunft und besonderen Trachten. Die Lavendel- oder Lavandin-Honige spiegeln die Provence wider, mit milder bis intensiver Lavendel-Note, abhängig von Klima und Region. Die Bienen sammeln Nektar aus Lavendelblüten, der Honig wird oft als zarter bis aromatischer Genuss beschrieben. Die Produktseite von REWE lädt Nutzer ein, weitere Daten anhand vorhandener Fotos zu ergänzen, um die Beschreibung zu vervollständigen.

Honigart Herkunft Charakteristik Typische Kristallisation
Akazienhonig Rumänien/ Ungarn mild, grünlich-gelb kaum kristallisiert
Heidehonig Deutschland herb-aromatisch leicht kristallisiert
Lavendelhonig Provence-Regionen blumig, aromatisch je nach Blüte

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