Pavlova Torte: Rezept, Geschichte und perfekte Zubereitung
Die Pavlova - benannt nach der russischen Primaballerina Anna Pawlowa - ist ein Dessert, das ebenso leicht und anmutig daherkommt wie ihre Tänze. Pavlova (manchmal auf Deutsch auch Pawlova geschrieben) ist eine mit Sahne und Früchten gefüllte Torte aus einer Baisermasse. Außen knuspriges Baiser, innen weich und zart, gekrönt von einer luftigen Sahneschicht und frischen Beeren - diese Kombination macht die Pavlova zu einem unwiderstehlichen Genuss.
Geschichte und Herkunft der Pavlova
Ursprünglich stammt das Rezept aus Australien und Neuseeland, aber die Pavlova hat längst die Herzen von Dessertliebhabern auf der ganzen Welt erobert. Sie gilt sowohl in Australien als auch in Neuseeland als eines der Nationalgerichte; beide Länder beanspruchen die Erfindung der Süßspeise für sich. Wer die Pavlova erstmals kreiert hat, ist seit Jahrzehnten zwischen Australien und Neuseeland umstritten.
In Australien wird die Version favorisiert, nach der der deutschstämmige Herbert Sachse als Küchenchef des Hotels Esplanade in Perth diese Torte im Jahr 1935 erfunden und mit der Bemerkung „Es [das Baiser] ist leicht wie die Pavlova“ nach Anna Pawlowa benannt hat, wobei er sich von dem Tutu der russischen Balletttänzerin inspirieren ließ. Der Name Pavlova wurde in Neuseeland nachweislich schon 1927 benutzt, jedoch zunächst für eine andere Süßspeise.
Die neuseeländische Anthropologin Helen Leach fand nach ausgiebigen Recherchen mehrere Belege dafür, dass die Torte bereits vor 1935 in Neuseeland bekannt war. In einem neuseeländischen Kochbuch aus dem Jahr 1929 ist ein Rezept für Pavlova Cakes enthalten, die weitgehend der bekannten Pavlova entsprechen, mit dem Unterschied, dass es sich dabei um mehrere kleine Törtchen handelte.
Das Grundrezept: Zutaten und Einkaufsliste
Mit unserem Rezept für eine Pavlova-Torte mit Baiser und Sahne und vier Sorten Beeren gelingt dir ein kulinarischer Traum - als Dessert und zum Kaffee!
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- 100 g Eiweiß (oder 6 Eiweiß Gr. M, ca. 210 g)
- ¼ TL Salz
- 250 g Zucker (200 g + 50 g separat)
- 1 TL Speisestärke
- 2 TL Vanilleextrakt oder 1 Vanilleschote
- ½ TL Weißweinessig oder heller Essig
- 750 g frische Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren)
- 2 EL Zitronensaft
- 300 g Sahne
- 100 g saure Sahne
- 25 g Zucker
- ¼ TL Salz
| Zutat | Menge | Bemerkung |
|---|---|---|
| Eiweiß | 100 g | Fettfrei aufschlagen |
| Zucker | 250 g | Teilweise zum Baiser, teilweise für die Beeren |
| Speisestärke | 1 TL | Für Stabilität der Masse |
| Essig | ½ TL | Für Konsistenz |
| Frische Beeren | 750 g | Verschiedene Sorten |
| Sahne & saure Sahne | 400 g | Für das Topping |
Zubereitungsschritte der Pavlova Torte
Baisermasse herstellen
- Eiweiß in eine fettfreie Schüssel geben und auf niedriger Stufe mit dem Rührbesen schaumig schlagen.
- Salz hinzufügen und die Geschwindigkeit erhöhen, bis das Eiweiß steife Spitzen bildet.
- Den Zucker langsam unter Rühren hinzugeben, bis das Baiser eine mittelfeste Konsistenz erreicht hat (das Baiser formt Spitzen, die sich noch etwas nach unten biegen).
- Restlichen Zucker mit Speisestärke klumpenfrei vermengen und nach und nach unter das Baiser rühren, bis es komplett steif ist.
- Vanilleextrakt und Essig kurz untermischen.
- Die Masse auf vorgezeichnete Kreise auf Backpapier verteilen und bis zum Rand verstreichen. In der Mitte eine leichte Vertiefung formen, um Platz für die Füllung zu schaffen.
- Pavlova-Kreise im oberen und unteren Drittel des vorgeheizten Backofens für ca. 60-75 Minuten bei 100 Grad Umluft backen, bis sie außen trocken und knusprig sind. Dabei nicht die Ofentür öffnen.
- Nach dem Backen den Ofen ausschalten und die Pavlova bei geschlossener Ofentür für mindestens 2 Stunden abkühlen lassen, gerne auch über Nacht.
Tipps für die perfekte Baisermasse
- Achte darauf, dass Schüssel und Rührbesen absolut fettfrei sind.
- Eiweiß richtig aufschlagen und den Zucker langsam einrieseln lassen.
- Vor dem Einschieben der Pavlova die Backofentemperatur wie im Rezept angegeben reduzieren.
- Das Backpapier kann am Backblech fixiert werden, indem du auf alle vier Ecken des Blechs einen Tupfer Baiser gibst und dann das Backpapier mit Baiser-Seite nach unten auflegst.
Sahne und Fruchtfüllung
- Beeren waschen, abtropfen lassen und das Grün von den Erdbeeren entfernen. Je nach Größe halbieren oder vierteln.
- Beeren, Zucker und Zitronensaft mischen und mindestens 15 Minuten stehen lassen, bis die Früchte Sirup ziehen.
- Sahne, saure Sahne, Zucker und Salz leicht steif aufschlagen.
Schichtung und Dekoration
- Lege den ersten Baiserboden auf eine Platte und verteile ein Viertel der Sahnemischung darauf.
- Gib einige Beeren und etwas von dem Sirup auf die Sahne.
- Setze den zweiten Pavlova-Kreis auf und wiederhole die Schritte mit der Sahne und den Früchten.
- Stapele die Böden vorsichtig übereinander und bedecke den obersten Boden mit Sahne und den restlichen Früchten.
- Gib Erdbeersoße über die Pavlova und bestäube zum Schluss mit etwas Dekorschnee.
Servieren und Genuss
Pavlova-Torte mit Beeren sollte sofort serviert werden, da das Baiser mit der Zeit durchweicht. Besonders im Sommer, wenn die Beeren in voller Pracht leuchten, ist dieses Dessert ein Highlight auf jeder Kaffeetafel. Die Süße des Baisers harmoniert perfekt mit der leichten Säure der Beeren, während die Sahne alles zu einem cremigen Erlebnis verbindet.
Variationen und besondere Tipps
- Du kannst verschiedene Beeren (Heidelbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren) nach Geschmack verwenden.
- Für besondere Anlässe empfiehlt sich eine aromatische Erdbeersoße oder Mascarpone als zusätzliche Füllung.
- Die Pavlova eignet sich perfekt für Geburtstage, Sommerfeste oder als festliches Dessert.
- Für eine individuelle Note können Pavlova-Cakes als einzelne Mini-Törtchen gebacken werden.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Sobald die Pavlova mit Sahne und Früchten dekoriert ist, sollte sie möglichst schnell verzehrt werden. Das Baiser zieht ansonsten Feuchtigkeit und wird weich. Die Baisermasse kann bereits am Vortag gebacken und in luftdichter Verpackung aufbewahrt werden.
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