Rapunzel Schokolade Sortiment bei REWE: Sortiment, Qualität und Marktinformationen
Die Nachfrage nach Bio-Produkten in Deutschland steigt deutlich, und das hat direkte Auswirkungen auf Angebot, Werbung und Vertrieb von Marken wie Rapunzel - auch im Bereich Schokolade. Im folgenden ausführlichen Beitrag fassen wir zusammen, wie Rapunzel seine Bio‑Botschaft vermittelt, wie der Lebensmitteleinzelhandel (insbesondere REWE) Schokolade und Bio‑Produkte platziert, welche Qualitätskriterien und Schokoladentypen relevant sind und wie sich Marktanteile und Marketingbudgets auf die Verfügbarkeit im Handel auswirken.
Rapunzel, die Dankes‑Kampagne und der Kontext im LEH
Die Deutschen kaufen immer mehr Bio-Produkte. Doch sie tun das nicht in ausgewiesenen Fachgeschäften, sondern überwiegend im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel. Unternehmen wie Rapunzel kann das nicht gefallen - weshalb der Naturkost-Anbieter nun aus der Not eine Tugend macht. Anlässlich der internationalen Fachmesse für Bio-Lebensmittel Biofach schaltet das Allgäuer Unternehmen Anzeigen im Spiegel, der FAZ und der taz. Darauf heißt es: "Danke, liebe Rewe, Edeka, Lidl, Aldi, dm und Co, dass ihr so viel Werbung für Bioprodukte macht." Der Dank ist allerdings verbunden mit einer Kritik: "Wenn ihr eure Bioprodukte mit der gleichen Begeisterung verkauft wie die 95 Prozent eures konventionellen Sortiments, freut das unsere Umwelt sehr".
"Danke ist eines unserer grundlegenden Lebensprinzipien und hat mich dies zu dieser Kampagne inspiriert", sagt Rapunzel-Chef Joseph Wilhelm. "Damit bedanken wir uns bei den großen Playern des LEH dafür, dass sie so viel Werbung für Bio machen." Kreiert wurde die Kampagne von der Fruehling Advertising Group aus München, die bereits einige Kommunikationsmaßnahmen für Rapunzel realisiert hat. Außerdem kommen Out-of-Home-Anzeigen am Messeort Nürnberg sowie verschiedene Werbemittel am PoS zum Einsatz.
Warum der LEH (z. B. REWE) der Haupttreiber für Bio‑Schokoladenverkäufe ist
Die Marketingpower der großen Ketten dürfte auch ein Grund dafür sein, dass die Verbraucher ihre Bio-Produkte bevorzugt dort kaufen. Rewe etwa widmet einen Teil der kürzlich gestarteten Kampagne "Schon bewusst?" ökologisch erzeugten Lebensmitteln, während Edeka die Partnerschaft mit der Naturschutz-Organisation WWF zum Werbethema gemacht hat. Diese Maßnahmen lassen sich die Händler Millionen kosten. Kleine, spezialisierte Anbieter wie Rapunzel mit einem Bruto-Werbebudget von 50.000 Euro im Jahr 2019 (Quelle: Nielsen) können da nicht mithalten - auch wenn die Dankes-Kampagne das Budget signifikant in die Höhe treiben dürfte.
Laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft gaben die Deutschen im Jahr 2018 5,5 Prozent mehr Geld für Bio-Lebensmittel aus, nämlich insgesamt 10,91 Milliarden Euro. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) profitierte davon überdurchschnittlich stark. Dort legten die Bio-Umsätze um 8,6 Prozent auf 6,43 Milliarden Euro zu. Der LEH erreichte damit einen Anteil am Bio-Markt von knapp 59 Prozent.
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Rolle des Naturkosthandels und Positionierung von Rapunzel
Und der Naturkosthandel? Wuchs im gleichen Zeitraum auch, aber lange nicht so stark. Mit einem Lebensmittelumsatz in Höhe von 2,93 Milliarden Euro verzeichnete der Naturkosthandel im Markt der Bio-Lebensmittel einen Anteil von etwa 27 Prozent. Bei Rapunzel (Umsatz im Jahr 2018: Rund 188 Millionen Euro) versteht man die Kampagne einer Pressemitteilung zufolge daher auch als Aufruf an den Bio-Fachhandel, "sich kreativ, professionell und kundennah als die Einkaufsstätte positionieren, in der es nicht nur den besten Service und Beratung, sondern auch die besten und ehrlichsten Produkte gibt".
Schokolade bei REWE: Sortiment, Verfügbarkeit und Besonderheiten
Bei REWE gibt es mittlerweile verschiedene vegane Schokoladen-Sorten im Sortiment. Dabei handelt es sich entweder um dunkle Sorten wie Zartbitter oder um Sorten, die pflanzliche Alternativen zur Milch enthalten. Natürlich kannst du Schokolade auch ganz bequem beim REWE Lieferservice bestellen.
Das Sortiment bietet Ihnen mit rund 35.000 Artikeln eine breite, gut sortierte Auswahl an Lebensmitteln und Non Food. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den klassischen Markenartikeln im Lebensmittelbereich, welche durch die REWE Handelsmarken ergänzt werden. Über die regionale Ausrichtung der Sortimente zeichnen sich die PETZ Märkte besonders aus und erfüllen so die jeweiligen lokalen Kundenbedürfnisse.
Qualität und Zusammensetzung von Schokolade: Was zählt für Bio‑Schokolade?
Unabhängig vom auserwählten Geschmack besteht die Basis jeder Schokolade aus flüssiger Kakaomasse. Diese Masse wird durch das Mahlen von Kakaobohnen gewonnen, die zuvor geröstet, gebrochen und geschält wurden. Häufig ist auf der Liste der Inhaltsstoffe zusätzlich Kakaobutter, auch Kakaofett genannt, aufgeführt. Kakaobutter entsteht durch das Pressen von Kakaomasse - zum Beispiel, wenn man aus dieser Masse Kakaopulver herstellen möchte.
Hinzu kommen Milch- oder Sahnepulver und Zucker. Im Rahmen der Herstellung von Schokolade wird Milchpulver Frischmilch vorgezogen, da frische Milcherzeugnisse einen hohen Wasseranteil besitzen. Für das richtige Aroma sorgen je nach Sorte, Hersteller und Zusammensetzung Würzstoffe wie Vanille oder Zimt. Mandeln oder auch Nüsse runden den Geschmack ab. Damit die Schokoladenmasse im Rahmen der Produktion fließfähiger ist, werden innerhalb Deutschlands hauptsächlich Soja‑Lecithine genutzt. Diese dienen als Emulgator. Farb- und Konservierungsstoffe dürfen nicht zur Schokolade hinzugegeben werden.
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Wie erkennt man hochwertige Schokolade?
Hochwertige Schokolade erkennst du in der Regel direkt am Äußeren - besitzt die Tafel einen seidigen Glanz, kannst du dich auf eine gute Qualität freuen. Beim Abbrechen eines Stückchens sollte die Bruchkante nicht bröckeln, sondern sauber zurückbleiben. Lässt du die Schokolade auf der Zunge zergehen, sollte diese weich schmelzen, nicht am Gaumen kleben oder sich sandig anfühlen. Treffen die genannten Punkte zu, handelt es sich um eine hochwertige Schokolade.
Wie gut die Qualität einer Schokolade letztendlich ist, wird von vielen Faktoren bestimmt. Einer dieser Faktoren ist die Auswahl der genutzten Kakaobohnen, die für die weitere Herstellung verwendet werden. Ein hoher Anteil an Edelkakao spricht deshalb für eine Schokolade mit hoher Qualität. Hochwertige Schokolade weist zudem einen höheren Milchfettanteil im genutzten Milch- oder Sahnepulver auf. Magermilchpulver wird hingegen häufiger bei günstigeren Konsumschokoladen genutzt, ebenso wie ein hoher Anteil an Zucker.
Relevante gesetzliche Vorgaben
Um die Bezeichnung und Zusammensetzung von Schokolade zu regeln, existiert in Deutschland die sogenannte "Verordnung über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse" (KakaoV). Innerhalb der Kakaoverordnung sind Qualitätsmerkmale und -maßstäbe benannt, wie die Anteile an Milchfett, Kakaobutter oder Kakaobestandteilen der Trockenmasse. Wie groß der Kakaobestandteil der Gesamtkakaotrockenmasse letztendlich ist, muss für den Verbraucher ersichtlich auf der Verpackung vermerkt sein. Die meisten Schokoladensorten tragen deshalb Schriftzüge mit Anmerkungen wie: „Kakaoanteil: mindestens 50 %“.
Sortenvielfalt: Welche Schokoladen gibt es und was bietet REWE?
Im Handel werden Schokoladentafeln meistens als Vollmilch-, Zart-, Halbbitter- oder Bitterschokolade verkauft. Entscheidend für die Unterteilung ist der Kakaoanteil, der in den Tafeln enthalten ist und die grundlegende Zusammensetzung der Schokoladenmasse. Tafeln mit hohem Kakaoanteil sind bitterer, jene mit höherem Zuckeranteil süßer und die mit einem vermehrten Milchanteil weicher und cremiger.
- Vollmilchschokolade setzt einen Mindestkakaoanteil von 30 % voraus und besitzt einen hohen Milchfettanteil.
- Zart- oder Halbbitterschokolade muss mindestens 50 % Kakaoanteil enthalten.
- Bitterschokolade besitzt einen Kakaoanteil von mindestens 60 %.
- Weisse Schokolade enthält keinen Kakao, sondern mindestens 20 % Kakaobutter sowie Milchbestandteile.
Besondere Varianten wie Noisette‑Schokolade (Gianduia), Mokkaschokolade, Luftschokolade, Riegel oder gefüllte Tafeln erweitern das Angebot. REWE führt zudem vegane Optionen - meist dunkle Sorten oder Produkte mit pflanzlichen Milchalternativen.
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Qualitätshinweise, Zertifizierungen und umstrittene Inhaltsstoffe
Auf einigen Verpackungen von Schokoladentafeln findet man Bezeichnungen wie „Feine Milchschokolade“ oder „Edelschokolade“. Eine Schokolade oder Milchschokolade ist „fein“, wenn diese insgesamt 43 % Gesamttrockenmasse besitzt, die wiederum mindestens 26 % Kakaobutter enthält. Um die Bezeichnung „Edelschokolade“ an ihre Schokoladen vergeben zu dürfen, müssen Hersteller mindestens 40 % der Kakaomasse aus Edelkakaosorten gewinnen. Edelkakaosorten sind im Internationalen Kakao-Übereinkommen festgehalten und stammen beispielsweise aus anerkannten Anbaugebieten in Venezuela, Samoa, Ecuador oder Trinidad.
Während es früher - ähnlich wie bei Bier - ein Reinheitsgebot für Schokolade gab, wurde dies 2001 gekippt. Das bedeutet, dass in Schokoladentafeln bis zu 5 % andere Pflanzenfette beigemischt werden dürfen - dazu zählen Fette wie Sheanussöl, Palmöl oder Illipe. Die Verwendung von Palmöl wird zum Beispiel häufig kritisiert, da für den Anbau Regenwälder gerodet werden und somit Lebensraum von bedrohten Tierarten zerstört wird. Es ist also durchaus empfehlenswert, beim Kauf einer Schokoladentafel einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen.
Praxis: Lagerung, Haltbarkeit und Erkennungsmerkmale von Qualität
Wer Schokolade oder Pralinen über längere Zeiträume aufbewahren möchte, sollte darauf achten, dass sie keinen Fremdgerüchen, Temperaturschwankungen und keiner Wärme ausgesetzt sind. Steigen die Temperaturen, bewahrst du sie bestenfalls in kühlen Räumen oder im Kühlschrank auf. Flüssig gefüllte Pralinen, zum Beispiel mit alkoholischer Füllung, können mit der Zeit austrocknen. Die Böden der Pralinen sinken dann ab.
Hin und wieder bildet sich auf Schokoladentafeln ein weißlicher Belag. Ist die Schokolade hohen Temperaturen ausgesetzt, kristallisiert das Fett der Kakaobutter und bildet den sogenannten Fettreif auf der Oberfläche. Dieser ist vollkommen unbedenklich und schmälert weder die Haltbarkeit noch den Geschmack der Tafel Schokolade.
Transparenz, Laborbefunde und Nachhaltigkeit bei Rapunzel‑Schokolade
Einige geprüfte Produkte weisen detaillierte Laborbefunde auf: „Die Edel-Bitter-Schokolade enthält 72 % Kakao und weist pro 100 Gramm einen Zuckeranteil von 25 g auf. Laut Testergebnis wurden erhöhte Mineralölbestandteile festgestellt, während keine Pestizidbelastung vorliegt. Die Rohstoffe stammen teilweise aus Ecuador und Ghana, und es liegen Fairtrade- sowie Rainforest-Alliance-Zertifizierungen vor. Bei der Einhaltung unternehmerischer Sorgfaltspflichten wurde ein überwiegendes Niveau erreicht, Maßnahmen gegen Kinderarbeit und gefährliche Pestizide sind teilweise umgesetzt und es besteht ein Engagement für Entwaldungsschutz. Laut Anbieter wurden MOSH-Rückstände unterhalb von 2 mg/kg nachgewiesen.“
Solche Angaben zeigen, dass neben Geschmack und Preis auch Herkunftsnachweise, Zertifizierungen (z. B. Fairtrade, Rainforest Alliance) sowie Informationen zu Rückständen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen für informierte Käufer eine große Rolle spielen.
Tabelle: Wichtige Kennzahlen und Marktanteile (Auswahl)
| Kennzahl | Wert / Jahr |
|---|---|
| Gesamtumsatz Bio‑Lebensmittel Deutschland | 10,91 Mrd. € (2018) |
| Bio‑Umsatz im LEH | 6,43 Mrd. € (2018, +8,6 %) |
| Anteil LEH am Bio‑Markt | ca. 59 % |
| Umsatz Naturkosthandel (Bio‑Markt) | 2,93 Mrd. € (ca. 27 % Anteil) |
| Rapunzel Umsatz | ~188 Mio. € (2018) |
| Rapunzel Brutto‑Werbebudget | 50.000 € (2019, Nielsen) |
Was bedeutet das für Käufer bei REWE und Interessierte an Rapunzel‑Schokolade?
Die Verfügbarkeit von Rapunzel‑Produkten, einschließlich Schokolade, in REWE‑Märkten profitiert von der starken Präsenz des LEH im Bio‑Segment. REWE bietet breite Sortimente, regionale Ausrichtung und Online‑Bestellmöglichkeiten, inklusive veganer Optionen. Käufer sollten beim Kauf auf Zertifizierungen, Zutatenlisten (z. B. Verwendung von Pflanzenfetten, Palmöl) und Angaben zum Kakaoanteil achten, um Qualität und Nachhaltigkeit einschätzen zu können.
Gleichzeitig signalisiert Rapunzels Kampagne: Auch wenn große Händler das Biosortiment stark kommunizieren, bleibt die Rolle des spezialisierten Naturkosthandels wichtig, um Beratung, Sortimentstiefe und authentische Bio‑Angebote zu gewährleisten. Rapunzel ruft den Bio‑Fachhandel dazu auf, sich kreativ, professionell und kundennah zu positionieren, um als Einkaufsstätte mit bestem Service, Beratung und ehrlichsten Produkten wahrgenommen zu werden.
Praktische Tipps beim Kauf von Rapunzel‑ oder Bio‑Schokolade im REWE
- Achte auf Zertifizierungen (Fairtrade, Rainforest Alliance, Bio‑Siegel).
- Prüfe den Kakaoanteil und die Zutatenliste (Kakaobutter vs. Pflanzenfette).
- Wähle je nach Geschmack: Vollmilch, Zartbitter oder Bitterschokolade; für Veganer: Zartbitter ohne Milchbestandteile.
- Lagere Schokolade kühl, trocken und geruchsfrei; Fettreif ist unbedenklich.
- Informiere dich über Produktionskette und Nachhaltigkeitsmaßnahmen, wenn dir Entwaldungsschutz oder Arbeitsbedingungen wichtig sind.
Mit diesen Informationen bist du gut gerüstet, um Rapunzel‑Schokolade im REWE‑Sortiment einzuordnen: geschmacklich, gesetzlich und im Markt‑Kontext. Die Dynamik zwischen großen Handelsketten und spezialisierten Naturkostanbietern bleibt ein zentraler Faktor für Sortimentstiefe, Marketing und letztlich die Kaufentscheidung der Verbraucher.
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