Quittengelee mit Zucker: Detailliertes Rezept und Zubereitung
Quittengelee ist eine köstliche Spezialität, die sich hervorragend als Aufstrich auf frischen Brötchen, Hefegebäck oder Croissants eignet. Die Kombination aus dem würzig-süßen Aroma der Quitten gepaart mit der natürlichen Süße von Zucker macht dieses Gelee besonders beliebt. Quitten selbst sind harte und aromatische Früchte, die in Deutschland hauptsächlich von Oktober bis November Saison haben.
Zutaten für etwa 7 Gläser (je ca. 200 ml)
- 1 kg Quitten
- 270-1000 g Zucker (je nach Rezeptvariante)
- 1-2 EL Zitronensaft
- Wasser zum Kochen
- Optional: Vanille, Zimt, Kardamom oder Ingwer für die Verfeinerung
- Optional: Gelierzucker oder Geliermittel (z.B. Dr. Oetker Gelfix)
Quitten vorbereiten und Saft gewinnen
Obwohl Quitten anfangs hart und mit einer pelzigen Schicht überzogen sind, verwandeln sie sich nach der richtigen Vorbereitung in eine leckere Grundlage für Quittengelee. Zuerst waschen Sie die Quitten gründlich unter fließendem Wasser und reiben den Flaum mit dem Daumen oder einem sauberen Tuch gut ab. Dabei sollten Sie Stiel, Blütenansatz und Fliegen entfernen.
Die Quitten werden ungeschält, inklusive Kerngehäuse, in Achtel oder Würfel geschnitten. Wichtig ist, dass die Kerngehäuse in einem separaten Nussmilchbeutel oder ähnlichem eingepackt werden, denn sie enthalten viel Pektin, das als natürliches Geliermittel wirkt.
Die Fruchtstücke geben Sie in einen großen Topf und bedecken sie knapp mit Wasser (ca. 1-1,5 Liter). Für zusätzlichen Geschmack kann Zitronensaft, Zitronenschale oder Gewürze wie Kardamom sowie Ingwer zugefügt werden. Die Mischung bringen Sie zum Kochen und lassen die Quitten etwa 45 Minuten weich garen. Danach sollte die Masse zugedeckt mit der Kochflüssigkeit über Nacht oder mindestens 24 Stunden stehen bleiben, damit sich Pektin und Aromen richtig entfalten.
Quitten-Saft filtern
Nach dem Einweichen wird der Quittenbrei durch ein feines Passiertuch oder ein Mulltuch in ein großes Sieb gebeamt, das über einem Topf steht, sodass der Saft langsam ablaufen kann. Wichtig: Das Passiertuch nicht ausdrücken, um die Klarheit des Saftes zu wahren und ein trübes Gelee zu vermeiden.
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Nun messen Sie mit einem Messbecher etwa 750 ml bis 1000 ml des klaren Quittensaftes ab und ergänzen ihn bei Bedarf mit ein wenig Wasser. Falls weniger Saft vorhanden ist, können Sie auch Apfel- oder Birnensaft als Ergänzung verwenden. Die Quittenreste können weiterverarbeitet werden, zum Beispiel zu Quittenbrot.
Zubereitung des Quittengelees
Den gewonnenen Quittensaft geben Sie zusammen mit Zucker und Zitronensaft in einen weiten Topf. Wenn Sie Gelierzucker verwenden, mischen Sie diesen zuerst mit einem Teil Zucker und rühren alles gut unter den Saft. Die Mischung bringen Sie unter ständigem Rühren bei starker Hitze zum Kochen. Während des Kochens schäumen Sie bei Bedarf ab.
Das Gelee kocht nun etwa 15-20 Minuten leicht sprudelnd, dabei rühren Sie gelegentlich um ein Ansetzen zu verhindern. Für eine Gelierprobe nehmen Sie einen großen Tropfen vom Gelee und geben ihn auf einen kalten Teller. Nach dem Auskühlen darf das Gelee nicht mehr flüssig sein, erst dann ist es bereit zum Abfüllen.
Abfüllen und Haltbarmachen
Das fertige Gelee wird in sauber ausgekochte und noch heiße Gläser gefüllt, dabei bis knapp unter den Rand gefüllt und sofort fest verschlossen. Um eine bessere Konservierung zu erzielen, werden die Gläser nach dem Verschließen etwa 10 Minuten auf den Kopf gestellt und danach wieder umgedreht. Anschließend kühlen die Gläser vollständig ab.
Bewahren Sie das Quittengelee an einem kühlen, dunklen Ort, zum Beispiel in der Speisekammer oder im Keller, auf. Dort hält es sich über Monate hinweg, mindestens bis zur nächsten Quitten-Saison.
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Varianten und Tipps zur Verfeinerung
- Gewürze: Zimt, Kardamom, Vanille (eine Vanilleschote längs aufgeschnitten und das Mark herausgekratzt) oder frisch geschnittener Ingwer können mitgekocht oder später untergerührt werden, um dem Gelee einen besonderen Geschmack zu verleihen.
- Geliermittel: Aufgrund des hohen Pektingehalts der Quitten kann das Gelee auch ohne Gelierzucker hergestellt werden. Das Pektin aus dem Kerngehäuse sorgt für die natürliche Gelierung.
- Alternative Säfte: Um den Quittensaft zu strecken, eignet sich klarer Apfel- oder Birnensaft.
- Quittenreste: Die ausgekochten Quittenreste können weiterverwendet werden, zum Beispiel für Quittenbrot oder Marmelade.
- Zuckermenge: Der Zuckergehalt ist wichtig für die Haltbarkeit und sollte nicht zu stark reduziert werden. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt dennoch, Quittengelee in Maßen zu genießen aufgrund des hohen Zuckergehalts.
- Besonderheit beim Auspressen: Die Quitten sollten nicht ausgepresst werden, da sonst Schwebstoffe mitkommen, die das Gelee trüb machen können.
Zusammenfassung der Zubereitungsschritte
| Schritt | Beschreibung | Dauer |
|---|---|---|
| Quitten vorbereiten | Waschen, Flaum abreiben, vierteln oder würfeln, Stiele und Blüten entfernen | ca. 20 Minuten |
| Kochvorgang | Mit Wasser bedecken, Zitronensaft und Gewürze zugeben; weich kochen und über Nacht ziehen lassen | Kochen ca. 45 Minuten, 12-24 Stunden ziehen lassen |
| Saft gewinnen | Durch Passiertuch filtern, nicht auspressen | ca. 30 Minuten |
| Gelee kochen | Saft mit Zucker und Zitronensaft kochen, abschäumen, Gelierprobe | ca. 20 Minuten |
| Abfüllen | In heiß ausgespülte Gläser füllen, verschließen, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen | ca. 15 Minuten |
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