Quittenbrot Rezept: Ein Konfekt-Klassiker mit natürlicher Süße

Quittenbrot, auch bekannt als Dulce de Membrillo in Spanien, ist ein traditionelles Konfekt, das besonders in der Herbst- und Weihnachtszeit beliebt ist. Entgegen seines Namens handelt es sich nicht um ein Brot, sondern um eine süße Köstlichkeit, die aus Quitten hergestellt wird. Die Zubereitung erfordert zwar etwas Zeit, ist aber im Grunde einfach und lohnt sich allemal.

Was ist Quittenbrot?

Quittenbrot ist eine Art Konfekt, das aus Quitten hergestellt wird. Es hat eine geleeartige Konsistenz und einen süßen, fruchtigen Geschmack. Es wird oft in Würfel oder Rauten geschnitten und mit Zucker bestreut. In Spanien und Portugal ist Quittenbrot unter dem Namen Dulce de Membrillo eine beliebte Spezialität.

Warum Quittenbrot selber machen?

Quittenbrot selber zu machen hat viele Vorteile:

  • Natürliche Zutaten: Du bestimmst selbst, welche Zutaten in dein Quittenbrot kommen. So kannst du auf künstliche Zusätze und Aromen verzichten.
  • Individueller Geschmack: Du kannst den Geschmack deines Quittenbrots durch die Wahl der Quittensorte und die Zugabe von Gewürzen oder anderen Zutaten variieren.
  • Nachhaltigkeit: Wenn du Quitten aus dem eigenen Garten oder von Nachbarn verwendest, kannst du einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.
  • Geschenkidee: Selbstgemachtes Quittenbrot ist ein schönes und persönliches Geschenk für Freunde und Familie.

Die richtige Quittensorte

Es gibt verschiedene Sorten von Quitten, die sich in Geschmack und Konsistenz unterscheiden. Einige Sorten werden beim Kochen von selbst rot, was dem Quittenbrot eine besonders schöne Farbe verleiht. Die heimischen Quitten sind meist erst Mitte/Ende Oktober reif. Importierte Quitten sind manchmal schon früher erhältlich, aber nicht immer leicht zu finden.

Quitten vorbereiten

Die Verarbeitung von Quitten ist etwas aufwendig, da die Früchte roh nicht genießbar sind und eine harte Schale haben. Vor der Zubereitung müssen die Quitten gründlich gewaschen und von ihrem Flaum befreit werden. Dies gelingt am besten mit einem Küchentuch oder einer Bürste. Anschließend werden die Quitten geviertelt und entkernt. Da das Kerngehäuse sehr hart ist, empfiehlt es sich, das Fruchtfleisch darum herumzuschneiden. Um zu verhindern, dass sich die Quitten verfärben, können sie sofort nach dem Schneiden in Zitronenwasser gelegt werden.

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Das Grundrezept für Quittenbrot mit normalem Zucker

Hier ist ein einfaches Grundrezept für Quittenbrot:

Zutaten:

  • 1 kg Quitten
  • 750 g Zucker (oder Gelierzucker im Verhältnis 1:1 oder 2:1, je nach gewünschter Süße)
  • Saft einer halben Zitrone (oder Zitronensäure)
  • Evtl. etwas Wasser

Zubereitung:

  1. Quitten vorbereiten: Quitten waschen, von Flaum befreien, vierteln und entkernen. In Stücke schneiden und in Zitronenwasser legen.
  2. Quitten kochen: Die Quittenstücke mit wenig Wasser in einem Topf bedecken und ca. 40 Minuten weichkochen.
  3. Quitten pürieren: Die weichgekochten Quitten abgießen und mit einem Pürierstab fein pürieren.
  4. Quittenmus einkochen: Das Quittenpüree mit dem Zucker und Zitronensaft in einen Topf geben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Die Masse so lange köcheln lassen, bis sie dicklich wird und beim Rühren eine "Straße" auf dem Topfboden sichtbar wird (ca. 30-60 Minuten, je nach Zuckersorte). Achtung: Die Masse brennt leicht an, daher ist ständiges Rühren wichtig!
  5. Quittenmasse trocknen: Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Quittenmasse darauf verstreichen. Die Masse sollte nicht zu dick sein (ca. 1-2 cm). Das Quittenbrot nun entweder bei Zimmertemperatur mehrere Tage trocknen lassen (bis die Oberfläche nicht mehr klebt) oder im Backofen bei 100°C (Ober- und Unterhitze) mit leicht geöffneter Tür ca. 4-6 Stunden trocknen.
  6. Quittenbrot schneiden und verfeinern: Das getrocknete Quittenbrot in Würfel oder Rauten schneiden und nach Belieben in Zucker, gehackten Nüssen, Kokosraspeln oder Schokolade wälzen.

Variationen und Tipps

  • Weniger Zucker: Wer es nicht so süß mag, kann Gelierzucker im Verhältnis 2:1 verwenden oder das Quittenbrot mit Honig zubereiten.
  • Gewürze: Für eine besondere Note können dem Quittenmus Gewürze wie Zimt, Nelken, Vanille oder Sternanis hinzugefügt werden.
  • Zitrone: Statt Zitronensaft kann auch Zitronensäure verwendet werden.
  • Trocknen beschleunigen: Um das Trocknen im Ofen zu beschleunigen, kann die Masse nach der Hälfte der Zeit gewendet werden.
  • Resteverwertung: Das Quittenbrot kann auch aus dem Trester hergestellt werden, der bei der Quittensaft- oder Quittengelee-Herstellung übrigbleibt.
  • Pektin: Wenn die Quitten zu viel Wasser aufgenommen haben und das Quittenbrot nicht fest wird, kann etwas Pektin hinzugefügt werden (ca. 1 TL für 700g Quittenpüree).
  • Aufbewahrung: Das fertige Quittenbrot sollte in einer luftdichten Dose aufbewahrt werden. Zwischen die einzelnen Schichten Backpapier legen, um ein Zusammenkleben zu verhindern. Gut durchgetrocknet hält sich das Quittenbrot mehrere Monate.

Quittenbrot als Geschenk

Selbstgemachtes Quittenbrot ist eine tolle Geschenkidee, besonders zur Weihnachtszeit. Um das Geschenk noch persönlicher zu gestalten, kann man das Quittenbrot in einer schönen Dose verpacken und mit einem selbst gestalteten Etikett versehen.

Quittenbrot und Nachhaltigkeit

Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann Quitten aus dem eigenen Garten oder von Nachbarn verwenden. Auch die Verwendung von Rübenzucker anstelle von Rohrzucker ist eine nachhaltige Alternative.

Warum mein Quittenbrot nicht fest wird

Es gibt verschiedene Gründe, warum Quittenbrot nicht fest wird:

  • Zu hoher Wasseranteil: Wenn die Quitten in zu viel Wasser gekocht wurden und nicht ausreichend abgetropft sind, enthält das Mus zu viel Wasser. In diesem Fall kann man versuchen, die Masse länger einzukochen oder etwas Pektin hinzuzufügen.
  • Zu wenig Zucker: Zucker ist nicht nur für den süßen Geschmack verantwortlich, sondern auch für die Konsistenz des Quittenbrots. Wenn zu wenig Zucker verwendet wird, kann das Quittenbrot nicht richtig fest werden.
  • Falsche Trocknung: Wenn das Quittenbrot zu schnell getrocknet wird (z.B. bei zu hoher Temperatur im Ofen), kann es hart und brüchig werden. Die Trocknung sollte langsam und schonend erfolgen.

Quittenbrot ohne raffinierten Zucker

Für eine gesündere Variante kann Quittenbrot auch ohne raffinierten Zucker zubereitet werden. Hierfür eignen sich alternative Süßungsmittel wie Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft. Die Menge des Süßungsmittels sollte jedoch an den gewünschten Süßegrad angepasst werden, da diese oft eine geringere Süßkraft als Zucker haben.

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