Pudding Pauli serviert ab: Bedeutung, Herkunft und literarischer Kontext
Pudding Pauli ist mehr als eine Kinderbuchfigur: Der Name bündelt Kulinarik, detektivischen Spürsinn und österreichische Alltagsrealität. In diesem Beitrag werden die Bedeutung des Ausdrucks „Pudding Pauli serviert ab“ und die Herkunft des namensgebenden Puddings erläutert - von der literarischen Figur bis zur kulinarisch-sprachgeschichtlichen Entwicklung.
Pauli und Rosi sind beide elf Jahre alt und gehen in die 2a. Pudding Pauli, eigentlich Paul Pistulka, ist ein 11-jähriger Bub mit zwei hervorstechenden Eigenschaften: Er kann beachtlich kochen und er besitzt die Kombinationsgabe eines echten Detektivs! Mit seiner Schulfreundin Rosi hat der Pauli ein Abkommen: Er versorgt die Rosi Montag bis Freitag mit Jausen-Schmankerln und einem warmen Mittagessen, sie rechnet dafür für den Pauli alle Mathe-Hausübungen - in perfekt nachgemachten Pauli-Ziffern und -Buchstaben.
Wer ist „Pudding Pauli“? Figurenprofil und Bedeutung
Pauli ist ein guter Koch, aber auch ein sehr guter Ermittler. Die Detektiv-Aufgaben ergeben sich dann eher rein zufällig: Diebstähle in der Klasse häufen sich, Hunde werden entführt und immer kombiniert Pauli richtig. „Pauli und Rosie gehen auf Spurensuche, die weit aus der Schule hinausführt. Dabei lassen sie größte Gelassenheit walten und verwenden vor allem sehr viel Zeit aufs Kochen und Essen.
„Inhaltlich überzeugt sie dadurch, dass der Pauli zwar schlau ist, aber sich auch einmal irren kann, und dass jede geschilderte Szene durchaus plausibel ist. Da gibt es kein Superhirn, das klüger ist als jeder Erwachsener. Sondern einen ganz normalen Buben, der halt gut kombinieren kann und den Ehrgeiz hat, einmal ein großer Kriminalist zu werden. Und früh übt sich halt.
Dass der Pauli dabei in der Schule um eine positive Mathematik-Note kämpfen muss (und von Rosi massive Hilfe bekommt) und daheim familiäre Sorgen hat, weil er sich an den neuen Freund der Mutter gewöhnen muss (der eigentlich gar nicht so übel ist), sind zwei weitere Ebenen, auf denen sich die Geschichte abspielt. Womit einmal mehr posthum bewiesen wäre: Christine Nöstlinger konnte das wahre Leben ihrer Leser ganz gut abbilden. Und dabei gut unterhalten.“
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Detektivische Fälle und Kulinarik als Erkennungszeichen
Als der Hund von Paulis Nachbarin verschwindet, fangen Pauli und Rosi sofort an zu ermitteln. Wer ist der Hundedieb? Seit ein paar Tagen verschwinden immer mehr Hunde aus der Straße von Pauli und Rosi. Dann erhält die Nachbarin einen Erpresserbrief - unterschrieben vom „Großen Hexenmeister“.
Der Pauli schluckte mit Todesverachtung einen Happen vom zuckrigen Salat und sagte: Aber ab jetzt verbiete ich mir diese ewige, sinnlose Nachdenkerei. Das schwör ich dir, Rosi! Man muss einsehen, dass manche Fälle eben nicht zu lösen sind, wenn einem Kommissar Zufall nicht hilft!“ Bis zum Samstag hielt Pauli diesen Schwur. Eisern verbot er sich jeden Wer-könnte-der Dieb-sein-Gedanken. Doch dann war Kinder-Flohmarkt ...
Pauli ist nämlich mit seinen 10 Jahren bereits ein Schlüsselkind, aber nicht bereit, die von seiner Mutter bereitgestellte Tiefkühlkost zu essen. Also gibt es Lammkoteletts mit Bohnensalat, Topfenknödel und Paprikasuppe. Und natürlich Pudding. Die Zubereitung der Gerichte beschreibt die Österreicherin so lustvoll, dass man ununterbrochen Hunger hat bei der Lektüre. Zum Glück stehen alle Rezepte hinten im Buch - nebst einem Glossar, das Mundart-Begriffe wie Topfenknödel erläutert.
„Pudding Pauli serviert ab“: Wendung, Tonfall und Konnotation
„Pudding Pauli serviert ab“ verbindet einen kulinarischen Begriff mit einer sportslangnahen Redewendung und spielt augenzwinkernd auf Paulis Doppelrolle an. Er „serviert“ Speisen - und im übertragenen Sinn Beweise, Lösungen und Pointen. In kritischen Momenten „serviert“ Pauli auch Rückschläge ab, wenn sich Spuren als falsch erweisen oder der Zufall ausbleibt.
Ganz wohl in ihrer sonderbaren Montur fühlte sie sich - so ohne Pauli - nun doch nicht. Außerdem juckte die Strickmütze auf der Stirn und an den Ohren gewaltig. Und mit der viel zu großen Strumpfhose hatte sie ein Problem. Die machte nämlich nicht nur über den Beinen Ziehharmonikafalten, sondern auch an den Füßen.
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„Langsam schlenderte die Rosi zur Jagdstraße runter. Die Szene verdeutlicht, dass die Ermittlungen nicht glamourös sind, sondern in einem realistischen, manchmal unbequemen Alltag stattfinden, in dem Paulis „Servieren“ von Lösungen erarbeitet, nicht hergezaubert wird.
Reihenfolge und Veröffentlichung: Die Buchserie im Überblick
Die Pudding Pauli-Buchreihe wurde vor über fünfzehn Jahren von (*13.10.1936, †28.06.2018) kreiert. Inzwischen zählt die Reihenfolge drei Bücher. Die Reihe begann 2009. Eröffnet wird die Serie mit dem Teil "Pudding Pauli rührt um". Das nächste Buch "Pudding Pauli deckt auf" erschien ein Jahr später, nämlich 2010.
Die Reihenfolge wurde über eine Zeitspanne von zwei Jahren im Durchschnitt jährlich fortgesetzt. Ein Erscheinungstermin zum vierten Buch hätte sich damit rechnerisch für 2012 anbahnen müssen. Weiterhin liegt der hypothetische Termin bereits 14 Jahre in der Vergangenheit. Mit großer Sicherheit wird somit keine Fortführung der Serie veröffentlicht. Unser Faktencheck klärt, ob eine Fortsetzung der Pudding Pauli Bücher mit einem 4. Durchschnittlich wurden Fortsetzungen jedes Jahr herausgegeben. Uns erreichte bislang keine konkrete Bekanntmachung zu einem vierten Teil.
Wer sich nicht einfach gedulden will, könnte sich mit Susi und Paul eine andere Reihe von Christine Nöstlinger zulegen. Womit einmal mehr posthum bewiesen wäre: Christine Nöstlinger konnte das wahre Leben ihrer Leser ganz gut abbilden. Und dabei gut unterhalten.
Pudding: Bedeutung im deutschen Sprachraum
Pudding bezeichnet im deutschen Sprachraum heute eine Süßspeise, die mit Speisestärke angedickt wird. Puddinge, auch Puddings, im küchenfachsprachlichen Sinn sind eine Zubereitung aus unterschiedlichen Grundbestandteilen, im Wasserbad gegart, das Bindemittel ist in der Regel Eiermilch, und werden meist warm serviert. Die gastronomische Fachbezeichnung Pudding kann sich sowohl auf pikante (z. B. Gemüsepudding aus Möhren, Erbsen oder Blumenkohl in Ei-Sahne pochiert) als auch auf süße Puddinge beziehen (z. B. Kabinettpudding).
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Entgegen klassischer Definition für Süßspeisen verwendet die Lebensmittelindustrie die Bezeichnung Pudding für Flammeris mit überwiegender Stärkebindung, die kalt serviert werden, seit den 1930er Jahren, wobei der Name Flammeri in Vergessenheit geriet. Der (heutige) Unterschied zwischen Flammeri, industriell genannt Pudding, und einem Pudding im küchenfachsprachlichen Sinn liegt darin, dass Flammeris mit Stärke gebunden und kalt serviert werden, Puddinge hingegen mit Eiern (Eierstich- oder Brandmasse) gebunden und im Wasserbad gekocht werden.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts bieten große Molkereien und Lebensmittelfirmen industriell hergestellten sogenannten Fertigpudding an, oft auf Basis von Instantpulver, auch fälschlicherweise Puddingpulver genannt. Hauptbestandteil ist Mais-, Reis- oder Weizenstärke. Weitere Zutaten sind Zucker, teilweise Sahnepulver, Kakao oder Vanille sowie Aromen. Dieser sogenannte „Pudding“ kann anschließend mit verschiedenen weiteren Zutaten aromatisiert werden.
Überblick: Küchenpraxis vs. Industriegebrauch
| Aspekt | Küchenfachsprachlicher Pudding | Industrieller „Pudding“ (Flammeri) |
|---|---|---|
| Bindemittel | Eier (Eierstich-/Brandmasse) | Speisestärke (Mais-, Reis-, Weizenstärke) |
| Zubereitung | Wasserbad, oft pochiert | Aufkochen, Kaltstellen |
| Serviertemperatur | Meist warm | Meist kalt |
| Beispiele | Kabinettpudding, Gemüsepudding | Vanillepudding, Schokopudding |
Herkunft des Wortes „Pudding“
Die Herkunft des Wortes Pudding ist unsicher. Übernahme von altfranzösisch bodin (vgl. neufranzösisch boudin ‚Blutwurst‘), seinerseits von lateinisch botulus ‚Wurst‘, liegt nah, ist aber umstritten. Im Englischen seit 1305 belegt, bezeichnete Pudding erst einmal Speisen, die in einen Magen eingenäht gekocht wurden, ab 1444 ist es in der Bedeutung ‚Eingeweide‘ bezeugt. Seine heute übliche britische Bedeutung ‚Nachtisch, Dessert‘ kann man nur bis ins Jahr 1544 zurückverfolgen und ist offensichtlich jünger.
Die Bezeichnung „Pudding“ für eine Süßspeise wurde laut dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm im deutschen Sprachraum im 18. Jahrhundert aus dem Englischen übernommen. Parallel dazu gab es den deutschen Ausdruck Serviettenkloß. Bei Grimm wird der englische pudding hergeleitet von dem französischen Wort boudin für Blutwurst.
Britische Traditionen und der Weg auf den Kontinent
In Großbritannien bezeichnete Pudding ursprünglich ein aus Brot, Gemüse oder Fleisch bestehendes Gericht, das in einer Form im kochenden Wasserbad zubereitet oder gedämpft wird, vor allem in Varianten, die aus der traditionellen englischen oder schottischen Küche stammen. Beispiele sind Black Pudding (im Prinzip eine Blutwurst), Haggis oder der traditionelle süße Christmas Pudding. In der schottischen Küche wird ein süßer Pudding in der Art des Christmas Pudding als Clootie dumpling bezeichnet (clootie = Tuch, dumpling = Kloß).
Das englische Wort pudding bezeichnete zuerst offenbar die runde und knödelartige Form. Ursprünglich waren vor allem herzhafte Speisen gemeint, aber auch schwere Süßspeisen waren vom Anfang an unter dem Wort miteinbezogen, und im Laufe der Zeit rückten diese in den Mittelpunkt. Im Mittelalter wurden in England „black puddings“ wie Haggis und „white puddings“ auf Getreidebasis unterschieden. Zur Herstellung wurde immer ein Tierdarm als Form und Hülle verwendet. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Puddingtuch in der englischen Küche eingeführt, die erste überlieferte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1617.
Bis zum 18. Jahrhundert war die Basis jedoch immer Rindertalg, auch bei süßen Varianten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden einfache Puddings aus Talg, Mehl und Brotkrumen oder Paniermehl sowie Plum Duff (ein süßer Pudding) in London auf der Straße verkauft. Süße Puddings wurden in England erst im Viktorianischen Zeitalter populär, was in England auch auf den Einfluss der deutschen Küche nach der Heirat von Königin Victoria mit Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha zurückgeführt wird.
Nach der Einführung von Stärkeprodukten wie Sago veränderten sich die Rezepte, und darauf basierten die späteren Milchpuddings. Im 20. Jahrhundert wurde das Tuch durch Puddingformen ersetzt. Was in den USA und im deutschen Sprachraum als Pudding bezeichnet wird, ist eine Milchspeise, die im Englischen seit dem 19. Die Definition von Habs/Rosner Ende des 19. Jahrhunderts lautet „ein großer Kloß aus Mehl, Ei und Butter (…), der in einem Tuch oder einer Blechform in kochendem Wasser gar gesotten wird (…)“.
Pudding in deutschsprachigen Quellen und Kochtradition
In Meyers Konversations-Lexikon heißt es Ende des 19. Jahrhunderts: „Die englischen Puddinge enthalten in der Regel viel fein gehacktes Rindsfett, werden in einem mit Butter bestrichenen leinenen Tuch in Salzwasser gar gekocht und mit Wein- oder Brandysaucen gegessen. (…) Man hat süße Puddinge und solche mit Fleisch, Leber, Fisch, Krebsen, Austern und Gemüse. Allerdings ist der Ausdruck Pudding bereits bei Schandri und Buchmeier Ende des 19. Jahrhunderts ganz klar als eine Speise, die in einer Puddingform im Wasser gegart wird, beschrieben. Das galt auch noch Anfang des 20.
Laut Habs/Rosner taucht der Begriff Pudding im deutschen Sprachraum erstmals 1701 als „Poding“ in der Haus- und Landbibliothek eines Andreas Glorez in Mähren auf, spielte Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch noch keine wesentliche Rolle und wurde erst nach 1760 populär, angeblich durch englische Romane von Henry Fielding und Tobias Smollett. Sie verweisen jedoch darauf, dass es in Deutschland und Österreich auch vorher bereits ähnliche Speisen gegeben habe, die im Süddeutschen als Knopf und im Norddeutschen als Grützwurst bekannt seien.
Diese Sack- oder Büchsenkuchen wurden nach dem Kochen in Scheiben geschnitten und dann mit Butter in einer Pfanne gebraten. Danach sei der warm gegessene gekochte Pudding zunehmend beliebt geworden, der manchmal vor dem Servieren mit Rum flambiert werde. „Da jedoch in der (süddeutschen, erg.) Küche des 19. Jahrhunderts eher Überfülle als Mangel an warm verspeislichem süßen Backwerk herrscht, so haben seit etwa 1880 ganz entschieden die kalten Puddings die Oberhand gewonnen, die entweder wie die Sulzen mit Hausenblase bereitet oder in der Eismaschine gekühlt werden (…).
In der Oeconomischen Encyclopädie von Johann Georg Krünitz aus dem 18. Jahrhundert wird der Pudding auch als „englischer Kloß“ bezeichnet. Krünitz gibt zahlreiche Rezepte für herzhafte und süße Puddings an, darunter auch „Pudding von Häringen“ und „Pudding von Krebsen“. Aus einem englischen Kochbuch übernommen wurden einige Rezepte, die bereits Ähnlichkeit mit den späteren deutschen Puddings haben.
Im Kochbuch „Die Süddeutsche Küche“ der österreichischen Kochbuchautorin Katharina Prato werden (in der 53. Auflage um 1915) Puddings im Kapitel „Köche, Aufläufe, Puddings“ vorgestellt („Köche“ wie Grießkoch, der mit Dotter und Eischnee zubereitet auch im Dunst gekocht wird), wobei Köchen und Puddings gemeinsam ist, dass sie (neben anderen Garungsmethoden) vor allem in einer Form im Wasserbad gekocht werden (und Aufläufe als „gebackene Köche“ bezeichnet werden). Obenauf kam eine Mischung aus Eidotter, Sahne und Zucker. Das Ganze wurde in einer „Tortenpfanne“ gebacken.
Kulinarische Praxis: Brandmasse und Wasserbad
Puddinge werden oft hergestellt, indem man eine Brandmasse aus Milch, Butter, Zucker und Weizenmehl bereitet, die mit Eigelb, Geschmacksstoffen und Eiklarschnee fertiggestellt wird. Typisch ist das Pochieren im Wasserbad in der Backröhre in feuerfesten, gefetteten Gefäßen, wobei Ei als Bindemittel fungiert. In Frankreich bezeichnet pouding eine Art Kuchen, also eine Sonderform des süßen bread pudding (Brotpudding).
Literarischer Ton und Alltagsnähe: Warum der Name passt
Er serviert im wörtlichen Sinn Gerichte und im übertragenen Sinn Lösungen - dieser Doppelklang macht die Wendung „Pudding Pauli serviert ab“ charmant und sprechend. Pauli ist nämlich mit seinen 10 Jahren bereits ein Schlüsselkind, aber nicht bereit, die von seiner Mutter bereitgestellte Tiefkühlkost zu essen. Also gibt es Lammkoteletts mit Bohnensalat, Topfenknödel und Paprikasuppe. Und natürlich Pudding.
„Pauli und Rosie gehen auf Spurensuche, die weit aus der Schule hinausführt. Dabei lassen sie größte Gelassenheit walten und verwenden vor allem sehr viel Zeit aufs Kochen und Essen. Die Zubereitung der Gerichte beschreibt die Österreicherin so lustvoll, dass man ununterbrochen Hunger hat bei der Lektüre. Zum Glück stehen alle Rezepte hinten im Buch - nebst einem Glossar, das Mundart-Begriffe wie Topfenknödel erläutert.
Die Reihe begann 2009. Das nächste Buch "Pudding Pauli deckt auf" erschien ein Jahr später, nämlich 2010. Mit großer Sicherheit wird somit keine Fortführung der Serie veröffentlicht.
Kleines Glossar: Kulinarik im Kosmos von „Pudding Pauli“
- Topfenknödel - nebst einem Glossar, das Mundart-Begriffe wie Topfenknödel erläutert.
- Kabinettpudding - Puddinge, süß, im Wasserbad gegart.
- Flammeri - industriell als „Pudding“ bezeichnete, stärkebasierte Milchspeisen.
- Serviettenkloß - früherer deutscher Ausdruck parallel zur frühen Pudding-Rezeption.
Auch wenn die Figur Pauli die Kulinarik nicht akademisch definiert, spiegelt sein Name die doppelte Bedeutung: Pudding als süße, alltagsnahe Speise und Pudding als Symbol für Wärme, Trost und ein wenig britisch-österreichische Kochtradition.
Datenkompakt: Von der Straße zur Küche - und zurück
Seit ein paar Tagen verschwinden immer mehr Hunde aus der Straße von Pauli und Rosi. Dann erhält die Nachbarin einen Erpresserbrief - unterschrieben vom „Großen Hexenmeister“. Pauli ist ein guter Koch, aber auch ein sehr guter Ermittler. Der Pauli schluckte mit Todesverachtung einen Happen vom zuckrigen Salat und sagte: Aber ab jetzt verbiete ich mir diese ewige, sinnlose Nachdenkerei.
Die Pudding Pauli-Buchreihe wurde vor über fünfzehn Jahren von (*13.10.1936, †28.06.2018) kreiert. Inzwischen zählt die Reihenfolge drei Bücher. Mit großer Sicherheit wird somit keine Fortführung der Serie veröffentlicht. Wer sich nicht einfach gedulden will, könnte sich mit Susi und Paul eine andere Reihe von Christine Nöstlinger zulegen.
Einordnung im Kinder- und Jugendliteraturkanon
„Inhaltlich überzeugt sie dadurch, dass der Pauli zwar schlau ist, aber sich auch einmal irren kann, und dass jede geschilderte Szene durchaus plausibel ist. Da gibt es kein Superhirn, das klüger ist als jeder Erwachsener. Womit einmal mehr posthum bewiesen wäre: Christine Nöstlinger konnte das wahre Leben ihrer Leser ganz gut abbilden. Und dabei gut unterhalten.“
„Pauli und Rosie gehen auf Spurensuche, die weit aus der Schule hinausführt. Dabei lassen sie größte Gelassenheit walten und verwenden vor allem sehr viel Zeit aufs Kochen und Essen. Zum Glück stehen alle Rezepte hinten im Buch - nebst einem Glossar, das Mundart-Begriffe wie Topfenknödel erläutert.
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