Prager Eiswaffeln: Herstellung und Geschichte

Bei seinem Besuch in der Eisdiele entdeckt Christoph ein Muster in der Waffel, das aussieht wie ein Rad mit Speichen. Wie kommt das da rein? Sinah kennt die Antwort, denn in ihrer Fabrik werden Eiswaffeln hergestellt. Sie nimmt Christoph mit in die Fabrik und zeigt ihm, wie in riesigen Backmaschinen Eiswaffeln entstehen.

Wie entstehen Eiswaffeln in der Fabrik?

Wie werden eigentlich die leckeren Eiswaffeln hergestellt? wollte Galileo TV wissen und hat einmal hinter die Kulissen der Produktion von Eiswaffeln geschaut. Zu diesem Zweck besuchte ein Reporter Team von Pro7 das Waffelwerk Stenger, einem führenden Hersteller von Eiswaffeln. Freundliche Mitarbeiter erläuterten dort den vollautomatisierten Produktionsprozess.

Original Stenger Eiswaffeln bestehen aus einem Teig aus Mehl, Zucker, Stärke, Salz, Fett und einigen geheimen Zutaten. Der in Silos angerührte Teig wird dann zu Waffeleisen transportiert, die bei 200 Grad runde kleine Waffeln herausbacken. Je nach Art der Waffel wird der Teig erst gebacken und dann in die richtige Form gewickelt - oder wie bei der Waffel mit Muster direkt in eine heiße Form gespritzt. Dank kleiner Zwischenräume in der Form entsteht dann dieses besondere Muster.

Produktionslinie Eiswaffeln mit Backmaschinen

Bevor diese erkalten, werden sie auf die Dornen gewickelt, durch die sie ihre spitze Tütenform erhalten. Die Hörnchen werden noch ausgehärtet, verpackt und versandt. Als Dauerbackware sind sie bis zu 24 Monate haltbar. Als Dauerbackware sind sie bis zu 24 Monate haltbar.

Varianten und Formen der industriellen Herstellung

  • Die Presswaffel ist eine leichtere Variante, die nur wenig Zucker enthält.
  • Das Tulpenhörnchen ist unser Untersatz bei Softeis oder bei nur einer Kugel Eis.
  • Das knusprigere Waffelhörnchen gibt es in Frankreich als Doppelkopfhörnchen für getrennten Genuß von zwei Kugeln.
  • In Italien haben die Waffeln noch einen Rand aus Schokolade oder bunten Zuckerstreuseln.

Am beliebtesten ist das Waffelhörnchen für zwei Kugeln, aber mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Eiswaffeln, variabel nach Größe und Muster, oder nach der Art der Herstellung.

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Verschiedene Eiswaffel-Formen: Tulpe, Hörnchen, Presswaffel

Die Geschichte der Waffel und der Eiswaffel

Die Geschichte der Waffeln reicht bis ins antike Griechenland zurück, wo flache Kuchen namens „Obelios“ zubereitet und zwischen zwei Metallplatten gebacken wurden. Im Mittelalter entwickelten sich die griechischen „Obelios“ in Europa zu dünnen, knusprigen Waffeln, die in dekorativen Eisenformen gebacken wurden. Die Formen waren oft mit religiösen Symbolen verziert und die Backwaren selbst wurden anfangs als Hostien verwendet.

Die ältesten schriftlichen und bildlichen Belege zu Waffeleisen, mit denen eine ungebackene Masse in Form gepresst wurde, wurden erstmals im 9. Jahrhundert in Norwegen und Schweden sowie in der Normandie erwähnt. Zu dieser Zeit befestigte man ein Paar runder oder rechteckiger Eisenplatten an zwei langen zangenförmigen und mit einem Scharnier verbundenen Stielen, wodurch man ausreichend Abstand zum offenen Feuer hatte. Zwischen den Platten wurde die vorbereitete Masse dann gepresst und im Nu zu knusprigen Waffeln gebacken.

Vom Kloster zur Straße: Muster, Motive und soziale Bedeutung

Sicher ist, dass sich solche Waffeleisen und -gebäcke wohl parallel zum kirchlich genutzten Hostieneisengebäck der Klöster entwickelten. In den dortigen Hostienbäckereien waren im 9. Jahrhundert geschmiedete Zangeneisen aufgekommen, mit denen die Oblaten für die Eucharistie gebacken wurden. Danach hat man diese Oblaten zu Hostien geweiht.

Die benötigten Waffeleisen wurden seit dem Mittelalter einzeln und von Hand geschmiedet. Mit ihren beiden runden oder eckigen Prägeplatten erschienen sie von außen schlicht und zweckmäßig. Aufgeklappt boten sie aber einige Überraschungen: Sie zeigten reichverzierte Prägemuster, Wappen und persönliche Inschriften; die ganz frühen Stücke auch religiöse Motive. Solche oft kostbaren und künstlerisch wertvollen Waffeleisen gehörten zum Inventar eines gehobenen Haushaltes und waren oft als Hochzeitsgeschenk oder Aussteuergut vorgesehen.

Altes Waffeleisen mit reliefartigem Muster und Wappen

Die Waffeln selbst waren so beliebt, dass in Mitteleuropa bald schon eine gewerbliche Waffelbäckerei entstand, allen voran im 12. Jahrhundert in Frankreich. Einige Jahrzehnte später waren Waffeln dort so weit verbreitet, dass gegen Ende des 13. Jahrhunderts eine eigene Zunft der „Oblaier“ oder „Gaufrier“ in Paris auftrat, die ihre goldbraunen, knusprigen Waffeln überall auf den Straßen anbot. Gebacken wurden diese „Gaufres“ in einfach quadrierten Rechteckeisen.

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Rezepte, Zutaten und Formen im Wandel

Im Laufe der Zeit erweiterte die schlichte, ungesäuerte Hostienoblate aus Weizenmehl und Wasser ihre Funktion. Eine neue glanzvolle Note erhielt die schlichte Oblate, als man sie mit Eiern, Fett, Milch und Gewürzen verfeinerte. Solche Waffelgebäcke waren offenbar ganz nach dem Geschmack eines gehobenen Publikums und tauchten gerne auf fürstlichen und bürgerlichen Tafeln auf.

Je nach Zusammensetzung der Masse unterscheidet man zum einen die weichen Waffeln aus einer feinen Rührmasse von Eiern, Mehl, Butter, Rahm und/oder Milch, Hefe (in neuerer Zeit Backpulver) und Zucker. Es sind dies sogenannte nasse Gebäcke, die unmittelbar nach dem Backen, am besten noch warm serviert werden sollten. Zum anderen sind da die knusprigen Waffeln, die „Eiserkuchen“, „Hippen“ oder „Klemmkuchen“, die sich lange aufbewahren lassen und als Vorläufer der heutigen Eiswaffel gelten.

Bei Balthasar Staindl von Dillingen ist 1547 ein sehr frühes Rezept für Hohlhippen verzeichnet: „Honig mit warmem Wasser verrühren, Mehl hinzugeben, bis ein dünner Teig entsteht, 2 Eidotter und etwas zerlassenes Schmalz darunter rühren, löffelweise auf das Eisen gießen und backen.“ Später kamen Gewürze dazu, vor allem Kardamom und Zimt, aber auch Ingwer und Muskat.

Die Erfindung der Eiswaffel und ihr Siegeszug

Seit wann gibt es eigentlich Eiswaffeln? Wir erfahren in dem Beitrag, dass Eiswaffeln nicht etwa aus Italien stammen, sondern dass es einem syrischen Emigranten zu verdanken ist, dass wir heute auf das Geschmackserlebnis Eis und Waffel nicht mehr verzichten wollen. In St. Louis Missouri gab es 1904 einen Eisverkäufer namens Charles Menches, dem die kleinen Eisbecher ausgingen. Ernest Hamwi hieß der Waffelbäcker, der die Idee hatte, einige seiner dargebotenen Waffeln zu spitzen Tüten zu rollen und so dem Eisverkäufer auszuhelfen. Es kam sofort gut an, zu seinem Eis noch etwas Süßes, Knuspriges obendrauf zu haben. Von da an trat die Eiswaffel ihren Siegeszug an.

Historische Darstellung: Eisverkäufer mit gerollten Waffeln

Im Jahr 1903 lesen wir dann von einem Patent auf ein Waffeleisen zur Herstellung von Eiswaffeln. Bis in die Gegenwart sind die knusprigen gerollten Waffeln in Frankreich als Festgebäck gang und gebe. So muss es uns nicht verblüffen, dass knusprige Waffeln als Motiv auch auf Stillleben und anderen künstlerischen Darstellungen seit dem 16. Jahrhundert besonders häufig auftauchten.

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Vom Handwerk zur Industrialisierung

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert vollzog sich ein Wandel hinsichtlich der Herstellungstechnik der Waffeleisen. Immer häufiger gab es seriell gefertigte Waffeleisen aus Gusseisen. Es waren dies also keine handgeschmiedeten Einzelanfertigungen mehr, und so trugen sie meist nur einfache Rauten- oder Wabenmuster. Nachdem man die Kochstelle von der offenen Feuerstelle zum geschlossenen Kohle-, später auch Gasherd verlegt hatte, kam im Verlauf des 19. Jahrhunderts eine neue Form des Waffeleisens auf: Das Eisen hatte keine zangenförmigen Stiele mehr, sondern nur noch einen kurzen Griff und eine aufklappbare Platte.

Im 20. Jahrhundert dann kamen die elektrisch beheizten Waffeleisen auf, die unabhängig von einer Feuerstelle einzusetzen waren. Im 21. Jahrhundert sind die modernen Waffeleisen mit Temperaturschaltern und einer Antihaftbeschichtung ausgestattet; es gibt sie in runder und rechteckiger Form, oft auch als Doppel-Waffeleisen.

Regionale Traditionen und berühmte Varianten

Die Entwicklung der Waffelformen weist regionale Unterschiede auf: In Brandenburg und im niederländisch-flämischen Raum gab es verstärkt rechteckige Waffeln. In Niedersachsen, Ostfriesland, Schweden und Frankreich waren ebenso runde wie rechteckige Formen bekannt, im süddeutsch-österreichischen Raum dagegen herrschten runde Waffeln vor. In Belgien entwickelten sich Brüsseler und Lütticher Waffeln, die bis heute weltberühmt sind.

Brüsseler Waffeln sind für ihre Leichtigkeit und Fluffigkeit bekannt und haben eine rechteckige Form und tiefe Einkerbungen. Lütticher Waffeln zeichnen sich durch ihre unregelmäßige Form und kompakte Struktur aus; das Geheimnis ihres Geschmacks liegt im Perlenzucker, der beim Backen karamellisiert.

Brüsseler und Lütticher Waffeln: Formenvergleich

Weltweiter Einfluss

Die Weltausstellung in New York im Jahr 1964 stellte für die Waffeln in Amerika einen Wendepunkt dar. Maurice Vermersch präsentierte traditionelle Brüsseler Waffeln, und vom ersten Tag an bildeten sich lange Schlangen am Stand. Die Familie Vermersch verkaufte bis zu 2.500 Waffeln pro Tag. Belgische Waffeln wurden so beliebt, dass sie sogar an nicht-belgischen Ständen verkauft wurden. Nach dem Ende der Ausstellung gewannen belgische Waffeln schnell an Popularität in den Vereinigten Staaten und sind heute ein fester Bestandteil der Frühstückskultur.

Historisches Foto: Waffelstand auf der Weltausstellung 1964

Moderne Entwicklungen: Trends, Qualität und kreative Eismacher

Ob Softeis wie zu DDR-Zeiten oder die wildesten neuen Gelato-Kreationen vom italienischen Eiscafé um die Ecke mit Gurke, Malvenblüten oder gar Aktivkohle: Speiseeis ist für viele nicht nur im Sommer ein Muss und hat eine Jahrtausende alte, bunte Geschichte hinter sich. Die moderne Welt der Waffeln ist eine Kombination aus Tradition und modernen kulinarischen Ideen. Neben klassischen Rezepten entstehen neue Interpretationen, die auf verschiedenen Kontinenten immer beliebter werden.

Wir sind für unser hervorragendes Speiseeis bekannt, so dass unsere Kunden und wir von ganz allein immer mehr Presseanfragen, wie auch die von der Sendung Galileo auf Pro7, bekommen. Wollten Reporter neulich wissen. Schwarzbier-, Lakritz- und Gorgonzola Eis kommen so gut an, dass uns auch Galileo von Pro7 kürzlich einen Besuch im „Café Engelchen“ abgestattet hat. Hier gibt es das ganze Video zu sehen.

Einblick in die Produktion von Eiswaffeln bei Waffelwerk Stenger

Warum gibt es beim Speiseeishersteller Eis Engelchen besonders leckeres Eis? Wir sind der Speiseeis Lieferant für Eisdielen, Cafes und Hotels in ganz Deutschland. Das Erfolgskonzept von uns als Speiseeishersteller sind die Zutaten, die Garantie von Frische und die Lust am Ausprobieren neuer Geschmacksrichtungen. Hochwertige Zutaten, darunter verstehen wir frische Milch, cremige Sahne und frische Früchte. Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe haben keine Erwähnung in der Liste von Zutaten.

Aspekt Beschreibung
Hauptzutaten Eiswaffel-Teig Mehl, Zucker, Stärke, Salz, Fett + geheime Zutaten
Backtemperatur (industriell) ca. 200 °C
Formgebung gespritzt in Prägeform oder gebacken und um Dornen gewickelt
Haltbarkeit bis zu 24 Monate als Dauerbackware
Typische Varianten Presswaffel, Tulpenhörnchen, Waffelhörnchen

Beim Pasteurisieren von Milchspeiseeis ist für den optimalen Geschmack die Reifezeit entscheidend. Der Speiseeishersteller pasteurisiert nach professionellen Kriterien und produziert nach den hygienischen Qualitätsmerkmalen des HACCP Standards, den Hazard Analysis and Critical Control Points. Über 60 erstklassige verschiedene Speiseeiskreationen gehen so in die Produktion und zum Händler und in die Gastronomie.

Kreativität und Zukunft

Mut zu etwas Neuem, neue Experimente beleben auch beim Eisverkauf das Geschäft. Als Speiseeis Lieferant möchten wir, dass man von Ihnen spricht. Unsere Kreativabteilung lässt sich stets leckere Eissorten einfallen und wem das nicht genug ist, für den entwickeln wir ganz einfach Eigenkreationen. Heutzutage wurden glutenfreie, vegane und zuckerarme Waffelvariationen eingeführt, um der neuen Nachfrage gerecht zu werden.

Moderne Waffelkreationen: vegane und bunte Varianten

Ob das Radmuster in der Waffel, das Christoph sah, aus kleinen Zwischenräumen in der Form entsteht oder ob die Hörnchen durch die klassische Technik auf Dornen geformt werden: Die Kombination aus jahrhundertealter Tradition und moderner Produktionstechnik macht die Eiswaffel zu einem weltweit geliebten Produkt.

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