Plätzchenteig ohne Backpulver – Grundrezept für nicht klebende Ausstechplätzchen

Die Ausstechkekse, ein Klassiker in jeder Wintersaison und jedes Kind liebt sie. Nicht jeder mag Backpulver in seinem Gebäck haben und gerade bei Kinder sollte man die Menge an Backpulver etwas verringern. So habe ich mich entschlossen noch einmal Ausstechkekse für euch zu machen, aber ohne Backpulver.

Zutaten (Grundrezept, ca. 35 Stück)

  • 250 g Weizenmehl (Typ 405) - am besten eignet sich für Weihnachtsplätzchen Weizenmehl Type 405. Aber auch mit hellem Dinkelmehl klappen die Butterplätzchen.
  • 90-125 g Zucker / 100 g Puderzucker (je nach Variante im Text mehrfach genannt)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 125-130 g Butter (sehr weich ist hier empfohlen) - Die Mengenangabe variiert je Rezept, für klassische Butterplätzchen sind 125-250 g möglich.
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker oder 1 gestr. TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz

Warum ohne Backpulver?

Mürbteigplätzchen, die ausgestochen werden, kommen ja meist ohne Backpulver aus, weil es den Plätzchen die Form nehmen kann. Du kannst alle Mürbteigplätzchen wie z. B. Spitzbuben, Buttergebäck usw. ohne Backpulver machen. Bei diesen Keksen ist der Abstand nicht ganz so wichtig, da die Kekse kein Backtriebmittel enthalten und deswegen nicht ganz so weit auseinander gehen.

Das Geheimnis: weiche Butter

Das Geheimnis liegt in der Konsistenz - und diese an der Verwendung von weicher Butter. In den Plätzchenteig kommt weiche Butter. Je weicher die Butter, desto besser. Dadurch wird der Teig supersoft, klebt nicht und ist auch schnell zubereitet. Denn seien wir mal ehrlich, bis sich die kalten Butterstücke im Mürbeteig so richtig schön verbinden, muss man den Teig schon mindestens 5 Minuten mit der Hand kneten. Bei diesem Rezept für Ausstechplätzchen ist der Teig in maximal 1 Minute wunderbar geschmeidig. Und glaubt mir, die weiche Butter tut weder Geschmack noch Konsistenz einen Abbruch, im Gegenteil: Die Plätzchen werden butterzart und wahnsinnig lecker.

weiche-Butter-und-Zutaten

Zubereitung - Schritt für Schritt

  1. Alle Zutaten in die Rührschüssel geben, Butter in kleinen Flöckchen hinein geben und mit der Küchenmaschine so weit es geht vermengen. Den Rest machst du mit der Hand.
  2. Die Butter wird durch die Wärme deiner Hände nun etwas weicher und du kannst sie besser ins Mehl einarbeiten.
  3. Ist der Teig glatt und gleichmäßig wird er in Folie eingewickelt oder in einen verschließbaren Behälter gelegt und mindestens 30 Min. kühl gestellt. Bei Bedarf 30-60 Minuten kühlen.
  4. Nach 30 Minuten kannst du den Backofen auf 150-160°C Umluft vorheizen (oder 180°C Ober-/Unterhitze).
  5. Die Arbeitsfläche wird leicht bemehlt und der Teig wird ca. 3-5 mm dick ausgerollt. Für gleichmäßig gebackene Butterplätzchen sollte der Teig etwa 3 mm dick ausgerollt werden.
  6. Nun kannst du mit den Ausstechern deiner Wahl den Teig ausstechen. Tipp: Damit sich deine Plätzchen beim Ausstechen besser aus der Form lösen, solltest du das Ausstechförmchen kurz in etwas Mehl tauchen. Sollten deine Teigfiguren nach dem Ausstechen an der Fläche etwas kleben, nimm ein Brotmesser zur Hilfe, um sie vorsichtig von der Fläche zu lösen.
  7. Die Kekse werden anschließend auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, kaltes Blech gelegt. Kaltes Blech verwenden: Lege die Plätzchen immer auf ein kaltes Blech, sonst beginnen sie zu zerlaufen, bevor sie in den Ofen kommen.
  8. Jetzt werden die Kekse 8-15 Minuten gebacken: viele Rezepte empfehlen 8-11 Minuten, ich backe meine Plätzchen kürzer als die meisten Rezepte empfehlen und nehme sie spätestens dann raus, wenn sie am Rand beginnen zu bräunen. Die Backzeit variiert je nach Backofen. Die Kekse sollten aber noch hell sein und nur ganz eben am Rand erbräunen.
  9. Wenn die Kekse abgekühlt sind, kannst du sie frei nach deinem Belieben verzieren und dekorieren. Wenn sie aus dem Ofen kommen, sind sie noch sehr weich und leicht brüchig - genau so sollen sie sein. Beim Abkühlen werden sie fest und stabil, bleiben aber mürbe, saftig und buttrig.
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Praktische Tipps für das Gelingen

  • Immer vorheizen: Der Backofen sollte wirklich vollständig vorgeheizt sein, bevor du das Blech mit den ausgestochenen Plätzchen reinschiebst.
  • Schneller kühlen, einfacher ausrollen: Wenn du den Mürbeteig gleich nach dem Kneten flachdrückst, bevor du ihn in Folie wickelst, kühlt er im Kühlschrank schneller.
  • Wenig Mehl beim Ausrollen verwenden: Bemehle die Fläche nur leicht, zu viel Mehl macht den Teig trocken.
  • Den Ofen im Auge behalten: Butterplätzchen sind kleine Sensibelchen, die schnell dunkel werden können.
  • Teig lagern: Du kannst den Keksteig auch einen Tag vorher vorbereiten und gut eingepackt im Kühlschrank lagern. Der rohe und in Frischhaltefolie gewickelte Teig darf maximal 24 Stunden im Kühlschrank bleiben. Vor dem Ausrollen auf Raumtemperatur kommen lassen.
  • Teig einfrieren: Teig zu einer Kugel formen, luftdicht verpacken und einfrieren; portionsweise einfrieren ist praktisch. Bitte nicht mit Hitze auftauen.
  • Eier und Rohkost-Hygiene: Im Butterplätzchen-Teig stecken rohe Eier, und die sind für Kleinkinder und Schwangere tabu. Es gibt auch Plätzchenteig ohne Eier, aber auch ungebackenes Mehl kann ein Risiko darstellen.

Varianten und Dekorationsideen

Das Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln und direkt in verschiedene Plätzchensorten verwandeln:

  • Ausstechplätzchen mit Nüssen: Verwende 350 g Mehl und 150 g gemahlene Nüsse oder Mandeln.
  • Ausstechplätzchen mit Gewürzen: Du kannst den Teig zusätzlich mit Lebkuchengewürz, Zimt oder Spekulatiusgewürz verfeinern.
  • Ausstechplätzchen mit Marmelade (Spitzbuben): Runde Kekse ausstechen, bei der Hälfte ein Loch ausstechen, nach dem Backen Marmelade auf die geschlossene Hälfte geben und die gelochte Hälfte daraufsetzen.
  • Engelsaugen: Kleine Kugeln formen, in die Mitte ein Loch drücken, vor dem Backen mit Marmelade füllen und 12-14 Minuten backen.
  • Rentierplätzchen: Mit einem Rentier-Ausstecher, Zuckeraugen und einer roten Schokolinse als Nase; mit Kakao im Teig werden die Rentiere dunkel.
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Verzierungs- und Glasurideen

  • Zuckerguss: Puderzucker mit wenig Wasser oder Zitronensaft zu einer zähflüssigen Glasur vermischen; mit Lebensmittelfarbe einfärben.
  • Royal Icing: Eiweiß, Zitronensaft und Puderzucker - etwas festerer Zuckerguss, gut 5 Minuten aufschlagen.
  • Schokoglasur: Kuvertüre über Wasserbad schmelzen, ggf. 1 TL Kokosfett zugeben; Plätzchen eintauchen und im Kühlschrank fest werden lassen.
  • Zuckerschrift für feine Details und Gesichter.
  • Hagelzucker oder Streusel besser haften lassen: Rohe Plätzchen mit verquirltem Eigelb bestreichen.

Aufbewahrung

  • In der Keksdose: Plätzchen vollständig auskühlen lassen, dann in luftdicht verschließbare Blechdosen geben; so halten sie sich bei Zimmertemperatur rund vier Wochen.
  • Einfrieren: Komplett ausgekühlte Plätzchen portionsweise in luftdichte Behälter packen, Backpapier zwischen Lagen legt, später bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

Backzeiten & Temperaturen (Übersicht)

Temperatur Backzeit Hinweis
150-160 °C Umluft 8-15 Min. Plätzchen hell backen, nur Rand leicht bräunen
180 °C Ober-/Unterhitze 8-12 Min. Je nach Dicke 8-11 Minuten oft ausreichend
Plätzchen-backen-grundrezept-Video

Für wen ist dieses Rezept geeignet?

Dieses Rezept ist perfekt für alle, die beim Plätzchenbacken nicht mehr fluchen wollen, weil der Teig klebt oder die Formen nicht halten. Es eignet sich hervorragend zum Backen mit Kindern: Sie können beim Abwiegen helfen, den Teig kneten und natürlich die Formen ausstechen sowie verzieren. Und sogar unter dem Jahr lässt sich das Rezept verwenden - z. B. für Oster-Ausstecher in Ei- oder Hasenform.

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Häufige Fragen kurz beantwortet

  • Wird der Teig auch für Hildabrötchen stabil? Absolut.
  • Brauche ich zusätzliches Mehl beim Ausrollen? Nein, nur wenig.
  • Wie lange kann ich den Teig im Kühlschrank aufbewahren? Bis zu 24-48 Stunden; roh eingewickelt maximal 24 Stunden empfohlen, fertig gekühlt bis zu zwei Tage möglich.
  • Kann ich den Teig einfrieren? Ja, Portionen im Gefrierfach sind sehr praktisch.
  • Wer sollte vorsichtig sein? Kleinkinder und Schwangere wegen roher Eier und ungebackenem Mehl.

Mein nicht klebender Plätzchenteig, das ist der beste Grundteig für Plätzchen! Der Schlüssel für perfekte Plätzchen liegt nicht nur in der weichen Butter, sondern auch in der Backzeit. Wenn sie aus dem Ofen kommen, sind sie noch sehr weich und leicht brüchig - genau so sollen sie sein. Beim Abkühlen werden sie fest und stabil, bleiben aber mürbe, saftig und buttrig.

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