Plätzchenteig Grundrezept: Vielfalt aus einem Teig

Die Adventszeit ist die Zeit des Backens, und was wäre ein weihnachtlicher Plätzchenteller ohne eine bunte Vielfalt an Köstlichkeiten? Doch wer hat schon Zeit und Lust, unzählige verschiedene Teige zuzubereiten? Die Lösung: Ein Plätzchenteig Grundrezept, das sich vielfältig abwandeln lässt! Mit einem einfachen, gelingsicheren Grundteig lassen sich im Handumdrehen zahlreiche unterschiedliche Kekssorten herstellen, die nicht nur zur Weihnachtszeit schmecken. Ob klassisch oder modern, einfach oder raffiniert - mit dem richtigen Grundrezept und ein paar kreativen Ideen wird jeder zum Backprofi.

Der universelle Plätzchenteig: Die Basis für Vielfalt

Das A und O für eine gelungene Plätzchenbäckerei ist ein guter Grundteig. Dieser bildet die Basis für die unterschiedlichsten Variationen und ermöglicht es, mit wenigen Handgriffen immer wieder neue Geschmackserlebnisse zu kreieren.

Grundrezept für den Plätzchenteig

  • 500 g Weissmehl (Weizenmehl Type 405) oder 250 g Mehl
  • 340 g Butter (kalt) oder 125 g Butter (weich, optional leicht gesalzene Butter)
  • Etwas Zitronenabrieb
  • 1 Vanilleschote, Samen (Alternativ: Vanillepulver) oder 1 Päckchen Vanillezucker oder natürliches Vanille-Aroma
  • 200 g Puderzucker oder 125 g Zucker
  • 1 Ei (Gr. M)
  • Eine Prise Salz

Zubereitung des Grundteigs

  1. Mehl, Backin und Salz in eine Rührschüssel geben und vermischen.
  2. Die restlichen Zutaten dazugeben und alles mit den Knethaken eines elektrischen Handrührgerätes oder mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Alternativ Butter in Würfel schneiden. 900 g Mehl, 300 g Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butterwürfel zugeben und mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten. Eier zugeben und alles schnell zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Den Teig gut verpacken (z.B. in Frischhaltefolie) und für mindestens eine Stunde oder auch über Nacht in den Kühlschrank legen. Du kannst den Teig aber auch schon am Vorabend zubereiten oder ihn sogar bis zu 3 Monate gut verpackt im Gefrierfach aufbewahren. Eingefroren sollte der Teig dann im Kühlschrank aufgetaut werden und vor dem Weiterverarbeiten etwa 15 Minuten bei Raumtemperatur lagern.

5 Sorten Plätzchen aus einem Teig

So einfach sind Kekse von der Rolle gemacht: Mit 1 Teig macht ihr ganz schnell 5 völlig unterschiedliche Sorten Plätzchen. Mit weihnachtlichen Gewürzen zur Adventszeit und sonst auch gern zum Tee und Kaffee. Ist das nicht praktisch? Mit einem einfachen gelingsicheren Grundteig lassen sich viele unterschiedliche Kekssorten herstellen, die uns je nach Aromen und Gewürzen nicht nur zu Weihnachen schmecken. Ein super Rezept, bei dem ihr unseren Inspirationen folgen, oder einfach selbst kreativ werden könnt. Walnüsse an Stelle von Haselnüssen, Spekulatiusgewürz statt Zimt oder Zitrone statt Orange. So ergeben sich aus „1 Teig und 5 Sorten Plätzchen“ ganz schnell 100 Varianten.

  1. Den Grundteig für etwa 26 KekseButter, Zucker, Mehl, Ei und eine Prise Salz mit einer Küchenmaschine ca. 5 Minuten kneten. Der Teig wird durch das lange Kneten schön weich und klebt nicht. Habt ihr keine Küchenmaschine zur Verfügung, könnt ihr auch von Hand kneten.
  2. Den Teig in 5 Teile teilen, je nach Rezept verfeinern, in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Keks Sorte 1: Schokochips und Zimt

Die Schokolade hacken. Nach dem 5-minütigen Kneten des Grundteigs die Schokostücke, das Salz und den Zimt kurz in den Teig einarbeiten.

  • 100 g gehackte Schokolade
  • ½ TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Den Teig in zwei Hälften teilen. Jede Hälfte zu einer Rolle mit einem Durchmesser von etwa 5cm formen. Diese in dem groben Zucker wenden. Die beiden Rollen je in ein Stück Folie oder Backpapier wickeln. Die beiden Enden der Folie fest verzwirbeln, so dass die Rolle schön rund und richtig fest wird. Mindestens 1 Stunde kalt stellen.

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  • 1 EL Rohrzucker

Keks Sorte 2: Schoko und Pfefferminz

Den Grundteig mit dem Kakaopulver und 1 EL Milch zubereiten

  • 20 g Kakaopulver
  • 1 EL Milch

Die Pfefferminz-Täfelchen bzw. Pfefferminz-Schoko klein schneiden und vorsichtig unterkneten.

  • 100 g Schoko-Pfefferminz-Täfelchen

Den Teig in zwei Hälften teilen. Jede Hälfte zu einer Rolle mit einem Durchmesser von etwa 5cm formen. Die Schokotäfelchen ggf. von der Oberfläche etwas ins Innere der Rollen pressen. Die beiden Rollen je in ein Stück Folie oder Backpapier wickeln. Die beiden Enden der Folie fest verzwirbeln, so dass die Rolle schön rund und richtig fest wird. Mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Keks Sorte 3: Orange und Mohn

In den Grundteig wird der Abrieb einer halben gewaschenen und möglichst unbehandelten Orange, sowie 2 EL Mohn gegeben. Wer gerne Orangeat mag, kann auch 2-3 EL davon zugeben.

  • ½ Orange
  • 3 EL Mohn
  • 2 EL Orangeat

Den Teig in zwei Hälften teilen. Jede Hälfte zu einer Rolle mit einem Durchmesser von etwa 5cm formen. Diese in dem groben Zucker und dem restlichen Esslöffel Mohn wenden. Die beiden Rollen je in ein Stück Folie oder Backpapier wickeln. Die beiden Enden der Folie fest verzwirbeln, so dass die Rolle schön rund und richtig fest wird. Mindestens 1 Stunde kalt stellen.

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  • 1 EL Rohrzucker
  • 3 EL Mohn

Keks Sorte 4: weiße Schokolade und Cranberries

Die weiße Schokolade und die Cranberrys hacken. Nach dem 5-minütigen Kneten des Grundteigs kurz einarbeiten.

  • 100 g Weiße Schokolade
  • 50 g Cranberrys

Den Teig in zwei Hälften teilen. Jede Hälfte zu einer Rolle mit einem Durchmesser von etwa 5cm formen. Diese in grobem Zucker wenden. Die beiden Rollen je in ein Stück Folie oder Backpapier wickeln. Die beiden Enden der Folie fest verzwirbeln, so dass die Rolle schön rund und richtig fest wird. Mindestens 1 Stunde kalt stellen.

  • 1 EL Rohrzucker

Keks Sorte 5: Haselnuss und Kardamom

Die Kardamomkapseln mit Hilfe eines Mörser aufbrechen, die Schalen entfernen und die Samen zerstoßen. Den Grundteig mit 50g gemahlenen Haselnüssen, 1 EL Milch und dem Kardamom herstellen.

  • 8 Kardamomkapseln
  • 50 g Haselnüsse
  • 1 EL Milch

Den Teig in zwei Hälften teilen. Jede Hälfte zu einer Rolle mit einem Durchmesser von etwa 5cm formen. Diese mit etwas Druck in den gerösteten und gehackten Haselnüssen wenden. Die beiden Rollen je in ein Stück Folie oder Backpapier wickeln. Die beiden Enden der Folie fest verzwirbeln, so dass die Rolle schön rund und richtig fest wird. Mindestens 1 Stunde kalt stellen.

  • 70 g Haselnüsse

Backen

Zum Ende der Kühlzeit den Backofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und 1-2 Backbleche mit Backpapier belegen.

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Eine Teigrolle aus dem Kühlschrank nehmen und aus der Folie wickeln. Mit einem scharfen Messer auf einem Brett in etwa 7mm dicke Scheiben schneiden. Diese mit etwas Abstand auf das Backblech legen.

Im heißen Ofen für etwa 12-15 Minuten backen. Die Plätzchen sollten eine hellgoldene Farbe annehmen, aber nicht dunkel werden. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Die Plätzchen sind nach dem Backen noch sehr weich und härten nach dem Auskühlen nach.

Luftdicht verpackt, kühl und trocken lagern. Die optionalen Zutaten für die unterschiedlichen Plätzchen Sorten beziehen sich immer je auf das gesamte Teig Rezept. Wenn ihr z.B. zwei unterschiedliche Sorten machen möchtet, dann halbiert den Teig und verwendet je die Hälfte der optionalen Zutaten. Oder aber ihr verdoppelt die Teigmenge und verwendet die gesamten optionalen Zutaten.

Weitere Variationen und Rezeptideen

Die Möglichkeiten, den Plätzchenteig abzuwandeln, sind schier unendlich. Hier sind einige weitere Ideen und Rezepte, die für Abwechslung auf dem Plätzchenteller sorgen:

  • Nusskipferl: Den Teigling nach der Kühlzeit kurz weich kneten und zu einer Rolle von etwa 25cm rollen. Mit einem Messer in ca. 1,5cm dicke Scheiben schneiden, diese zu Kugeln und anschließend zu Kipferl rollen.
  • Spitzbuben: 100 g gemahlene Haselnüsse unterkneten. Plätzchen und Kringel ausstechen und backen. Die Kringel mit Puderzucker bestäuben. Die Himbeerkonfitüre erwärmen, durch ein Sieb streichen und jeweils einen Kringel und ein Plätzchen damit zusammen setzen.
  • Engelsaugen: Den Teigling nach der Kühlzeit kurz weich kneten und auf eine Stärke von ca. 0,5cm ausrollen. Mit einem gewellten Ausstecher* Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Direkt nach dem Backen die Plätzchen mit Loch mit Puderzucker bestreuen. Sobald alle Plätzchen ausgekühlt sind die Marmelade leicht erwärmen, ein Klecks auf ein Plätzchen ohne Loch geben und ein mit Puderzucker bestreutes Plätzchen mit Loch darauf setzen.
  • Vanillesterne: 100 g gemahlene Mandeln unterkneten. Sterne ausstechen, backen und noch warm in einer Mischung aus 3 Pck. Vanillinzucker und 6 EL Zucker wenden.
  • Zimtbäumchen: 2 TL Zimt und 1 Pck. Vanillinzucker unterkneten. 2 TL Zimt und 2 EL Zucker mischen. Die Kekse mit verquirltem Eigelb bestreichen, mit Zimtzucker bestreuen und backen.
  • Nougatherzen: 50 g Nutella und 1 - 2 EL Mehl unterkneten. Herzen ausstechen und backen. Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, in eine kleine Spritztüte füllen, die Herzen damit verzieren und trocknen lassen.
  • Walnusstaler: 50 g fein gemahlene Walnüsse unterkneten. Plätzchen ausstechen, backen und abkühlen lassen. Die Aprikosenkonfitüre erwärmen, durch ein Sieb streichen und je 2 Plätzchen damit zusammen setzen. Etwas von der restlichen Schokolade auf die Plätzchen spritzen und je eine Walnusshälfte darauf setzen.
  • Schokoladen-Orangen-Kekse: Das Orangeat und die Kuvertüredrops in kleine Stücke haken/schneiden und unter den Teig kneten. Den Teig im Kühlschrank etwas durchkühlen lassen.Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 1 cm Dicke und 7 cm Breite ausrollen. Danach den Teig durchlockern, damit er nicht an der Arbeitsfläche klebt.Anschliessend aus dem teig Streifen zu 2 cm Breite schneiden und diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Kekse auf der mittleren Schiene des vorgeheizten Backofens 10-13 Min. backen.Die Kekse gut auskühlen lassen und erst dann etwa bis zur Hälfte in aufgelöste, temperierte Kuvertüre tunken und auf ein Backpapier absetzen.Anschliessend die Kekse mit etwas gehackten Orangeat bestreuen und die Kuvertüre gut anziehen lassen.

Tipps und Tricks für den perfekten Plätzchenteig

Damit die Plätzchenbäckerei zum vollen Erfolg wird, hier noch einige nützliche Tipps und Tricks:

  • Butter: Für die Zubereitung des Teiges weiche Butter verwenden. So lässt sich der Teig leichter verkneten.
  • Zucker: Du kannst für den Plätzchenteig sowohl Puderzucker, als auch normalen Haushaltszucker verwenden.
  • Kühlen: Der Teig muss erst einmal für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen.
  • Aromen: Um die Plätzchen easypeasy mit herrlichen Aromen zu verfeinern, kannst du dem Teig optional noch ein Päckchen Finesse Weihnachts-Aroma oder aber natürliches Vanille-Aroma hinzufügen.
  • Gleichmäßige Dicke: Damit alle Plätzchen gleich dick sind und dadurch auch gleichmäßig backen sollte ich sie zwischen zwei dünnen Leisten mit einer Höhe von 3 bis 5 mm (je nachdem wie dick meine Plätzchen werden sollen) aus. Der Teig liegt dabei zwischen den Leisten und das Ausrollholz rechts und links auf den Leisten auf. Für Knusprige Plätzchen rolle ich den Teig auf 3mm aus. Für eine mürbere Konsistenz rolle ich ihn auf 5mm aus.
  • Form behalten: Damit die Plätzchen ihre Form beim Backen behalten ist es wichtig, sie vor dem Backen so kühl wie möglich zu lagern. Ich heize meinen Backofen auf 180°C vor und stelle meine ausgestochenen Plätzchen für etwa 10 bis 15 Minuten vor dem Backen in den Kühlschrank. Bei winterlichen Temperaturen kannst du sie beispielsweise auch abgedeckt nach draußen stellen.
  • Backzeit: Beim Backen achte ich darauf, dass meine Plätzchen noch möglichst hell und gleichmäßig gebacken sind. 1-2 Minuten zu lange und die Ränder werden dunkel.
  • Ausgekühlt verarbeiten: Nach dem Backen sollten die Plätzchen vollständig auskühlen bevor du sie weiterverarbeitest, dekorierst und verpackst.
  • Aufbewahrung: In gut schließenden Dosen kannst du die Plätzchen etwa 3 Wochen kühl und trocken aufbewahren.

Dekoration: Das i-Tüpfelchen für die Weihnachtsbäckerei

Die Dekoration ist das i-Tüpfelchen jeder Weihnachtsbäckerei. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob Puderzucker, Schokoglasur, Streusel oder Mandeln - mit den richtigen Deko-Utensilien werden die Plätzchen zu kleinen Kunstwerken.

  • Puderzucker auf den Plätzchen weckt Erinnerungen an weiße Weihnachten.
  • Pistazien, Krokant, Mandeln und Co. sorgen für feine Geschmacksnuancen.
  • Zuckerstreusel setzen farbliche Akzente.
  • Kuvertüre in Schwarz und Weiß verleiht den knusprigen Plätzchen einen zarten Schmelz.
  • Zuckerguss ist und bleibt die Nummer eins. Das Puderzucker-Wasser-Gemisch kann verschiedene Farben, Geschmacksrichtungen annehmen.

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