Plätzchen mit Honig bestreichen: Anleitung, Tipps und Rezepte für perfekte Honigtaler

Weihnachten ist doch einfach Plätzchenzeit! 😍 Es gibt sie in unzähligen Sorten wie Butterplätzchen, Vanillekipferl, Zimtsterne, Lebkuchen, Kokosmakronen und natürlich allen voran Marmeladen-Plätzchen. Wir haben uns diese zum Vorbild genommen, aber uns mal für eine andere „Füllung“ entschieden: wir backen leckere Honigtaler Plätzchen mit selbst gemachtem Bratapfelhonig. 🍯🐝

Warum Honig beim Backen?

Honig ist ein echtes Geschenk der Natur, das jede Menge positive Eigenschaften hat. Es ist nicht nur eines der ältesten Süßungsmittel der Welt, sondern es kommt ganz ohne Zusätze und Veränderungen aus. Obwohl Honig, genau wie Zucker, aus Glucose und Fructose besteht, enthält er auch noch Mineralstoffe, Vitamine, Antioxidantien und Aminosäuren. Honig besteht aus verschiedenen Zuckerarten, hauptsächlich aber aus Einfachzuckern, die im Gegensatz zum Haushaltszucker nicht vom Körper gespalten werden müssen und daher gut verdaulich sind. Außerdem wirkt er sich weniger stark auf den Blutzuckerspiegel aus.

Das flüssige Gold ist auch beim Kochen und Backen eine tolle Alternative zu herkömmlichem Zucker. Durch sein einzigartiges Aroma gibt er Saucen, Suppen, Fleisch und Co. eine besondere Note und bindet die Säure. In Gebäck verleiht er Kuchen, Keksen und Plätzchen eine herrliche Knusprigkeit. Denn Honig neigt beim Erhitzen zum Karamellisieren, sodass die Backwaren schneller braun und von der Konsistenz eher kross werden. Das beste Beispiel sind die weihnachtlichen Honigprinten, für die der karamellisierte Honigcrunch in Form von kleinen Stückchen charakteristisch ist.

Worauf achten beim Ersatz von Zucker durch Honig?

  • Wenn du Zucker gegen Honig austauschen willst, solltest du bei größeren Mengen weniger Flüssigkeit verwenden, denn Honig besteht zu etwa 20 Prozent aus Wasser.
  • Außerdem hat er eine höhere Süßkraft als Zucker, verwende ihn also vorsichtig.
  • Achtung: Honig und Stärke vertragen sich nicht. Denn durch das enthaltene Enzym wird Stärke gespalten. Honig ist also zum Beispiel fürs Puddingkochen eher ungeeignet.

Zutaten für Honigtaler und Bratapfelhonig

Bei unseren Honigtalern wird nicht nur der Teig mit leckerem Rapshonig verfeinert, sondern wir bestreichen sie auch noch mit selbst gemachtem Bratapfelhonig - richtige Goldtaler also!

Zutaten Teig

  • 50 g Mandeln
  • 150 g Mehl
  • 100 g Butter, kalt
  • 40 g Honig (z. B. LieBee Rapshonig)
  • 1 Msp. (Gewürz nach Wahl, z. B. London Mixed Spice)
  • 1 Eigelb

Bratapfelhonig (selbst gemacht)

  • LieBee Rapshonig
  • loser Apple Pie Tea (z. B. Fitvia)
Honigtaler auf Holzuntergrund mit Honigkern

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Bratapfelhonig

  1. LieBee Rapshonig zusammen mit dem losen Apple Pie Tea von Fitvia in einem Topf bei mittlerer Stufe unter Rühren erwärmen, nur ganz kurz köcheln lassen (nicht kochen).
  2. Die Honig-Tee-Mischung für 24-36 Stunden abgedeckt ziehen lassen.
  3. Nach der Ziehzeit die Mischung noch einmal erwärmen, damit der Honig flüssiger wird.
  4. Die Honig-Tee-Mischung anschließend durch ein Sieb abgießen. Dabei bleiben ca. 40-45 g Bratapfelhonig übrig.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Teig und Backen

  1. Für den Teig die Farmer’s Snack Mallorca Mandeln Braun InSalt in einem Mixer fein mahlen.
  2. Mehl zusammen mit den gemahlenen Mandeln, kalter Butter, LieBee Rapshonig, dem London Mixed Spice von Salt & Pumpkin und einem Eigelb rasch mit den Händen zu einem Mürbeteig verkneten.
  3. Den Teig zu einer 4 cm breiten und 18 cm langen Rolle aufrollen und in Frischhaltefolie einwickeln. Für mind. 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen. Dabei die Teigrolle in der Zwischenzeit immer mal wieder im Kühlschrank wenden, damit die Rolle rund bleibt.
  4. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Die gekühlte, feste Teigrolle in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Für 8-10 Minuten backen.
  6. Sofort nach dem Backen über die Hälfte der Plätzchen Puderzucker sieben und die Dekore auflegen. Dabei die Dekore etwas festdrücken, da die Schokolade durch die Hitze etwas weich wird und so am Plätzchen kleben bleibt. Abkühlen lassen.
  7. Die andere Hälfte der Plätzchen herumdrehen und den Bratapfelhonig dünn aufstreichen. Die dekorierten, oberen Plätzchenhälften auf die unteren legen und festdrücken.
  8. Die fertigen Honigtaler mit Backpapier voneinander getrennt in einer Gebäckdose kühl lagern. So halten sie sich 2-3 Wochen.
Schrittweises Aufstreichen von Bratapfelhonig auf Kekse

Varianten und zusätzliche Rezepte mit Honig

Wenn du noch mehr traditionelle Rezepte für dein Weihnachtsfest suchst, probier doch einfach mal unsere Pfeffernüsse mit Zuckerglasur. Die sind auf jeden Fall ein Klassiker und obendrein auch noch einfach gemacht. Für den besonderen Genuss am Weihnachtsfest sorgt dann unser Bratapfel Christstollen. Dieser Bratapfelstollen ist definitiv eine Besonderheit und wird bei deinen Liebsten für Begeisterung sorgen.

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Auch würzige Honigkuchen-Plätzchen sind ein beliebter Klassiker: Honig und Gewürze machen den Teig so würzig und honigsüß fruchtig lecker, dass die Plätzchen gar keine weitere Verzierung mehr brauchen. Pur und unkompliziert, dabei grandios gut - so mag ich Weihnachtsplätzchen.

Rezept: würzige Honigkuchen-Plätzchen (Kurzfassung)

  • 100 g Honig (guter Imkerhonig)
  • 50 g brauner Zucker
  • 1/2 TL Bourbon-Vanillepulver
  • 1 Ei (M)
  • 3 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Margarine oder Butter
  • 300 g Weizenmehl
  • 1 TL Natron

Zubereitung: Honig, Zucker, Vanille, Ei und Gewürze vermischen. Margarine dazu geben. Mehl mit Natron vermischen. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig für mindestens eine halbe Stunde, besser über Nacht, kühlen. Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche etwa 3 mm dünn ausrollen, Plätzchen ausstechen und 15-20 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun werden. Komplett auskühlen lassen und luftdicht aufbewahren.

Verschiedene Honigkekse auf einem Teller

Geling-Tipps für perfekte Honigplätzchen

  1. Weihnachtskekse gleich dick ausstechen: Wenn deine Plätzchen gleich dick sind, werden sie auch alle gleich durch. Fix Ausrollen und eng Abstechen, so dass nicht zu viel Mehl beim Verarbeiten zum Teig dazu kommt.
  2. Die Kekse mit wenig Aufwand schön verzieren: Bei unregelmäßiger Glasur hilft Kaschieren. Schokoguss kann mit Kakao, Zuckerguss mit Staubzucker bestäubt werden. Für den Wow-Effekt kann dem Zuckerguss auch Lebensmittelfarbe beigemengt werden.
  3. Weihnachtskekse bei Umluft oder Heißluft backen: Bei Heißluft verteilt sich die Hitze gleichmäßig im Rohr und die Plätzchen backen gut durch. Solltest du lieber bei Ober- und Unterhitze backen, setz das Blech auf die mittlere Schiene und rechne 20 Grad zur Backtemperatur dazu.
  4. Plätzchen gleich vom Blech holen: Wenn du deine Plätzchen aus dem Ofen holst, solltest du sie sofort mit dem Backpapier vom Blech ziehen. Durch die Restwärme dunkeln sie sonst zu sehr nach.
  5. Nur kalten Keksteig verarbeiten: Plätzchenteig lässt sich am besten kalt verarbeiten. Wenn der Plätzchenteig zu warm ist, können die Kekse beim Backen auseinanderlaufen.
  6. Einen Apfel zu den Keksen legen: Wenn deine Weihnachtskekse erst mal in der Dose hast, kann es passieren, dass sie mit der Zeit hart werden. Apfelspalten in die Dose legen, dann werden die Kekse wieder weich.

Notfalltipps

  • Die Kekse sind angebrannt: Sind die Plätzchen nicht vollständig angekokelt, sondern nur an einigen Stellen schwarz, können die dunklen Stellen vorsichtig mit einem Buttermesser abgeschabt werden. Und gerettet wird mit Glasur: Mit Schoko oder Zucker überzogen, sieht niemand mehr die kleinen Ausbesserungsarbeiten.
  • Kuvertüre oder Zuckerguss haben Klumpen: Bei Kuvertüre hilft Kokosfett: Zugeben und schmelzen lassen. Beim Zuckerguss Masse einfach mit einem Teigschaber oder Spatel durch ein Sieb streichen.
So bestreichst und schichtest du Honigplätzchen: Tutorial

Aufbewahrung

Die fertigen Honigtaler mit Backpapier voneinander getrennt in einer Gebäckdose kühl lagern. So halten sie sich 2-3 Wochen. Honigkuchen-Plätzchen halten sich ebenfalls gut luftdicht verschlossen. Wenn ihr Eure Honigkuchen Plätzchen etwas weicher mögt, lasst ihr sie an der Luft liegen.

Dekorationsideen

Bei mir zaubert einfache Form und etwas Farbe sofort Bienenwaben auf den Tisch: Heute gibt es bei mir deshalb Honig-Kekse, die ich in dieser hippen Hexagon-Keks-Form ausgestochen hab. Ich find sie klasse - mit einfachster Form und etwas Farbe, zaubert man sofort Bienenwaben auf den Tisch. Der Guss ist aus Puderzucker mit etwas gelber Lebensmittelfarbe angerührt. Dafür hab ich drei Farbnuancen angemischt. Den Guss in einen Dekorierstift geben und zuerst eine Linie am Rand der Kekse ziehen. Erst danach die Linie mit Guss füllen. Das verhindert, dass der Guss über den Rand läuft und man bekommt eine schöne gerade Guss-Kante.

Praktische Tabelle: Backzeiten & Temperaturen (Übersicht)

Plätzchenart Temperatur Backzeit Tipp
Honigtaler (Teigrolle, 5 mm) 180 °C Ober-/Unterhitze 8-10 Minuten Sofort Puderzucker auf Hälfte sieben
Würzige Honigkuchen 175 °C Ober-/Unterhitze 15-20 Minuten Ränder goldbraun backen
Ausstecher (3-4 mm) 170 °C Umluft 10 Minuten Auf Backpapier direkt vom Blech ziehen

Viel Spaß beim Ausprobieren! Macht es Euch schön, gemütlich und lecker rund - habt einen ganz tollen Advent und genießt die goldene Süße auf euren Plätzchen.

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