Plätzchen mit braunem Zucker backen – Rezepte und Tipps

Weihnachtszeit ist Plätzchen-Zeit. Brauner Zucker bringt von sich aus Karamellnoten mit - perfekt für Plätzchen, die ohne aufwendige Aromen richtig „weihnachtlich“ wirken. Hier findest du Rezepte, Zubereitungsschritte und praktische Tipps, damit deine Plätzchen mit braunem Zucker aromatisch, saftig und perfekt gelingen.

Warum brauner Zucker für Plätzchen?

Brauner Zucker als Aromaträger: Diamant Brauner Zucker bringt von sich aus Karamellnoten mit - perfekt für Plätzchen, die ohne aufwendige Aromen richtig „weihnachtlich“ wirken. Der kristalline Nektar der Kokosblüte soll den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lassen als weißer Zucker - das ist allerdings nicht vollständig wissenschaftlich belegt. Er enthält außerdem etwas mehr Nährstoffe, ist dafür aber fast genauso kalorienreich. Xylit oder Birkenzucker ist ein Zuckeralkohol. Er liefert circa 40 Prozent weniger Kalorien als Haushaltszucker und kann sogar Karies reduzieren.

Grundrezept: Braune Sandplätzchen

Braune Sandplätzchen sind einfache, aber sehr aromatische Kekse: Aus Mehl, Diamant Brauner Zucker, Butter, Ei, Salz und Muskatblüte entsteht ein Teig, der nach dem Kühlen ausgerollt, ausgestochen, mit Milch bestrichen und mit Diamant Hagelzucker und Zimt bestreut wird. Im vorgeheizten Backofen bei Ober-/Unterhitze 180 °C (Umluft 160 °C) ca. backen.

Zutaten (typisch für 2 Bleche)

  • Mehl
  • Diamant Brauner Zucker
  • Butter
  • Ei
  • Salz
  • Muskatblüte
  • Milch zum Bestreichen
  • Diamant Hagelzucker und Zimt zum Bestreuen

Zubereitungsschritte

  1. Aus Mehl, Diamant Brauner Zucker, Butter, Ei, Salz und Muskatblüte einen Teig herstellen.
  2. Den Teig kühlen; die Kühlzeit hilft, saubere Konturen beim Ausstechen zu bekommen - besonders bei gezackten Ausstechern lohnt sich das.
  3. Teig ausrollen, ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  4. Mit Milch bestreichen, mit Hagelzucker und Zimt bestreuen.
  5. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 160 °C) backen; herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Braune Sandplätzchen auf einem Teller mit Hagelzucker

Alternative Süßungsmittel und gesündere Varianten

Am einfachsten ist es, weniger Zucker zu verwenden als im Original-Rezept angegeben. Gerade süße Weihnachts-Plätzchen werden meist mit sehr viel Zucker gebacken. Kalorien sparen lässt sich auch mit Zuckeralternativen. Mögliche Alternativen zu Haushaltszucker sind Kokosblütenzucker oder der Birkenzucker Xylit. Dazu kann man die angegebene Zuckermenge einfach eins zu eins austauschen. Bei Stevia muss man etwas vorsichtiger sein. Denn es ist wesentlich süßer als Zucker und kann in zu großen Mengen bitter schmecken.

Agavensirup besteht anders als Haushaltszucker vor allem aus Fruktose. Die führt im Vergleich zu Glukose zu einer geringeren Insulinausschüttung, kann aber in großen Mengen der Leber schaden. Als reines Naturprodukt enthält Ahornsirup im Gegensatz zum Haushaltszucker wertvolle Mineralstoffe. Allerdings stimuliert er die Insulinausschüttung genauso stark wie normaler Zucker - was eine geringere Fettverbrennung und mehr Hunger zur Folge hat.

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Fett reduzieren: Alternativen zur Butter

Viel Fett, aber verdammt lecker: Butter ist in den meisten Rezepten für Kekse und Plätzchen eine Basiszutat. Aber es gibt mehrere Möglichkeiten, zu tricksen. Mit Halbfettbutter können Sie bei vielen Keksen Kalorien sparen. Etwas anspruchsvoller ist es, Apfelmus statt Butter zu verwenden. Das sorgt für einen geschmeidigen Teig. Es hat beim Backen wenig Eigengeschmack, aber eine eigene Süße. Daher können Sie gleichzeitig auch weniger Zucker als im Original-Rezept verwenden.

Zum Ausprobieren einfach einen Teil des Fettes durch Apfelmus ersetzen. Fortgeschrittene verzichten ganz auf Butter und setzen nur auf Apfelmus. Auch eine zerdrückte Banane kann einen Teil des Fettes im Rezept ersetzen. Leichter ist es bei Kuchen aus Rührteig. Hier können Sie auch Quark oder Joghurt verwenden. Oder flüssiges Pflanzenöl.

Varianten mit Vollkorn und Nüssen

Wer weniger leere Kohlenhydrate in seiner Weihnachtsbäckerei haben will, kann klassisches Weizenmehl auf verschiedene Art umgehen. Weizen- oder Dinkelvollkornmehl kann man normalerweise eins zu eins statt weißem Mehl verwenden. Dinkelvollkornmehl schmeckt leicht nussig und passt daher hervorragend zu Nuss-Plätzchen. Inzwischen sind die Supermarktregale auch voll mit Kokosmehl, Maismehl, Mandelmehl und anderen Low-Carb-Varianten.

Die Mandelmasse nach und nach unterrühren bis ein glatter Teig entsteht. Für Vollkorn-Butterplätzchen oder Vollkorn-Früchteplätzchen ist das Ergebnis oft saftig und aromatisch statt knusprig. Wunderbar aromatische Trockenfrüchte treffen auf leicht nussiges Dinkelvollkornmehl und Mandeln.

Ausgerollter Vollkornteig mit Nüssen und Trockenfrüchten

Praktische Tipps zur Teigbereitung und Backtechnik

  • Butter - verwende am besten kalte Butter, die du in kleine Würfel schneidest und sie mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeitest.
  • Eier - du benötigst häufig nur das Eigelb; überlege dir vorher, was du mit dem Eiweiß backen kannst. Wenn du nicht genug Zeit hast, kannst du das Eiweiß auch ca. 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.
  • Vanillezucker - für den wunderbaren Vanillegeschmack solltest du mit Vanillezucker nicht geizen.
  • Puderzucker - für manchen besonderen Zauber werden Kekse abschließend in Puderzucker gewälzt.
  • Teigkälte nutzen: Die Kühlzeit hilft, saubere Konturen beim Ausstechen zu bekommen - besonders bei gezackten Ausstechern lohnt sich das.
  • Teig in Portionen teilen: Teile den Teig in 3 Portionen, forme ihn zu Kugeln und lege diese in Frischhaltefolie gewickelt für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank.

Formen, Portionieren und Backen

Anschließend kannst du aus dem Teig ca. 1-2 cm dicke Würste formen, diese mit dem Messer in 2-3 cm breite Stücke schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die kleinen Teigstücke gehen nicht weiter auf, es muss somit kein großer Abstand eingehalten werden. Backe die Plätzchen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 12-15 Minuten und lasse sie anschließend auf einem Kuchengitter abkühlen.

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Um den Teig zu kühlen, wickle ich ihn in Frischhaltefolie. Tipp einer Leserin (habe ich selbst noch nicht versucht): Die gekühlten Teigrollen auf ein Backofengitter legen und mit einem breiten Messer oder Pfannenwender einfach durchdrücken.

Besondere Finishs: Puderzucker, Hagelzucker und Schokolade

Nach dem Backen, wenn sie abgekühlt sind, werden manche Buttergebäcke in Puderzucker gewälzt und bekommen dadurch ihren ganz besonderen Charme. Hagelzucker sorgt für Biss auf der Oberfläche - ideal, wenn du Plätzchen magst, die nicht nur sandig-mürbe, sondern auch leicht knusprig sind. Wer mag, kann beim Servieren noch eine Spur mehr Zimt über die Plätzchen geben.

Plätzchen im Puderzucker-Winterkleid

Rezepte für weitere Varianten (Auszüge und Ideen)

Dark Chocolate Kisses: Allerfeinste Schokoladen-Plätzchen, die auf der Zunge zergehen. Mit ihrem Schokoladenkern sind sie ein Traum. Das Mehl mit Speisestärke, Zimt, Puderzucker, Kakaopulver und dem Vanilleschotenmark vermischen. Die Butter in kleine Stücke schneiden und mit den Kakaobohnensplittern hinzugeben. Erst mit den Knethaken, anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Aus dem Teig haselnussgroße Kugeln formen, eine Mulde eindrücken und nach dem Backen mit temperierter Zartbitter-Kuvertüre füllen.

Kokosmakronen mal anders: Anstelle des klassischen Rezepts auf Oblaten gibt es vegane Makronen mit Trockenfrüchten und Amaranth. Die Trockenfrüchte hacken und mit den Kokosflocken mischen, ein bis zwei Esslöffel Zitronensaft geben und dann backen.

Zuckerfreie Ausstechplätzchen: Gesund, weil sie kein Weißmehl enthalten und auf raffinierten Zucker verzichten. Die Datteln zerkleinern, bis ein klebriges Mus entsteht. Dann werden alle Zutaten zusammengemischt und zu einem Mürbteig verarbeitet, der kurz kalt gestellt wird. Ausstechen, mit Eiweiß oder Hafermilch bestreichen und backen.

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Aufbewahrung und Haltbarkeit

Bewahre die Plätzchen In einer Keksdose auf, so halten diese sich mehrere Tage. In einer Dose halten die Kekse 3-4 Tage, alternativ kannst du sie einfrieren. Viele Rezepte enthalten Hinweise zur Haltbarkeit und Aufbewahrung; gelesenes beachten hilft, dass die Plätzchen frisch bleiben.

Serviervorschläge und Geschenkideen

Serviere Braune Sandplätzchen auf dem Plätzchenteller, als Begleitgebäck zu Kaffee oder Tee oder in einer Dose hübsch verpackt als essbares Mitbringsel. Und um das Keks-Glück perfekt zu machen, findet man oft wunderhübsche Anregungen, um die Keks-Kreationen kreativ zu verpacken.

Demonstration: Ausstechen, Backen und Puderzucker-Finish

Tabelle: Schnellvergleich Süßungsmittel

SüßungsmittelEigenschaftHinweis
HaushaltszuckerNeutral, hohe SüßkraftStandard für Plätzchen
Brauner ZuckerKaramellnotenIdeal für weihnachtliches Aroma
KokosblütenzuckerEtwas mehr NährstoffeFast gleich kalorienreich wie Zucker
Xylit (Birkenzucker)Weniger KalorienKariesreduzierend, Eins-zu-eins Ersatz möglich
SteviaSehr süß, kalorienfreiVorsichtig dosieren, kann bitter werden
Agavensirup / AhornsirupFlüssig, aromatischTeig ggf. anpassen wegen Feuchtigkeit

Letzte Tipps aus erprobter Praxis

  • Um einen besonders geschmeidigen Teig zu erhalten, kannst du zum Schluss mit den Händen weiter kneten.
  • Die kleinen Teigstücke gehen nicht weiter auf, es muss somit kein großer Abstand eingehalten werden.
  • Erst wenn die kleinen Kekse fast abgekühlt sind, diese im Puderzucker rundherum wälzen.
  • Wer besondere Aromen mag, probiert Muskatblüte in Kombination mit Zimt oder eine Prise Tonkabohne.

Wenn du also noch auf der Suche nach köstlichen Weihnachtskeksen für die Adventszeit bist, dann lege ich dir Plätzchen mit braunem Zucker wärmstens ans Herz: aromatisch, einfach zuzubereiten und vielseitig variierbar.

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