Rezept: Pistazien-Pudding-Plätzchen – zart, mürbe, unwiderstehlich
Na, hast du schon geplant, welche Plätzchen du in diesem Jahr backen wirst? Wenn du auf einfach gemachte Plätzchen mit herrlich mürbem Teig stehst, musst du unbedingt meine Pistazien Plätzchen ausprobieren. Das ist ein tolles Rezept, dass nicht nur an Weihnachten gut schmeckt. Ich mag Pistazien total gerne und wollte unbedingt Plätzchen damit backen. Nach einigem Tüfteln sind diese Pistazien Plätzchen entstanden, die ich in meinem Plätzchen-Repertoire nicht mehr missen möchte. Und das beste - sie machen kaum Arbeit!
Warum dieses Rezept? Vorteile auf einen Blick
- Der Teig ist im Handumdrehen zubereitet und die Plätzchen werden nur von der Teigrolle geschnitten.
- Für meine weihnachtlichen Plätzchen brauchst du nur sechs Zutaten und wenn du viel backst, hast du das meiste davon ohnehin in der Backschublade vorrätig.
- Bei der Zubereitung der Plätzchen kann wirklich nichts schiefgehen. Das ist ein total gelingsicheres Rezept, auch für Backanfänger.
- Der Teig kann ein paar Tage im Kühlschrank lagern - so lässt sich der Plätzchenteig wunderbar vorbereiten.
Zutaten (ca. 3 Bleche)
| Für den Teig | Menge |
|---|---|
| grüne Pistazien, ungesalzen, geschält | 100 g |
| gemahlene Mandeln | 100 g |
| Mehl (Weizen, Typ 405) | 200 g |
| Butter, zimmerwarm | 170-180 g |
| Zucker (z. B. Puderzucker oder feiner Kristallzucker) | 125 g / 80 g je nach Variante |
| Vanilleextrakt oder 1 Pck. Vanillezucker | 1 TL / 1 Pck. |
| Vanillepuddingpulver (optional Variante) | 1 Pck. (37 g) - optional für Puddingplätzchen |
| etwas Salz | nach Bedarf (bei gesalzenen Pistazien entsprechend reduzieren) |
| Für die Dekoration | Menge |
| weiße oder Zartbitterkuvertüre | 150-200 g |
| gehackte Pistazien | ca. 30-50 g |
| Pistaziencreme (zum Füllen, optional) | nach Bedarf |
Vorbereitung: Pistazien mahlen und Teig herstellen
Bevor du mit dem eigentlichen Teig beginnst, müssen die Pistazien zerkleinert werden. Häcksle oder mahle die Pistazien entsprechend fein. Das funktioniert am besten in einem Mixer oder einer Küchenmaschine. Zerkleinere sie in kurzen Intervallen (Pulse-Funktion), bis sie fein gemahlen sind. Achte darauf, dass du nicht zu lange mixt - sonst wird aus den Pistazien durch den hohen Fettgehalt schnell eine Paste. Alternativ mit dem Messer sehr, sehr, sehr fein hacken.
Mehl, Puderzucker, Puddingpulver und Vanillezucker in einer Schüssel mischen. Die weiche Butter zugeben und rasch zu einem glatten Teig kneten. Gib die zerkleinerten Pistazien dann zusammen mit den restlichen Zutaten in eine Rührschüssel und verknete sie zu einem homogenen Plätzchenteig. Die Reihenfolge der Zutaten ist in diesem Rezept nicht entscheidend. Optional kannst du noch ein paar Tropfen Bittermandelaroma in den Teig geben.
Teig kühlen und formen
Schlage den Teig in Frischhaltefolie ein und stelle ihn für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Du kannst den Teig auch über Nacht oder bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Forme den Teig zu einer flachen Scheibe - so kühlt er schneller und gleichmäßiger durch. Wenn du die „Rollen“-Methode bevorzugst: Eine lange Bahn Frischhaltefolie (ca. 40 cm) ausrollen und die Hälfte des Teiges darauf verteilen. Den Teig mit Hilfe der Folie zu einer gleichmäßigen Rolle formen (ca. 30 cm lang). Enden straff zwirbeln. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren. Die Teigrollen für mindestens eine Stunde im Kühlschrank kühlen. Über Nacht ist auch kein Problem.
Ausstechen oder schneiden: zwei Varianten
Variante „Von der Rolle“: Der Teig wird einfach zu einer Rolle geformt und später in Scheiben geschnitten. Den Teig in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand auf das Backblech legen. Für ca. 15-20 Minuten backen, je nach Dicke. Die Plätzchen sollten am Rand leicht Farbe bekommen, dann sind sie fertig.
Lesen Sie auch: Exotische Schokolade mit Pistazien
Variante „Ausstechen“: Arbeitsfläche und Nudelholz mit etwas Mehl bestäuben und den Teig etwa 4-5 mm dick ausrollen. Beliebige Formen ausstechen. Am einfachsten lassen sich die Plätzchen mit einem speziellen Plätzchenausstecher für Spitzbuben bzw. Linzer Plätzchen ausstechen. Alternativ kannst du das Loch beispielsweise auch mit einer Spritztülle ausstechen. Lege die ausgestochenen Plätzchen auf das vorbereitete Backblech und backe sie auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen für etwa 7-12 Minuten (je nach Ofen und Größe). Erkennst du erste gelb-goldene Verfärbungen an den Rändern, kannst du sie direkt aus dem Ofen holen.
Backen und Abkühlen
Backofen: je nach Variante 160-175 °C (Ober-/Unterhitze 160-180 °C bzw. Umluft 170-175 °C). Blech mit Backpapier auslegen. Die Pistazien Plätzchen sollten nur am Rand ganz leicht goldbraun werden. Lieber etwas zu kurz als zu lange backen - sie härten beim Abkühlen noch nach! Die Plätzchen kurz auf dem Backblech abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter setzen zum vollständigen Abkühlen. Ganz wichtig - das Auskühlen: Lass die Plätzchen unbedingt vollständig auf dem Backblech auskühlen, ohne sie zu bewegen! In den ersten Minuten nach dem Backen sind sie noch sehr weich und brechen extrem leicht.
Füllen & Dekorieren
Schmelze die weiße Kuvertüre fein gehackt über einem Wasserbad. Zwei Drittel der Kuvertüre über dem Wasserbad bei maximal 45 °C schmelzen, dann das restliche Drittel unterrühren („Impfen“), um die richtige Arbeitskonsistenz zu erhalten. Die Pistazien-Plätzchen entweder zur Hälfte in die geschmolzene Kuvertüre tauchen, abtropfen lassen und auf Backpapier legen. Oder aber mit Schokolade besprenkeln. Vor dem Trocknen die Schokolade mit den gehackten Pistazien bestreuen. Bestreiche die Unterseite der Kekse großzügig mit der Pistaziencreme und drücke den verzierten Deckel vorsichtig darauf.
Während die Pistazien-Plätzchen abkühlen wird aus Puderzucker und Zitronensaft ein zähflüssiger Zuckerguss angerührt. Den Zitronensaft tröpfchenweise zuführen, bis eine zähe Masse entsteht. Ein weiteres Deko-Element: Etwas Zitronenabrieb im Teig sorgt für Frische - die Zitronenschale reibst du am besten direkt in den Zucker und reibst die Schale mit deinen Fingerspitzen richtig in den Zucker rein, um ihn zu aromatisieren.
Tipps, Varianten und Austausch von Zutaten
- Pistazien: Ich habe für meine Pistazien-Kekse eine Kombination aus gemahlenen Pistazien und Mandeln verwendet. Du kannst die gemahlenen Mandeln ebenso durch Haselnüsse ersetzen oder ausschließlich Pistazien verwenden.
- Butter: Statt der Butter kannst du auch eine pflanzliche Margarine verwenden. Achte allerdings darauf, dass sie zum Backen geeignet ist.
- Vanille: Statt Vanilleextrakt kannst du Vanillezucker oder das Mark einer frischen Vanilleschote verwenden. Eine weitere Alternative ist gemahlene Tonkabohne.
- Kuvertüre: Weiße Kuvertüre verleiht den Plätzchen einen tollen Look; du kannst sie aber auch weglassen, durch Zuckerguss oder dunkle Kuvertüre ersetzen oder die Plätzchen einfach mit Puderzucker bestäuben.
- Füllung: Pistaziencreme eignet sich besser als Pistazienpaste für die Füllung, weil sie süßer, cremiger und streichfähiger ist. Wenn du aber eine kräftigere, nussigere Note möchtest, kannst du einen Teelöffel Pistazienpaste zusätzlich unterrühren.
- Farbige Varianten: Verwende statt Vanillepuddingpulver Erdbeer-, Pistazien- oder Schokoladenpudding oder färbe den Teig mit Matcha bzw. Rote-Rüben-Saft - natürliche Zutaten können aber den Geschmack leicht verändern.
Praktische Hinweise & FAQs
- Warum ist das Kühlen so wichtig? Du kannst den Teig auch über Nacht oder bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Das Kühlen macht den Teig fester und einfacher zu verarbeiten.
- Welche Stärke? Eine Stärke von ca. 4 mm ist für ausgestochene Plätzchen ideal; bei Rollen etwa 0,5 cm Scheiben schneiden.
- Kann ich gesalzene Pistazien verwenden? Für den Teig empfehle ich ungesalzene Pistazien. Für die Dekoration sind gesalzene Pistazien hingegen perfekt.
- Warum werden meine Plätzchen nicht mürbe? Der häufigste Grund: zu lange geknetet oder zu warm verarbeitet.
- Kann ich die Plätzchen einfrieren? Ja! Ungefüllt lassen sie sich wunderbar einfrieren. Vor dem Füllen auftauen und kurz im Ofen auffrischen.
- Wie lange halten sie? Kühl und trocken gelagert halten sich die Pistazien Plätzchen problemlos 3-4 Wochen. Am besten in einer luftdichten Blechdose aufbewahren.
Schritt-für-Schritt-Anleitung kompakt
- Pistazien fein mahlen, nicht zu lange mixten.
- Mehl, Zucker, Puddingpulver/Vanille mischen, Butter zugeben und schnell zu Teig kneten.
- Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1-24 Stunden kühlen.
- Entweder Rolle formen und in 0,5 cm Scheiben schneiden oder Teig ausrollen und ausstechen (4-5 mm).
- Bei 160-175 °C backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind; auf dem Blech vollständig auskühlen lassen.
- Mit Kuvertüre dekorieren, mit Pistazien bestreuen und ggf. mit Pistaziencreme füllen.
Diese gefüllten Pistazien Plätzchen mit Pistaziencreme sind das perfekte Weihnachtsgebäck für alle Pistazien-Fans! Zarter Mürbeteig, feine Zitronennote und eine cremige Füllung aus Pistaziencreme machen sie zu einem echten Highlight auf dem Plätzchenteller. Für mich sind sie der perfekte Mix aus klassisch und edel - genau die Art von Plätzchen, die nach ein bisschen italienischem Dolce Vita schmecken, aber trotzdem super einfach gemacht sind.
Lesen Sie auch: Genussvolle Weihnachtsplätzchen: Sallys Rezept
Die feinen Kekse mit Pistazien eignen sich auch perfekt als kleines Geschenk oder Mitbringsel - vorausgesetzt du möchtest sie überhaupt teilen. Diese zarten Pistazien Plätzchen sind ein absolutes Highlight auf jedem Plätzchenteller. Sie schmelzen förmlich auf der Zunge und haben einen feinen, nussigen Geschmack.
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Schau dir auch gerne mal die unheimlich leckeren Mandelhörnchen an oder meine selbstgemachten Rumkugeln.
Lesen Sie auch: Pistaziendesserts: Einfache Rezepte
tags: #Rezept #Pistazien #Pudding #Plätzchen


