Physalis Marmelade: Einfaches Rezept und viele Tipps
Die Physalis, auch als Andenbeere oder Kapstachelbeere bekannt, bringt eine besondere Exotik auf den Frühstückstisch. Ihr süß-säuerlicher Geschmack erinnert ein wenig an Stachelbeeren, ist dabei aber eigenständig und besonders. In dieser Anleitung erfährst du, wie du eine köstliche Physalis Marmelade einfach zuhause zubereiten kannst - und warum sie weit mehr ist als nur hübsche Dekoration am Glasrand.
Physalis: Herkunft, Geschmack und Besonderheiten
Das Gewächs gehört, wie seine Verwandten die Tomaten, Kartoffeln und Paprika, zur Familie der Nachtschattengewächse. Typisch für diese Pflanzengruppe ist, dass die unreifen, grünen Früchte Solanin enthalten. Dieses baut sich während des Reifeprozesses ab.
Die kleinen, gelben Beeren eignen sich keinesfalls nur zum Garnieren und Aufhübschen von Speisen! Sie machen sich roh gut im Müsli, Obstsalat, als Cocktaildeko oder direkt als Snack vom Strauch. Ihr ungewöhnlicher Geschmack bringt einfach Abwechslung auf den Frühstückstisch.
Reife und Lagerung der Physalis
Reife Physalisfrüchte erkennst Du ganz einfach an ihrem aromatischen Duft und der satten goldgelben Farbe. Ein weiteres Indiz ist die vertrocknete, braun gewordenen Kapselhülle. Die Erntezeit beginnt bei mir im Garten meist erst ab Ende August und erstreckt sich bis in den Oktober hinein. Da immer nur wenige Stück auf einmal gepflückt werden können, sammle ich sie bis zur weiteren Verarbeitung im Tiefkühler.
Wenn Du sie im Supermarkt kaufst, stellt sich die Frage nach der Reife eher weniger. Da sie aber das ganze Jahr über erhältlich sind, kann die eigene Ernte bei Bedarf mit gekaufter Ware ergänzt werden.
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Zutaten für Physalis Marmelade
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Physalis (ohne Hüllblätter) | 500 g |
| Gelierzucker 2:1 | 250 g |
| Zitronensaft | 1 EL |
| Minze (optional) | 3 Zweige |
Für eine aromatische Variante können zusätzlich Mandarinen mit Saft, Vanille-Extrakt, eine Zimtstange oder Orangenlikör verwendet werden.
Physalis Marmelade: Schritt-für-Schritt Rezept
- Die Physalis halbieren oder vierteln und dabei ggf. harte Stielreste entfernen.
- Mit einem Schuss Zitronensaft in einem Topf mit Deckel auf niedriger Stufe weich köcheln lassen und anschließend pürieren.
- Den Gelierzucker zum Fruchtmus geben und aufkochen. Die Einkochzeit beginnt, sobald die Physalis Marmelade sprudelnd kocht.
- Vier Minuten lang blubbernd abkochen, dabei gelegentlich umrühren.
- Stockt sie nach kurzem Abkühlen auf dem Löffel, ist die Gelierprobe bestanden.
- Nun kann die Marmelade randvoll in zuvor sterilisierte Gläser gefüllt werden. Gut verschließen und für länger haltbare Marmelade 15 Minuten bei 100°C unter Dampf einkochen.
- Gläser für ein Vakuum nach dem Abfüllen auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.
Tipps und Hinweise zur Herstellung
- Die kleinen Kerne der Physalis sind weich und stören beim Essen überhaupt nicht.
- Wenn Du besonders feine Konfitüre bevorzugst, kannst Du das Fruchtmus durch ein Sieb streichen - notwendig ist das aber nicht.
- Gelierzucker 2:1 ist ideal für den frische, leicht säuerlichen Geschmack der Physalis.
- Die Marmelade ist (bei gutem Vakuum) mindestens ein Jahr haltbar.
- Hat sich Schimmel gebildet, ist diese umgehend zu entsorgen. Nur die oberste Schicht abzukratzen ist gesundheitlich bedenklich.
Weitere köstliche Einmachideen
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- Exotic-Marmelade mit Josta und Johannisbeeren
- Banane-Orangen-Marmelade
- Konfitüre: Aronia mit Apfel oder Himbeere
- Wassermelonengelee mit Minze
- Pfirsich mit Vanille und Zimt
- Apfel-Zucchini mit Minze
- Nektarine mit Cranberrys
- Kirsch-Mirabelle mit Mandellikör
Dieses Rezept für eine köstliche Physalis Marmelade ist überhaupt nicht schwer nachzukochen. Ihr erfrischender Geschmack sorgt für einen tollen Start in den Tag. Das Ergebnis ist richtig gut und deswegen muss ich es unbedingt mit euch teilen.
Beim Essen und Trinken kommen die Leut’ zsam heißt es bei uns in Österreich. Teile das Rezept mit Familie und Freunden!
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