Philadelphia mit Milka Schokoaufstrich: Eine Analyse der Inhaltsstoffe und Alternativen

Die Verlockung von Süßem begleitet uns von Kindheit an. Philadelphia mit Milka verspricht, diese Sehnsucht mit einer Kombination aus Frischkäse und Alpenmilchschokolade zu stillen. Doch was steckt wirklich in diesem Aufstrich, und welche Alternativen gibt es für Nussallergiker oder gesundheitsbewusste Verbraucher?

Die Zutatenliste unter der Lupe

Ein Blick auf die Zutatenliste von Philadelphia mit Milka offenbart eine komplexe Zusammensetzung:

  • FRISCHKÄSE der Rahmstufe: Macht fast die Hälfte des Produkts aus. Philadelphia hat die Marke für einen Frischkäse registrieren lassen, was nicht verwunderlich ist.
  • Zucker: Mit 36 g pro 100 g macht Zucker einen erheblichen Teil des Produkts aus (36 %). Er ist deutlich sensorisch wahrnehmbar und trägt zur Süße des Aufstrichs bei.
  • Molkenerzeugnisse (aus MILCH): Molkenerzeugnisse sind in Schokolade eher selten, wo normalerweise Vollmilchpulver eingesetzt wird. Hier dürften dem Frischkäse zusätzliche Molkenerzeugnisse zugesetzt worden sein. Sie bestehen hauptsächlich aus Wasser, Laktose und Mineralstoffen, die getrocknet die Molke ergeben. In der Lebensmittelindustrie dienen sie als preiswerter Füllstoff.
  • Kakaobutter: Der wertvollste Bestandteil der Schokolade, der das Fett enthält. Sie schmilzt bei Körpertemperatur und sorgt für ein angenehmes Mundgefühl.
  • MAGERMILCHPULVER: Eine kostengünstigere Alternative zu Vollmilchpulver.
  • Kakaomasse: Der dunkle Hauptbestandteil der Schokolade.
  • Fettarmes Kakaopulver: Ungewöhnlich für Schokolade, wird eher in Getränken oder als Backzutat verwendet.
  • Süssmolkenpulver (aus MILCH): Eine weitere Variation der Molkenprodukte, gewonnen bei der Käseherstellung durch Labgerinnung.
  • BUTTERREINFETT: Eine typische Zutat in Schokolade, die für Festigkeit sorgt.
  • Emulgatoren [Lecithine (enthalten SOJA)]: Verbinden die verschiedenen Phasen (Fett, Frischkäse, Kakaopulver, Milcherzeugnisse). Sojalecithin ist ein natürlicher Emulgator aus Sojabohnen.
  • Verdickungsmittel (Guarkernmehl, Carrageen): Sorgen für die Viskosität der Masse und verhindern das Entmischen der Zutaten. Carrageen wird auch Trinkschokolade zugesetzt, um das Absetzen von Kakaopulver zu verhindern.
  • Säuerungsmittel (Citronensäure):
  • Aroma: Da der Schokoladenanteil nur 22 % beträgt, werden wahrscheinlich künstliche Aromastoffe zugesetzt, um ein vollwertiges Aroma zu erzielen.
  • Speisesalz: Wird Frischkäse zugesetzt, um ihn geschmacklich abzurunden.

Auffällig ist der niedrige Fettgehalt von nur 13 %, was darauf hindeutet, dass anstelle von Schokolade fettarmes Kakaopulver verwendet wurde. Der Ballaststoffgehalt von 1,3 % deutet auf einen Zusatz von etwa 4 % Kakaopulver hin. Der hohe Zuckerzusatz lässt ebenfalls darauf schließen, dass es sich nicht um eine reine Mischung aus Frischkäse und Schokolade handelt. Stattdessen wurden Milchprodukte, Zucker, Verdickungsmittel und Emulgatoren verwendet, um eine stabile und streichfähige Creme zu erhalten.

Sensorischer Eindruck und Verwendung

Trotz der komplexen Zutatenliste kann der sensorische Eindruck durchaus positiv sein. Der Schokoladengeschmack ist deutlich spürbar, aber nicht so intensiv wie bei einer reinen Schokoladencreme. Die säuerliche Note des Frischkäses ist ebenfalls erkennbar. Der Aufstrich lässt sich leicht verteilen, auch direkt aus dem Kühlschrank.

Eine Dose mit 175 g reicht für etwa acht Scheiben Brot. Der Energiegehalt ist geringer als bei Nutella (2284 kJ/100 g).

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Alternativen für Nussallergiker und Gesundheitsbewusste

Für Nussallergiker stellt sich die Frage nach geeigneten Alternativen zu Nuss-Nougat-Cremes. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Optionen:

  • Nussfreie Schokoaufstriche: Im spezialisierten Allergiker-Onlineshop sind nussfreie Schokoaufstriche erhältlich, z.B. von Plamil Foods (So free dunkel und So free Milchschokolade) oder Dammenberg (Hafer & Kakao-Aufstrich).
  • Vegane Alternativen: Vegane Schokoaufstriche eignen sich auch für Milcheiweiß-Allergiker.
  • Selbstgemachte Alternativen: Es gibt zahlreiche Rezepte für selbstgemachte nussfreie Schokoaufstriche.
  • Andere süße Alternativen: Anstelle von Schokoaufstrich können auch andere süße Alternativen wie Honig, Marmelade oder Fruchtaufstriche verwendet werden.

Auch für Verbraucher, die auf eine ausgewogene Ernährung achten, gibt es Alternativen zu herkömmlichen Schokoaufstrichen:

  • Zuckerreduzierte Aufstriche: Einige Hersteller bieten Schokoaufstriche mit reduziertem Zuckergehalt an, z.B. Nu+cao Spread oder Foodspring Protein Cream.
  • Aufstriche mit natürlichen Süßungsmitteln: Anstelle von raffiniertem Zucker werden natürliche Süßungsmittel wie Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft verwendet, z.B. bei Lini's Bites oder dm Bio Kokos Schoko Aufstrich.
  • Aufstriche mit hohem Nussanteil: Einige Aufstriche zeichnen sich durch einen besonders hohen Nussanteil aus, z.B. Oatsome Feelgood Spread (70% Haselnüsse).
  • Palmölfreie Aufstriche: Viele Hersteller verzichten mittlerweile auf Palmöl, z.B. Nocciolata von Rigoni di Asagio oder Haselherz.

ÖKO-TEST Bewertung und Kritik an Inhaltsstoffen

ÖKO-TEST hat 21 Nuss-Nougat-Cremes getestet und sowohl Nutella als auch Milka mit der Note "ungenügend" bewertet. Kritisiert wurden unter anderem das künstliche Aroma und der leicht erhöhte Mineralölwert. Nur zwei Aufstriche erhielten die Note "gut".

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