Pepsi Max: Inhaltsstoffe und Herstellung im Detail

Pepsi Max ist eine zuckerfreie, kalorienarme Cola von PepsiCo, die in Deutschland und der gesamten Europäischen Union weit verbreitet ist. Das Getränk wird als koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Süßungsmitteln vermarktet und enthält klassischerweise Wasser, Kohlensäure, Farbstoff Zuckerkulör (E150d), die Süßstoffe Aspartam und Acesulfam-K, die Säuerungsmittel Phosphorsäure und Zitronensäure, den Säureregulator Natriumcitrat sowie Aroma mit Koffein.

Pepsi Max Flasche mit Zutatenliste nahe einer Nährwerttabelle

Die Hauptbestandteile von Pepsi Max

  • Wasser: Grundbestandteil und Träger aller weiteren Inhaltsstoffe.
  • Kohlensäure (CO2): Kohlendioxid oder Kohlenstoffdioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. Es ist ein unbrennbares, saures und farbloses Gas, das sich gut in Wasser löst. Im Zusammenhang mit kohlensäurehaltigen Getränken wird es umgangssprachlich oft als „Kohlensäure“ bezeichnet. CO2 ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Kohlenstoffzyklus.
  • Zuckerkulör (E150d): Als Zuckerkulör wird die Mischung brauner bis schwarzer Farbstoffe bezeichnet, die entsteht, wenn Zucker bzw. Stärke unter Einsatz von reaktionsbeschleunigenden Chemikalien stark erhitzt werden. Zuckerkulör ist wasser- und alkohollöslich sowie gegen Hitze und Licht stabil. Die jeweiligen Reaktionsbeschleuniger (wie Sulfit- und Ammoniumverbindungen) sind das Unterscheidungsmerkmal für verschiedene Zuckerkulöre. Im Falle der Ammoniumsulfit-Zuckerkulör kommen Sulfit- und Ammoniumverbindungen zum Einsatz. Zuckerkulör schmeckt bitter und riecht verbrannt.
  • Süßstoffe Aspartam und Acesulfam-K: Aspartam besteht aus den beiden Eiweißbausteinen Asparaginsäure und Phenylalanin. Die weißen Kristalle schmecken etwa 200-mal süßer als Haushaltszucker, sind jedoch bei großer Hitze und in Gegenwart von Säuren nicht stabil. Aspartam wird durch chemische Reaktion aus Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol hergestellt.
    Acesulfam-K ist ein synthetischer, hitzebeständiger Süßstoff. Die weißen Acesulfam-K Kristalle sind von intensiv süßem Geschmack, der auch beim Kochen und Backen stabil bleibt. Acesulfam-K ist etwa 200 mal süßer als Haushaltszucker und wird vom Körper nicht verstoffwechselt, sondern unverändert ausgeschieden.
  • Säuerungsmittel Phosphorsäure: Die Phosphor- oder Orthophosphorsäure ist die wichtigste Sauerstoffsäure des Phosphors und eine der wichtigsten anorganischen Säuren. Sie schmeckt rein sauer und wird aus phosphathaltigen Mineralien (Apatiten) gewonnen. Ihre Salze und Ester heißen Phosphate. Phosphorsäure kann die Aufnahme von Calcium, Magnesium und Eisen im Körper behindern.
  • Säuerungsmittel Citronensäure: Citronensäure ist Bestandteil jeder lebenden Zelle und wird biotechnologisch mit Hilfe von Mikroorganismen, insbesondere des Schimmelpilzes Aspergillus niger, hergestellt. Als Nährmedium dienen Glucose oder Melasse. Citronensäure kann Zahnschäden bei Kindern und Erwachsenen fördern, weil der Zahnschmelz von der Säure angegriffen wird.
  • Säureregulator Natriumcitrat: Natriumcitrate sind Salze der Citronensäure, die als Säureregulator dienen und ebenfalls als Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels in jeder lebenden Zelle vorkommen.
  • Koffein: Pepsi Max ist deutlich mit „koffeinhaltig“ gekennzeichnet. Vergleichbare Cola-Getränke enthalten üblicherweise etwa 32 mg Koffein pro 100 ml, sodass eine 330-ml-Dose ungefähr 64-70 mg Koffein liefert.
Strukturformel von Aspartam und Acesulfam-K

Nährwertangaben und Portionsgröße

Im Rahmen der EU-weiten Nährwertdeklaration werden die Werte sowohl pro 100 ml als auch je nach Verpackung pro Portion angegeben. Ein typischer 330-ml-Serviergröße entspricht ca. 1,65 kcal, rund 0,33 g Kohlenhydraten, 0 g Zucker, 0 g Fett und etwa 0,066 g Salz, was circa 26 mg Natrium entspricht. Pepsi Max enthält 0 g Zucker pro 330 ml Portion und hat 1,7 kcal pro 330 ml.

Nährwert (pro 100 ml) Wert
Kalorien 0,5 kcal
Kohlenhydrate 0,1 g
Zucker 0,0 g
Koffein 32 mg
Salz 0,02 g

Glutenfrei, Laktosefrei, Vegan und Vegetarisch

  • Glutenfrei: Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer vorkommt. Mais, Reis, Buchweizen und Hirse sind hingegen glutenfrei. Die Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut auf Grund einer Überempfindlichkeit gegen Bestandteile von Gluten führt.
  • Laktosefrei: Laktose, auch Milchzucker, ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose und in Milchprodukten enthalten. Typische Symptome einer Laktose-Intoleranz sind Völlegefühl, Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten. Pepsi Max enthält keine Laktose.
  • Vegan: Veganismus ist eine Lebens- und Ernährungsweise, bei der auf den Konsum von Produkten tierischen Ursprungs verzichtet wird. Pepsi Max enthält keine tierischen Bestandteile und ist damit vegan. Veganismus wird meistens aus gesundheitlichen Aspekten und ethischer Überzeugung betrieben, etwa aus Tierschutz-, Tierrechts- und Umweltschutzgründen.
  • Vegetarisch: Als Vegetarier werden neben pflanzlichen Nahrungsmitteln ausschließlich Produkte von lebenden Tieren konsumiert (wie Milch, Eier, Honig), aber kein Fleisch oder Fisch sowie daraus hergestellte Produkte. Pepsi Max ist vegetarisch.
Infografik zu Allergien: glutenfrei, laktosefrei, vegan, vegetarisch

Herstellung der Zutaten im Detail

Zuckerkulör (E150d)

Zuckerkulör entsteht beim Erhitzen von Haushaltszucker, Glucose, Fructose oder Invertzucker unter Zuhilfenahme von Reaktionsbeschleunigern kontrolliert auf 120 bis 150 °C. Die jeweiligen Reaktionsbeschleuniger sind das Unterscheidungsmerkmal für die verschiedenen Zuckerkulöre. Im Falle der Ammoniumsulfit-Zuckerkulör kommen Sulfit- und Ammoniumverbindungen zum Einsatz. Zuckerkulör kann auch giftige Verbindungen enthalten, für die gesetzliche Grenzwerte bestehen.

Süßstoffe in der Herstellung

  • Acesulfam-K: Die weißen Acesulfam-K Kristalle sind von intensiv süßem Geschmack, der auch beim Kochen und Backen stabil bleibt. Acesulfam-K ist etwa 200 mal süßer als Haushaltszucker (Saccharose), wird aber vom Körper nicht verstoffwechselt, sondern unverändert ausgeschieden. Er ist zudem als Tafelsüße im Handel. Obwohl es sich um einen der am gründlichsten getesteten Lebensmittelzusatzstoffe handelt, bleibt seine Sicherheit umstritten. Während wichtige Regulierungsbehörden wie die FDA und die EFSA ihn für die Allgemeinheit als sicher einstufen, hat die IARC ihn als „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ (Gruppe 2B) eingestuft.
  • Aspartam: Aspartam wird durch chemische Reaktion aus Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol hergestellt. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge beträgt 40mg pro kg Körpergewicht. Aspartam verliert bei großer Hitze und in Gegenwart von Säuren seine Süßkraft und ist daher nicht zum Kochen und Backen geeignet. Zahlreiche weltweite Studien haben die Unbedenklichkeit von Aspartam belegt, jedoch gibt es auch kontroverse Diskussionen über gesundheitliche Risiken wie Tumorrisiko bei Ratten. Menschen mit Phenylketonurie dürfen Aspartam nur begrenzt aufnehmen.

Citronensäure und Natriumcitrat

Citronensäure wird biotechnologisch mit Hilfe von Mikroorganismen (insbesondere des Schimmelpilzes Aspergillus niger) produziert. Als Nährmedium dienen entweder Glucose oder Melasse. Natriumcitrate sind die Salze der Citronensäure und werden als Säureregulator eingesetzt. Der menschliche Körper setzt täglich etwa 2 kg Citrate um.

Phosphorsäure

Phosphorsäure wird durch Aufschluss von Apatiten mit starken Säuren und anschließende Extraktion und Destillation gewonnen. Auch elektrochemische Verfahren ermöglichen die Gewinnung von Phosphor aus Apatiten. Phosphorsäure kann die Aufnahme von Calcium, Magnesium und Eisen im Körper behindern und hohe Phosphataufnahmen führen zu Knochenschwund, Nierenerkrankungen, Kalkablagerungen und Organschäden.

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Herstellungsprozess von Zuckerkulör und Citronensäure

Süßstoffe und deren Wirkung

Acesulfam-K und Aspartam werden vor allem in zuckerreduzierten Lebensmitteln einzeln oder in Kombination eingesetzt. Die Süßkraft ist etwa 200-mal stärker als Haushaltszucker (Saccharose). Im Körper wird Acesulfam-K nicht verstoffwechselt und unverändert ausgeschieden. Aspartam hingegen wird in seine Bestandteile aufgespalten und liefert Energie (4 kcal/g).

Widersprüchliche Studienergebnisse zur Förderung von Übergewicht durch Süßstoffe: Einige belegen appetitanregende Wirkung, die meisten stützen diese Ergebnisse jedoch nicht. Weitere unabhängige Forschung ist erforderlich.

Gesundheitliche Aspekte und Kennzeichnungen

Produkt enthält: kein Zucker, keine Milchbestandteile (Laktose), kein Gluten, keine tierischen Bestandteile. Die Analyse erfolgt auf Basis der Verpackungsangaben, die wiederum aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes.

Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Nicht-ernährungsphysiologische Süßstoffe können bei Erwachsenen oder Kindern keinen langfristigen Nutzen bei der Reduzierung von Körperfett haben.

Pepsi Max Produktion und Abfüllung

Nachhaltigkeit und Klimawirkung

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Zusammenstellung der Inhaltsstoffe anhand Verpackungsangaben

Verpackungsangaben können Tippfehler, zeitliche Verzögerungen oder unterschiedliche Formulierungen enthalten. Die Angaben für eine Portionsgröße von 100g werden unabhängig vom konkreten Produkt ausgewertet. *Aufgrund zeitlicher Verzögerungen und Tippfehlern kann nicht garantiert werden, dass die auf dieser Seite publizierten Zutaten bzw. Nährwerte mit den Informationen auf der Etikette des Produktes übereinstimmen. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes.

Grafik der typischen Nährwertangaben auf einer Pepsi Max Dose

Europäische Nährwertkennzeichnung und Produktportfolio

Im Rahmen der EU-weiten Nährwertdeklaration werden die Werte sowohl pro 100 ml als auch je nach Verpackung pro Portion angegeben. Für den Verbraucher bedeutet dies mehr Transparenz hinsichtlich der Kalorien, Koffein- und Salzgehalte sowie Süßstoffe im Getränk.

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