Inhaltsstoffe und Zuckergehalt von Pepsi Cola

Pepsi ist ein klassisches Erfrischungsgetränk, das in der Europäischen Union und speziell in Deutschland erhältlich ist. Das Originalprodukt enthält 38 mg Koffein pro Serving und wird mit Zucker gesüßt. Nach EU-Nährwertdeklaration weist eine typische Flasche (250 ml) etwa 45 kcal und 11,5 g Zucker auf, was einem Gehalt von 18 kcal und 4,6 g Zucker pro 100 ml entspricht.

Ein Liter Pepsi enthält knapp 70 Gramm Zucker. Pepsi ist daher eine reiche, leicht verstoffwechselbare Kohlenhydratquelle. Der Konsum von Pepsi erzeugt einen raschen und starken Anstieg des Blutzuckerspiegels und wird so zum Energielieferanten zur Bildung von weißem Bauchfett.

Zuckergehalt im internationalen Vergleich und Einfluss von Steuern

In Softdrinks steckt meist eine Menge Zucker - diese ist aber nicht in jedem Land gleich hoch. Wie die Infografik von Statista auf Basis von Daten der Nichtregierungsorganisation Action on sugar zeigt, variiert der Zuckergehalt von Limonadengetränken je nach Land zum Teil recht stark. Klassische Cola-Getränke unterscheiden sich nicht im Zuckergehalt. Coca-Cola Classic enthält in den fünf Vergleichsländern gleich viel Zucker: 53 Gramm je 0,5 Liter. Das gilt auch für klassische Pepsi Cola mit im Schnitt 54 Gramm.

Dass in Großbritannien Softdrinks zuckerärmer sind, könnte an der Zuckersteuer liegen. Umgerechnet 21 Cent werden dort seit 2018 für jeden Drink erhoben, der mehr als 5 Gramm Zucker je 100 Milliliter enthält. Schon vor Inkrafttreten der Steuer hatten Anbieter ihre Rezepturen auf deutlich weniger Zucker umgestellt. Allerdings nutzen sie bei Fanta und Sprite Süßstoffe.

Beispiele für Unterschiede bei anderen Getränken

Besonders stark sind die Unterschiede bei Schweppes Tonic Water: In Thailand stecken 15,6 Stück Würfelzucker in 330 ml des Getränks, in Argentinien nur 5,3 Zuckerwürfel. In Fanta Orange etwa steckt in Deutschland besonders wenig Zucker (7,3 Zuckerwürfel). Das Vereinigte Königreich, in dem seit kurzem eine Steuer auf besonders zuckerhaltige Softdrinks erhoben wird, taucht sogar zwei Mal bei den Limonaden mit dem geringsten Zuckergehalt auf: einmal bei Dr. Pepper (7,6 Zuckerwürfel) und bei Pepsi (11,6 Zuckerwürfel).

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Empfehlungen und gesundheitliche Bewertung

Um das Risiko einer ungesunden Gewichtszunahme und Karies zu reduzieren, empfiehlt die WHO nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Tag (rund 8 Zuckerwürfel) aufzunehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt im Schnitt - abhängig von Größe und Gewicht - maximal 50 Gramm Zucker am Tag. Für Verbraucher, die den Zuckergehalt reduzieren möchten, bietet PepsiCo Alternativen wie Pepsi Prebiotic mit deutlich weniger Kalorien (30 kcal) und zusätzlichen Ballaststoffen an.

Die Deutschen verzehren aber zu viel Zucker - etwa 70 bis 90 Gramm pro Tag. Große Mengen davon stammen aus Getränken wie Limonaden, aber auch Fruchtsäften. Tipp: Durst auf Süßes? Geben Sie einen Schuss Softdrink oder Saft in ein Glas mit Wasser. Besser als Fertigschorlen ist Saft mit Wasser gemixt: Ein Teil Saft plus drei Teile Wasser sind empfehlenswert.

PepsiCo-Ziele zur Zucker- und Kalorienreduktion

PepsiCo hat sich verpflichtet, sein europäisches Getränkeportfolio bis 2030 um 50 Prozent beim durchschnittlichen Zuckergehalt und um 90 Prozent bei den Kalorien zu reduzieren. In Deutschland wurden bereits 2020 die Kalorien um knapp 50 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2015 reduziert. Der Getränke- und Snack-Konzern Pepsi will den Zuckeranteil in Getränken deutlich senken. In seinen in der EU angebotenen Getränken strebt der Konzern ein Viertel weniger Zucker bis 2025 an, bis 2030 sollen es 50 Prozent sein.

Die Kalorien des deutschen Getränke-Portfolios sollen um 90 Prozent sinken - im Vergleich zu 2015 sei bereits die Hälfte der Kalorien verbannt worden. Pepsi wolle Gutes tun, was aber auch gut für das Geschäft sei, sagt Garret Quigley, Chef von Pepsico Westeuropa. Gesündere Produkte sollen Umsatz steigern: "Wir wissen, dass die Menschen ein gesundes Leben führen wollen", so Quigley. Der Umsatz mit entsprechenden Produkten, die mit Nutri-Score B oder besser bewertet werden, soll in den kommenden fünf Jahren um den Faktor zehn steigen.

Nutri-Score und Marktstrategie

Die deutsche Tochter des US-Konzerns Pepsico treibt mit einem Marketing-Coup einen Keil in die Getränkeindustrie. Das Unternehmen kündigte an, die Lebensmittelampel Nutri-Score im April kommenden Jahres für sein komplettes Sortiment an Getränkemarken einzuführen, und scherte damit aus der bisher weitgehend geschlossenen Ablehnungsfront der Massenhersteller aus. „Es geht darum, Wahlmöglichkeiten zu schaffen“, zitiert eine Pressemeldung Europachef Silviu Popovici. Die Verbraucher sollten sich aufgrund transparenter Informationen entscheiden können.

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Tatsächlich dürfte Pepsico sich von dem Vorstoß vor allem einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Erzkonkurrenten Coca-Cola versprechen. Der Hersteller von Brausen wie Pepsi, 7Up oder Rockstar, Punica-Säften und Chips (Lay’s) macht nach eigenen Angaben etwa zwei Drittel seines Limo-Umsatzes mit kalorienreduzierten oder -freien Brausen, während bei Coca-Cola der Anteil der klassischen zuckerhaltigen Varianten dominiert.

Inhaltsstoffe jenseits des Zuckers: Koffein, Phosphorsäure, Farbstoffe und Schadstoffe

Das Originalprodukt enthält 38 mg Koffein pro Serving. In der Vergangenheit wurde das in Cola enthaltene Koffein mit Osteoporose in Verbindung gebracht. Die Framingham Osteoporosis Study von 2006 legt den Verdacht nahe, dass ein häufiger Verzehr von Cola-Getränken, nicht aber von anderen kohlensäurehaltigen Getränken, bei Frauen zu einer deutlichen Schwächung der Knochen führt. Das wird von den Erstellern der Studie auf den hohen Anteil von Phosphorsäure zurückgeführt, die den Körper an der Aufnahme von Calcium hindert und die Ausscheidung des Minerals fördert.

Bei einem im Mai 2016 veröffentlichten Test der Stiftung Warentest wurde sowohl in Pepsi als auch in Pepsi Light ein hoher Gehalt an 4-Methylimidazol (4-MEI) festgestellt, eine als möglicherweise krebserregend eingestufte, im Karamelfarbstoff enthaltene Substanz. Nachdem für 4-Methylimidazol (4-MEI) im Januar 2012 in Kalifornien, USA, ein Grenzwert eingeführt wurde, haben die Hersteller von Cola-Getränken für die für den US-amerikanischen Markt produzierten Getränke die Herstellungsverfahren geändert, um den kalifornischen Grenzwert nicht zu überschreiten.

Nach den Angaben der Stiftung Warentest besteht in der EU kein Grenzwert für 4-Methylimidazol (4-MEI) in Lebensmitteln, jedoch wird der in Kalifornien geltende Grenzwert bei den getesteten, in Deutschland vertriebenen Getränken sowohl bei Pepsi als auch bei Pepsi Light bei einem Verzehr von weniger als 0,5 l Getränk überschritten. Im Test der Stiftung Warentest wurde ferner Pepsi Light wegen der Höhe der Belastung mit Chlorat, welches aus Desinfektions- und Reinigungsmitteln stammen kann, beanstandet, da Chlorat lt. Stiftung Warentest die Jodaufnahme im Körper hemmen kann und in hohen Mengen giftig ist.

Produktvarianten, Geschichte und Marktentwicklung

Die Pepsi-Cola wurde 1893 vom Apotheker Caleb Bradham in New Bern, North Carolina entwickelt. Zunächst benannte er das Getränk in Anlehnung an seinen eigenen Namen Brad's Drink. Am 28. August 1898 benannte er es in Pepsi-Cola um. Der Name geht wahrscheinlich auf das Enzym Pepsin bzw. das griechische πέψις, pepsis, „Verdauung“ oder auf den medizinischen Begriff für Verdauungsstörung, Dyspepsie, zurück.

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1964 stellte man dem gängigen Produkt mit „Diet Pepsi“ eine zuckerfreie Variante mit daher wenig Nahrungsenergie zur Seite, welche es in Deutschland seit 1975 zu erwerben gibt. Anfang der 1990er Jahre gab es als Alternative zu den gängigen Pepsi-Produkten zusätzlich „Crystal Pepsi“. Dieses durchsichtige Getränk enthielt weder Koffein, Zucker noch Farb- oder Konservierungsstoffe - bei kaum verändertem Geschmack. Die Produktion wurde aber bald wieder eingestellt.

Pepsi-Cola gibt es in Deutschland bereits seit dem Jahr 1946, als man in Aschaffenburg Abfülleinrichtungen für im Land stationierte amerikanische Streitkräfte baute; 1951 bekam der erste Deutsche die Lizenz, die Cola für den heimischen Markt abzufüllen. Ab 1974 wurde die Cola in der Brauerei Rostock abgefüllt und so auch in der DDR angeboten.

PepsiCo bietet im deutschen Handel zahlreiche Varianten an, etwa zuckerreduzierte oder zuckerfreie Sorten wie Pepsi Max sowie Sondereditionen wie „Pepsi Max Wild Cherry“. Als „Limited Edition“ wurde „Pepsi Max Wild Cherry“ in der 1,5-l-Einwegflasche aus PET im Juli 2015 vorgestellt - eine zuckerfreie Cola mit Kirscharoma. Ebenso bietet PepsiCo in verschiedenen Phasen Produkte wie Pepsi Twist, Pepsi Boom oder neue Aromavarianten an.

Pepsi-Dosen und Inhaltsstoffe (Grafik mit Nährwerttabelle)

Warum Verbraucher informieren sollten

Ärztinnen und Ärzte warnen schon länger vor den Gefahren von zu viel Zucker in Lebensmitteln. Zu viel Zucker wird mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes in Verbindung gebracht. Der Nutri-Score ist ein System zur Kennzeichnung des Nährwertprofils eines Lebensmittels auf der Verpackung - mit einer fünfstufigen Skala aus einer Kombination von Buchstaben von A bis E und Farben. Dabei steht "A" in Grün für die günstigste und "E" in Rot für die ungünstigste Nährwertbilanz.

Verbraucherschützer sind mit der Systematik ebenfalls nicht glücklich. Sie fordern eine stärkere Sanktionierung von Süßstoffen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) schlug kürzlich in einem Positionspapier vor, eine Herstellerabgabe bei Getränken einzuführen, die entsprechend dem Zuckergehalt steigen müsse. Auch Süßstoffe sollten dabei einbezogen werden, denn die Gewöhnung an süßen Geschmack gelte als Hauptursache für Übergewicht.

Erklärungsvideo zum Nutri-Score und Zuckerreduktion bei Getränken

Wichtige Nährwerte von Pepsi (Kurzüberblick)

Portionsgröße Kalorien Zucker Koffein
250 ml 45 kcal 11,5 g 38 mg
100 ml (Äquivalent) 18 kcal 4,6 g 15,2 mg
1 l 180 kcal ≈70 g ≈152 mg

Die Auswahl an Limo ist riesig, empfehlenswerte Produkte aber sind rar. Nur 3 der 29 Limonaden im Test sind gut. Die Stiftung Warentest hat wiederholt Tests zu Cola-Getränken durchgeführt und auf Schadstoffbelastungen hingewiesen. Die Auswahl informierter Produkte und der sparsamer Umgang mit zuckerhaltigen Getränken bleiben daher zentral.

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