DIY-Peelings mit Olivenöl, Zucker oder Salz: Rezepte für strahlende Haut

Ein Peeling ist eine kosmetische Behandlung, die abgestorbene Hautschüppchen entfernt und die Erneuerung der Hautzellen beschleunigt. Dieser Artikel beleuchtet die Vorteile von Peelings, insbesondere solchen, die mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Olivenöl, Zucker oder Salz selbst hergestellt werden können. Dabei wird auf die verschiedenen Hauttypen und ihre Bedürfnisse eingegangen, um das optimale Peeling-Erlebnis zu gewährleisten.

Warum ein Peeling? Die Vorteile auf einen Blick

Peelings haben eine Vielzahl positiver Effekte auf die Haut. Sie entfernen nicht nur abgestorbene Hautzellen, sondern fördern auch die Durchblutung und regen die Zellerneuerung an. Dadurch wird die Hautoberfläche aufnahmefähiger für Feuchtigkeit und Pflegeprodukte. Feine Falten und Linien können reduziert werden, und die Haut fühlt sich glatter und geschmeidiger an. Peelings wirken reinigend, können Mitesser und Akne reduzieren, verkleinern große Poren und glätten sogar kleine Fältchen.

Mechanische vs. Chemische Peelings

Für die Anwendung zu Hause werden mechanische und chemische Peelings angeboten. Bei mechanischen Peelings werden abgestorbene Hautschuppen mithilfe von Mikropartikeln abgetragen. Gesichtsbürsten oder Peeling-Schwämme haben den gleichen Effekt. Chemische Peelings hingegen lösen abgestorbene Hautschuppen durch leichte Säuren wie Fruchtsäuren oder Enzyme ab.

Chemische Peelings werden oft mit den Bezeichnungen AHA, BHA und PHA versehen, Abkürzungen für verschiedene Säurearten. AHA (Alpha-Hydroxysäure) steht für verschiedene Fruchtsäuren, die bis zu einem Säuregrad von sechs Prozent frei verkäuflich sind. BHA (Beta-Hydroxysäure) ist Salizylsäure, die fettlöslich ist und in die Talgdrüsenfolikel eindringen kann. PHA (Poly-Hydroxysäure) besteht aus Gluconolacton oder Lactobionicsäuren und ist besonders mild, wodurch es auch für empfindliche Haut geeignet ist.

Das richtige Peeling für jeden Hauttyp

Die Wahl des richtigen Peelings hängt stark vom individuellen Hauttyp ab. Bei trockener und empfindlicher Haut sind Enzym-Peelings ohne Salizylsäure und leichte Fruchtsäure-Peelings empfehlenswert, während Duftstoffe vermieden werden sollten. Bei fettiger Haut, Mischhaut und Akne können mechanische Peelings oder Fruchtsäuren mit AHA und BHA verwendet werden. Bei Akne sollte man entzündete Bereiche jedoch nicht reizen.

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Peeling-Rezepte zum Selbermachen

Selbstgemachte Peelings sind eine natürliche und kostengünstige Alternative zu kommerziellen Produkten. Sie ermöglichen es, die Inhaltsstoffe individuell auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen und auf bedenkliche Zusätze wie Mikroplastik und Duftstoffe zu verzichten.

Zucker-Peeling

Zuckerpeelings sind besonders sanft und feuchtigkeitsspendend. Sie eignen sich gut für empfindliche Hauttypen.

Rezept:

  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel Zucker (feiner Zucker für empfindliche Haut, grober Zucker für stärkere Exfoliation)
  • Optional: wenige Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel- oder Orangenöl)

Zucker und Öle vermischen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Das Peeling auf die feuchte Haut auftragen und sanft in kreisenden Bewegungen einmassieren. Anschließend mit warmem Wasser abspülen.

Salz-Peeling

Salzpeelings wirken stimulierend und reinigend. Sie eignen sich gut für fettige Haut und Mischhaut.

Rezept:

  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 4 Esslöffel (grobes) Salz (Meersalz ist besonders reich an Mineralien)
  • Optional: ein paar Tropfen ätherisches Öl

Salz und Öl vermischen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Das Peeling auf die feuchte Haut auftragen und sanft in kreisenden Bewegungen einmassieren. Anschließend mit warmem Wasser abspülen.

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Kaffee-Peeling

Kaffeepeelings sind nicht nur ein sanftere Alternative, sondern regen auch die Durchblutung an und können gegen Cellulite wirken.

Rezept:

  • 1 Tasse Kaffeesatz
  • ½ Tasse weißer Zucker
  • 5 EL Traubenkernöl
  • Optional: 10 Tropfen ätherisches Orangenöl

Zutaten vermengen und in kreisenden Bewegungen auf die feuchte Haut auftragen.

Gesichtspeeling mit Olivenöl und Mandeln

Dieses Peeling ist besonders sanft und für die Gesichtshaut geeignet.

Rezept:

  • 1 Tasse warmer, grüner Tee
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Tasse sehr fein gemahlene Mandeln

Alle Zutaten gut miteinander verrühren, bis eine streichzarte Paste entstanden ist. Diese auf die leicht angefeuchteter Haut auftragen und sanft einmassieren. Die Augenpartien sollten übrigens bei jedem Peeling ausgespart werden. Die Paste ca. 10 Minuten einwirken lassen und dann mit warmem Wasser abwaschen.

Hand- und Körperpeeling mit Olivenöl und Meersalz oder Zucker

Dieses Peeling ist vielseitig einsetzbar und pflegt die Haut mit wertvollen Mineralien und Fett.

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Rezept:

  • Feines Meersalz (Alternativ: Zucker)
  • Bio-Olivenöl im Verhältnis 2:1

Feines Meersalz (Alternativ: Zucker) und Bio-Olivenöl im Verhältnis 2:1 mischen und verrühren.

Zusätzliche Tipps für selbstgemachte Peelings

  • Duft: Um dem Peeling einen angenehmen Duft zu verleihen, können einige Tropfen Parfümöl hinzugefügt werden. Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, dass es sich um ein hautverträgliches Öl handelt.
  • Haltbarkeit: Selbstgemachte Peelings sind aufgrund der frischen Zutaten nur begrenzt haltbar. Um die Haltbarkeit zu verlängern, kann man ein paar Tropfen Vitamin E hinzufügen.
  • Farbe: Wer die Farbe des Peelings verändern möchte, kann natürliche Farbstoffe wie Kurkuma oder Rote Bete verwenden.

Anwendung und Pflege

Ein Peeling sollte auf die gereinigte Haut aufgetragen werden. Je nach Methode gibt es unterschiedliche Anwendungsempfehlungen, die beachtet werden sollten, um Hautirritationen zu vermeiden. Insbesondere Fruchtsäure- und Enzym-Peelings haben Einwirkzeiten, die nicht überschritten werden dürfen.

Nach jedem Peeling sollte die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden. Da sie empfindlicher reagiert, ist auch ein entsprechender Sonnenschutz wichtig. Grundsätzlich gilt: Nach dem Peeling braucht die Haut immer ein paar Tage Zeit zur Regeneration.

Wann sollte man auf ein Peeling verzichten?

Ist die Haut entzündet, bei Sonnenbrand oder Bläschen, spannt sie, juckt oder brennt, sollte sie nicht gepeelt werden. Menschen mit besonders empfindlicher Haut etwa bei Diabetes und mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder aktiver Akne sollten vorher ärztlich abklären, ob ein Peeling sinnvoll ist.

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