Einfaches Rezept für Neapolitaner Waffeln: Vielseitige Genüsse von süß bis herzhaft

Waffeln sind ein beliebtes Gebäck, das sich durch seine Vielfalt auszeichnet. Ob süß oder herzhaft, warm oder kalt, als Hauptspeise oder Dessert - die Waffel kennt kaum Grenzen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte, verschiedene Arten und Zubereitungsmöglichkeiten von Waffeln, insbesondere mit dem Fokus auf Neapolitaner Waffeln.

Die Geschichte der Waffel: Eine Reise durch die Jahrtausende

Die Geschichte der Waffel reicht weit zurück. Es wird vermutet, dass die ersten Waffeln bereits vor über 5000 Jahren im alten Ägypten gebacken wurden. Diese Ur-Waffeln bestanden lediglich aus Mehl und Wasser, ähnlich den uns bekannten Oblaten.

Die "moderne" Waffel, wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung vermutlich in Belgien. Erste Aufzeichnungen für belgische Waffelrezepte stammen bereits aus dem 9. Jahrhundert. Von dort aus verbreitete sich die Waffel nach Frankreich, in die Niederlande und später nach Deutschland. Im 13. Jahrhundert wurden Waffeln erstmals namentlich in deutschen Rezepten erwähnt.

Waffeln waren lange Zeit etwas Besonderes und wurden vor allem zu festlichen Anlässen gereicht. Sie waren eher den höheren Gesellschaftskreisen vorbehalten. Sogar die Gebrüder Grimm lobten die Waffel in ihren Büchern. In einigen Ländern gibt es sogar eigene Waffeltage. In Schweden, Dänemark und Norwegen wird beispielsweise am 25. März der offizielle "Waffle Celebration Day" gefeiert.

Vielfalt der Waffel: Von weich bis knusprig, von süß bis herzhaft

Wer an Waffeln denkt, hat meist die weichen, warmen Varianten mit süßem Topping vor Augen. Doch die Waffel-Familie ist weitaus vielfältiger. Grundsätzlich lassen sich Waffeln in zwei Hauptkategorien einteilen:

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  • Weiche Waffeln: Diese zeichnen sich durch einen höheren Anteil an Flüssigkeit und Fetten aus.
  • Kalte, knusprige Waffeln: Diese enthalten mehr Zucker, weniger Flüssigkeit und mehr Mehl.

Bekannte Waffelvarianten

  • Klassische Herzwaffeln: Diese Waffeln sind in Deutschland sehr beliebt und verdanken ihren Namen der Form des Waffeleisens. Sie sind außen knusprig und innen weich.
  • Belgische oder Brüsseler Waffeln: Diese rechteckigen, dicken Waffeln mit tiefem Muster werden oft in Cafés mit verschiedenen Toppings serviert.
  • Bubble Waffles: Diese moderne Waffelkreation wird in einem speziellen Waffeleisen gebacken, wodurch sie große, knusprige Blasen erhält. Die Waffel wird wie ein Eishörnchen zusammengerollt und mit süßen Zutaten gefüllt.
  • Hippen oder Hohlhippen: Diese Waffeln sind essbares Einweggeschirr. Sie sind sehr dünn und werden nach dem Erkalten hart. Oft werden sie als Eiswaffeln verwendet.
  • Oblaten: Diese bestehen hauptsächlich aus Mehl und Wasser und sind eher geschmacksneutral. Sie dienen als Grundlage für Makronen oder als gefüllte Variante, wie die Karlsbader Oblaten.
  • Stroopwafels: Diese holländische Variante ist sehr dünn und knusprig, hat ein feines Wabenmuster und ist mit Sirup gefüllt.

Neapolitaner Waffeln: Ein Hauch von Nostalgie

Die Neapolitaner Waffeln sind besonders in Österreich bekannt. Sie zeichnen sich durch ihre zarte Waffelstruktur und die cremige Füllung aus Haselnusscreme aus. Diese Waffeln sind nicht nur ein beliebter Snack, sondern eignen sich auch hervorragend zur Weiterverarbeitung in verschiedenen Rezepten.

Rezept: Quark mit kleingebröselten Neapolitaner Waffeln

Dieses einfache Rezept ist eine leckere und erfrischende Nachspeise oder ein süßer Snack für zwischendurch.

Zutaten:

  • 750 g Quark
  • 150 ml Milch (oder nach Bedarf, je nach gewünschter Konsistenz)
  • 100 ml Sahne (oder fertige Sprühsahne)
  • 1 Packung Neapolitaner Waffeln (oder mehr, nach Geschmack)
  • 1 Spritzer Zitronensaft (optional)
  • 2 EL Zucker (oder nach Geschmack)

Zubereitung:

  1. Den Quark in eine Schüssel geben.
  2. Die Milch hinzufügen und gut verrühren, bis der Quark cremig ist.
  3. Zucker und Zitronensaft (optional) hinzufügen und verrühren.
  4. Die Sahne schlagen und unter den Quark heben.
  5. Die Neapolitaner Waffeln klein bröseln und unter die Quarkmasse mischen.
  6. Das Ganze gut durchrühren und ca. 15 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

Neapolitaner-Rührkuchen

Neapolitaner Waffeln eignen sich auch hervorragend zum Backen. Fein gehackt verleihen sie Rührkuchen eine besondere Note.

Zutaten:

  • 250 Gramm Neapolitaner Waffeln
  • Mehl
  • Nüsse
  • Öl
  • Sprudelwasser

Zubereitung:

  1. Die Neapolitaner Waffeln fein hacken.
  2. Mit Mehl, Nüssen, Öl und Sprudelwasser zu einem Teig vermengen.
  3. Den Teig in eine Kastenform oder Muffinform füllen.
  4. Bei 180°C backen (Kastenform ca. 40 Minuten, Muffins ca. 20 Minuten).

Vegane Neapolitaner-Torte

Auch für eine vegane Torte können Neapolitaner Waffeln verwendet werden.

Zutaten:

  • Neapolitaner Waffeln (vegane Variante)
  • Veganes Back-Nougat
  • Vegane Sahne
  • Vanillezucker
  • Sahnesteif
  • Backkakao
  • Himbeer-Johannisbeer-Gelee
  • Gehackte Haselnüsse

Zubereitung:

  1. Ein Backblech (ca. 20x30 cm) mit Pflanzenöl einfetten.
  2. Die Neapolitaner Waffeln fein zerhexeln und mit den restlichen Zutaten (bis auf die Creme-Zutaten) zu einem Teig verquirlen.
  3. Den Teig in den Backrahmen füllen und ca. 40 Minuten bei 180°C Umluft backen.
  4. Anschließend komplett auskühlen lassen.
  5. Für die Creme das vegane Back-Nougat im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen.
  6. Vegane Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif fest schlagen.
  7. Abgekühltes Nougat und Backkakao vorsichtig unter die Sahne heben.
  8. Creme kaltstellen.
  9. Den abgekühlten Boden waagerecht halbieren.
  10. Den unteren Teil mit erwärmtem Himbeer-Johannisbeer-Gelee bestreichen.
  11. Die Hälfte der Nougatcreme auf den Boden verstreichen und den oberen Boden aufsetzen.
  12. Mit 2/3 der restlichen Creme die Torte ummanteln.
  13. Am Rand der Torte gehackte Haselnüsse andrücken.
  14. Mit dem Rest der Creme kleine Kringel auf die Torte spritzen und mit Haselnüssen und Neapolitaner Schnitten dekorieren.

Tipps und Tricks für perfekte Waffeln

  • Das richtige Verhältnis der Zutaten: Das Verhältnis der Zutaten sollte unbedingt eingehalten werden, da der Teig sonst zu trocken oder zu feucht wird.
  • Eischnee: Wenn Eischnee verwendet wird, muss dieser fest sein und darf nicht zusammenfallen.
  • Waffeleisen: Ein gutes Waffeleisen mit Antihaftbeschichtung, Temperaturregler und Backampel ist wichtig.
  • Fett: Das Waffeleisen sollte gut eingefettet werden.

Waffeln weltweit: Inspiration aus verschiedenen Kulturen

Die Zubereitung von Waffeln unterscheidet sich von Land zu Land. Hier einige Beispiele:

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  • Amerikanisch: In den USA sind belgische Waffeln und Bubble Waffles sehr beliebt. Der Trend des "Waffling" (alles im Waffeleisen zubereiten) ist ebenfalls populär.
  • Indisch: Indische Waffeln sind herzhaft und enthalten frisches Gemüse und Gewürze wie Curry und Koriander.
  • Südkorea: Die Bubble Waffle stammt aus Südkorea und wird ausschließlich süß gefüllt.
  • Japan: Taiyaki ist eine Waffel in Fischform, die mit süßen, roten Bohnen gefüllt wird. Schwarze Waffeln, die mit Kohle gefärbt wurden, sind ebenfalls ein Trend.

Waffeln: Für jeden Anlass das Richtige

Waffeln sind vielseitig einsetzbar und können zu verschiedenen Anlässen serviert werden. Statt einer Torte können Waffeln mit verschiedenen Toppings geschichtet werden. Als herzhafte Variante eignen sie sich auch als Mittag- oder Abendessen. Und abends vor dem Fernseher sind Waffeln eine interessante Alternative zu Popcorn.

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