Rezept für Napoleon Torte Creme
Die Napoleon-Torte zählt in Russland zu den beliebtesten Süßspeisen. Diese Napoleon-Torte stammt ursprünglich aus Russland, auch wenn der Name leicht an den berühmten französischen Kaiser erinnert. Vielleicht ähnelt ihre ursprüngliche Form ein wenig seiner Hutform. Die Italiener beanspruchen das Rezept ebenfalls und nennen es „Napolitan“, also angeblich aus Neapel.
Was ist eine Napoleon-Torte?
Das Besondere an der Napoleon-Torte ist ihr Aufbau aus mehreren Schichten gebackenen Blätterteigs. Diese werden jeweils mit einer cremigen Füllung bestrichen und übereinandergestapelt. Rundherum kommen knusprige Blätterteigkrümel dazu, was einen schönen Kontrast zur luftigen Creme ergibt. Knuspriges Blätterteiggebäck trifft auf luftige Sahne und eine cremige Füllung.
Zutaten (für ca. 12 Personen, Angaben aus verschiedenen Varianten zusammengeführt)
- 500-600 g Mehl (+ evtl. mehr je nach Rezept)
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 250 g kalte Butter (plus 100 g Butter in einigen Cremevarianten)
- 250 ml kaltes Wasser (oder 170 ml, je nach Rezept)
- 1 Ei (einige Rezeptvarianten verwenden mehrere Eier für Teig und Creme)
- 1 l Milch (für Puddingcreme; in Varianten 200-750 ml verwendet)
- 400-440 g gezuckerte Kondensmilch (oder 1 Dose)
- Speisestärke (z. B. 1 EL oder 3 EL, je Rezept)
- Vanilleschote (Mark)
- 300-750 g Schlagsahne (geteilt für Zwischenschicht und Creme)
- Sahnesteif, Zucker, Frischkäse, Schmand/Crème fraîche nach Bedarf
- 2 Eiweiße (für Teigreste), Puderzucker für Bestäubung
Arbeitsgeräte
- Tortenring Ø19-24 cm oder Springform (⌀ 22-24 cm)
- Backbleche, Backpapier
- Rührschüssel, Handrührgerät, Schneebesen
- Teigrolle, Messer, Palettenmesser
Teig zubereiten
500 g Mehl, 1 TL Backpulver und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und vermischen. Dann gebt ihr 250 g kalte Butter in Stücken dazu und verknetet das Ganze kurz mit den Händen. Gebt dann ein Ei und 250 ml kaltes Wasser dazu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Wenn wirklich keine Klümpchen mehr da sind, teilt ihr den Teig in 8 gleich große Teile und lasst sie ca. drei Stunden im Kühlschrank ruhen. Den Teig in 8 gleichgroße Stücke teilen und ca. 3 Stunden kühlstellen.
Alternativ: Kalte Butter in Flocken schneiden und im Mehl wälzen. Kaltes Wasser und eine Prise Salz hinzugeben und einen schönen glatten Teig bereiten. Diesen für 30 Min. kaltstellen. Für eine andere Variante: Mehl mit Backpulver und Salz mischen. Butter würfeln und mit dem Zucker zum Mehl geben. Die Masse mit den Händen zu Krümeln zerreiben. Milch und Ei hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig in 8 gleichgroße Stücke teilen und ca. 3 Stunden kühlstellen.
Teigplatten ausrollen und backen
Die Teigkugeln nacheinander aus dem Kühlschrank nehmen und auf 24 cm Durchmesser und 3 mm Dicke ausrollen. Rolle den Blätterteig aus. Stich mit dem Tortenring aus jeder Teigrolle einen Kreis aus. Achtung! So erhältst du 6 Teigkreise plus Teigreste. Lege zwei Backbleche mit Backpapier aus. Verteile die Kreise auf einem Backblech. Gib die Teigreste auf das zweite Blech. Backe die Kreise etwa 15 Minuten goldbraun und knusprig. Bestreiche die Teigreste mit Eiweiß und bestreue sie mit Zucker. Backe auch die Reste etwa 15 Minuten knusprig. Lasse alle Teigplatten vollständig auskühlen.
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Oder: Den Teig in etwa elf gleiche Stücke teilen und diese dann sehr dünn (wie Papier) ausrollen. Anschließend sollte man dem dünnen Teig eine Form geben - ich habe den Boden von einer Springform (28 cm) genommen und diesen als Schablone benutzen. Jeden Teigkreis in einer Pfanne ohne Fett ca. 3 Minuten von jeder Seite backen. Fladen aus der Pfanne nehmen, auskühlen lassen. Die ersten zwei Teigböden auf die mit Backpapier belegten Bleche legen und ca. 2 - 5 Minuten bei 180°C (Umluft) im vorgeheizten Ofen backen.
Für die Version mit 10-11 Böden: Den Teig in 10 Teile aufteilen und etwa 2 mm dick ausrollen und mit Hilfe einer Kuchen Form oder eines Tortenrings in Kreise schneiden und jeweils mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im Backofen bei 150 °C Ober-Unterhitze / 130 °C Umluft etwa 12 Minuten nacheinander goldbraun backen. Die Teigreste können ebenfalls mitgebacken werden. Sie dienen am Ende zur Dekoration.
Puddingcreme (Basis)
Für die Puddingcreme 200 ml kalte Milch, Eier, Mehl und Zucker mit dem Mixer verrühren. Die restliche Milch aufkochen und die kalte Milch-Eier-Masse sehr langsam einrühren. Die Creme nun solange unter Rühren aufkochen, bis die Masse eindickt. Anschließend die Butter hinzugeben, bis sie in der Creme zerlaufen ist. Pudding vom Herd nehmen, mit Frischhaltefolie abdecken und vollständig auskühlen lassen. Die Vanilleschote längs einritzen, Mark herauskratzen.
Hier eine andere Variante: 6 EL Milch mit der Speisestärke mit einem kleinen Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren. Dann die Eier aufschlagen und die Stärke-Mischung unterrühren. Die restliche Milch zusammen mit dem Vanillemark erwärmen und die Eier-Milch-Mischung sorgfältig mit dem Schneebesen unterrühren. Unter Rühren zum Kochen bringen. Pudding vom Herd nehmen, mit Frischhaltefolie abdecken und in den Kühlschrank stellen.
Zwischenschicht und Sahnecreme
Vermenge drei Viertel der gezuckerten Kondensmilch mit 250 ml Schlagsahne. Rühre alles kurz glatt, ohne zu lange zu schlagen. Schlage 750 ml Schlagsahne steif. Gib Sahnesteif, Schmand, Frischkäse und den restlichen Teil der Kondensmilch hinzu und rühre alles kurz unter. Die Butter für ca. 10 Minuten hell-cremig rühren. Den ausgekühlten Pudding esslöffelweise hinzugeben und cremig aufschlagen.
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In einer Variante: Holt die Creme aus dem Kühlschrank, schlagt 300 g weiche Butter schaumig auf, gebt nach und nach 400 ml gezuckerte Kondensmilch dazu und rührt das Ganze danach unter die Puddingcreme.
Aufbau der Napoleon-Torte
- Nun einen gebackenen Teigboden zerbröseln, die restlichen Teigböden, außer den oberen Teigboden, mit der Creme bestreichen, übereinanderlegen und auch die Seiten mit der Creme bestreichen.
- Halbiere die 6 gebackenen Blätterteigkreise vorsichtig waagerecht mit einem Brotmesser oder Sägemesser. Bestreiche die unteren Hälften jeweils mit ein paar Löffeln der flüssigen Zwischenschicht. Lege die oberen Hälften wieder darauf. Achtung! So entstehen 6 gefüllte Blätterteigscheiben.
- Lege eine gefüllte Scheibe auf eine Tortenplatte oder ein Arbeitsbrett. Bestreiche sie mit der Creme. Lege die nächste gefüllte Scheibe darauf und streiche wieder Creme darüber. Fahre so fort, bis alle 6 Schichten gestapelt sind. Drücke die Torte leicht an.
- Bestreiche die gesamte Torte, also Seiten und Oberfläche, gleichmäßig mit der restlichen Creme.
- Zerkrümle die gebackenen Blätterteigreste. Bestreue die gesamte Torte großzügig mit den Blätterteigkrümeln.
- Stelle die Torte für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, gerne auch länger. Die Torte für einige Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen und dann für mehrere Stunden kühl stellen. Die Torte kann auch 2 - 3 Tage vorher gemacht werden, dann ist sie schön saftig.
Tipps zum Backen und Servieren
- Wer besonders knusprige Schichten möchte, kann die Teigstücke nach dem Backen mit etwas Puderzucker bestreuen und im Ofen oder mit einem Flambierbrenner kurz karamellisieren.
- Die Teigreste kommen als Teigbrösel zum Schluss oben auf die Torte.
- Die Torte mit einem scharfen Messer mit gezackter Klinge in Stücke schneiden.
- Napoleon-Torte lässt sich bis zu 5 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Je länger sie durchzieht, desto besser schmeckt sie.
- Möchtest du die Torte noch am selben Tag servieren, solltest du sie mindestens 6 Stunden kalt stellen; ideal sind 12 Stunden oder länger.
Wohin passt die Napoleon-Torte (Getränkeempfehlungen)
Klassiker sind Kaffeevarianten wie Espresso, Mokka oder Cappuccino, weil die Bitterstoffe die Süße ausbalancieren und den Geschmack klarer wirken lassen. Auch schwarzer Tee, etwa Earl Grey oder Darjeeling, funktioniert sehr gut, besonders wenn er nicht zu stark gesüßt ist. Wer etwas Festlicheres möchte, kann zu einem süßen Dessertwein wie Moscato d’Asti oder Sauternes greifen, die die Vanille- und Blätterteignoten unterstreichen, oder auch zu einem trockenen Sekt oder Champagner, der durch seine Perlage einen frischen Gegenpol zur schweren Creme setzt.
Hintergrund und Anekdoten
Woher genau der Name stammt, ist nicht sicher. Es gibt die Theorie, dass die Schichttorte erstmals 1912 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Sieges Russlands über Napoleon in Russland gebacken wurde. Demnach sollen die weiße Creme und die Teigbrösel oben auf der Torte den damaligen Schnee in Russland symbolisieren, der zum Sieg beigetragen hat. Ursprünglich soll die inzwischen typische runde Form außerdem rechteckig gewesen sein, um den Hut Napoleons zu symbolisieren. Eine weitere Theorie besagt, dass die Torte aus der französischen Küche stammt und zur Zeit von Napoleons Herrschaft in Frankreich unter dem Namen „Mille-feuille“ erfunden wurde.
In Russland reicht man Napoleon-Torte zu vielen Gelegenheiten - ob Muttertag, Geburtstag, Ostern oder Weihnachten. Da darf die Zubereitung auch gerne etwas aufwendiger sein. Wer den russischen Klassiker einmal gekostet hat, weiß - es lohnt sich! Heute treffen wir uns zum Kaffeekränzchen in Riga. Kochcast-Hörerin Christine hat dort nämlich das Café „Vilhelms Kuze“ entdeckt. Und in diesem Café gab es „Napoleon Cake“. Auch bekannt als „Napoleon-Schnitte“ oder „Napoleon-Torte“.
Varianten
Ob mit Vanillepudding, Kondensmilch oder Cremefüllung, jede Variante hat ihren eigenen Reiz. Wir haben uns für eine Kombination aus Sahne, gezuckerter Kondensmilch und Frischkäse entschieden. Du kannst die Torte einige Stunden ziehen lassen oder direkt anschneiden, je nachdem, wie knusprig sie sein soll. In einer Napoleon-Torte sind wenige Zutaten enthalten: Der Teig besteht aus Mehl, Butter, Eiern, Salz und etwas Backpulver. Die Creme enthält Milch, Kondensmilch, Stärke, Vanille, Eier und Butter. Das Besondere sind die vielen Teigschichten, die an Blätterteig erinnern. Das macht die Torte aufwändig in der Herstellung, jedoch lohnt sich die viele Arbeit.
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