Rezept Marmorkuchen mit Zucker und Jagdwurst

Marmorkuchen gilt als zeitloser Klassiker unter den Rührkuchen: saftig, mit schöner Marmorierung und vielseitig variierbar. In unserer Kategorie „Kuchen & Kekse“ stellen wir euch schon seit Langem vegane Rezepte für den Sonntagnachmittag mit der Familie, den Geburtstag der besten Freundin oder dem Backen mit der kleinen Schwester vor. Von Erdnussbutterkuchen bis Marmorkuchen haben wir euch schon einige Rezepte ans Herz gelegt. In dieser Woche möchten wir uns jedoch den Kuchensorten widmen, die wir liebevoll als „Omakuchen“ abstempeln würden. Also Kuchen, die man normalerweise nur von der Bäckerei kennt oder eben vom Kuchenklatsch mit den Großeltern. Seid gespannt, jeden Tag gibt es ein neues Rezept für euch!

Warum Marmorkuchen (und: ein ungewöhnlicher Twist)

Meistens wird Marmorkuchen sehr stiefmütterlich behandelt. Als simpler Rührkuchen, der nun wirklich überhaupt nicht aufregend erscheint, wird er schnell in die Ecke der öden und langweiligen Kuchen geschoben. Vor allem neben einem veganen Maulwurfkuchen oder einem veganen Käsekuchen mit Karamell würden sich die meisten wohl nicht für ein Stück veganen Marmorkuchen entscheiden. Aaaaaber nicht mit mir! Ich habe ein großes Herz für simple Rührkuchen und ziehe sie oft und gerne aufwendigen Sahne- oder Fondanttorten vor. Dafür muss ein Rührkuchen aber natürlich auch ordentlich was vorweisen können, denn er sollte saftig und weich sein, dennoch nicht zu klebrig oder speckig und vor allem einen leichten und lockeren Teig haben.

Und ohne jetzt überheblich klingen zu wollen, aber für unseren Marmorkuchen ist nichts leichter als das! Als ich ihn zum ersten Mal gebacken und zu meiner Familie mitgebracht habe, hat fast jede*r am Tisch 3-4 Stück gegessen. Keine zwei Stunden hat es gedauert und der ganze Kuchen war weg. Heiliger Bimbam! Wenn ihr also immer noch denkt, dass ein Marmorkuchen langweilig und trocken ist, dann probiert dieses Rezept.

Marmorkuchen angeschnitten auf einem Kuchenteller

Zutaten - Basisrezepte (vegan)

Hier findet ihr mehrere Grundrezepte aus denen ihr wählen oder Elemente kombinieren könnt. Für die klassischen Varianten gilt: Hellen und dunklen Teig anfertigen und zu einem Marmormuster verarbeiten.

  • Für einen klassischen veganen Marmorkuchen (26 x 11 cm): 400 g Weizenmehl (Typ 405), 10 g Speisestärke, 200 g Zucker, 16 g Backpulver, 8 g Vanillezucker, 0.5 TL Salz, 270 ml pflanzliche Milch, 40 g Apfelmus, 250 ml neutrales Pflanzenöl. Zusätzlich: 15 g Backkakao, 40 ml pflanzliche Milch, 200 g vegane Kuvertüre / Zartbitterschokolade.
  • Für ein einfaches All-in-Rezept (Kastenform 25 x 11 cm): 300 g Weizenmehl, 1 Pck. Backin, 1 Pck. Vanillepuddingpulver (Vanille), 175 g Zucker, 125 ml Speiseöl, 250 ml Mandeldrink. Außerdem 1 EL Kakao + 2 EL Mandeldrink für den dunklen Teig.
  • Für ein saftiges Rezept (1 Kuchen 26 x 11 cm): 400 g Weizenmehl (Typ 405), 10 g Speisestärke, 200 g Zucker, 16 g Backpulver, 8 g Vanillezucker, 0.5 TL Salz, 270 ml pflanzliche Milch, 40 g Apfelmus, 250 ml neutrales Pflanzenöl; zusätzlich 15 g Backkakao und 40 ml pflanzliche Milch für den dunklen Teig.
  • Alternativen und Variationen: Dinkelmehl ist meist 1:1 als Ersatz für Weizenmehl geeignet (z. B. Type 405). Glutenfrei: Das Weizenmehl lässt sich 1:1 durch eine glutenfreie Mehlmischung austauschen. Öl oder „Butter“: 160 g Öl können durch 190 g vegane Margarine ersetzt werden.

Zubereitung - Grundtechnik für perfekten Marmorswirl

  1. Vorbereiten: Kastenform gut fetten und mehlen oder mit Backpapier auslegen. Backofen vorheizen auf 180 °C (Ober-Unterhitze) bzw. 160 °C Heißluft.
  2. Trockene Zutaten mischen: Mehl mit Backpulver/Backin, Speisestärke, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel vermengen.
  3. Feuchte Zutaten zufügen: Pflanzliche Milch, Apfelmus und neutrales Öl (oder neutrales Pflanzenöl) zugeben und zu einem glatten Teig rühren. Nicht zu lange rühren.
  4. Teig aufteilen: Etwa ein Drittel des Teiges in eine zweite Schüssel geben. Backkakao und etwas pflanzliche Milch (z. B. 2 EL) zum dunklen Teig geben und kurz unterrühren, bis eine gleichmäßige Kakaomasse entsteht.
  5. Schichten und Swirl: Hellen und dunklen Teig abwechselnd in die Backform füllen. Mit einer Gabel oder einem Löffel spiralförmig bzw. von unten nach oben durch den Teig ziehen, so dass ein Marmormuster entsteht. Als besondere Variante: für einen Zebrakuchen teilt ihr hellen und dunklen Teig in zwei Portionen und füllt abwechselnd Schicht auf Schicht.
  6. Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-Unterhitze) etwa 50-60 Minuten backen (je nach Rezept 55-60 Min.). Stäbchenprobe nicht vergessen: Wenn ein Holzstäbchen ohne Teigresten herauskommt, ist der Kuchen fertig. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken.
  7. Abkühlen und Glasur: Kuchen in der Form etwas stehen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Vegane Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen und über den Kuchen gießen. Nach Belieben mit Zuckerdekor, Puderzucker oder gehackten Nüssen verzieren.
Stäbchenprobe beim Marmorkuchen

Tipps für saftigen Teig und intensiven Geschmack

  • Reife Bananen sind super wichtig für ein geschmacksintensives und saftiges Bananenbrot; für Marmorkuchen gilt: reife Zutaten (z. B. Apfelmus, ggf. pürierte Banane) geben mehr Feuchtigkeit und Aroma.
  • Feuchtigkeit im Teig spielt eine große Rolle, damit der Kuchen schön saftig wird. Wichtig ist das richtige Verhältnis zwischen feuchten und trockenen Zutaten, damit der Kuchen weder trocken noch gummiartig wird.
  • Gemahlene Vanille hebt den Geschmack toll hervor. Vanillezucker oder Vanillepuddingpulver können ebenfalls verwendet werden.
  • Traut euch ordentlich von unten nach oben durch den Teig in der Kastenform zu gehen, damit der Marmor-Swirl perfekt wird.
  • Wenn ihr keine überreifen Bananen habt, könnt ihr eure grünen/gelben Bananen bei 150 °C für einige Minuten in den Ofen legen, bis die Schale dunkelbraun ist.

Besondere Variationen - von fruchtig bis experimentell

Kirschen: Du hast Lust auf ein kleines fruchtiges Extra? Ein Glas Schattenmorellen oder Sauerkirschen durch ein Sieb gießen und die Kirschen vor dem Marmorieren auf dem dunklen Teig verteilen.

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Experimentell: Miso, Lupine und Sesam in einem Kuchen? Ja, ihr habt richtig gelesen! Dieser Dreischicht-Kuchen ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch geschmacklich eine Offenbarung. Das Miso bringt eine feine salzige Umami-Note mit, die sich perfekt mit der Süße von Schokolade und Lupinenkaffee verbindet.

Marmorkuchen mit Kirschen und Schokoladenguss

Variantenbeispiel: Veganer Marmorkuchen mit Miso (Kurzbeschreibung)

  • Grundteig wie oben beschrieben; zusätzlich Lupinenkaffee (z. B. Loffee), helle Misopaste und für den dunklen Teig Backkakao + Misopaste.
  • Teig in drei Portionen aufteilen (hell, mitteldunkel, dunkel), in Schichten backen und nach dem Abkühlen mit Tahin-Sahne (vegane Sahne, Sahnesteif, Vanillezucker, Tahin) servieren. Mit geröstetem Sesam bestreuen.

Praktische Tabelle: Vergleich ausgewählter Marmorkuchen-Grundrezepte

Rezept Form Backzeit Besonderheit
Saftiger Marmorkuchen (26 x 11 cm) Kastenform 26 x 11 cm 50-60 Min. Apfelmus für Saftigkeit, Schokoladenguss
All-in-Teig (25 x 11 cm) Kastenform 25 x 11 cm ca. 55 Min. Schnell mit Puddingpulver für feinen Vanillegeschmack
Veganes Marmor-Bananenbrot Kastenform ca. 22,5 cm ca. 60 Min. Bananen für Aroma und Feuchtigkeit, Zebramuster möglich
Marmorkuchen mit Miso & Lupine Kastenform 26 x 11 cm ca. 60 Min. Dreischichtig, Tahin-Sahne, gerösteter Sesam

Serviervorschläge und Dekoration

  • Schokolade: 200 g vegane Zartbitterschokolade oder Kuvertüre schmelzen und überziehen.
  • Staubzucker, Zuckerdekor, gehackte Nüsse, Schokolinsen oder vegane Streusel eignen sich als Dekor.
  • Für besondere Anlässe: Mit Kirschen bestreuen oder eine Tahin-Sahne als Topping servieren.
Marmor-Backtechnik: Swirl und Zebramuster im Kasten

Backtipps & Fehlervermeidung

  • Nicht zu lange rühren: Übermäßiges Rühren macht den Teig zäh.
  • Stäbchenprobe: Verlasst euch nicht blind auf die Uhr, manchmal variiert die Backzeit.
  • Oberfläche wird zu dunkel: Kuchen nach 45 Minuten ggf. mit Alufolie abdecken.
  • Teigluft entfernen: Form auf die Arbeitsfläche klopfen, damit Blasen verschwinden.

So, und jetzt nichts wie ran an das Rezept, denn der Kuchen sieht nicht nur fantastisch aus, sondern schmeckt auch noch mindestens genauso gut und ist ziemlich einfach zuzubereiten. Falls ihr jetzt auf den Geschmack von Rührkuchen gekommen seid, dann schaut euch doch direkt noch unser Rezept für veganen Haselnusskuchen oder veganen Mohn-Pflaumen-Kuchen an! Noch mehr vegane Kuchen findet ihr natürlich hier.

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