Marmelade in der Tube: Geschichte, Herstellung und Vorteile
Marmelade aus der Tube - gibt es das wirklich? Die Entdeckung der Marmetube Konfitüre hat gezeigt, dass diese innovative Verpackung nicht nur existiert, sondern auch zahlreiche Vorteile bietet. Neben neuen Sorten wie Erdbeere, Sauerkirsch und Brombeer-Minze begeistert die Tube durch praktische Anwendung, Umweltschutz und einen hohen Fruchtanteil. Doch wie kam es zu dieser Entwicklung, wie wird Marmelade hergestellt und was unterscheidet sie von anderen Fruchtaufstrichen? In dieser umfassenden Übersicht erfahren Sie alles zur Geschichte, Technik und Tradition der Marmelade - und warum die Tube eine moderne Antwort auf alte Konventionen ist.
Die Geschichte der Marmelade
Die ersten süßen Brotaufstriche gab es bereits in der Zeit des Römischen Reiches. Bei Ausgrabungen in Italien fanden Archäologen Anfang des 20. Jahrhunderts Reste von Zwetschgenmus in alten Tongefäßen. Das Mus wurde damals mit Zuckerrohr vermischt. Marmelade mit Orangen wird bereits 1669 in London von Samuel Pepys in seinem Tagebucheintrag erwähnt: „Ich trank dort zum ersten Mal Apfelsinensaft, wohl einen halben Liter und in einem Zug. Aus den Schalen machen sie Marmelade. Den Saft trinken sie wie Wein, mit Zucker, und er schmeckt köstlich […]“.
Die berühmte schottische Orangenmarmelade entstand durch einen Zufall: Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erwarb im schottischen Dundee ein Kaufmann eine Schiffsladung Bitterorangen, die roh nicht genießbar waren. Seine Ehefrau zerkleinerte die Früchte und kochte sie mit viel Zucker ein. Die Kaufleute boten die Marmelade erfolgreich in ihrem Geschäft an. Auf das Ehepaar Janet und James Keiller geht die Gründung der ersten Marmeladenmanufaktur zurück. Die industrielle Produktion von Bitterorangenmarmelade begann in Schottland bereits 1797.
Der Name Marmelade stammt vermutlich von dem griechischen Wort mermelata beziehungsweise leitet sich vom spanischen Wort mermelada ab. Der portugiesische Begriff marmelo bezeichnet die Quitte, aus der im portugiesischen Raum die ersten süßen Brotaufstriche hergestellt wurden.
In Deutschland gab es die erste industriell hergestellte Marmelade zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu kaufen. Im Süden Deutschlands entstanden in dieser Zeit mehrere Marmeladenfabriken - einige existieren heute noch. Parallel dazu war das Einkochen von Gartenfrüchten eine notwendige Tätigkeit der Hausfrauen. Die Aufstriche dienten der Bevorratung für die lange Winterzeit. Selbst zubereitete Marmeladen und Gelees erleben aktuell ein Comeback.
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Marmeladen, Konfitüren und Gelees: Begriff und Unterschiede
- Dank der Konfitürenverordnung wird zwischen Marmelade und Konfitüre unterschieden.
- Konfitüre enthält sichtbare Fruchtstücke, während Marmelade per Definition keine sichtbaren Fruchtstücke aufweist und nur aus Zitrusfrüchten besteht.
- Gelee wiederum wird aus reinem, eingedickten Fruchtsaft hergestellt und enthält noch etwas mehr Zucker.
- Bis zum Erlass der Konfitürenverordnung vom 26. Oktober 1982 wurde der Begriff Marmelade für Zubereitungen aus zahlreichen Früchten verwendet.
Die EWG bestimmte, dass die Bezeichnung Marmelade Fruchtaufstrichen aus Zitrusfrüchten vorbehalten sein soll. Nach § 3 Abs. 2 Satz 3 der deutschen Konfitürenverordnung ist die Bezeichnung „Marmelade“ anstelle von „Konfitüre“ für solche Erzeugnisse zulässig, die auf örtlichen Märkten angeboten werden. Der Europäische Rat und das Europäische Parlament haben sich am 31. Januar 2024 darauf geeinigt, die bestehenden Vermarktungsnormen für Fruchtaufstriche und Honig zu überprüfen - auch hinsichtlich der Mindestfruchtanteile.
Marmelade in der traditionellen Küche
Die Marmelade ist ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Küche: Palatschinken werden mit Marmelade bestrichen, die Sacher-Torte mit Marillenmarmelade aprikotiert, für die Linzer Torte verwendet man Ribiselmarmelade. Buchteln, Punschkrapfen, Polsterzipfe und viele Weihnachtskekse werden traditionell mit Marmelade gefüllt - beliebt ist dafür Ribiselmarmelade.
In der hessischen Küche findet Zwetschgenmus bei der Befüllung von Kreppeln Verwendung und ist ein beliebter Aufstrich auf dunklem Brot mit Quark. Viele Rezepte, wie die „Marmelade aus Erdbeeren“ oder Kirschen, sind seit Generationen überliefert.
Die Entwicklung von Marmelade in der Tube
Marmelade aus der Tube war viele Jahre undenkbar. Während man Haselnusscreme oder Senf aus Tuben kennt, brachte das Hamburger Unternehmen Marmetube im Herbst 2016 erstmals fruchtige Aufstriche im Aluminium-Tubenformat auf den Markt.
Die Idee entstand aus einem Alltagserlebnis: Nach einer Marmeladen-Schlacht am Frühstückstisch fragte sich Dennis Schipper, warum es die süßen Fruchtaufstriche nicht in der praktischen Tube gibt. Zusammen mit seinen Freunden Daniel Hutschenreuter und Max Ehmig wurde die Idee weiterentwickelt. Die ersten Tuben besorgten sie sich aus der Apotheke und kochten Marmelade nach Omas Rezepten. Heute konzentriert sich das Unternehmen auf Vertrieb und Marketing, nachdem die Produktion an einen Marmeladenproduzenten in Berlin ausgelagert wurde.
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Das Tuben-Design und die Auswahl an Sorten - darunter Erdbeere, Sauerkirsche, Aprikose und Himbeere - sind bei Einzelhändlern und Konsumenten sehr beliebt. Die Resonanz im Einzelhandel auf das Produkt ist ausgezeichnet, auch Anfragen aus dem Ausland gibt es schon.
Herstellung und Zusammensetzung von Marmelade in der Tube
Im Produktionsprozess besteht der Fruchtaufstrich im Wesentlichen aus 66 Prozent Erdbeeren, Zucker und Geliermittel. Ein hoher Fruchtanteil ist für die Produzenten wichtig: „Unsere Standardsorten enthalten satte 66% Frucht und wir verzichten ganz auf störende Zusätze, wie Farbstoffe, Konzentrate oder Sirup, um ein wirklich fruchtiges Erlebnis zu erreichen.“
Als Ausgangsmaterial werden tiefgekühlte Früchte verwendet. Das ist bei der Marmeladenproduktion üblich. Bei 100 Grad wird die Marmelade fünf bis acht Minuten gekocht, bevor sie mit einer Maschine in die Aluminiumtuben abgefüllt wird. Auch das ist überwiegend Handarbeit - nur die Dosierung der 220 Gramm erfolgt automatisch. Anschließend wird die Tube mit einer Maschine gefalzt und mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen.
| Sorten | Fruchtanteil | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|
| Erdbeere, Sauerkirsch, Brombeer-Minze, Aprikose | 66% | 220g | 2,45 € oder 3,29 € (Einzel), 8,33 € (Dreierpack) |
Auch das Thema Hygiene wird groß geschrieben: Die Handhabung ist hygienischer, weil nicht mehr mit dem Buttermesser im Glas herumgestochert werden kann. Die Tube verhindert unappetitliche Butterreste und Schimmelbildung, denn der Aufstrich bleibt länger frisch.
Um der schnellen Schimmelbildung entgegenzuwirken, verwenden die Produzenten Kaliumsorbat (E 202) als Konservierungsstoff. Gehärtetes Sonnenblumenöl verhindert, dass die Fruchtmasse im Produktionsprozess überkocht oder überschäumt.
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Vorteile der Aluminium-Tube vs. Glasverpackung
Die Tuben bestehen aus recyceltem Aluminium und sind somit umweltfreundlich. Glasbehälter stehen zwar häufig für Nachhaltigkeit, sind aber nicht so grün wie angenommen: Bei der Herstellung von Gläsern wird enorm viel Energie in Form von Hitze verbraucht, und Glasprodukte werden aus Sand hergestellt - einer begrenzten Ressource.
Aluminium hingegen kann unbegrenzt recycelt werden und benötigt beim Recycling nur 5% des Energieaufwands im Vergleich zur Herstellung von neuem Aluminium. Aluminium hat mit 87,5% zudem eine höhere Recyclingquote als Glas. Die Tuben sind leicht und lichtundurchlässig, damit Vitamine auch bei Dir ankommen!
Für Camper und Picknick-Fans sind die Tuben besonders praktisch. Sie sind platzsparend und passen locker in einen Rucksack, Picknick-Korb oder Camper-Schrank. Beim Transport und Export reduziert die Tube das Gewicht und das Volumen deutlich, was nachhaltig wirkt: „Unser Produkt in Glas verpackt hätte bei gleicher Menge zwei Lkw benötigt, so ist es nur einer.“
Selbst das Pfandsystem für Joghurtglas hat seine Tücken, denn es muss gereinigt werden und das kostet Wasser und Energie. Marmetube geht neue Wege: Die Tube schützt den Fruchtaufstrich nachhaltig vor Sonnenlicht und hält ihn länger frisch. Die Aluminiumtube kann einfach in den Gelben Sack geworfen werden, während das Marmeladenglas oft im Hausmüll landet.
Vielfalt und Geschmackserlebnis
Alle Sorten, die in der Tube abgefüllt werden, werden als cremig, samtig und vollkommen ohne Kerne beschrieben. Der Geschmack überzeugt durch Fruchtigkeit und Innovation. Der Fruchtaufstrich ist sehr fruchtig, enthält einen hohen Fruchtanteil und keine störenden Zusätze.
- Besondere Sorten wie Erdbeer-Basilikum bieten ein einzigartiges Geschmackserlebnis.
- Auch ungewöhnliche Sorten sind erhältlich, zum Beispiel Brombeer-Minze aus der Sommeredition.
- Die Basilikum-Blätter wurden großzügig verarbeitet, jedoch nicht so dominant, dass die Marmelade nur noch nach Basilikum schmeckt.
Nie wieder Scherben und das Dilemma, das Glas nicht öffnen zu können! Die Tube ermöglicht präzises Dosieren und Hygiene - ganz ohne Messer.
Marmelade für unterwegs und spezielle Bedürfnisse
Für uns als Camper und Picknicker mit speziellem Rucksack sind die Tuben, ganz abgesehen von der klimafreundlichen Herstellung und der Möglichkeit des Recyclings, sehr praktisch. Einfache Dosierung und Transport machen die Aluminium-Tube zu einer Innovation, die den Alltag deutlich vereinfacht.
Bei deinem täglichen Blick in den Kühlschrank hast du dich sicher schon mal gefragt, wie nachhaltig der Inhalt eigentlich ist. Marmetube beantwortet diese Frage innovativ - grüner genießen mit Marmelade aus der Tube!
Zukunft und neue Traditionen
Mit Marmetube gibt es jetzt eine neue Konfitürenmarke, die man bedenkenlos weiterempfehlen kann - gutes Gewissen inklusive! Probiere alle Sorten nach Lust und Laune aus und überzeuge dich selbst. Vielleicht kennst du ja auch eine/n Marmeladenliebhaber/in, der sich über eine Marmelade-Tube als Geschenk freuen würde?
Kommen Sie auf den Geschmack und werden Sie Teil einer neuen Tradition - mit Marmelade aus der Tube!
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