Kirschkompott ohne Zucker zubereiten — Rezept und haltbare Varianten
Heute erzähle ich euch, wie man zuhause ein Kirschkompott ohne Zucker zubereitet, ein Rezept, das für mich die wahre Essenz der naturbelassenen Küche ist. Oft denkt man, für eine gute Konfitüre brauche man Kilos Haushaltszucker. Dabei ist die Natur schon reichhaltig und schenkt uns all den Geschmack und die Süße, die wir benötigen.
Warum Kirschkompott ohne Zucker?
Dieses Kompott ist eine leichte und ehrliche Alternative zur klassischen hausgemachten Kirschmarmelade: es enthält keine künstlichen Süßstoffe, betont den authentischen Fruchtgeschmack und ist perfekt für ein gesundes Frühstück, zum Füllen leichter Törtchen oder einfach pur im Joghurt am Morgen. Je süßer die Kirschen von Natur aus sind, desto weniger wirst du den Zucker vermissen.
Wichtige Zutaten und ihre Funktion
- Gereifte Kirschen: Wähle gut gereifte, feste und pralle Kirschen, idealerweise regional. Ich als Bewohnerin der Provinz Vicenza wähle gerne die von Marostica und Umgebung.
- Apfel: Kirschen enthalten von Natur aus wenig Pektin. Der Apfel, mit Schale hinzugefügt, wirkt als natürlicher und ökologischer Verdicker und verleiht die perfekte Konsistenz, ohne den Geschmack zu verändern.
- Speisestärke: Damit werden die Kirschen angedickt. Alternativ kannst du auch Vanillepuddingpulver nutzen.
- Kirschsaft oder Wasser: Als Flüssigkeitsbasis; der Kirschsaft bringt natürliche Süße mit.
- Gewürze: Vanilleschote gibt eine besondere Note; Zimt ist optional, manche empfinden Zimt als winterlich.
- Optionales Süßungsmittel: Möchtest du ganz ohne Haushaltszucker auskommen, kannst du Agavendicksaft oder Xylit verwenden; Xylit ersetzt Zucker 1:1 und beeinflusst den Blutzucker kaum.
Kirschkompott ohne Zucker - Grundrezept (schnell, 4 Zutaten)
Mit diesem Rezept für Kirschkompott hast du die beste Grundlage an der Hand, deine Süßspeise noch leckerer zu machen. Ich zeige dir im Rezept, wie einfach du Kirschkompott selbst zubereiten kannst.
Zutaten (ca. 6 Portionen)
- 350 g eingelegte Sauerkirschen (inkl. Saft)
- 300 ml Kirschsaft aus dem Glas (oder 100 ml Wasser bei frischen Kirschen)
- 25 g Speisestärke
- 1 TL Zimt (optional)
- Bei Bedarf: 35 g Zucker oder eine Süßungsalternative (nach Geschmack)
Zubereitung (Gesamt ca. 5 Minuten)
- Die Speisestärke mit 4 EL des Kirschsafts verrühren.
- Die Kirschen zusammen mit dem restlichen Saft, dem Zucker (oder alternativem Süßungsmittel) und dem Zimt in einen Topf geben und aufkochen.
- Die Speisestärke einrühren.
- Bei niedriger Temperatur eine Minute andicken lassen. Schon ist das Kirschkompott fertig!
Das Rezept für Kirschkompott ist in gerade einmal 5 Minuten zubereitet. Du kannst es dann warm zu den verschiedensten Süßspeisen kombinieren oder für eine Tortenfüllung auskühlen lassen.
Varianten und Verfeinerungen
Die Basis für das Kirschkompott Rezept besteht aus nur wenigen Zutaten. Neben dem Zimt kannst du das fruchtige Kompott aber auch mit weiteren leckeren Zutaten verfeinern. Allen voran ist für mich Vanillezucker zu nennen. Auch Gewürze wie Kardamom oder Nelken schmecken toll. Mit Kirschwasser oder Rotwein kannst du dein Kompott ebenfalls verfeinern. Auch ein Mix aus verschiedenen Früchten ist eine tolle Idee. Kombiniere die Kirschen zum Beispiel mit verschiedenen Beeren.
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Grundrezept-Prinzip für andere Fruchtkompotte
Wenn du dir dieses Grundrezept merkst, kannst du viele leckere Fruchtkompotte herstellen. Denn das Prinzip funktioniert immer gleich. Du brauchst Früchte, Saft, Speisestärke und Zucker bzw. eine Süße-Alternative. Dann kannst du auch Beerenkompott, Apfelkompott usw. schnell einkochen.
Haltbarkeit: ohne Zucker vs. mit Einkoch-Methode
Da kein zusätzlicher Zucker enthalten ist (der als natürlicher Konservierer wirkt), ist dieses Kompott empfindlicher als traditionelle Marmeladen. Vakuumverschlossene Gläser lassen sich an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort etwa 2-3 Monate aufbewahren. Selbst gemachtes Kirschkompott hält sich ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert mehrere Monate; geöffnet im Kühlschrank 5-6 Tage.
Einkochen im Topf (ohne Zucker möglich)
- Boden eines großen Kochtopfs mit Geschirrtuch auslegen oder Gittereinsatz einlegen.
- Gläser mit Abstand aufstellen, sodass sie den Topfboden nicht berühren.
- Wasser füllen, bis die Gläser zu 3/4 im Wasser stehen.
- Bei 80-100 °C je nach Rezept 30-40 Minuten einkochen.
- Gläser vorsichtig heben und auskühlen lassen. Kühl und dunkel lagern.
Einkochen im Backofen
Gläser in eine Fettpfanne stellen und so viel Wasser angießen, dass die Gläser etwa 2 cm hoch im Wasser stehen. Im vorgeheizten Backofen bei 150 °C (Umluft) ca. 30 Minuten einkochen. Gläser abkühlen lassen und dunkel lagern.
Tipps zur Auswahl und Vorbereitung der Kirschen
- Für Kirschkompott kannst du jede Art der Kirsche verarbeiten - ob süß oder sauer.
- Verwendest du frische oder eingefrorene Sauerkirschen gelingt das Kirschkompott schön knallig.
- Die Glaskirschen kannst du zusammen mit dem Kirschsaft verwenden und so das Entsteinen sparen.
- Wenn du Kirschen einkochst, kannst du sie auch mit Stein einlegen - sie zerfallen dann weniger stark und sehen schöner aus.
- Sollten deine Kirschen beim Einkochen ihre Farbe verlieren, kann es helfen, etwas Zitronensäure oder Zitronensaft hinzuzufügen.
Woran erkenne ich die richtige Konsistenz?
Mache den klassischen „Teller-Test“: Gib einen Teelöffel heißes Kompott auf einen kalten Teller aus dem Gefrierfach und neige ihn. Wenn das Kompott langsam abläuft, ohne sich von der Flüssigkeit zu trennen, ist es fertig.
Wozu passt Kirschkompott?
Eigentlich sollte es eher lauten: was passt nicht zu Kirschkompott? Denn gerade was Süßspeisen angeht, ist es ein absoluter Allrounder! Grießpudding, Milchreis, Vanillepudding, Kaiserschmarrn, Quarkwaffeln - diese Rezepte und noch viele mehr werden durch Kirschkompott noch leckerer! Auch Nachspeisen wie mein Schwarzwälder Kirsch Dessert kannst du damit ergänzen. Wer lieber damit backen möchte, kann es für einen saftigen Kirschkuchen mit Streuseln, einen Feuerwehrkuchen oder Schwarzwälder-Kirsch-Muffins verwenden.
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Alternative Zubereitung mit frischen Kirschen (ohne Glas)
Frische Kirschen waschen, entstielen und entkernen. In einen Topf füllen. Mit wenig Wasser oder Kirschsaft und optional Vanilleschote bzw. Zimt aufkochen und unter Rühren etwa 10 Minuten zu einem dickflüssigen Kompott einkochen lassen. Speisestärke mit Saft anrühren und zum Andicken verwenden.
Einmachen ohne Zucker - Schritt-für-Schritt
- Fülle 1 Liter Wasser in einen Kochtopf und bringe es zum Kochen. Optional Vanillestange und 1 TL Zimt hinzugeben; 5 Minuten köcheln lassen.
- Kirschen waschen, Stielansätze entfernen und ggf. entkernen.
- Einmachgläser und Deckel 10 Minuten im kochenden Wasser sterilisieren.
- Gläser bis 2 cm unter den Rand mit Kirschen füllen und mit der heißen Flüssigkeit auffüllen.
- Gläser verschließen, in einen Topf stellen und so viel Wasser einfüllen, dass die Gläser drei Viertel unter Wasser stehen. Mindestens 25 Minuten köcheln lassen.
- Gläser herausheben, abkühlen lassen und an einem dunklen, kalten Ort lagern.
Ein paar Nährwertangaben und Lagerhinweise
| Portion | Kalorien (ca.) | Haltbarkeit ungeöffnet | Geöffnet im Kühlschrank |
|---|---|---|---|
| 150 g | ca. 138-232 kcal (je nach Zuckerzugabe) | ohne Zucker: 2-3 Monate (eingekocht länger) | 5-6 Tage |
Häufige Fragen
- Kann ich Kirschkompott einfrieren? Ja, Kirschkompott einfrieren ist generell möglich. Um es länger haltbar zu machen, empfehlen wir allerdings das Einkochen.
- Welche Kirschen sind am besten? Süßkirschen ergeben ein von Natur aus süßes Kompott, Sauerkirschen benötigen mehr Süße. Regionales Bio-Obst wird empfohlen.
- Welcher Zucker eignet sich zum Einkochen? Weißer Kristallzucker ist üblich; brauner Zucker verändert Geschmack und Feuchtigkeit. Bei zu viel Zucker leidet die Gesundheit - sparsam dosieren.
Guter Tipp zum Schluss
Hast du das Rezept einmal verinnerlicht, kannst du viele Früchte konservieren und das ganze Jahr über den Sommer genießen. Wenn du keinen großen Einkochtopf besitzt, geht auch der Backofen; das Prinzip bleibt dasselbe: saubere Gläser, heiße Flüssigkeit und ausreichend Einkochzeit.
Hat es Dir geschmeckt? Hast Du Verbesserungsvorschläge oder eine kreative Zutat ausprobiert? Hinterlasse einen Kommentar und lass mich wissen, wie es dir ergangen ist. Dein Feedback inspiriert nicht nur mich, sondern auch andere HobbybäckerInnen!
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