Was tun, wenn die Marmelade für Plätzchen zu flüssig ist?

Kaum etwas ist ärgerlicher, als wenn die liebevoll gefüllten Plätzchen oder Gebäcke im Ofen ihre Marmeladenfüllung verlieren. Statt einer schönen, saftigen Mitte bleibt dann nur ein klebriger Rand und ein leerer Keks. Das Auslaufen von Marmelade ist ein klassisches Problem beim Backen von Plätzchen, Teilchen, Linzertorten oder Hefegebäck.Damit Marmeladenfüllungen beim Backen nicht auslaufen, kommt es auf die richtige Konsistenz, Temperatur und Verarbeitung an. Wenn du deine Füllung leicht eindickst, sparsam dosierst und den Teig sorgfältig verschließt, bleibt dein Gebäck formschön und saftig.

Ursachenforschung: Warum läuft die Marmelade aus?

Bevor du das Problem lösen kannst, lohnt sich ein Blick auf die Ursachen. Marmelade läuft beim Backen aus, wenn sie zu flüssig, zu heiß oder zu üppig verwendet wird. Die Lösung: Marmelade andicken, sparsam dosieren, Ränder gut verschließen und moderate Hitze wählen. Meist liegt es an zu dünnflüssiger Marmelade, falscher Verarbeitungstemperatur oder unzureichendem Verschließen der Teigränder.

Zu flüssige Marmelade

Marmelade besteht aus Zucker und Frucht, die bei Hitze flüssiger wird. Viele machen den Fehler, die Marmelade direkt aus dem Glas zu verwenden. Das funktioniert nur selten gut.

Falsche Temperatur

Die Marmelade läuft besonders leicht aus, wenn sie zu früh erhitzt wird oder zu lange im Ofen bleibt. Bei zu hoher Temperatur schmilzt der Zucker und wird braun.

Zu viel Füllung

Weniger ist hier mehr. Verwende pro Gebäckstück nur einen halben Teelöffel Marmelade (bei kleineren Plätzchen noch weniger).

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Ungeeignete Sorte

Nicht jede Fruchtfüllung reagiert gleich im Ofen. Vermeide zu flüssige oder stückige Marmeladen. Backfeste Sorten wie Aprikose, Johannisbeere oder Sauerkirsche funktionieren am besten.

Unzureichend verschlossene Teigränder

Der Dampf in der Füllung sucht sich den Weg nach außen. Bei offenen Plätzchen nach dem Backen, bei geschlossenen (z. B. Linzertorten) schon während des Backens. Immer gut verschließen, nicht zu heiß backen und die Füllung dicklich einkochen.

Was tun, wenn die Marmelade zu flüssig ist?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Konsistenz der Marmelade zu verbessern, bevor sie in den Ofen kommt.

Marmelade andicken

Ja, durch kurzes Einkochen oder Zugabe von Speisestärke, Gelierzucker oder Nüssen.

  • Einkochen: Die Marmelade in einem Topf erhitzen und unter Rühren köcheln lassen, bis sie eindickt.
  • Speisestärke: Ein Geheimtipp aus der Konditorei: Marmelade mit 1 TL Zitronensaft und etwas Speisestärke aufkochen.
  • Gelierzucker: Etwas Gelierzucker einrühren und kurz aufkochen lassen.
  • Nüsse: Gemahlene Nüsse können ebenfalls Flüssigkeit binden und die Marmelade andicken.

Backfeste Fruchtfüllungen verwenden

Es gibt fertige, backstabile Marmeladen (z. B. von FunCakes oder anderen Backmarken).

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Tipps und Tricks für perfekte Plätzchen mit Marmelade

  • Marmelade erwärmen: Marmelade etwas erwärmen, damit sie flüssiger wird (klappt sehr gut in der Mikro) und dann mit einem kleinen Löffel reinfüllen. Trocknen lassen.
  • Zeitpunkt der Füllung: Bei solchen "Muldenplätzchen" backe ich die Plätzchen fast fertig, gebe auf die noch heißen Plätzchen die Marmelade und gönn ihnen dann noch mal so 2-3 Minuten im Ofen, bis sie komplett fertig sind. Dadurch kocht die Marmelade nicht richtig, läuft somit nicht heraus und wird auch nicht so eklig zäh, zieht aber dennoch noch mal ein wenig in ihrer Konsistenz an, wodurch oben drauf so eine leichte Haut entsteht, die die Plätzchen wesentlich besser stapelbar in den Dosen machen :).
  • Teig und Marmelade kühlen: Ja, aber beide sollten gut gekühlt sein.

Was tun, wenn die Marmelade nach dem Einkochen nicht fest wird?

Wenn Marmelade nach dem Einkochen nicht die gewünschte Festigkeit erreicht, kann das verschiedene Ursachen haben. Für viele Hobbyeinmacherinnen und -einmacher ist dies zunächst frustrierend, doch in den meisten Fällen lässt sich das Problem mit etwas Wissen und wenigen Handgriffen beheben.

Häufigste Gründe, warum Marmelade nicht fest wird

  • Zu wenig Säure: Pektin - der natürliche Gelierstoff in vielen Früchten - benötigt eine gewisse Säure, um seine Wirkung zu entfalten. Wenn du also sehr süße, milde Früchte wie Birnen, Mangos oder Melonen verwendest, fehlt oft die nötige Säure zum Gelieren. Auch ein zu hoher pH-Wert hemmt die Gelbildung.
  • Zu wenig Pektin: Nicht alle Früchte enthalten von Natur aus genügend Pektin. Während Äpfel, Quitten, Johannisbeeren oder Zitrusfrüchte reich an Pektin sind, sind Erdbeeren, Kirschen oder Rhabarber eher pektinarm.
  • Nicht lange genug gekocht: Gelierzucker braucht eine gewisse Kochzeit, um zu wirken, meist 3 bis 5 Minuten sprudelnd kochend. Wenn die Marmelade zu kurz erhitzt wird, kann sich das Pektin nicht vollständig entfalten. Auch zu langes Kochen kann das Gegenteil bewirken: Pektin zerfällt bei Überhitzung.
  • Falsches Mengenverhältnis von Frucht und Zucker: Gelierzucker funktioniert nur im richtigen Verhältnis. Wer zu viel Frucht oder zu wenig Zucker verwendet, riskiert flüssige Ergebnisse. Besonders bei Rezepten mit reduziertem Zuckeranteil (z. B. 3:1) ist genaues Abwiegen wichtig.
  • Störende Zutaten oder Reste im Topf: Fett, Butterreste am Löffel, nicht richtig saubere Gläser oder säureempfindliche Zusätze wie Alkohol oder Milchprodukte können die Gelierung beeinträchtigen.

Was tun, wenn die Marmelade nicht fest wird?

Du hast alles beachtet und trotzdem bleibt die Marmelade zu flüssig? Keine Sorge, sie lässt sich oft retten:

  • Nachgelieren: Gieße die Marmelade zurück in den Topf, gib zusätzliches Pektin (z. B. Gelierfix, Apfelpektin oder 1:1-Gelierzucker) und etwas Zitronensaft hinzu und koche die Masse erneut 3-5 Minuten sprudelnd auf. Führe einen Geliertest durch, bevor du sie wieder abfüllst.
  • Gelierprobe: Stelle vor dem Abfüllen einen kleinen Teller kalt. Gib einen Tropfen Marmelade darauf. Wird sie beim Abkühlen innerhalb einer Minute fest (du kannst mit dem Finger eine Spur ziehen), ist sie fertig. Bleibt sie flüssig, sollte sie noch weiter gekocht oder ergänzt werden.

Gelierprobe - So geht's richtig

Um sicherzustellen, dass der Brotaufstrich nicht zu flüssig und schön streichfähig ist, entnehmen Sie kurz vor Ablauf der Kochzeit einfach einen Teelöffel und geben die Masse auf einen Teller. Wird sie während des Abkühlens fest, ist alles in Ordnung. Wie lange Sie bei der Gelierprobe warten müssen, hängt nicht zuletzt von der Temperatur des Tellers ab. Ist er zimmerwarm, dauert der Test etwa ein bis zwei Minuten.

Man nimmt einen Teller und träufelt ein paar kleine Tropfen der heißen Marmelade auf den Teller. Dann die Marmelade kurz abkühlen lassen und den Teller so schwenken, dass die Tropfen zerfließen müssten. Wenn diese sehr langsam oder gar nicht mehr auslaufen, ist die Marmelade geliert. Wenn die Tropfen noch zerfließen, kann man noch was machen.

Die richtige Kochzeit und Temperatur

Wie lange kocht die Masse wirklich sprudelnd? Das sollten am Ende immer 5 Minuten sein. Ist die Rührstufe hoch genug, dass sich auch alles im Tiopf bewegt? Das Problem kenne ich, seit ich für Marmeladen nicht mehr 100°, sondern Varoma einstelle (Deckel schräg aufsetzen oder Garkörbchen als Spritzschutz aufsetzen), wird auch die Marmelade fest. Die Zeit läuft allerdings erst, wenn es im Topf blubbert!!!

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Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Achte also darauf, dass deine Kochzeit nicht länger als 8 Minuten beträgt. Hast du doch einmal die Zeit aus dem Blick verloren, ist das nicht schlimm. Greife hier einfach zu Gelierzucker, Zitronensäure oder anderen Geliermitteln, die du Zuhause hast.

Die Rolle von Pektin

Pektin ist der Stoff, der Marmelade zum Gelieren bringt. Er ist in Obst enthalten und wird durch Kochen und den Feststoff Zucker dickflüssig. Da manche Früchte zu wenig Pektin haben oder das Pektin nicht gut reagiert, kam die Idee des Gelierzuckers auf, dem Pektin zugesetzt wurde. Jedes Pektin ist anders und braucht ein anderes Verhältnis an Zucker und Säure. Daher wurden die Pektine im Gelierzucker so bearbeitet, dass sie für den jeweiligen Anwendungszweck gut funktionieren. Aber auch Früchte sind verschieden und enthalten unterschiedlich viel Zucker und Säure.

Früchte mit wenig natürlichem Pektin benötigen mehr Kochzeit oder Geliermittel, um fest zu werden. Hier kann es helfen, wenn du einen ganz neuen Konfitüren-Früchtemix kreierst. Zitrusfrüchte, Äpfel, Johannisbeeren und Quitten enthalten zum Beispiel viel Pektin. Pektin führt in Verbindung mit Zucker und Fruchtsäuren zu einer chemischen Reaktion, wodurch Marmeladen ihre Festigkeit erlangen.

Pektin zufügen

Wir füllen die Marmelade wieder in einen Topf, geben Pektin zu, kochen das Ganze auf und füllen es wieder heiß ab. Das Problem: Pektin braucht Zucker, Säure und Hitze, um zu reagieren. Wenn das Verhältnis dieser Stoffe untereinander nicht stimmt, kann es sein, dass diese Lösung nicht funktioniert.

Die Wahl des richtigen Gelierzuckers

Was normalen Zucker von Gelierzucker unterscheidet, ist das Pektin. Das wurde dem Gelierzucker zugefügt, damit die Marmelade streichfähig wird. Die Zahlen geben das Mischungsverhältnis von Zucker und Früchten an. So kommen bei Gelierzucker 1:1 auf 1 kg Zucker 1 kg Früchte. Bei 2:1 Gelierzucker werden 1 kg Früchte mit 500 g Zucker vermischt. Mittlerweile gibt es auch Bio-Gelierzucker 2:1 ohne Konservierungsstoffe. Beim 3:1 Gelierzucker wird die Marmelade besonders fruchthaltig, denn auf 500 g Zucker kommen 1,5 kg Früchte.

Für die Herstellung von Marmeladen ist es wichtig zu wissen, wie du das Verhältnis von Früchten und Gelierzucker wählen musst. 1 Teil Obst - 1 Teil Gelierzucker d.h. Es gibt auch Gelierzucker in den Stärken 2:1 und 3:1 zu kaufen. Sie enthalten weniger Zucker und mehr Pektin. So sind für 1000 Gramm bzw. 1500 Gramm Obst nur 500 Gramm Gelierzucker nötig.

Die Lieblingsmischung der meisten Marmeladenkocher ist 2:1, weil dabei das Säure- und Zucker-Frucht-Verhältnis am ausgewogensten ist. Dennoch hat jede Gelierzuckersorte ihre Daseinsberechtigung.

Marmelade wird zu dick? Kein Problem!

Ich habe Marmelade hergestellt, jedoch ist diese beim Einkochen zu dick geworden - gibt es eine Möglichkeit diese im Nachhinein noch streichfähig zu bekommen? Natürlich, nichts einfacher als das. Marmelade erneut erhitzen (im Wasserbad oder im Ofen, vielleicht sogar in der Mikrowelle) und etwas Wasser hinzufügen (am besten kochendes) und gut umrühren. du kannst das geöffnete glas einfach auch durchrühren. dann ist sie streichfähig und bleibt auch so. aber immer nur bei dem glas welches du auch benutzt. Meist reicht es, die Marmelade in ein warmes bis heisses Wasserbad zu stellen. Bei Honig klappt das immer.

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