Rosenmarmelade selber machen: Duft, Aroma und fünf erprobte Rezepte
Selbstgemacht schmeckts am besten. Vielmehr, weil das Erfolgserlebnis des Kochens süßer schmeckt wie jede gekaufte Rosenmarmelade. Du denkst, Rosen sind nur zum Anschauen und dran Schnuppern da? Falsch gedacht!
Mit diesem Rezept bringst du den zarten Duft und unverwechselbaren Geschmack echter Rosen direkt auf dein Brot. Rosenmarmelade schmeckt so, wie ein Garten in voller Blüten duftet - süß, zart und romantisch.
Die besten Rezepte für Rosen-Marmelade nutzen natürlich nur jenen Rosenliebhabern, welche Zugriff auf frische Rosenblüten haben. Getrocknete oder angetrocknete Ware ist für diesen Zweck völlig unbrauchbar, weil die wichtigsten Geschmacksstoffe längst verschwunden sind.
Rosen richtig auswählen und vorbereiten
Natürlich sollte man für die Verwendung in der Küche nur ungespritzte Rosen verwenden. Am besten geeignet als essbare Rosenarten sind Moosrosen, Bourbonrosen, Teerosen, Moschatarosen und Gallicarosen.
Züchten Sie diese Rosen selbst, dann achten Sie darauf, dass die Rosen keine Krankheiten oder Rosenschädlinge aufweisen. Auch sollten Sie über mögliche Schadstoffe im Boden informiert sein.
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Die Duftstoffe einer Duftrose sind ein flüchtiges Gut. Je schonender sie die Rosenblüten behandeln, desto intensiver der Geschmack in ihrer Rosen-Marmelade.
- Es ist also wichtig, dass die Rosenblüten nach der Ernte kühl gelagert und rasch verarbeitet werden.
- Überspitzt gesagt: Jede Minute zählt.
- Es rächt sich geschmacklich, wenn sie die Rosenblüten verkochen, denn auch hier entweichen unter Umständen die besten Duftstoffe am falschen Ort.
Halten Sie die Blume an den Blütenblättern, kopfüber, und ziehen Sie den grünen Stiel, so dass nur die Blütenblätter in Ihrer Hand bleiben. Entfernen Sie vor der Verarbeitung außerdem die Kelchansätze der Rosen.
Grundrezept: Rosenmarmelade selber machen
Es ist kinderleicht Rosenmarmelade herzustellen. Haben Sie es schon mal versucht?
Zutaten für hausgemachte Rosenmarmelade: Folgende Zutaten brauchen Sie für dieses Rezept für vier kleine Gläser Rosenmarmelade: 100 g frische Rosenblüten (ungespritzt), 250 g Gelierzucker (1:2), 350 ml Wasser, 3 Bio-Zitronen, 1 EL Vanillezucker.
Die Rosenblüten sollten laut dem Rezept-Portal "Küchengötter" unbedingt frisch und unbehandelt sein, damit sie keine Schadstoffe enthalten. Kaufen Sie die Exemplare für Ihre Marmelade daher am besten direkt beim Biobauern oder verwenden Sie Blüten aus Ihrem eigenen Garten.
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- Entfernen Sie vor der Verarbeitung außerdem die Kelchansätze der Rosen.
- Vermengen Sie die Blüten dann mit dem Gelierzucker und lassen Sie das Ganze für mindestens vier Stunden ziehen.
- Die Mischung aus Rosen und Gelierzucker bearbeiten Sie mit dem Pürierstab oder im Mixer.
- Pressen Sie anschließend die Zitronen aus und geben den Saft zusammen mit dem Vanillezucker und dem Wasser dazu.
- Kochen Sie alles noch einmal auf und füllen die Rosenmarmelade umgehend in Gläser.
Nun heißt es: Abkühlen lassen und genießen! Ein ausgiebiges Frühstück gehört für viele zur morgendlichen Routine. Pep und Eleganz verleihen Sie Ihrem Frühstück mit selbst gemachter Rosenmarmelade anstelle des üblichen Brotaufstrichs.
Alternative Basis-Variante mit Nelken
100 g ungespritzte, frische Rosenblätter z.B. Duftrosen, 250 ml Wasser, 3 Nelken, 500 g Gelierzucker 2:1, 2 EL Zitronensaft.
- Wasche die Rosenblätter vorsichtig in kaltem Wasser und tupfe sie trocken.
- Gib die Rosenblätter, das Wasser und die Nelken in einen Topf und erhitze die Mischung langsam.
- Bringe sie dann zum Kochen und lass sie für 5 Minuten leicht köcheln, sodass die Nelken ihren Geschmack abgeben.
- Entferne die Nelken.
- Rühre den Gelierzucker in den Topf und lass die Marmelade unter ständigem Rühren 3-4 Minuten sprudelnd kochen.
- Füge den Zitronensaft hinzu und lass die Mischung noch 1 weitere Minute kochen.
- Fülle die heiße Marmelade sofort in sterile Gläser und verschließe sie gut.
Machen Sie eine Gelierprobe. Stell die Gläser für ein paar Minuten auf den Kopf, damit sie ein Vakuum bilden.
Fünf bewährte Rosen-Rezepte aus verschiedenen Traditionen
Hier präsentieren wir Ihnen die 5 besten Rezepte für Rosen-Marmeladen. Natürlich ist die Selektion abhängig von den persönlichen Präferenzen. Aber lecker sind sie alle.
Beachten Sie aber bitte, dass das Ergebnis Ihrer Marmeladenkocherei nicht alleine von der Qualität des Rezeptes abhängt. Sie haben es also selber in der Hand, ob Sie mit Ihrer eigenen Rosen-Marmelade ein kulinarisches Mesterwerk schaffen.
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1) Türkische Rosen-Marmelade (sirupartig)
Die Türkei zählt zu den größten Produzenten von Rosenöl und Rosenwasser. Kein Wunder also, dass Rosen in der türkischen Küche eine lange Tradition haben.
350 gr. Rosenblüten (ungespritzt, das versteht sich wohl von selbst…). Rosenblätter pflücken, manuell vom Grünzeug reinigen und evtl. die hellen Blütenspitzen abschneiden.
Den restlichen Zucker in einen Topf geben. Nun bei mittlerer Hitze das Ganze langsam zu einem dicken Sirup einkochen. Achten Sie darauf, dass der Sirup zählflüssig ist.
Achten Sie darauf, dass sie einen zähen Sirup haben! Danach den Schaum abschöpfen und heiß in saubere Twist-Off-Gläser füllen, diese verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen.
Die Türkische Rosen-Marmelade ist nicht mit unserer Konfitüre zu vergleichen. Sie ist sirupartig und wird deshalb beim Essen jeweils Biss für Biss mit dem Löffel auf das Brot verteilt.
2) Schweizer Rosengelee (Weißwein-Extrakt)
Deshalb sollte es nicht erstaunen, wenn das Rezept für den besten Rosengelee aus der Schweiz kommt. Bei den Schweizern geht Liebe durch den Magen.
500 gr. Die Rosenblütenblätter pflücken und manuell reinigen und wenn möglich und sinnvoll, die Blütenspitzen abschneiden, weil sich hier Bitterstoffe finden können.
Die Rosenblütenblätter zusammen mit dem Weißwein kurz aufkochen. Wenn der Sud kocht, stellen sie die Herdplatte ab und lassen den Aufguss 15 Minuten auf der Herdplatte stehen.
Danach den Weißweinauszug zusammen mit dem Gelierzucker aufkochen und unter ständigem Rühren während 4 Minuten am Kochen halten. Bei diesem Rezept ist es wichtig, dass Sie die Rosenblütenblätter nicht verkochen, sondern die Extraktion möglichst schonend vollziehen.
3) Britische Rose Petal Jam
Die britische Küche wird seit jeher brutal unterschätzt. Was die Liebe zu Rosen und den Umgang mit ungewöhnliche Geschmäckern anbelangt, macht den Briten eh niemand etwas vor.
Weitere 20 Minuten leicht köcheln lassen, bis der Sud richtig eindickt. Nun vom Herd nehmen und in die Einmachgläser gießen.
Lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass er im heißen Zustand noch recht flüssig wirkt. Den Rose Petal Jam isst man relativ frisch.
Verwenden Sie diese Rosen-Marmelade nicht nur als Aufstrich, sondern kombinieren Sie die Rose Petal Jam auch zu salzigen Crackers als Apéro.
4) Französisches Rosengelee (Zitrone und kurzer Kochgang)
Was könnte süßer und romantischer sein, als das Wochenende mit einem köstlichen Toast mit Rosengelee zu beginnen? Niemand.
- Legen Sie die Blütenblätter in eine Marmeladenschüssel oder einen großen Kochtopf.
- Fügen Sie 1 Liter Wasser und den Saft einer kleinen Zitrone hinzu.
- Zum Kochen bringen und 15 Minuten köcheln lassen. Schalten Sie den Herd aus und lassen Sie ihn abkühlen.
- Nun stellen Sie den Topf wieder auf den Herd und bringen das Ganze unter Rühren zum Kochen.
- Unter ständigem Rühren 7 bis 8 Minuten kochen lassen.
- Schalten Sie die Hitze aus und füllen Sie die Mischung sofort in die Gläser.
Das Gelee sieht jetzt noch recht flüssig aus, wird aber beim Abkühlen eindicken.
5) Einfaches Rosenmarmelade-Rezept mit Vanillezucker
Rosenblüten abwaschen, in kochendes Wasser geben und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend Gelierzucker, Vanillezucker und Zitronensaft hinzugeben, aufkochen und etwa 20 Minuten köcheln lassen.
Gelierprobe durchführen, dafür etwas von der Masse auf einen Teller geben und erkalten lassen. Ist sie fest genug, die Konfitüre in Gläser füllen und verschließen.
Die 15 Rosenblüten in kochendes Wasser geben und 5 Minuten ziehen lassen. Danach die Rosenblüten auspressen und das Wasser durch ein Haarsieb gießen.
Mit dem Zitronensaft, den gezupften Rosenblättern und dem Gelierzucker nach Packungsanleitung auf dem Gelierzucker kochen und kochend heiß in die Gläser füllen.
Tipps zur Gelierung, Farbe und Konsistenz
Die Duftstoffe einer Duftrose sind ein flüchtiges Gut. Deshalb riechen sie ja auch so intensiv.
- Bei Wildrosen ist das natürlich schwierig, bzw. nicht sinnvoll, die Blütenspitzen zu entfernen.
- Nach dem Kochen der Blütenblätter habe ich alles mit dem Pürierstab zerkleinert und dann erst den Gelierzucker dazu gegeben.
- Die Farbe ist eher bräunlich (wie Rhabarber Marmelade) und die Konsistenz flüssig.
Die 20 Min. Kochzeit sind mir ohnehin zu lange vorgekommen - auch das kein zusätzliches Pektin od. Agar Agar notwendig war. Nur der Geschmack ist lecker.
Hi, die Marmelade ist wirklich sehr lecker. Gestern 2 Liter gemacht. Jetzt sind wieder 4 Liter aufm Herd und das werden nicht die letzten diesen Sommer sein, denn ich habe genug Rosen ;).
LECKER, wir haben die Marmelade gestern Abend gekocht und heute Morgen probiert, einfach nur lecker und in der Zubereitung ganz einfach. Wir haben eine Mischung aus pinkfarbenen und roten Duftrosen verwendet.
Das Ergebnis war eine leckere pinkrote Marmelade. Tolles Rezept, Danke.
Haltbarkeit, Abfüllen und Hygiene
Nach 20 Minuten Kochzeit spülen Sie die vorgesehenen Gläser mit Rum aus und füllen die Marmelade sofort ein. Danach den Schaum abschöpfen und heiß in saubere Twist-Off-Gläser füllen, diese verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen.
Fülle die heiße Marmelade sofort in sterile Gläser und verschließe sie gut. Stell die Gläser für ein paar Minuten auf den Kopf, damit sie ein Vakuum bilden.
Varianten und verwandte Köstlichkeiten
Duftende Rosen, frischer Lavendel und der Sommer in der Luft machen unser Rezept für selbstgemachtes Rosengelee unbeschreiblich. Du brauchst dafür nur einige Rosenblätter und eine Handvoll Lavendelblüten.
Wichtig ist für das Rosengelee die Herkunft deiner Rosen. Du solltest wirklich nur die Rosen verwenden, die du selbst angepflanzt hast und von denen du sicher bist, dass sie nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden.
Die Zubereitung des Rosenlikörs ist ganz einfach. Sie nehmen 5 Handvoll Rosenblütenblätter (ungespritzt) und übergießen sie mit 70cl Schnaps (Doppelkorn oder Wodka).
Ca. 4-6 Wochen ruhen lassen. Danach filtern Sie den Likör ab und geben 25cl Zuckersirup dazu, damit der Rosenlikör gezuckert wird.
Sie lassen den Likör erneut mindestens eine Woche stehen (je länger desto besser). Nun filtern Sie erneut den Rosenlikör ab und geben bei Wunsch 5cl Grenadinesirup hinzu.
Hagebutte: die Frucht der Hundsrose
Wussten Sie schon, dass die Frucht der Hundsrose die Hagebutte ist? Die Hagebutte ist eine richtige Vitamin-C Bombe.
Die Erntezeit der Hagebutte ist zwischen Mitte September und Mitte November. Zu beachten ist, dass die Hagebutte richtig reif sein, das heißt, sie kann ruhig schon etwas weich sein.
Wenn man die Früchte der Hundsrose weiter verarbeiten möchte ist es vom großen Vorteil, wenn du Hagebutte gefroren war. Deswegen empfehlen sich die frischen Hagebutten nach dem Naturfrost zu ernten.
- Beim Ernten der Hagebutte ist es hilfreich, wenn man Latexhandschuhe trägt, da die Hagebutte sehr klebrig ist.
- Von den Krönchen und Stielresten lässt sich die Hagebutte mit einer Schere befreien.
Für den selbstgemachten Hagebuttentee ernten Sie am besten selbst die Hagebutten. Nach der Ernte säubern Sie die Hagebutte gründlich und entfernen dann die Kerne.
Zum Entfernen der Kerne schneidet man die Hagebutte in der Mitte durch und kratzt die Kerne mit einem spitzen Messer aus. Vorsicht, die Kerne könnten Juckreiz verursachen.
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