Rosen-Marillen-Marmelade: Rezept und ausführliche Zubereitung
Marillenmarmelade (Aprikosenkonfitüre) ist ein absoluter Klassiker, der auf keinem Frühstückstisch fehlen sollte. Marillenmarmelade ist der Klassiker unter den Marmeladen. Das passt auch als Marmelade super zusammen. Wenn beides Saison hat, legen wir uns deshalb etwas Sommer auf Vorrat an.
Zutaten
- Marillen (Aprikosen), entsteint (Menge je nach Rezept; üblicher Richtwert: 1 kg für ca. 1,1 l Marmelade)
- Gelierzucker 1:1 (oder 2:1 je nach gewünschter Süße und Angabe im Rezept)
- stark duftende Rosenblätter, z. B. Duftrose (einige Handvoll Blütenblätter)
- Saft von 1 Zitrone (optional, fördert die Gelierung und Frische)
- Vanilleschote und -mark (optional, nach Geschmack)
Vorbereitung der Zutaten und Gläser
Die Marillen waschen, halbieren und die Steine entfernen. Die Hälften dann in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Die Marillenstücke abwiegen und mit der passenden Menge Gelierzucker 2:1 (50 % des Fruchtgewichts) in einen Topf geben und umrühren.
Damit Ihnen keine Keime die selbstgemachte Marmelade verderben, sterilisieren Sie die Gläser unbedingt vorher. Hierfür die Gläser und Deckel mit kochendem Wasser gründlich ausgießen. Stellen Sie die Gläser vor dem Befüllen auf ein feuchtes Tuch. Dadurch zerspringen sie beim Befüllen nicht. Achten Sie vor dem Zudrehen auf ein sauberes Glasgewinde.
Rosen vorbereiten
Da meine Duftrose dieses Jahr endlos Knospen und Blüten trägt, habe ich es endlich riskiert und zwei Handvoll Blütenblätter geopfert. Die Rose gibt bis jetzt nur ein minimales Aroma ab, das aber besser als ein penetranter Rosengeschmack ist. Die Rosen mit kochendem Wasser übergießen kann helfen, sie schonend zu entkeimen und das Aroma milder zu halten.
Einziehen lassen (optional)
Die Marillen zugedeckt ca. 2 Std. ziehen lassen. Das entzieht den Früchten Wasser, macht die Fruchtstücke weich und der Zucker löst sich teilweise bereits auf. Ich habe die Marillen in unterschiedlich großen Stücken eingekocht, habe die frischen Marillen einmal Saft ziehen lassen (von 1 Stunde bis über Nacht), einmal sofort eingekocht. Es kamen unterschiedliche Gelierzucker und Kochzeiten zum Einsatz.
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Kochvorgang
Die Marillenstücke unter Rühren erhitzen und rund 5 bis 10 Minuten weich köcheln. Die Marillen-Zucker Mischung im Topf erhitzen und die Marmelade 4 Min. sprudelnd kochen lassen (gilt ab sprudelndem Kochen). Damit nichts anbrennt umrühren. Während der letzten Minute die Marmelade bei Bedarf mit einer Schaumkelle oder einem Löffel abschäumen. Der Schaum ist zwar harmlos, kann aber die Haltbarkeit negativ beeinflussen.
Gelierzucker und Zitronensäure einrühren und die Marmelade nochmals aufkochen und etwas einkochen lassen. Nach Packungsangabe ca. 4 Minuten kochen lassen, Gelierprobe machen, in Twist-off-Gläser füllen, Deckel drauf, kurz umdrehen und auf den Deckel stellen.
Gelierprobe
Gelierprobe machen: Dafür einen Teelöffel heiße Marmelade auf einen kalten Teller geben. Einen kleinen Teller für die Gelierprobe später in das Tiefkühlfach stellen. Wird die Marmelade nach etwas Abkühlzeit ausreichend fest, dann ist die Marmelade bereit zum Abfüllen, ansonsten muss sie noch etwas länger kochen. Wird sie schnell fest und bilden sich Falten beim Zusammenschieben mit dem Finger, ist sie fertig. Andernfalls noch 1 Min. kochen und die Gelierprobe wiederholen.
Rosenaroma integrieren
Gerade haben wir das Ergebnis verkostet. Die Rose gibt bis jetzt nur ein minimales Aroma ab, das aber besser als ein penetranter Rosengeschmack ist. Omas Methode schützt Ihre Rosen-Marmelade allerdings zusätzlich vor Keimen. Stellen Sie hierfür die gefüllten, kräftig zugedrehten Gläser kurz auf den Kopf. Aber unbedingt nach 5 Minuten wieder umdrehen.
Passieren oder stückig lassen
Mit einem Stabmixer stückig oder ganz fein pürieren, je nachdem wie man es möchte. Für passierte Marillenmarmelade nach der 4-minütigen Kochzeit die Fruchtmasse heiß durch ein Passiersieb in eine Schüssel streichen. Die Marmelade mithilfe eines Teigschabers zurück in den Topf geben und 1 Min. kochen. Das Passieren ist zwar eine mühsame Angelegenheit, aber mit dem seidig-weichen Ergebnis wird man mehr als belohnt.
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Abfüllen und Haltbarmachung
Die fertige, heiße Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen. Die Marmelade heiß randvoll in die vorbereiteten Gläser füllen. Ein Marmeladentrichter ist hierfür sehr hilfreich. Die Gläser rasch verschließen und die Marmelade abkühlen lassen. Anschließend die Luft durch leichtes Klopfen der Gläser auf der Arbeitsplatte entweichen lassen.
Die kochend heiße Marmelade sterilisiert mögliche Keime am Rand des Glases und am Deckel. Stellen Sie die Gläser vor dem Befüllen auf ein feuchtes Tuch. Dadurch zerspringen sie beim Befüllen nicht.
Varianten und Tipps
- Für eine fruchtige Marillenmarmelade mit wenig Zucker Gelierzucker 2:1 verwenden und die Kochzeit sowie das Verhältnis anpassen.
- Vanille: Nach Geschmack eine Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit einem Messerrücken das Mark herauskratzen. Sowohl Vanillemark als auch Vanilleschote hinzugeben. Die Vanilleschote vor dem Pürieren entfernen!
- Agar-Agar: Alternativ kann Agar-Agar zur Gelierung verwendet werden; nach Angabe in Wasser auflösen, zur Marmelade hinzufügen und weitere 2 Minuten kochen.
- Schaum abschöpfen: Der Schaum in den Gläsern kann sich negativ auf die Haltbarkeit der Marmelade auswirken, daher schöpfe/löffle ich ihn am Ende der Kochzeit mit einer Schaumkelle oder einem Löffel ab.
- Rosenaroma: Wenn beides Saison hat, Rosenblätter vorsichtig dosieren - sie geben oft nur ein minimales, aber feines Aroma ab.
Erträge und Portionen (Beispiel)
| Zutat | Menge (Beispiel) |
|---|---|
| Marillen (Aprikosen) | 1 kg |
| Gelierzucker 2:1 | 350 g (bei 2:1) oder entsprechend 1:1 nach Packungsangabe |
| Zitronensaft | Saft von 1 Zitrone |
| Rosenblätter | einige Handvoll, stark duftend |
Praktische Hinweise
Während der letzten Minute die Marmelade bei Bedarf mit einer Schaumkelle oder einem Löffel abschäumen. Die fertige, heiße Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen. Deckel schließen und Menü 18 wählen (Hinweis für Nutzer von Brotbackautomaten mit Marmeladenfunktion). Nehmen Sie nun die Brotbackform aus dem Brotbackautomaten.
Pünktlich zur beginnenden Einmachzeit freue ich mich besonders über regionale, reife Marillen. Jedes Jahr freue ich mich, wenn endlich die österreichischen Marillen reif sind. Und zwar nicht nur, um sie in Marillenknödel oder den luftigesten Marillenblechkuchen zu verwendeln. Denn: Marillenmarmelade ist meine Lieblings-Marmelade.
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