Manuka Honig: Qualitätssiegel, Bedeutung und Echtheitsmerkmale
Kann man ein Manuka Honig Original erkennen, obwohl man kein absoluter Profi ist? Einen guten, hochwertigen und “echten” Vertreter zu finden, ist gar nicht so schwer.
Wenn Du erst einmal weißt, worauf Du achten musst, findest Du in wenigen Minuten und sogar online heraus, ob Dein gewünschter Honig auch wirklich ein zertifizierter Honig mit MGO-Gehalt ist. Prinzipiell solltest Du alle Informationen, die Du benötigen wirst, direkt auf der Händler- oder Herstellerseite finden können. Am sichersten kannst Du ein Manuka Honig Original erkennen, wenn Du auf verfügbare Nachweise und Tests zurückgreifst.
Herkunft: Warum Neuseeland?
Ein Manuka Honig Original stammt immer aus Neuseeland. Tatsächlich wird nur hier echter Manuka produziert, da die Flora in Neuseelands unberührter Natur die entsprechenden Inhaltsstoffe für die Herstellung von MGO und Leptosperin besitzt. Dementsprechend sollte Dein ausgewähltes Exemplar über Herkunftsnachweise aus Neuseeland verfügen.
Die Nachweise kannst Du Dir normalerweise direkt beim Händler ansehen. Sollte das nicht möglich sein, fragst Du am besten nach den Kontaktdaten des Herstellers oder kannst diese direkt auf dem Produkt finden.
Wesentliche Kennzahlen: MGO, DHA, HMF und UMF
Außerdem sollte sowohl auf dem Produkt selbst als auch auf dessen Webseite immer eine Angabe zum MGO-Gehalt aufgeführt sein. Die Hersteller und Inverkehrbringer von Manuka Honig kennzeichnen ihre Produkte generell mit Informationen zum Methyglyoxal (MGO) Inhalt. Dabei gibt man den MGO Wert stets in Milligramm pro Kilogramm, abgekürzt mg / kg oder mg/kg, an.
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Methylglyoxal (MGO) ist verantwortlich für die besonderen antibakteriellen Eigenschaften des goldenen Manuka-Honigs und ein wichtiges Maß für seine Wirkstärke. Je höher der MGO-Wert, desto höher ist auch die Konzentration an MGO. Je höher der Anteil, der im Übrigen in mg pro kg gerechnet wird, desto wirksamer auch die antibakteriellen und entzündungshemmenden Effekte.
Die Angabe reicht vom zwei- bis zum dreistelligen Bereich. Wenn Du einen stark wirksamen Honig suchst, muss der Anteil auch entsprechend hoch sein. Am besten wählst Du in diesen Fällen Produkte mit über 100 MGO aus.
Neben den Angaben zum MGO-Anteil finden sich auch die UMF-Bewertungen auf den Produkten. Die UMF-Bewertung wird anhand einer Skala festgelegt. Durch die Höhe des MGO-Gehalts wird auch die UMF-Angabe bestimmt. Außerdem gibt es noch die wichtige und hoch angesehene Unique Manuka Honey Association in Neuseeland; abgekürzt UMFHA.
Dihydroxyaceton (DHA) und HMF
Der im Manuka Honig nachgewiesene Wert an Dihydroxyacetone (DHA) in mg pro kg. Dihydroxyacetone kommen im Nektar der Manukablüte vor. Erst durch die Stoffwechselprozesse der Honigbiene wird der Ausgangstoff zu Methylglyoxal umgewandelt. Im Reifeprozess des Honigs nimmt der DHA-Gehalt zunehmend ab, wohingegen der MGO-Gehalt des Manuka Honigs steigt. Die DHA können aber nicht vollständig abgebaut werden und kann bei einem echten Manuka Honig jederzeit nachgewiesen werden. Ist der Nachweis unmöglich, handelt es sich um eine Fälschung.
Hydroxymethylfurfural (HMF) ist in vielen verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Das HMF entsteht, wenn Zucker erhitzt und gespalten wird. Dadurch ist es ein Indikator dafür, wie stark ein Lebensmittel erhitzt wurde. Dabei gilt: Je höher der HMF-Wert, desto stärker wurde es erhitzt. Durch das Erhitzen des Manuka Honigs gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Die deutsche Honigverordnung gibt vor, dass ein Wert von 40 mg pro 1 kg Honig nicht überschritten werden sollte.
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Echtheitsmarker: Leptosperin und Labortests
Leptosperin ist eine Verbindung, die so nur in einem echten Honig aus Neuseeland zu finden ist. Die Verbindung kann nur dann in einem Honig auftauchen, wenn dieser wirklich aus dem Manuka Nektar gewonnen und hergestellt wurde. Je höher der getestete Wert am Ende ist, desto reiner ist der Honig.
Allein die UMFHA kann auf Leptosperin testen. Vor kurzem haben Forscher herausgefunden, dass Leptosperin beim Verzehr von Manuka-Honig in den Blutkreislauf gelangt und damit gewinnt diese Substanz zunehmend an Bedeutung.
Um die Echtheit eines Manukahonigs zu beurteilen, werden die Proben mittels eines chromatographischen Trennverfahrens in Verbindung mit moderner, hochauflösender Massenspektrometrie auf typische Manuka-Markersubstanzen untersucht. Neben dem wertgebenden MGO werden u. a. auch verschiedene Polyphenole quantitativ erfasst und mit für Manukahonig typischen Gehalten verglichen. Außerdem wird das Vorhandensein der Verbindung Leptosperin, einem fast ausschließlich in der Manuka-Pflanze vorkommenden Inhaltsstoff, nachgewiesen.
Laborzertifikate und Chargen-Nachverfolgung
Hast du auch ein MGO-Zertifikat heruntergeladen und siehst die einzelnen Werte ratlos an? Wir erklären dir in wenigen Minuten die wichtigsten Werte in deinem Manuka Honig Zertifikat. Damit kannst du die Qualität selbst überprüfen. Denn wir veröffentlichen als Transparenz- und Qualitätsnachweis die Zertifikate im Reiter MGO-Zertifikate. Dadurch kannst du sicher sein, dass es sich um einen aus Neuseeland stammenden, von akkreditierten Laboren zertifizierten und echten Manuka Honig handelt.
Auf dem Etikett jedes Manuka Honigs findest du die Chargennummer. Oftmals auch „Batch Number“ genannt. Damit kann die Abfüllung jedes einzelnen Glases nachverfolgt werden. Mit dieser Nummer in der Hand kann das passende MGO-Zertifikat gefunden werden. Suche dazu im Reiter "MGO-Zertifikate" in unserem Onlineshop nach deiner Chargennummer. Die Charge wird auch nochmals auf dem Zertifikat selbst im oberen Bereich gezeigt.
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Der Laborname und die Adresse des testenden Labors. Der Name und die Anschrift des Auftraggebers. Angaben zum Labortest: Dieses Manuka Honig Zertifikat wurde im Jahr 2019 von Nick Walker, einem Mitarbeiter von Egmont Honey, beauftragt. Die Chargennummer (hier Sample Name genannt), die auf das Etikett des Manuka Honigs gedruckt ist. Meistens befindet sich die Nummer über dem EAN-Code. Hier handelt es sich um die Charge 19EG-305. Die Lab Number ist eine interne Nummer, ähnlich eines Aktenzeichens, des Labors. Der vom Labor zertifizierte Methylglyoxal Gehalt der Charge. Die Angabe ist immer in mg pro kg angegeben. Hierbei handelt es sich um einen Egmont Honey MGO 820+ mit einem tatsächlichen Methylgloxal-Wert von 891 mg/kg. Die Angabe auf dem Etikett stellt immer der Mindestwert dar. Die tatsächliche Konzentration des Wirkstoffs im Manuka Honig ist oft etwas höher.
Wer stellt das Manuka Honig Zertifikat aus? Um den Manuka Honig vor dem Verkauf auf seine Echtheit zu zertifizieren, arbeitet jede seriöse Manuka Honig Imkerei in Neuseeland mit verschiedenen akkreditierten Laboren zusammen. Die Labore testen den Manuka Honig vor der Abfüllung auf seine Reinheit und den MGO-Gehalt. Damit ein neuseeländisches Labor als unabhängig und akkreditiert gilt, muss es von der IANZ anerkannt sein.
Ist das Zertifikat aus Deutschland oder Neuseeland? Wir haben bereits viele Zertifikate verschiedenster Manuka Honig Marken gesehen. Beim Verkauf auf ManukaWelt.de legen wir großen Wert darauf, dass das Laborzertifikat von einem neuseeländischen Labor ausgestellt wird. Der Grund: Deutsche Labore können den MGO-Gehalt natürlich auch zuverlässig ermitteln. Wir arbeiten auch mit Laboren zusammen, um die Qualität der neuseeländischen Analysen nochmals unabhängig testen zu lassen. Jedoch empfehlen wir Marken, die ein neuseeländisches Zertifikat veröffentlichen. Dann wurde meist der gesamte Produktionsprozess in Neuseeland durchgeführt.
Wir verstehen unter einem "echten" Manuka Honig ein Naturprodukt, bei dem jeder Produktionsschritt (Ernte, Abfüllung, Versiegelung) in Neuseeland durchgeführt wurde. Dies ist ein zusätzlicher Vertrauensbeweis.
Gütesiegel und Branchenverbände
Auch die Gütesiegel aus Neuseeland können Dir dabei helfen, ein Manuka Honig Original zu erkennen. Diese tragen im Normalfall den Schriftzug “Product of New Zealand” oder sind mit einem neuseeländischen Qualitätssiegel ausgestattet. Achten Sie darauf, dass der Anbieter Mitglied im neuseeländischen Branchenverband der "Unique Manuka Factor Honey Association" ist.
Bei einem Preis von bis zu 80 Euro für 250 Gramm dürfte er ein lohnendes Ziel für Betrügereien sein: "Das ist tatsächlich ein ganz großes Problem", beklagt Verbraucherschützerin Krehl: "Nur 10 Prozent des Manuka-Honigs hier in Deutschland sind wirklich echt - und es gibt leider kein verlässliches Siegel für echten Manuka-Honig." Immerhin ein bisschen Orientierung gibt es, wenn der Anbieter Mitglied im neuseeländischen Branchenverband der "Unique Manuka Factor Honey Association" ist.
Sensorische Merkmale: Farbe, Geruch und Geschmack
Wenn Du bereits ein Produkt vor Dir hast, kannst Du auch anhand der Gütesiegel und der allgemeinen Qualitätsmerkmale mehr erfahren. Beispielsweise spielen die Farbe, der Geruch und natürlich auch der Geschmack wichtige Rollen bei der Einordnung der Qualität.
Der Manuka Honig hat einen charakteristischen Geschmack und eine kräftige Textur. Ob pur gelöffelt, als feine Zutat in der Küche oder für andere Anwendungsformen - unser Manuka Honig ist ein natürliches Lebensmittel, das für viele bewusste Konsumenten zu einem festen Bestandteil ihrer Vorratskammer geworden ist.
Warum ist Manuka Honig teuer und warum wird er gefälscht?
Manuka Honig zählt zu den hochwertigen Naturprodukten Neuseelands - das liegt an seinem begrenzten Vorkommen, der aufwendigen Ernte und der sorgfältigen Qualitätskontrolle. Limitierte Naturressource: Die Manuka-Pflanze wächst ausschließlich in bestimmten Regionen Neuseelands. Die Blütezeit dauert meist nur 2-6 Wochen, was die Erntemenge pro Jahr begrenzt.
Aufwendige Herstellung: Aufgrund der abgelegenen Lagen und der kurzen Saison ist die Imkerei mit Manuka logistisch anspruchsvoll - manche Bienenstöcke müssen sogar per Helikopter transportiert werden. Strenge Qualitätskontrollen: Nur Honige mit nachgewiesenem MGO-Gehalt dürfen als echter Manuka Honig verkauft werden.
Die hohe Zahlungsbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher für Manukahonig macht dieses Produkt anfällig für Lebensmittelbetrug (Food Fraud). Bei einem jährlichen Produktionsumfang von 1.700 t Manukahonig in Neuseeland und einem geschätzten weltweiten jährlichen Verkauf von 10.000 t zeigt sich ein massives Ungleichgewicht. Ein solcher Lebensmittelbetrug ist vor allem aufgrund des parallelen Vorkommens anderer gleichzeitig blühender neuseeländischer Pflanzen möglich. Typische Vertreter sind hier Kanuka, Rata, Pohutukawa, Rewarewa und Kamahi. Vor allem der Kanukahonig ähnelt nicht nur im Namen dem Manukahonig stark, sondern auch hinsichtlich der Pollen und der sensorischen Eigenschaften, sodass eine Unterscheidung allein durch eine Pollenanalyse und sensorische Prüfung erschwert bzw. unmöglich ist.
Praktische Checkliste: So erkennst Du echten Manuka Honig beim Kauf
- Achte auf eindeutige Herkunftsangaben: „Product of New Zealand“ oder vergleichbare Nachweise.
- Suche nach einem klar ausgewiesenen MGO-Wert (z. B. MGO 250+, MGO 400+).
- Prüfe, ob ein MGO- oder UMF-Zertifikat mit Chargen- bzw. Batch-Nummer online verfügbar ist.
- Bevorzuge Produkte mit neuseeländischen Laborzertifikaten (IANZ-akkreditierte Labore wie Hill Laboratories oder Analytica Laboratories).
- Achte auf Leptosperin- und DHA-Nachweise im Zertifikat.
- Kontrolliere den HMF-Wert; er sollte wegen der deutschen Honigverordnung 40 mg/kg nicht überschreiten.
- Informiere Dich über den Hersteller: Werden Ernte, Abfüllung und Versiegelung in Neuseeland durchgeführt?
- Misstraue ungewöhnlich günstigen Angeboten ohne Labornachweis oder Chargen-Nummer.
Transparenz als Qualitätsmerkmal: Beispielhafte Praxis
Damit kannst du die Qualität selbst überprüfen. Denn wir veröffentlichen als Transparenz- und Qualitätsnachweis die Zertifikate im Reiter MGO-Zertifikate. Dadurch kannst du sicher sein, dass es sich um einen aus Neuseeland stammenden, von akkreditierten Laboren zertifizierten und echten Manuka Honig handelt.
Wir legen besonderen Wert auf Transparenz, Authentizität und eine verantwortungsvolle Produktion. Im Unterschied zu vielen Produkten im Markt stammt unser Manuka Honig aus klar rückverfolgbarer Herkunft - frei von Vermischung oder unklarer Herkunft. Unabhängig laborgeprüft - MGO-Gehalt, Herkunft und Reinheit analysiert.
Wissenswertes zur Verwendung und rechtliche Hinweise
Manuka Honig wird wegen seiner besonderen Zusammensetzung und seines charakteristischen Geschmacks geschätzt. Im Gegensatz zu herkömmlichem Honig enthält er Methylglyoxal (MGO) - ein natürlich vorkommender Inhaltsstoff, der aus der Manuka-Pflanze stammt. Kulinarisch: Manuka Honig eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Speisen, Dressings, Smoothies oder als besondere Zutat in Getränken.
Die in der EU geltende Health-Claims-Verordnung verbietet jedoch gesundheitsbezogene Aussagen, die suggerieren, ein Lebensmittel könne eine Krankheit heilen oder lindern. Rechtlicher Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen der allgemeinen Produktbeschreibung und stellen keine gesundheitsbezogenen Aussagen im Sinne der Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 dar.
Weitere Hinweise
Wer Wert auf geprüfte Echtheit legt, sollte auf eine zertifizierte Herkunft achten. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass drin ist, was draufsteht und die Erzeugnisse ihren Preis wert sind. Eine verlässliche und wirksame amtliche Lebensmittelüberwachung erfordert fachkundiges Personal und Labore mit moderner Analysentechnik.
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| MGO (mg/kg) | Maß für Methylglyoxal, klassifiziert Wirksamkeit |
| DHA (mg/kg) | Vorläuferstoff, zeigt Herkunft aus Manuka-Nektar |
| Leptosperin | Echtheitsmarker, fast ausschließlich in Manuka vorhanden |
| HMF (mg/kg) | Indikator für Erhitzung; < 40 mg/kg empfohlen |
| UMF / NPA | Zusätzliche Klassifikation der antibakteriellen Aktivität |
Nun, da Du ein Manuka Honig Original erkennen kannst, solltest Du Dich problemlos für ein passendes Produkt entscheiden können.
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