Manuka Honig: MGO, UMF Bedeutung und Vergleichstabelle
Kaum ein Naturprodukt hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit bekommen wie Manuka Honig. Manukahonig entsteht, wenn Bienen den Nektar der Südseemyrte (Leptospermum scoparium) sammeln, eines Strauchs, der fast ausschließlich in Neuseeland und in Teilen Südostaustraliens wächst. Was Manuka Honig von anderen Honigsorten unterscheidet, ist sein außergewöhnlich hoher Gehalt an Methylglyoxal, kurz MGO.
Was ist MGO und wie wird es gemessen?
MGO steht für Methylglyoxal und gibt direkt an, wie viele Milligramm dieses Stoffs in einem Kilogramm Honig enthalten sind. MGO 400 bedeutet also: mindestens 400 mg Methylglyoxal pro Kilogramm. Der Methylglyoxal-Gehalt hängt sehr eng mit der nicht-peroxiden Aktivität eines Manuka Honigs zusammen, so dass man nach dem heutigen Stand der Wissenschaft davon ausgeht, dass das Methylglyoxal der maßgebliche Inhaltsstoff in Manuka Honig ist. Seit der Entdeckung des Methylglyoxal in Manuka Honig (2006) wird die Stärke eines Manuka Honigs durch die genaue Messung des Methylglyoxal-Gehalts in mg pro kg Honig ermittelt.
Was ist UMF (Unique Manuka Factor)?
UMF (Unique Manuka Factor) ist das Siegel der neuseeländischen UMF Honey Association. Der Unique Manuka Factor (UMF®) und der Methylglyoxal-Gehalt (MGO) sind zwei Möglichkeiten, die Stärke eines Manuka Honigs auszuweisen. Der Unique Manuka Factor war lange Zeit das vorherrschende Auszeichnungs- und Klassifizierungs-System für Manuka Honig. Er wurde von Dr. Peter Molan selbst definiert, um den Grad der nicht peroxiden Aktivität eines Manuka Honigs auszuweisen. Dafür wurde ein Manuka Honig im Vergleich zu einer phenolischen Lösung getestet und dann der entsprechende UMF®-Wert ermittelt.
Die UMFHA stellt deshalb strenge Richtlinien und Kontrollen an die neuseeländischen Produzenten. Neben der Angabe der Wirkstärke fungiert das UMF®-Label auch als Gütesiegel - das einzige relevante, das es bis jetzt für Manuka Honig gibt. Typische UMF® Angaben reichen von 5+ bis zu 20+ oder sogar noch höher. Die UMF- und MGO-Werte können einfach verglichen werden, da beide Werte ähnliche Bewertungsgrundlagen aufweisen.
Wie hängen MGO und UMF zusammen?
Die Abkürzung UMF (Unique Manuka Factor) wurde als Standard eingeführt um die Stärke der NPA (Nicht-Peroxid Aktivität) Komponente in Manuka-Honig zu bestimmen. Denn nicht alle Manuka-Honig hat die gleiche Nicht-Peroxid Aktivität. Die NPA Komponente in Manuka-Honig bestimmt die einzigartigen Eigenschaften von Manuka-Honig. Wann durch Zufall die genau messbare Komponente Methylglyoxal (MGO) in Manuka-Honig entdeckt wurde - die Komponente die (durch Synergien mit anderen Komponenten die in Manuka-Honig vorhanden sind) weitgehend die Stärke der Nicht-Peroxidischen Aktivität von Manuka Honig bestimmt - entstand neben dem UMF -System die auf Methylglyoxal basierte MGO -Methode.
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Der MGO-Gehalt eines Manuka Honigs wird in mg pro kg gemessen. Die Angabe von z.B. MGO 420+ bedeutet, dass ein Manuka Honig mindestens 420 mg Methylglyoxal pro kg Manuka Honig enthält. Egal, ob auf dem Manuka Honig Ihrer Wahl der UMF® oder das MGO ausgewiesen wird, verlangen Sie vor dem Kauf Einsicht in die Test-Zertifikate des jeweiligen Honigs.
NPA, Peroxid-Aktivität und Besonderheiten
# Aufgrund der Zusammensetzung von Honig, hat jeder Honig eine gewisse Peroxidaktivität. Dies ist aufgrund des Vorhandenseins von einem Enzym das Wasserstoffperoxid produziert. Dieses Enzym wird in dem Nektar von den Bienen hergestellt. # Manuka-Honig hat neben der Peroxid Aktivität noch eine andere Aktivität. Ursache für dies ist nicht ein Enzym das von den Bienen dem Nektar hinzugefügt wird, aber kommt von der Pflanze. Mit den mitgeführten Pollen wird diese einzigartige Ingredienz dem Nektar von den Bienen gebracht. Diese Aktivität wird nicht von unserem Körper abgebaut, so dass dies völlig präsent bleibt. Diese Aktivität ist die Nicht-Peroxid Aktivität (NPA). Manuka-Honig ist ein Nicht-Peroxid Honig.
Die Gesamtaktivität dieses Manuka-Honigs wird berechnet auf der Grundlage der Peroxid- und der nicht-Peroxid Aktivität dieses Manuka-Honigs. Da die Mehrheit der Peroxid Aktivität in unserem Körper von Enzyme zerstört wird in dem Moment es mit unserem Körper in Kontakt kommt, können wir über den MGO Gehalt - und damit die Stärke - von Manuka-Honig mit einer solchen Kennzeichnung nur raten.
Weitere charakteristische Inhaltsstoffe
Ein Merkmal, das Manuka Honig von herkömmlichen Honigen unterscheidet, ist sicherlich sein hoher MGO-Gehalt (Methylglyoxal). Dazu gehören unter anderem DHA (Dihydroxyaceton), Leptosperin und spezifische Enzyme. Das MGO entsteht im Honig auf natürliche Weise aus Dihydroxyaceton, einem Zucker, der im Nektar der Manuka-Blüte vorkommt. Dihydroxyaceton (DHA) wird, enthält Dihydroxyaceton (DHA). mit der Zeit steigt und ein einzigartiges Qualitätsmerkmal des Manuka-Honigs bildet. Interessant zu wissen: Der MGO-Gehalt kann in jungem Honig sogar noch natürlich nachreifen, da sich Methylglyoxal aus dem enthaltenen Dihydroxyaceton weiterbildet.
Welche MGO-Stufen gibt es und wofür sind sie geeignet?
Je nach MGO-Konzentration variiert die Intensität des Honigs. MGO-Wert für den jeweiligen Bedarf am besten geeignet ist. MGO 100+ bis 250+: Mild im Geschmack und ideal für den täglichen Genuss. Für den alltäglichen Verzehr reicht oft ein Honig mit MGO 100 bis 250. Wenn du einen intensiveren Manuka-Honig suchst, dann könnten 400 oder 550 MGO passend für dich sein. Solche Sorten sind sehr selten und entsprechend teuer. Doch brauchst du wirklich den höchsten MGO-Wert? Nicht unbedingt.
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Als Faustregel gilt: Für den Genuss reicht eine niedrige Stufe völlig aus, für die tägliche Routine hat sich der mittlere Bereich um MGO 300 bis 400 bewährt, und wer gezielt auf einen hohen Methylglyoxal-Gehalt Wert legt, investiert in MGO 600 oder mehr. MGO 100 bis 150 - der Einstieg für Genießer: Wer Manukahonig vor allem wegen seines besonderen Geschmacks als Brotaufstrich, im Müsli oder im Tee genießen möchte, ist mit einer milden Stufe bestens bedient. MGO 250 bis 400 - der Allrounder für den Alltag: Dies ist die beliebteste Kategorie für alle, die Manuka Honig regelmäßig in ihre tägliche Routine einbauen möchten - etwa als Löffel am Morgen oder in der Erkältungszeit. MGO 550 bis 700 - die Premiumklasse für gezielte Anwendung: Höhere Stufen wählen erfahrene Anwender, die den Honig punktuell und bewusst einsetzen, zum Beispiel kurweise über einige Wochen oder für die äußerliche Pflege.
Praktische Anwendung und Sicherheit
Honig wird in vielen Kulturen seit Jahrtausenden als Hausmittel geschätzt, und Manukahonig gilt dabei als besonders interessant. Innerliche Anwendung: Am beliebtesten ist der pure Genuss - ein Teelöffel Manukahonig, langsam im Mund zergehen lassen, idealerweise morgens auf nüchternen Magen oder abends vor dem Schlafengehen. Auch im Tee ist Manuka Honig ein Genuss; damit die empfindlichen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte das Getränk allerdings nur noch lauwarm sein, denn Temperaturen über etwa 40 Grad können wertvolle Bestandteile abbauen.
Äußerliche Anwendung: Traditionell wird Manukahonig dünn auf die gewünschte Hautpartie aufgetragen, etwa als Maske, punktuell bei Unreinheiten oder als pflegende Auflage auf trockenen Stellen. Nach einer Einwirkzeit von 20 bis 30 Minuten wird er mit lauwarmem Wasser abgespült. Ein Hinweis zur Sicherheit: Wie jeder Honig ist auch Manukahonig für Säuglinge unter zwölf Monaten nicht geeignet. Kann Manukahonig Medikamente oder Antibiotika ersetzen? Nein. Manukahonig ist ein Lebensmittel mit langer Tradition, aber kein Arzneimittel und kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung. Bei Infektionen, anhaltenden oder ernsthaften Beschwerden gehört die Diagnose und Therapie immer in ärztliche Hände.
Wie erkenne ich echten Manuka Honig?
Echter Manukahonig stammt aus Neuseeland und wird idealerweise auch dort abgefüllt. Die neuseeländische Regierung hat zudem eine verbindliche wissenschaftliche Definition eingeführt: Nur Honig, der bestimmte chemische Marker und einen DNA-Nachweis des Manuka-Pollens erfüllt, darf als Manuka Honig exportiert werden. Die neuseeländische Regierung hat zudem eine verbindliche wissenschaftliche Definition eingeführt: Nur Honig, der bestimmte chemische Marker und einen DNA-Nachweis des Manuka-Pollens erfüllt, darf als Manuka Honig exportiert werden. Seriöse Anbieter lassen jede Charge in unabhängigen Laboren testen und können Analysezertifikate vorweisen.
Die UMFHA stellt deshalb strenge Richtlinien und Kontrollen an die neuseeländischen Produzenten. UMF-Lizenz oder Rückverfolgbarkeit: Das UMF-Siegel dürfen nur lizenzierte neuseeländische Imkereien tragen. Geprüfter MGO-Wert: Seriöse Anbieter lassen jede Charge in unabhängigen Laboren testen und können Analysezertifikate vorweisen. Realistischer Preis: Echter Manukahonig mit hohem MGO-Wert hat seinen Preis. Die Ergebnisse des MPI-Tests zeigen auch an, ob der Manuka-Honig als multifloraler oder monofloraler Honig eingestuft wird. Dies muss auch auf dem Etikett deutlich angegeben sein.
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MPI-Tests und Exportanforderungen
Das neuseeländische Ministerium für Primärindustrie (MPI), eine Regierungsorganisation, legt die rechtlichen Anforderungen für den Export von Manuka-Honig klar fest. Dazu gehört ein wissenschaftlicher Test von 4 chemischen Markern und einem einzelnen DNA-Marker im Honig. Für einen einblütigen Manuka-Honig gelten die folgenden Prüfanforderungen: Test 1: Chemischer Test Die folgenden Chemikalien müssen alle vorhanden sein, und zwar in diesen Mengen: 3-Phenylmilchsäure in einer Menge von mindestens 400mg/kg; 2'-Methoxyacetophenon in einer Menge von mindestens 5mg/kg; 2-Methoxybenzoesäure in einer Menge von mindestens 1mg/kg; 4-Hydroxyphenylmilchsäure in einer Menge von 1mg/kg oder mehr. Test 2: DNA-Test Der DNA-Gehalt von Manuka-Pollen ist geringer als der Cq 36, der etwa 3fg/µL beträgt.
Die anfänglich geforderte MPI-Prüfung kann als Mindestanforderung betrachtet werden, damit ein Unternehmen mit dem Export von Honig beginnen kann, der als Manuka-Honig aus Neuseeland gekennzeichnet ist. Diese MPI-Tests geben dir die Gewissheit, dass du echten neuseeländischen Manuka-Honig kaufst, aber sie sagen nichts über die Stärke des Honigs aus. Das ist eine wichtige Maßnahme und ein Grund, warum Manuka-Honig so begehrt ist.
Gefahren von Fälschungen und Qualitätsmerkmale
Manukahonig ist ein knappes Gut: Die Manuka-Blüte blüht nur wenige Wochen im Jahr, und die Erntemengen sind begrenzt. Schätzungen zufolge wird weltweit deutlich mehr Manuka Honig verkauft, als Neuseeland überhaupt produziert - ein klares Zeichen dafür, dass gestreckte oder falsch deklarierte Ware im Umlauf ist. Ein weiterer wichtiger Punkt: Es ist wichtig zu wissen, dass es nach dem Export des Honigs aus Neuseeland keine weiteren Maßnahmen oder Anforderungen seitens der MPI gibt, um die Echtheit des Honigs im Regal zu garantieren. Dadurch kann eine Lücke zwischen dem Exportprozess und der Ankunft des Honigs auf deinem Tisch entstehen.
Woran erkennt man echtes Original? Herkunft Neuseeland: Echter Manukahonig stammt aus Neuseeland und wird idealerweise auch dort abgefüllt. Geprüfter MGO-Wert: Seriöse Anbieter lassen jede Charge in unabhängigen Laboren testen und können Analysezertifikate vorweisen. UMF-Lizenz oder Rückverfolgbarkeit: Das UMF-Siegel dürfen nur lizenzierte neuseeländische Imkereien tragen. Realistischer Preis: Echter Manukahonig mit hohem MGO-Wert hat seinen Preis.
Kauf- und Lagerungstipps
Es gibt einige wichtige Punkte, auf die du achten solltest. Merkmale, auf die du beim Kauf von Manuka-Honig achten solltest. Unabhängige Labore, um den MGO-Wert und die Reinheit zu bestätigen. Transparente Herkunft: Die Herkunft des Honigs sollte klar nachvollziehbar sein. Die Ergebnisse des MPI-Tests zeigen auch an, ob der Manuka-Honig als multifloraler oder monofloraler Honig eingestuft wird.
Manukahonig ist unkompliziert in der Aufbewahrung, ein paar Grundregeln verlängern jedoch seine Qualität. Lagern Sie das Glas dunkel, trocken und bei Zimmertemperatur - der Kühlschrank ist nicht nötig und lässt den Honig nur unnötig hart werden. Direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 40 Grad sollten Sie vermeiden, da Hitze die empfindlichen Inhaltsstoffe abbauen kann. Verwenden Sie außerdem immer einen sauberen, trockenen Löffel, damit keine Feuchtigkeit ins Glas gelangt.
Vergleichstabelle: MGO- und UMF-Einstufungen (Orientierungswerte)
| Kategorie | MGO (mg/kg) | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| Einstieg / Genießer | MGO 100-150 | Brotaufstrich, Müsli, Tee; milder Geschmack |
| Alltagsklasse | MGO 250-400 | Täglicher Verzehr, Routineanwendung |
| Premium / gezielte Anwendung | MGO 550-700+ | Gezielter Einsatz, äußere Pflege, Kur-Anwendungen |
| UMF-Äquivalente (orientierend) | UMF 5+ bis 20+ | UMF gibt zusätzliche Echtheitsmarker an; Werte variieren |
Praktischer Hinweis zur Auswahl
Die wichtigste Frage beim Kauf lautet nicht "Welcher ist der stärkste?", sondern "Wofür möchte ich ihn verwenden?". Was ist besser: MGO oder UMF? Keines der beiden Systeme ist besser, sie messen nur unterschiedlich. MGO gibt direkt den Methylglyoxal-Gehalt in mg pro kg an und ist in Deutschland am verbreitetsten. UMF ist ein neuseeländisches Zertifizierungssiegel, das zusätzlich Echtheitsmarker prüft.
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