Manuka Honig Bonbons Wirkung in der Schwangerschaft: Ein umfassender Leitfaden
In der Schwangerschaft achten werdende Mütter besonders auf ihre Ernährung und Lebensweise, um die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes zu gewährleisten. Dabei tauchen immer wieder Fragen zu bestimmten Lebensmitteln auf, so auch zu Honig, insbesondere zu Manuka Honig und dessen Verwendung in Form von Bonbons. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkung von Manuka Honig Bonbons während der Schwangerschaft, basierend auf aktuellen Erkenntnissen und Empfehlungen von Experten.
Honig in der Schwangerschaft: Ein Überblick
Die Frage, ob Honig während der Schwangerschaft sicher ist, beschäftigt viele werdende Mütter. Grundsätzlich gilt: Honig ist für Schwangere unbedenklich, solange bestimmte Aspekte berücksichtigt werden.
Darf man Honig in der Schwangerschaft essen?
Ja, Honig darf in der Schwangerschaft gegessen werden. Dr. Katrin Kayser von der Praxis Frauenärzte Fünf Höfe in München gibt Entwarnung: Es spricht nichts gegen den Konsum von Honig in der Schwangerschaft. Das Bakterium Clostridium botulinum, das für Botulismus verantwortlich ist, kann die Plazentaschranke nicht überwinden und somit dem ungeborenen Kind nicht schaden. Dennoch sollte Honig in Maßen genossen werden.
Kann Honig für die SSW schädliche Listerien enthalten?
Wie Geburtshelferin Anja Ferder von Hebamme Allgäu erklärt, können tierische Rohprodukte wie Honig Listerien enthalten, die für das ungeborene Baby gefährlich sein könnten. Allerdings hat Honig eine antibakterielle Wirkung, die die Vermehrung von Listerien hemmt. Daher können Schwangere Honig in normalen Mengen bedenkenlos als Brotaufstrich oder in Tee genießen.
Wann ist Honig in der Schwangerschaft nicht erlaubt?
Trotz der allgemeinen Unbedenklichkeit gibt es Situationen, in denen Honig während der Schwangerschaft vermieden werden sollte.
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- Hoher Zuckergehalt: Honig enthält bis zu 80 Prozent Zucker und liefert etwa 400 Kalorien pro 100 Gramm. Daher ist er kein gesunder Ersatz für Haushaltszucker und sollte bei Schwangerschaftsdiabetes gemieden werden, da er den Blutzuckerspiegel schnell erhöht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, nicht mehr als 35 Gramm Zucker pro Tag zu konsumieren.
- Allergien und Unverträglichkeiten: Bestimmte Honigsorten können Allergene wie Pollen oder Propolis enthalten. Bei Nahrungsmittelintoleranzen wie Fructose-Intoleranz kann der Verzehr von Honig ebenfalls Nebenwirkungen auslösen.
- Pyrrolizidinalkaloide (PA): Das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit haben in Honigsorten, insbesondere aus Süd- und Mittelamerika, bedenkliche Mengen an PA gefunden, die in hohen Dosen als krebserregend gelten. Heimischer Honig mit weniger als 0,007 µg PA/kg ist in der Schwangerschaft jedoch sicher.
Die Vorteile von Honig in der Schwangerschaft
Wer keine Vorerkrankungen hat, kann von den positiven Eigenschaften des Honigs profitieren:
- Antibakterielle Wirkung
- Reich an Vitaminen (Vitamin K, Vitamin C, B-Vitamine)
- Enthält Mineralien und Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen
Honig in der Schwangerschaft als Medizin
Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung kann Honig in der Schwangerschaft als natürliches Heilmittel eingesetzt werden. Manuka Honig verstärkt diese Wirkung zusätzlich und kann bei Halsschmerzen und Erkältungen lindernd wirken, insbesondere wenn andere Medikamente vermieden werden sollten. Auch äußerlich kann Honig, insbesondere Manuka Honig, die Wundheilung fördern und Bakterien abtöten, beispielsweise bei der Pflege von Kaiserschnittnarben.
Honig beim Stillen
Auch während der Stillzeit ist Honig erlaubt. Bakterien wie Clostridium botulinum und Listerien können nicht in die Muttermilch übergehen. Honig kann zudem einen Energieschub geben, besonders in den anstrengenden Nächten mit dem Baby.
Manuka Honig: Besonderheiten und Wirkung
Manuka Honig unterscheidet sich von herkömmlichem Honig durch seinen hohen Gehalt an Methylglyoxal (MGO), einem Inhaltsstoff, der für seine außergewöhnliche antibakterielle Wirkung verantwortlich ist. Dieser Honig wird aus dem Blütennektar der Südseemyrthe (Leptospermum scoparium) gewonnen, die ausschließlich in Neuseeland und Teilen Australiens wächst.
Die Wirkung von Manuka Honig im Detail
Dem Manuka Honig werden vielfältige Wirkungen zugeschrieben:
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- Antibakterielle Wirkung: MGO wirkt keimtötend und desinfizierend. Studien belegen die Wirksamkeit von Manuka Honig gegen verschiedene Bakterien, darunter auch antibiotikaresistente Stämme (Johnston et al., 2018; Mandal & Mandal, 2011).
- Wundheilung: Manuka Honig hält Wunden frei von Bakterien und fördert die Regeneration des Gewebes (White, 2016; Gethin & Cowman, 2005; Kamaratos et al., 2014).
- Entzündungshemmende Wirkung: Der Honig kann Entzündungen reduzieren und das Immunsystem unterstützen (Alvarez-Suarez et al., 2014).
- Hautpflege: Manuka Honig wird in der Kosmetik zur Hautpflege eingesetzt, insbesondere im Anti-Aging-Bereich.
Manuka Honig in der Schwangerschaft: Spezielle Hinweise
Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Manuka Honig in der Schwangerschaft schädlich ist. Die äußere Anwendung ist in der Regel unbedenklich. Bei einem intakten Immunsystem gilt auch die Einnahme in Maßen als sicher, da Manuka Honig viel natürlichen Zucker enthält. Bei Problemen mit dem Immunsystem sollte vorsichtshalber auf den Verzehr verzichtet werden, da es sich um ein unbehandeltes Naturprodukt handelt.
Worauf man beim Kauf von Manuka Honig achten sollte
Aufgrund des hohen Preises von Manuka Honig gibt es viele Fälschungen auf dem Markt. Achten Sie auf folgende Punkte, um sicherzustellen, dass Sie ein hochwertiges Produkt erhalten:
- MGO-Gehalt: Je höher der MGO-Gehalt, desto wertvoller ist der Honig. Achten Sie auf die Angabe „MGO“ gefolgt von einer Zahl (z.B. MGO 400+), die den Mindestgehalt an Methylglyoxal pro Kilogramm Honig angibt.
- Echtheitszertifikate: Kaufen Sie Manuka Honig am besten in der Apotheke, im Reformhaus oder im Drogeriemarkt Ihres Vertrauens.
- Preis: Seien Sie skeptisch bei verdächtig billigen Angeboten. Echter Manuka Honig hat seinen Preis.
Manuka Honig Bonbons: Eine praktische Alternative?
Manuka Honig Bonbons vereinen die positiven Eigenschaften von Manuka Honig mit dem praktischen Format eines Bonbons. Sie sind ideal für unterwegs und können bei Erkältungsbeschwerden oder Halsschmerzen lindernd wirken.
Manuka Honig Hustenbonbons: Zusammensetzung und Wirkung
Manuka Honig Hustenbonbons enthalten in der Regel hochwertigen Manuka Honig (MGO 400+ oder höher), natürliche Aromen und Vitamin C. Einige Varianten sind zusätzlich mit Propolis angereichert, das für seine immunstärkenden Eigenschaften bekannt ist.
Achtung: Propolis kann allergische Reaktionen auslösen. Im Zweifelsfall sollte vor dem Verzehr ein Arzt konsultiert werden.
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Manuka Honig Bonbons in der Schwangerschaft: Was ist zu beachten?
Grundsätzlich gelten für Manuka Honig Bonbons in der Schwangerschaft die gleichen Empfehlungen wie für reinen Manuka Honig:
- Maßvoller Konsum: Achten Sie auf den Zuckergehalt und übertreiben Sie es nicht mit dem Verzehr.
- Allergien: Bei bekannten Allergien gegen Pollen, Bienengift oder Propolis sollten Sie auf Manuka Honig Bonbons verzichten.
- Qualität: Achten Sie auf hochwertige Produkte mit einem hohen MGO-Gehalt und vertrauenswürdigen Herstellern.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Manuka Honig
Neben dem direkten Verzehr und der Verwendung in Bonbons gibt es zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten für Manuka Honig:
- Äußerliche Anwendung: Zur Behandlung von Wunden, Verbrennungen, Hautirritationen und Ekzemen kann Manuka Honig direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.
- In der Kosmetik: Manuka Honig ist Bestandteil vieler Hautpflegeprodukte, insbesondere für trockene und gereizte Haut.
- Bei Erkältungen: Manuka Honig kann in Tee oder Milch aufgelöst werden, um Halsschmerzen und Husten zu lindern.
- Bei Magen-Darm-Beschwerden: Manuka Honig kann bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt probiotisch wirken und die Darmflora stärken.
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