Manuka Honig und Allergien: Wirkung und was Sie wissen sollten

Manuka Honig, oft als "flüssiges Gold" aus Neuseeland bezeichnet, erfreut sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Dieser besondere Honig, der von Bienen aus dem Nektar der Manuka-Pflanze (Südseemyrte) hergestellt wird, die ausschließlich in Neuseeland und Nord-Australien wächst, wird häufig gegen diverse Entzündungen im und um den Mund eingesetzt. Doch was ist bei Allergien zu beachten?

Was macht Manuka Honig so besonders?

Das Besondere am Manuka Honig ist neben dem Wasserstoffperoxid der hohe Gehalt an Methylglyoxal (MGO), ein Zuckerabbauprodukt, der dem neuseeländischen Manuka Honig seine Wirkung verleiht. Während normaler Blütenhonig aus Deutschland einen MGO-Wert von etwa 80 mg/kg aufweist, kann Manuka Honig einen MGO-Wert von 400 mg/kg oder mehr erreichen. MGO entsteht aus Dihydroxyaceton (DHA), das im Manuka-Nektar enthalten ist, während der Reifung des Honigs im Bienenstock.

Studien belegen, dass MGO effektiv gegen Bakterien wie Staphylococcus aureus und Escherichia coli wirkt. Dem Manuka Honig wird sogar eine Wirkung als ein "natürliches Antibiotikum" zugesagt. Unterstützt wird dieser Effekt durch wertvolle Komponenten wie Wasserstoffperoxid, B-Vitamine (B1, B2, B6, Pantothensäure, Nikotinsäureamid), Biotin, Folsäure und Mineralien wie Calcium, Kalium und Magnesium.

Manuka Honig und Allergien: Worauf muss man achten?

Wie bei jedem Bienenprodukt können Menschen, die allergisch auf Bienen oder Honig sind, allergische Reaktionen auf Manuka-Honig zeigen. Typische Symptome sind Hautausschläge, Juckreiz, Schwellungen oder Atembeschwerden.

Allergische Reaktionen auf Honig

Bei allergischen Reaktionen auf Honig kann unter anderem eine Allergie auf Pollen, Pilzsporen oder Bienenkörperbestandteile bestehen. Es gibt zwar kein spezifisches Honigallergen, aber Allergene im Honig.

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Pollenallergie und Honig

Die Menge an Pollen im Honig ist normalerweise nicht ausreichend, um einen wirksamen Effekt bei der Behandlung von Pollenallergien zu erzielen. In 10 Gramm Honig sind zwar 20.000 bis 100.000 Pollen zu finden, aber der Gesamtanteil der Pollen im Honig beträgt maximal 0,1 %. Zudem handelt es sich meist um ein Pollengemisch unterschiedlicher Pollenarten.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Pollen im Honig meist von insektenblütigen Pflanzen stammen, während bei Heuschnupfen oft Windblütler eine Rolle spielen. Daher ist die Vorstellung, dass der Verzehr von Honig aus der Region Heuschnupfen lindern kann, wissenschaftlich nicht bestätigt.

Api-Therapie und Bienenstockluft

Im Rahmen der Api-Therapie werden verschiedene Anwendungen mit Bienenprodukten eingesetzt, darunter Honig zum Verzehr und Bienenstockluft zur Inhalation. Auch Bienenstockluft kann allergische Beschwerden auslösen, da sie neben Pollen auch Propolis, Wachse, Harze und ätherische Öle enthält. Propolis selbst kann ebenfalls Allergien auslösen.

Der DAAB (Deutscher Allergie- und Asthmabund) geht davon aus, dass die Pollen in der Bienenstockluft in der Regel nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, um einen ähnlichen Effekt wie bei einer Hyposensibilisierung zu erzielen, und empfiehlt diese Therapie nicht zur Anwendung bei Heuschnupfen.

Manuka Honig und Kreuzallergien

Wer auf Wespen- oder Bienenstiche oder auch Pollen allergisch reagiert, sollte vorsichtig bei der Einnahme von Manuka Honig sein, um allergische Reaktionen vorzubeugen.

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Anwendung von Manuka Honig bei Allergien: Was ist zu beachten?

  • Allergietest: Vor der Anwendung von Manuka Honig sollte man testen, ob eine Allergie gegen Bienenprodukte besteht. Dazu gibt man eine kleine Menge Manuka Honig auf die Haut und wartet etwa eine halbe Stunde. Treten keine Rötungen, Reizungen oder Juckreiz auf, kann der Honig in der Regel konsumiert werden.
  • Vorsicht bei bestehenden Allergien: Menschen mit bekannten Allergien gegen Bienenprodukte sollten Manuka Honig nur mit Vorsicht und nach Rücksprache mit einem Arzt verwenden.
  • Dosierung: Manuka-Honig sollte stets in Maßen konsumiert werden. Die optimale Dosierung hängt von den individuellen gesundheitlichen Zielen ab und differiert auch je nach UMF-Rating des jeweiligen Honigs.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Manuka-Honig kann die Wirksamkeit bestimmter Medikamente beeinträchtigen. So kann er beispielsweise die blutverdünnende Wirkung von Warfarin erhöhen. Daher ist es wichtig, vor der Einnahme von Manuka Honig mit einem Arzt zu sprechen, insbesondere wenn bereits Medikamente eingenommen werden.
  • Manuka Honig für Babys: Der Konsum von Honig ist bei Kleinkindern bis zu 12 Monaten untersagt, da er Sporen von Clostridium botulinum enthalten kann, die bei Babys eine lebensbedrohliche Darmkrankheit (Botulismus) auslösen können. Ab dem 1. Lebensjahr ist die Darmflora der Kleinkinder gegen diese Bakterien ausgereift.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Manuka Honig

Neben der Anwendung bei Entzündungen im Mundbereich kann Manuka Honig auch bei anderen Beschwerden eingesetzt werden:

  • Wundheilung: Manuka Honig eignet sich durch den hohen Gehalt an MGO als Unterstützung der Wundpflege. Er kann die Bekämpfung von Bakterien (z.B. Staphylokokken) unterstützen und die Wundheilung fördern.
  • Erkältung: Bei Erkältungen kann Manuka Honig helfen, Reizungen im Hals zu lindern. Ein Teelöffel Manuka Honig in warmem Wasser oder Tee kann wohltuend wirken.
  • Hautpflege: Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften machen Manuka Honig zu einem beliebten Inhaltsstoff in Hautpflegeprodukten. Er kann bei der Behandlung von Hautunreinheiten und anderen Hautproblemen helfen.

Tipps für den Kauf von Manuka Honig

  • Zertifizierung: Achten Sie beim Kauf von Manuka Honig auf eine Zertifizierung, die den MGO-Gehalt und die Echtheit des Honigs garantiert.
  • MGO-Wert: Wählen Sie einen Manuka Honig mit einem ausreichend hohen MGO-Wert, je nachdem, für welchen Zweck Sie ihn verwenden möchten.
  • Preis: Qualitativ hochwertiger Manuka Honig hat seinen Preis. Seien Sie skeptisch bei sehr günstigen Angeboten.

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