Die Malakofftorte: Ein österreichischer Klassiker mit ungewisser Herkunft

Die Malakofftorte ist ein österreichischer Klassiker, der sich großer Beliebtheit erfreut. Sie zeichnet sich durch ihre cremige Konsistenz und den Verzicht auf Backen aus, was sie zu einer idealen Torte für spontane Anlässe macht. Doch woher stammt dieser Name und was macht diese Torte so besonders?

Die Namensherkunft im Dunkeln

Die Herkunft des Namens "Malakofftorte" ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Eine populäre Theorie besagt, dass die Torte nach dem Fort Malakow benannt wurde, einem Festungsturm, der im Krimkrieg hart umkämpft war. Die Erstürmung des Forts durch die Franzosen soll Anlass für die Kreation der Torte in Form des Forts gewesen sein. Napoleon III. ernannte daraufhin den französischen General Aimable Pélissier zum Duc de Malakoff, weswegen die Malakoff-Torte ihm zu Ehren kreiert wurde. Es gibt auch andere kulinarische Spezialitäten, die diesen Namen tragen, vom Rahmkäse über diverse Suppen bis hin zum Kräuterbitter.

Die traditionelle Zusammensetzung: Ein Rezept ohne Backen

Die Malakofftorte zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht gebacken werden muss. Stattdessen wird sie im Kühlschrank zubereitet, wo die Creme und die in Rum getunkten Löffelbiskuits zu einer festen Konsistenz erstarren.

Zutaten:

  • 75 g Zucker
  • 60 g Honig
  • 2 EL Zitronensaft
  • 75 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 100 g Puderzucker
  • 6 EL Strohrum
  • 200 g Butter
  • 400 g Mascarpone
  • 450 g Löffelbiskuit (55 Stk., 1 Pkg. + 12 Stk.)
  • 150 ml Milch
  • 200 ml Sahne
  • 1 Pck. Sahnesteif
  • Kakaopulver
  • 2 Eier

Zubereitung:

  1. Biskuitboden (optional): Für eine Variante mit Biskuitboden, Eier, Zucker und Vanillezucker 10 Minuten schlagen. Mehl und Backpulver unterheben. Bei 160 °C Heißluft 20 Minuten backen.
  2. Creme: Eier trennen. Eigelbe mit 50 g Puderzucker und 1 EL Honig über einem warmen Wasserbad schlagen. Vom Herd nehmen und weiter schlagen. 50 g Puderzucker mit Butter verrühren und zur Eigelbmasse geben. Mascarpone mit 3 EL Strohrum verrühren und unter die Butter-Eier-Masse mischen.
  3. Löffelbiskuits: Milch mit 3 EL Rum vermischen. Löffelbiskuits kurz darin tränken.
  4. Schichten: Einen Tortenring um den Biskuitboden legen (falls verwendet). Den Boden(falls verwendet) mit 50 g Honig bestreichen. Ein Drittel der Creme darauf verteilen. Getränkte Löffelbiskuits auf die Creme legen, sodass sie bedeckt ist. Mit dem zweiten Drittel der Creme bestreichen und eine weitere Schicht getränkter Löffelbiskuits darauflegen. Mit der restlichen Creme abschließen.
  5. Kühlen: Die Torte über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.
  6. Dekoration: Acht Löffelbiskuits der Länge nach halbieren und die Enden mit Puderzucker oder Kakaopulver bestäuben. Auf die Torte legen.

Varianten der Creme: Von Buttercreme bis Quark

Die traditionelle Malakofftorte enthält eine rumhaltige Creme. Ursprünglich wurde Buttercreme verwendet, heute wird sie oft auf Quarkbasis zubereitet. Es gibt jedoch auch leichtere Varianten mit einer Vanille-Obers-Füllung.

Rezept für eine leichtere Vanille-Obers-Füllung:

  • Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
  • Puddingpulver und Dotter mit 100 ml Milch glatt rühren.
  • Restliche Milch mit Zucker, Vanille und Mandelaroma aufkochen.
  • Dotter-Puddingmischung einrühren und kurz kochen lassen.
  • Gelatine ausdrücken und einrühren.
  • Die Creme abkühlen lassen und durchrühren.

Dekoration und Lagerung: Das Auge isst mit

Die Dekoration ist das i-Tüpfelchen jeder Torte. Bei der Malakofftorte können Mandelsplitter und Kuvertüre verwendet werden, um die Löffelbiskuits zu verzieren. Da die Torte frische Milchprodukte enthält, sollte sie nicht länger als 24 Stunden im Voraus zubereitet werden. Grundsätzlich halten sich Torten im Kühlschrank rund zwei Tage. Die Biskotten nur durch die Tränke ziehen, nicht einweichen - sonst wird’s ein Gatsch!

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Weitere Dekorationsideen:

  • Geröstete Mandelblättchen
  • Schokoladen-Röllchen
  • Sahnetupfen

Tipps und Tricks für die perfekte Malakofftorte

  • Die Biskotten nur kurz in die Tränke tunken, damit sie nicht zu weich werden.
  • Den Biskuitboden und den Vanillepudding können Sie bereits am Vortag zubereiten.
  • Verwenden Sie zimmerwarme Butter für die Creme, damit sie schön cremig wird.
  • Achten Sie darauf, dass die Creme gut gekühlt ist, bevor Sie die Torte dekorieren.
  • Für eine intensivere Geschmacksnote können Sie dem Rum-Milch-Gemisch noch etwas Mandelaroma hinzufügen.

Malakofftorte ohne Backen: Eine einfache Variante

Für eine Malakofftorte ohne Backen benötigen Sie lediglich Löffelbiskuits, Creme und Tränke. Schichten Sie die getränkten Löffelbiskuits und die Creme abwechselnd in eine Form und lassen Sie die Torte im Kühlschrank fest werden.

Zutaten:

  • 350 g Löffelbiskuits
  • 9-10 EL Rum
  • 250 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 30 g gemahlene Mandeln ohne Haut
  • 300 g Schlagsahne
  • 1 Pck. Vanillin-Zucker
  • Schokoladen-Röllchen zum Verzieren

Zubereitung:

  1. Butter und Puderzucker cremig rühren.
  2. Pudding löffelweise unterrühren.
  3. Gemahlene Mandeln unterrühren.
  4. Sahne mit Vanillezucker steif schlagen.
  5. Löffelbiskuits in Rum tränken.
  6. Im Wechsel Löffelbiskuits und Creme in einen Tortenring schichten.
  7. Mit Sahne einstreichen und mit Mandelblättchen und Schokoladen-Röllchen verzieren.
  8. Mindestens 1 Stunde kalt stellen.

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