Madeleine Kuchen Rezept einfach und klassisch
Madeleines sind kleine, weiche französische Küchlein, die für ihre Muschelform und ihren feinen Geschmack bekannt sind. Ursprünglich aus der Region Lothringen, werden die Madeleines oft zu Kaffee oder Tee serviert. Ihr feiner Geschmack und ihre saftige Konsistenz machen sie unwiderstehlich - und das Beste daran: Sie sind viel einfacher zuzubereiten, als man denkt!
Zutaten für ca. 24 Madeleines
- 150 g Butter (plus etwas Butter zum Einfetten der Form)
- 3 Eier (Größe M)
- 150 g Zucker
- 1 EL Honig (ersatzweise 1 EL Zucker)
- ½ TL Salz
- ½ Vanilleschote oder Vanillemark
- 160 g Weizenmehl (Type 405)
- ½ TL Backpulver
- etwas Puderzucker zum Bestreuen
- Optional: Abrieb einer Bio-Zitrone, Orangen- oder Zitronenabrieb, Schokolade, Pistazien oder gemahlene Mandeln
Benötigte Utensilien
- Madeleine-Form (klassisch mit Mulden, alternativ Muffinblech)
- kleiner Topf
- Rührschüssel
- Handrührgerät
- feines Sieb
- Spritzbeutel oder Gefrierbeutel
- Kuchengitter
Zubereitung Schritt für Schritt
- Den Backofen auf Ober- und Unterhitze 180 °C (Umluft 160 °C) vorheizen.
- Die Butter langsam schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Butter in einem Topf schmelzen und abkühlen lassen.
- Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen.
- Zucker mit Eiern schaumig rühren; Vanillemark, Salz und Honig zugeben und unterrühren. Eier, Zucker und Honig aufschlagen.
- Mehl und Backpulver mischen und in den Teig sieben. Mehl und Backpulver unterrühren.
- Die abgekühlte, flüssige Butter zuletzt in den Teig rühren.
- Den Madeleines-Teig für mindestens 15 Minuten, besser 2 Stunden, im Kühlschrank kaltstellen. Das Wichtigste beim Madeleines-Teig ist, dass Sie ihn vor dem Backen immer an einem kühlen Ort „ruhen“ lassen.
- Eine Madeleine-Form leicht einfetten; alternativ könnt ihr eine Silikonform verwenden, da ihr sie nicht einfetten müsst.
- Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und die Mulden der Form zu etwa zwei Drittel bis 3/4 füllen. Mit einem eingeschnittenen Gefrierbeutel den Teig zu 90 % in die Mulden füllen.
- Bei 200 °C Ober-/Unterhitze 8-15 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind und die typische Wölbung entsteht; die genaue Dauer variiert je nach Ofen und Form (meist 8-12 Minuten, in manchen Rezepten ca. 12-15 Minuten).
- Nach dem Backen kurz im Blech oder in der Form auskühlen lassen, dann die Madeleines aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.
- Die Madeleines nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.
Tipps für die perfekte Beule und Textur
- Teig ruhen lassen. Mindestens 15 Minuten im Kühlschrank, besser 2-3 Stunden oder über Nacht, damit die typische Wölbung entsteht.
- Backofen richtig vorheizen. Eine hohe Anfangstemperatur (ca. 200 °C) hilft, die charakteristische Wölbung zu entwickeln.
- Nicht zu viel rühren. Der Teig sollte nur sanft vermischt werden, um die luftige Textur zu bewahren.
- Die abgekühlte, flüssige Butter zuletzt zugeben und nur kurz einarbeiten.
- Wer nur eine Madeleines-Form hat, kann in mehreren Etappen backen: Einfach die leicht abgekühlten Madeleines aus der Form nehmen, den restlichen Teig einspritzen und weiter backen.
Variationen und Aromatisierungen
Viele Variationen sind möglich (z. B. mit Zitronenabrieb, Vanille, Schokolade oder Pistazien) und man kann sie auch wie Weihnachtsplätschen verzieren. Für eine sommerliche, zitronige Note einfach den Abrieb einer Bio-Zitrone sowie 1 EL Zitronensaft unter den Teig rühren. Du kannst Vanillemark oder Vanillepaste nutzen. Orangenblütenwasser, Rosenwasser, Tonkabohne oder Nussbutter sind ebenfalls aromatische Varianten. Ja, du kannst die Madeleine mit Schokolade verzieren: Die Form kurz mit Wasser ausspülen, mit geschmolzener Schokolade bepinseln und die fertig gebackene Madeleine wieder in die Form legen und abkühlen lassen.
Aufbewahrung und Einfrieren
- Gut verschlossen in einer Dose halten sich Madeleines 2-3 Tage frisch.
- Madeleines einfrieren: Erst vollständig auskühlen lassen, einzeln in Frischhaltefolie wickeln oder in einen Gefrierbeutel geben und luftdicht verpacken; so halten sie sich 2-3 Monate.
- Madeleines auftauen: Bei Zimmertemperatur auftauen lassen oder kurz in der Mikrowelle erwärmen; für besonders frischen Geschmack einige Minuten bei 160 °C im Ofen aufwärmen.
Wissenswertes und Geschichte
Wer hätte es gedacht, ein Roman war es, der diese süße Leckerei weltbekannt machte. Wusstet ihr? Der Schriftsteller Marcel Proust widmet der Madeleine in seinem Werk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit besondere Aufmerksamkeit. Nach Proust wurden sie weltberühmt, so berühmt, dass sie fast zwangsläufig Frankreichs Referenz für Kindheitserinnerungen wurden. In Frankreich ist die Begrifflichkeit „Das ist meine petit Madeleine“ in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen.
Rezepte im Überblick (vergleichbare Varianten)
| Variante | Typische Zutaten | Backzeit / Temp. |
|---|---|---|
| Klassisch | Butter, Eier, Zucker, Mehl, Backpulver, Vanille | 200 °C, 8-12 min |
| Mit Zitrone | + Zitronenabrieb, Zitronensaft | 180-200 °C, ca. 12 min |
| Mit Mandeln | + gemahlene Mandeln | 180 °C, ca. 10 min |
Mein Redaktionstipp
Für das Backen der Madeleines ist eine spezielle Backform für die Muschelform unerlässlich. Ich kann dir eine Silikonform empfehlen, da du sie nicht einfetten musst und sich die Küchlein nach dem Backen wie von selbst lösen lassen. Frisch schmecken die Madeleines am besten, daher ist es am besten sie erst kurz vor dem Servieren zu backen.
Mit meinem Madeleines Rezept zauberst du dir das feine französische Gebäck im Handumdrehen auf deinen Teller! Bei einer Tasse Kaffee oder Tee lassen sich die kleinen Köstlichkeiten besonders genießen. Ich zeige dir im Rezept, wie du sie einfach nachbacken kannst.
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