Löwenzahnhonig: Gesundheitliche Vorteile und Herstellung
Der Löwenzahn, lateinisch Taraxacum officinale, ist eine weit verbreitete Pflanze, die nicht nur in Europa, sondern auch in Nordafrika und Asien heimisch ist. Inzwischen hat er sich auch in Nordamerika, Australien und Neuseeland etabliert. Jeder kennt ihn, nicht zuletzt durch Figuren wie Peter Lustig. Er wächst fast überall und ist somit auch für Bienen eine wichtige Nahrungsquelle.
Was ist Löwenzahnhonig?
Echter Löwenzahnhonig ist ein sortenreiner Blütenhonig, der von Bienen aus dem Nektar der Löwenzahnblüten gewonnen wird. Die Bezeichnung „Löwenzahnhonig“ wird jedoch auch für einen Honigersatz verwendet, der aus Löwenzahnblüten und Zucker selbst hergestellt werden kann. Beide Produkte sind zwar mit der gleichen Pflanze verbunden, unterscheiden sich aber erheblich.
Sortenreinen Löwenzahnhonig zu kaufen ist nicht einfach, da Bienen bei der Suche nach Nektar und Pollen bevorzugt die attraktivsten Trachtpflanzen anfliegen. Löwenzahn gehört selten zu den Favoriten, da seine Blüten einen dichten Urwald aus Pollenstängeln darstellen.
Die Gewinnung von Löwenzahnhonig
Zwischen April und Juli verwandeln sich Wiesen und Hänge in leuchtend gelbe Meere aus Löwenzahnblüten. Besonders nach dem Winter fliegen die Bienen diese Felder gerne an, da Löwenzahn große Mengen an Nektar und Pollen bietet. Je nach Anteil anderer Trachtpflanzen im Honig variiert der Geschmack von kräftig-scharf bis dezent-mild. Echter Löwenzahnhonig hat eine helle, goldgelbe Farbe, ähnlich der von Rapshonig.
In Nordfriesland, besonders in den flachen Küstengebieten der Nordsee, wächst Löwenzahn ebenfalls prächtig, was den dortigen Honigbienen zugutekommt.
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Gesundheitliche Vorteile von Löwenzahnhonig
Löwenzahn ist seit langem als Heilpflanze bekannt, und auch Löwenzahnhonig wird eine gesunde Wirkung zugeschrieben, auch wenn diese nicht wissenschaftlich vollständig anerkannt ist. Echter Löwenzahnhonig enthält gesunde Inhaltsstoffe wie Natrium, Eisen, Calcium, Magnesium und einen hohen Anteil an Traubenzucker. Zudem wird ihm eine stoffwechselanregende Wirkung zugeschrieben.
Es wird gesagt, dass Löwenzahnhonig Nieren- und Leberaktivitäten stimuliert, den Blutzuckerspiegel ausgleicht, die Drüsenaktivität anregt, die Verdauung fördert und bei rheumatischen Beschwerden hilft. Wie die meisten Honigsorten besitzt auch Löwenzahnhonig nachweislich antioxidative und antibakterielle Eigenschaften. Eine Wirkung als Hausmittel bei Husten, Halsschmerzen oder leichten Zahnfleischentzündungen ist daher möglich.
Reich an Antioxidantien: Löwenzahnhonig ist reich an Antioxidantien, die dazu beitragen, schädliche freie Radikale im Körper zu neutralisieren.
Löwenzahnhonig selber machen: Ein veganer Honigersatz
Da echter Löwenzahnhonig eine Rarität ist, kann man einen Honigersatz selbst herstellen. Dieser ist vegan, da er keine tierischen Bestandteile enthält. Der selbstgemachte Löwenzahnhonig ist eine Mischung aus Zucker und Löwenzahnaroma in Sirupform.
Zutaten:
- Löwenzahnblüten
- Wasser
- Zucker
- Bio-Zitrone
Zubereitung:
- Die Blüten in einen Topf geben und mit Wasser übergießen.
- Den Topf abdecken und das Gemisch zwei Stunden ziehen lassen.
- Kurz aufkochen und abkühlen lassen.
- Über Nacht ziehen lassen und die Blüten abgießen.
- Zucker und geriebene Zitronenschale hinzufügen und köcheln lassen.
- Die Konsistenz prüfen, indem man eine kleine Menge auf einen Teller gibt und abkühlen lässt. Wenn die Konsistenz ähnlich der von Honig ist, ist der Löwenzahnhonig fertig.
Anleitung für selbstgemachten Löwenzahnhonig:
- Frische Löwenzahnköpfe pflücken, idealerweise an einem sonnigen Tag.
- Stängel, Blätter und andere Pflanzenteile entfernen und die Blüten gründlich waschen.
- Die gereinigten Blüten in einen Topf geben, 500 ml Wasser hinzufügen und 10 Minuten kochen, bis die Flüssigkeit eine gelbe Farbe annimmt.
- Eine Bio-Zitrone in Scheiben schneiden und hinzufügen. Weitere 5 Minuten kochen.
- Die Mischung durch ein Sieb gießen, um die festen Bestandteile zu entfernen.
- Die Flüssigkeit zurück in den Topf geben, Zucker hinzufügen und einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Verwendung von Löwenzahnhonig
Der selbstgemachte Löwenzahnhonig kann als Brotaufstrich, zum Süßen von Tee oder Müsli verwendet werden. Er verleiht vielen Gerichten eine verfeinerte Note.
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Löwenzahnhonig in der Küche
Löwenzahnhonig kann vielseitig in der Küche eingesetzt werden:
- Getränke: Zum Süßen von Tee, Kaffee oder Smoothies.
- Speisen: In Saucen, Salatdressings oder beim Backen.
- Pur: Morgens auf nüchternen Magen, zum Beispiel mit grünem Tee.
Mythen und Legenden rund um den Löwenzahn
Um den Löwenzahn ranken sich viele Mythen und Legenden. In einigen Kulturen galt er als Symbol für die Sonne und wurde als Glücksbringer verehrt. Eine Legende besagt, dass der Löwenzahn durch den Atem eines Löwen entstanden sei. In manchen Regionen werden Löwenzahnhoniggläser über Türen gehängt, um sich vor Unheil zu schützen.
Eine alte Legende erzählt von einer Prinzessin, die von einer Hexe in einen Löwenzahn verwandelt wurde.
Worauf man beim Kauf von Löwenzahnhonig achten sollte
Beim Kauf von Löwenzahnhonig sollte man darauf achten, dass es sich um echten Imkerhonig handelt und nicht um Honigersatz. Es lohnt sich, Löwenzahnhonig beim Imker des Vertrauens zu kaufen. Bio-Imker achten darauf, dass sich die Löwenzahnpflanzen nicht in der Nähe von mit Pestiziden behandelten Feldern befinden. Ein Bio-Siegel bietet zusätzliche Sicherheit.
Haltbarkeit und Lagerung
Selbstgemachter Löwenzahnhonig ist im Kühlschrank nur etwa 2 bis 3 Wochen haltbar. Um die Haltbarkeit zu verlängern, sollten die Gläser vor dem Befüllen sterilisiert werden.
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