Linzer Torte Rezept ohne Ei – Vegane Anleitung für eine klassische Linzer Torte
Diese klassische vegane Linzer Torte ist schnell und einfach ohne Eier und tierische Butter zubereitet und so lecker wie das Original Rezept aus Österreich! Sie ist fruchtig, saftig, nussig, sagenhaft lecker und sehr lange haltbar!
Warum dieses Rezept funktioniert
Während die Original Linzer Torte traditionell mit Eiern und tierischer Butter hergestellt wird, habe ich Omas Rezept einfach vegan, sprich ohne Eier und mit Pflanzenbutter zubereitet. Und obwohl die Linzer Torte vegan ist, ist sie so lecker wie das Original!
Zutaten (für eine Springform Ø 26 cm)
- 250 g Weizenmehl (Type 405) oder 180 g feines Dinkelmehl Typ 630 (Alternativ glutenfreie Mehlmischung 1:1)
- 160-160 g vegane Margarine
- 150 g Margarine, + etwas zum Einfetten (Angabe variiert je Variante)
- 150 g Zucker oder 80 g Rohrohrzucker / 120 g Vollrohrzucker je nach Variante
- 1 Packung Vanillezucker oder ½ TL Bourbon Vanille gemahlen
- 100-125 g Haselnüsse, gemahlen (oder Mandeln)
- 2 EL Kakaopulver (optional, für dunkleren Teig)
- 1 Msp. Nelke, gemahlen (optional)
- 1 TL Zimt
- 40 ml Wasser (zusätzlich 1-2 EL kaltes Wasser nach Bedarf)
- 2 EL Kirschwasser oder Pflaumenlikör (optional)
- 250-300 g rote Konfitüre (Johannisbeer- oder Himbeermarmelade), ich verwende gerne zuckerreduzierte Johannisbeer- oder Himbeer-Konfitüre ohne Kerne
- Prise Salz, ½ TL Backpulver (je nach Variante)
- Zum Bestreichen: etwas pflanzliche Sahne (+ Prise Kurkuma, optional)
- Optional: 1 Leinsamenei (1 EL Leinsamenmehl + 3 EL warmes Wasser) als Ei-Ersatz für bessere Bindung
- Optional: Mandelblättchen und Puderzucker zum Dekorieren
Arbeitsgeräte
- Springform Ø 26 cm oder Tarteform
- Rührschüssel, Handrührgerät oder Küchenmaschine
- Nudelholz, Frischhaltefolie
- Backblech, Teigrädchen oder Messer zum Schneiden der Streifen
Vorbereitung
Eine Springform (Ø 26 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben (optional). Eine Springform einfetten. Margarine, vegan, zum Einfetten. Die Form ggf. kurz in den Gefrierschrank stellen (wenn die Form vorgekühlt ist, bleibt der Mürbeteig auch kühl, sobald man ihn hineindrückt).
Teig zubereiten - Schritt für Schritt
- In einer Schüssel 150 g Margarine, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Haselnüsse, Kakaopulver, Nelken und Zimt zugeben und verkneten.
- Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen: Mehl, Sojamehl oder zusätzliches Mehl, Zucker, gemahlene Nüsse, Vanillezucker, Zimt, Lebkuchengewürz (optional) und Kakao. Zuerst Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backpulver, Salz, Zimt und Zucker in einer Schüssel vermischen.
- Jetzt kommen die feuchten Zutaten hinzu: Gib die Margarine, das Wasser und das Kirschwasser oder den Pflaumenlikör in die Schüssel und knete alles zu einem glatten Teig. Dann die kalte vegane Butter und das Wasser hinzugeben und zu einem Teig verkneten.
- Mehl portionsweise zum Teig geben und mit 40 ml Wasser zu einem glatten Teig kneten. Mit den Händen oder in einer Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. Sollte der Teig zu weich sein, etwas mehr Mehl dazugeben. Sollte er zu fest sein, etwas mehr Wasser hineinkneten.
- Den Teig zu einem flachen Fladen formen, in Folie wickeln und für mindestens 30 Minuten (besser 30-60 Minuten) in den Kühlschrank geben.
Formen und Füllen
Ungefähr 2/3 oder ¾ vom Teig auf die Größe der Springform ausrollen. Gib nun etwa zwei Drittel des Teiges in eine gefettete Springform und verteile diesen gleichmäßig. Forme auch einen kleinen Rand, damit die Marmelade später nicht heraus läuft. Den restlichen Teig abgedeckt ca. 30 Minuten kalt stellen.
Die eine Portion für das Gitter fest in Folie wickeln und bis zum weiteren Gebrauch in den Kühlschrank legen. Die andere Portion auf einem Stück Frischhaltefolie oder Backpapier ausrollen, wie auf den Schritt-für-Schritt Bildern oder im Video gezeigt. Dann in die vorbereitete Tarte- oder Springform legen und gleichmäßig am Boden und an den Seiten festdrücken. Dabei einen ca. 1-2 cm hohen Rand stehen lassen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.
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Boden mit Johannisbeerengelee bestreichen. Dabei rundherum ca. 1 cm Platz lassen. Die Marmelade mit dem Vanillearoma und Wasser in einer Schüssel verrühren. Marmelade auf dem Mürbeteig-Boden verteilen und den Kuchen beiseitestellen (am besten in den Kühlschrank, damit der Mürbeteig nicht weich wird).
Gitter und Dekor
Restlichen Teig in ca. 1 cm dicke Rollen formen und als Gitter auf Gelee und Rand legen. Am Rand leicht festdrücken. Alternativ kannst du den Teig zu kleinen Würsten rollen, die entsprechenden Längen abschneiden und auf der Linzertorte in Gitterform anordnen. Fülle nun das letzte Drittel des Teiges in einen Spritzbeutel und zeichne ein Teiggitter auf die Linzertorte. Je nachdem, welchen Aufsatz dein Spritzbeutel hat, ist es leichter oder schwerer, damit ein Teiggitter zu zeichnen.
Den restlichen Teig kann man erneut ausrollen und dann mit einem Keksausstecher Motive ausstechen und auf das Gitter legen oder nur Plätzchen backen. Den Teig mit etwas pflanzlicher Sahne (+ Prise Kurkuma verrührt) bestreichen. Dann den Tortenrand mit einigen Mandelblättchen bestreuen.
Backen
Backofen vorheizen (Ober-/Unterhitze: 200 °C oder 180 °C in anderen Varianten / Umluft: 160-175 °C je nach Rezept). Linzer Torte auf mittlerer Schiene im Ofen 40-45 Minuten backen. Alternativ: die Linzertorte 25-30 Minuten bei 180 °C Ober-/ Unterhitze backen oder ca. 20 Minuten bei 180-200 °C nach anderen Varianten; immer mal ein Auge darauf werfen, dass sie nicht zu dunkel wird. Anschließend auskühlen lassen.
Serviervorschläge und Toppings
- Mit (optional) Puderzucker bestreuen, in Stücke schneiden und genießen!
- Als Topping habe ich mich für einfachen Puderzucker entschieden. Allerdings schmeckt auch Kokosnusssahne hervorragend dazu oder eine Kugel hausgemachtes Vanilleeis.
- Ein Heißgetränk darf natürlich auch nicht fehlen.
Varianten und Tipps
- Glutenfreier Mürbeteig: Du kannst das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 ersetzen. Ich empfehle dann ein zusätzliches Leinsamen-Ei hinzuzufügen, damit der Teig besser zusammenhält (1 EL gemahlene Leinsamen in 3 EL heißes Wasser rühren und ca. 5 Minuten quellen lassen).
- Leinsamenei: Leinsamenmehl zusammen mit dem Wasser in eine kleine Schüssel geben und verrühren. 5 Minuten ziehen lassen, bis es anfängt einzudicken. (1 Leinsamenei = 1 EL Leinsamenmehl + 3 EL warmes Wasser)
- Wenn du das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 ersetzt, empfehle ich ein zusätzliches Leinsamen-Ei hinzuzufügen, damit der Teig besser zusammenhält und nicht so bröselig ist.
- Falls der Teig zu weich ist, etwas mehr Mehl dazugeben; ist er zu fest, etwas mehr Wasser hineinkneten.
- Die Linzertorte ist in Österreich ein traditionelles Gebäck aus einem Mandel- oder Nussmürbeteig „Linzer Teig“, gefüllt mit roter Johannisbeer-Konfitüre „Ribisel-Marmelade“.
- Die Linzertorte ist das perfekte Gebäck zum Vorbereiten, da sie sehr lange haltbar ist. Luftdicht verpackt und an einem kühlen, trockenen Ort gelagert, hält sie sich mindestens 2 Wochen.
- Du kannst den Mürbeteig im Voraus zubereiten und ihn in Folie eingewickelt bis zu 5 Tage im Kühlschrank lagern, oder bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Auftauen dann einfach über Nacht in den Kühlschrank legen.
Backzeiten & Temperaturen - Kurzübersicht
| Temperatur | Backzeit |
|---|---|
| 180 °C Ober-/Unterhitze | 25-45 Minuten (je nach Rezeptvariante und Ofen) |
| 160-175 °C Umluft | ca. 25-45 Minuten (je nach Rezeptvariante) |
Aufbewahrung und Vorbereitung
Die klassische Linzer Torte ist das perfekte Gebäck zum Vorbereiten, da sie sehr lange haltbar ist. Genau wie Weihnachtsplätzchen, die man ja auch wochenlang aufbewahren kann. Luftdicht verpackt und an einem kühlen, trockenen Ort gelagert, hält sie sich mindestens 2 Wochen. Du kannst den Mürbeteig im Voraus zubereiten und ihn in Folie eingewickelt bis zu 5 Tage im Kühlschrank lagern, oder bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Auftauen dann einfach über Nacht in den Kühlschrank legen.
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Persönliche Anmerkung
Als ich das Rezept für meine Kollegen gebacken habe, habe ich gedacht: Mach doch einfach mal Freestyle. So ist dieses Rezept für vegane Linzertorte entstanden. Ein Mix aus den Erinnerungen an das Werk meines Vaters, kombiniert mit meinen veganen Komponenten und improvisiert, weil kein Kirschwasser im Haus war. Backen soll Spaß machen und gut schmecken. Diese Kriterien erfüllt auch eine optisch nicht ganz makellose Linzertorte.
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