Traditionelles Rezept für Linzer Kekse zu Weihnachten

Linzer Kekse, auch bekannt als Linzer Augen, sind ein Klassiker der österreichischen Weihnachtsbäckerei und erfreuen sich auch in vielen anderen Regionen großer Beliebtheit. Diese kleinen, mürben Kekse sind mit fruchtigem Gelee gefüllt und durch ein besonderes Ausstechverfahren mit einer Sichtöffnung, den "Augen", versehen. Linzer Kekse sind nicht nur köstlich, sondern auch perfekt für die festliche Zeit, da sie besonders gut durchziehen und lange haltbar sind.

Zutaten für Linzer Kekse

Für den Mürbeteig benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 300 g Weizenmehl (Type 405)
  • 100-150 g Puderzucker (je nach Rezeptvariante)
  • 200 g kalte Butter (weich oder in Stücken, je nach Rezept)
  • 1-2 Eigelb (Größe M)
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Bio-Zitronenabrieb oder geriebene Zitronenschale
  • Optional: 100 g gemahlene Mandeln oder gemahlene Haselnüsse
  • Gewürze wie Zimt und Nelkenpulver nach Geschmack

Für die Füllung wird klassisch rotes Johannisbeergelee verwendet, das auf den Keksen ohne Loch verteilt wird. Außerdem benötigt man:

  • 150-200 g Johannisbeergelee (alternativ Himbeer-, Aprikosen- oder Erdbeermarmelade)
  • 50 g Puderzucker zum Bestäuben
Linzer Kekse mit Johannisbeergelee, dekorativ auf Weihnachtsplatte

Zubehör und Utensilien

  • Rührschüssel
  • Handrührgerät mit Knethaken
  • Frischhaltedose
  • Nudelholz
  • Ausstechformen: runder Ausstecher mit Wellenrand (ca. 5 cm Ø) und kleiner Lochausstecher (oder kleine Lochtülle)
  • Backblech und Backpapier
  • Topf zum Erhitzen des Gelees

Schritt-für-Schritt-Zubereitung der Linzer Kekse

1. Teigzubereitung

Mehl, Puderzucker, Vanilleextrakt (oder Vanillezucker) und Salz geben Sie in eine Rührschüssel. Fügen Sie kalte Butter in Stücken, Zitronenabrieb sowie Ei und Eigelb hinzu. Mit den Knethaken des Handrührgeräts kneten Sie die Zutaten zu einem glatten Mürbeteig. Falls nötig, können Sie den Teig mit den Händen fertig kneten. Formen Sie den Teig zu einer flachen Scheibe, wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie oder geben Sie ihn in eine Frischhaltedose und kühlen ihn mindestens 60 Minuten, besser 1 Stunde oder über Nacht im Kühlschrank.

2. Teig ausrollen und ausstechen

Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 160 Grad) vor und legen Sie Backbleche mit Backpapier aus. Bestäuben Sie die Arbeitsfläche leicht mit Mehl und rollen Sie den Teig auf circa 3 mm Dicke aus. Nutzen Sie für die Ausstechform am besten einen geriffelten runden Ausstecher mit ca. 5 cm Durchmesser.

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Stechen Sie gleich viele Plätzchen mit und ohne Loch aus - die mit Loch werden später der Deckel, bei denen das Gelee durchscheint. Für das Loch eignen sich entweder ein kleiner Lochausstecher mit rundem oder alternativ mit Herz- oder Sternform. Verteilen Sie die Kekse auf die Backbleche.

3. Backen

Backen Sie die Kekse etwa 10 bis 12 Minuten im vorgeheizten Ofen, bis sie goldgelb sind. Achten Sie darauf, dass die Ränder eine leicht bräunliche Farbe annehmen. Lassen Sie die Kekse auf einem Gitter auskühlen.

Linzer Kekse beim Ausstechen und Backen auf Backblech

4. Füllung vorbereiten und Kekse zusammensetzen

Erhitzen Sie das Johannisbeergelee in einem kleinen Topf, bis es kocht, und lassen es anschließend etwa 1 Minute sanft köcheln. Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen das Gelee etwa 1 Minute abkühlen.

Verteilen Sie mit einem Teelöffel das Gelee auf den Keksen ohne Loch (dem „Boden“). Bestäuben Sie die Kekse mit Loch (dem „Deckel“) großzügig mit Puderzucker oder einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker. Setzen Sie die Plätzchendeckel vorsichtig auf die Gelee-bestrichenen Kekse und drücken Sie sie leicht an.

Für ein besonders schönes Ergebnis können Sie restliches Gelee in einen Spritzbeutel geben und damit die Kekse mit Lochfüllung verzieren. Lassen Sie die Linzer Kekse anschließend mindestens 24 Stunden durchziehen.

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Variationen und Tipps

  • Alternativen zur Marmelade: Neben Johannisbeergelee eignen sich auch Himbeer- oder Aprikosenkonfitüre sehr gut als Füllung. Es empfiehlt sich, Gelees ohne Stückchen zu verwenden, um eine glatte Füllung zu erzielen. Himbeermarmelade sollte wegen vieler Kerne durch ein feines Sieb gestrichen werden.
  • Ausstechformen: Es gibt spezielle Linzer Ausstechformen-Sets, die zwei Formen enthalten: eine für den unteren Keks und eine mit Aussparungen (Kreis, Herz, Stern) für den Deckel.
  • Teigdicke: Der Teig sollte circa 2-3 mm dünn ausgerollt werden, damit die Kekse schön mürbe sind.
  • Backzeit: Die Backzeit variiert bei 8-12 Minuten, je nach Ofen und Dicke der Kekse. Die Kekse sind perfekt, wenn sie leicht braun am Rand sind.
  • Lagerung: Linzer Kekse sind in einer luftdichten Dose an einem kühlen Ort mindestens einen Monat haltbar. Am besten schmecken sie, wenn sie 1-2 Tage durchgezogen sind.
  • Andere Formen und Namen: Linzer Kekse werden auch Spitzbuben oder Hildabrötchen genannt. Je nach Region und Form unterscheidet man sie von Linzer Augen. So kann das Loch in der Mitte auch Herz- oder Sternförmig sein.

Nährwerte pro Keks (ca.)

Nährwert Pro Stück
Kalorien ca. 108 kcal
Eiweiß 2 g
Fett 6 g
Kohlenhydrate 11 g
Illustration der Linzer Kekse - Querschnitt mit Marmeladenfüllung

Beliebte Kombinationsrezepte zu Weihnachten

Linzer Kekse zählen zusammen mit Vanillekipferl, Kokosmakronen und Zimtsternen zu den beliebtesten Weihnachtsplätzchen.

  • Vanillekipferl sind zarte Halbmond-Kipferl mit Vanillezuckerbestreuung.
  • Kokosmakronen sind schnell gemacht und lecker durch ihre Kokosnuance.
  • Zimtsterne gehören mit ihrem würzigen Zimtgeschmack ebenfalls zur Weihnachtszeit dazu.
Videoanleitung: Herstellung von traditionellen Linzer Keksen

Backen mit der Familie macht besonders in der Weihnachtszeit Spaß und verbindet die Generationen. Die Linzer Kekse sind zudem sehr vielseitig in der Gestaltung, z. B. mit verschiedenen Ausstechformen für den Deckel oder der Marmeladensorte.

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