Lindt Schokolade: Geschichte, Innovationen und Herstellungskunst von den Anfängen bis zur feinschmelzenden Perfektion

Es gibt Schokolade und dann gibt es Lindt Chocolade. Entdecken Sie die Geheimnisse der Chocoladen-Perfektion…Die Erfindung von Lindt. Die wichtigste Zutat für die Herstellung unserer feinschmelzenden Lindt Schokolade ist Kakao.

Vom Ursprung bis heute: Die Geschichte der Schokolade Die wichtigste Zutat für die Herstellung unserer feinschmelzenden Lindt Schokolade ist Kakao. Doch woher kommt Kakao eigentlich und wie wird daraus Schokolade hergestellt? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Kakao bereits seit Tausenden von Jahren verwendet wird.Der Ursprung Die Geschichte der Schokolade beginnt in Süd- und Mittelamerika. Hier wächst der Kakaobaum, dessen Frucht bereits seit über 4000 Jahren von Menschen genutzt wird.

Historische Kakaopfade von Mesoamerika nach Europa

Auch die Olmeken in Mexiko sowie die Maya und Azteken verwendeten die Früchte des Kakaobaums. Der Kakao wurde sogar so sehr geschätzt, dass für die Maya als göttliche Frucht galt. Bei den Azteken war Kakao ebenfalls der Oberschicht vorbehalten und so wertvoll, dass er als Zahlungsmittel genutzt wurde.Der Kakao kommt nach Europa Der Weg der Schokolade und ihre Geschichte in Europa beginnen mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Aber erst Hernán Cortés brachte die Kakaobohne im 16. Jahrhundert nach Europa.

Dennoch gab es noch sehr lange keine Schokolade, wie wir sie heute kennen. Denn Schokolade wurde damals nach der Tradition der mittel- und südamerikanischen Völker zu einem Getränk verarbeitet. Dieses Kakaogetränk schmeckte zudem äußerst bitter, denn die Kakaobohne selbst ist nicht süßDurch die Zugabe von Rohrzucker oder Honig zum Kakao wurde das Getränk gesüßt und entsprach so auch den europäischen Geschmacksvorstellungen. Die Beliebtheit des Getränks stieg in den folgenden Jahrhunderten und es war in den Adelshäusern Europas zunehmend verbreitet. Wie schon früher in Amerika war das Getränk nur den oberen Bevölkerungsschichten zugänglich.

Von Sprünglis Confiserie zum Weltunternehmen Lindt & Sprüngli

Alles begann mit der Eröffnung von David Sprünglis kleinem Süßwarenladen in Zürich. Dank Sprünglis Unternehmergeist und Leidenschaft wuchs das Geschäft schnell. Schon bald war Sprüngli ein bekannter Name unter den Schokoladenherstellern. 1836 eröffnete David Sprüngli an der Marktgasse in Zürich die Confiserie Sprüngli & Fils.

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1845: Früher ErfolgIn einer kleinen Konditorei in der Marktgasse in der Zürcher Altstadt stellten David Sprüngli und sein Sohn Rudolf Sprüngli-Ammann die erste feste Schokoladentafel im deutschsprachigen Teil der Schweiz her. Das Produkt war sofort ein Erfolg. 1847: Erste SchokoladenfabrikSprüngli wuchs schnell und eröffnete 1847 das Werk Schleifetobel in Horgen. Als die Produktion aufgenommen wurde, war die Schokolade in der Luft zu riechen.

1859: Eine neuartige KonditoreiDavid Sprüngli vergrößerte sein Geschäft und begann sich einen Namen zu machen. Er weihte am Paradeplatz eine zweite Konditorei ein - die mittlerweile berühmte Confiserie Sprüngli. Das elegante Interieur fand bei den Einheimischen schnell großen Anklang und machte die Confiserie zu einem beliebten Treffpunkt. Die Confiserie am Paradeplatz wird eröffnet. Sie entwickelt sich rasch zur besten Adresse für feine Confiserie- und Konditoreiwaren und wird zum beliebten Treffpunkt an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Historisches Interieur der Confiserie Sprüngli am Paradeplatz

Die Ursprünge von Lindt & Sprüngli liegen in den beiden Schokoladenmanufakturen von Rudolf Sprüngli in Horgen und Zürich (ehemalige Werdmühle, heute Werdmühleplatz) sowie von Rodolphe Lindt in Bern. Sprünglis Sohn Rudolf Sprüngli-Schifferli (1847-1926) übernahm die Firma seines Vaters 1891. Ein Jahr später wurde die Confiserie Sprüngli als eigenes Unternehmen ausgegliedert. Rudolf Sprüngli teilt sein Unternehmen unter seinen beiden Söhnen auf. Seither sind es zwei unabhängige Unternehmen.

Im Jahre 1899 baute Rudolf Sprüngli die Fabrik in Kilchberg und wandelte die Firma im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft um. Die Chocolat Sprüngli AG übernahm bald darauf die Berner Schokoladenmanufaktur von Rodolphe Lindt mitsamt dem Patent für dessen Conchierverfahren. Die Aktiengesellschaft Vereinigte Berner und Zürcher Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli war geboren. 1899: Die Geburtsstunde von Lindt & Sprüngli - eine perfekte Partnerschaft.

Rodolphe Lindt und die Schokoladenrevolution

Rodolphe Lindt, eigentlich Rudolf Lindt (* 16. Juli 1855 in Bern; † 20. Februar 1909 ebenda), war ein Schweizer Schokoladenfabrikant und Erfinder. Er war der Sohn des Apothekers und Politikers Johann Rudolf Lindt aus der Familie Lindt sowie von dessen Gattin Amalia Eugenia geborene Salchli. Von 1873 bis 1875 absolvierte er in Lausanne eine Lehre beim Schokoladebetrieb Amédée Kohler & fils.

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Als Schokolade erstmals ihren Weg nach Europa fand, war sie mit Schokolade, wie wir sie heute kennen, nicht vergleichbar. Sie war grob, trocken und schmolz nicht im Mund. Im Jahr 1879 revolutionierte Rodolphe Lindt schliesslich die Schokoladenherstellung und erfand das Conchieren. Rodolphe Lindt gilt in der Schweiz auch als erster der extra Kakaobutter zur Schokolade gab.

Schema einer historischen Conche und moderner Conchieranlage

Was passiert beim Conchieren?Nach dem Rösten und Mahlen der Kakaonibs wird die so entstandene Kakaomasse mit anderen Zutaten wie Zucker und Milch vermischt und anschliessend erneut fein gemahlen, um die Grundmasse für die Conche zu erhalten. So funktionieren die hochmodernen Conchen von Lindt: Durch langes und intensives Rühren, Belüften und Unterheben der erwärmten Schokoladenmasse verschwinden unerwünschte säuerliche und bittere Geschmacksnoten. Durch die lange Rührzeit in der Conche werden auch eventuelle Klumpen aufgelöst, wodurch eine unglaublich zarte Schokoladentextur entsteht.

Er entwickelte die Conche, die ihren Namen vermutlich von ihrer muschelähnlichen Form hat (vom lateinischen concha abgeleitet). Das Prinzip der Conche: Ein großes flaches längliches Becken aus Granit über das sich Granitwalzen vor- und zurückbewegen; die Walzen schlagen dabei gegen die Ränder, so dass die flüssige Schokoladenessenz über die Walzen zurück in den Hauptteil des Mechanismus spritzt. Durch die dabei entstehende Reibung wird Hitze erzeugt, so dass die Temperaturen auf 76° C bis 78° C ansteigen. Dieses Verfahren dauerte 72 oder mehr Stunden.

Danach hat die Schokolade eine erstaunlich weiche Konsistenz. Vor der Erfindung der Conche war Essschokolade meistens hart und grobkörnig. Dank Lindts Methode wurde sie so zart, dass Lindt sie nach der gleichnamigen sahnigen Creme „Fondant“ nannte. Die Schokolade, die Lindt schließlich am Montag vorfand, war köstlich zart und schmeckte wie nie zuvor.

Conchierprozess: Von Kakaomasse zur feinschmelzenden Lindt-Schokolade

Ein wichtiger Schritt in der Herstellung unserer Schokolade ist das Conchieren. Dieses Verfahren wurde 1879 von Rodolphe Lindt erfunden und macht die Lindt-Schokolade so unbeschreiblich cremig. Denn die Conchiermaschine rührt die Schokoladenmassen besonders lange, wodurch die Schokolade zarter und cremiger wird. Rodolphe Lindt war dank seiner Erfindung der Conche im Jahre 1879 zu seiner Zeit einer der bekanntesten Schokoladehersteller und seine Erfindung begründete bis heute den Weltruhm des Namens Lindt.

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Im Jahr 1899 verkauft Rodolphe Lindt seine Fabrik in Bern mit samt der Rezepturen und Markenrechte an die Chocolat Sprüngli AG. Der Kaufpreis betrug 1,5 Millionen Goldfranken. Unter dem Namen Lindt & Sprüngli existiert das Unternehmen bis heute weiter. Als Lindt 1879 auf das Geheimnis stieß, welches die Schweiz als erstklassigen Schokoladenhersteller international bekannt machen sollte, wurde auch Sprüngli darauf aufmerksam.

Industrielle Herstellung bei Lindt: Vom Kakao zur Tafel

Kakao wird zu Schokolade Über mehrere Jahrhunderte wurde Kakao als Getränk genossen. Die Geschichte der Schokolade setzt sich fort, als im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung der technische Fortschritt an Aufschwung gewinnt. So wurden Verfahren und die passenden Maschinen entwickelt, um unsere geliebte Tafelschokolade herzustellen. Auch die heute genutzten Methoden zur Herstellung von Schokolade ergeben sich aus dieser Geschichte.

Bei Lindt wird zur Herstellung unserer Schokolade eine geheime Mischung aus den besten Kakaosorten ausgewählt. Besonders wichtig ist hier der hochwertige Edelkakao. Die Kakaobohnen werden anschließend geröstet und gemahlen. Durch das Rösten erhalten sie ihr einzigartiges Aroma.

Nach dem Rösten und Mahlen der Kakaonibs wird die so entstandene Kakaomasse mit anderen Zutaten wie Zucker und Milch vermischt und anschliessend erneut fein gemahlen, um die Grundmasse für die Conche zu erhalten. Ein wichtiger Schritt in der Herstellung unserer Schokolade ist das Conchieren. Im Anschluss wird die Schokolade in ihre Form gegossen und von unseren Maîtres Chocolatiers in liebevoller Detailarbeit veredelt und verpackt. So entsteht ein traditionsreiches und wunderbar köstliches Produkt, das so einzigartig wie unverwechselbar ist.

Prozesskette: Ernte, Fermentation, Rösten, Mahlen, Conchieren, Gießen

Internationalisierung, Führung und Produktionsnetz

In Deutschland wurde 1935 mit der Leonard Monheim AG, Berlin, ein Lizenzvertrag für die Fertigung geschlossen. 1988 übernahm Lindt & Sprüngli die Fertigung dort selbst und produziert seitdem einen Grossteil der international vertriebenen Artikel in Aachen nahe dem Westbahnhof. Das Geschäft in Deutschland wird von der Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH in Aachen betrieben, welche am Markt unter der Marke Lindt auftritt. Sie ist eine 100%ige Tochter der Schweizer Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG.

Seit 1994 werden alle Gruppenfirmen, darunter auch das bisherige Schweizer Stammhaus Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli (Schweiz) AG, als hundertprozentige Tochterfirmen von einer internationalen Konzernleitung im Rahmen der Holding-Gesellschaft Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli Aktiengesellschaft geführt. Als CEO war von 1993 an Ernst Tanner tätig, bis er 2016 von Dieter Weisskopf abgelöst wurde. Tanner führt zudem den Verwaltungsrat als Präsident an. Weisskopf hielt die Position des CEO für sechs Jahre inne, bis im Oktober 2022 Adalbert Lechner, der zuvor als Chef von Lindt Deutschland arbeitete, sie übernahm.

Im Jahre 2021 konnte Lindt einen Umsatz von 4,6 Milliarden Franken erzielen, ein Anstieg von 14,2 Prozent zum Vorjahr. Die Anteilsscheine der Gesellschaft gehören zu den teuersten Aktien der Welt. Lindt & Sprünglis Aktie war 2022 die zweitteuerste Aktie der Welt, eine Namensaktie kostete 97.000 Franken bzw. Juni 2016 wurden die Namens-Aktien an der SIX Swiss Exchange mit 72.945,00 Schweizer Franken notiert.

Klassiker und Innovationen im Sortiment

Lindt & Sprüngli stellt neben einer Vielzahl von verschiedensten Tafelschokoladen auch Pralinen her. Dazu kommen saisonale Produkte wie Weihnachtsmänner oder Osterartikel. Zunehmende Bedeutung erhalten Schokoladentafeln mit hohen Kakaoanteilen (> 60 Prozent) oder exotischen Zutaten wie Pfeffer, zerkleinerten Chilischoten oder mit Hafermilch. In diversen europäischen Ländern bietet Lindt & Sprüngli eine Schokoladen- bzw. Haselnusscreme als Brotaufstrich an.

1949: Schokoladengold - LINDORNach dem Krieg wollten unsere Lindt Maître Chocolatiers etwas Himmlisches schaffen, um die Stimmung unserer Kunden zu heben. Sie machten sich an die Arbeit und experimentierten mit Schokoloadenrezepten bis sie 1949 auf eine Schokolade stießen, die so luxuriös glatt war, dass sie mit geschmolzenem Gold verglichen werden konnte. Ihr wurde der Name LINDOR gegeben. 1969: Ein weltweiter Favorit - LINDOR TrüffelIm Jahr 1969 brachte Lindt & Sprüngli die ersten LINDOR Trüffel im Rahmen einer Weihnachtsspezialität auf den Markt.

1952: Eine hoppelnde Überraschung - der Lindt GOLDHASEIm Jahr 1952 erschien der Lindt GOLDHASE zum ersten Mal in den Regalen. Inspiriert von seiner Tochter schuf ein Lindt Maître Chocolatier einen Hasen aus Schokolade. Er wickelte ihn in Goldfolie ein, um ihn zum Leuchten zu bringen, und band ihm ein rotes Band mit einer kleinen Glocke um den Hals, damit er nie verloren gehen würde. Heute ist der Lindt GOLDHASE ein Osterklassiker und zeigt jedem, dass der Frühling vor der Tür steht.

LINDOR, GOLDHASE und EXCELLENCE - ikonische Lindt-Produktlinien

1989: EXCELLENCE1989 wurde ein weiterer Klassiker geschaffen. Lindt & Sprüngli stellte die extra dünnen Lindt EXCELLENCE Chocoladen-Tafeln mit ihren intensiv eleganten Aromen und ihrer feinen Textur vor. Lindt & Sprüngli hat es sich zur Aufgabe gemacht, frische, neue Aromen zu kreieren, die unsere Verbraucher inspirieren und gleichzeitig die höchste Qualität jedes dieser Produkte gewährleisten.

Der GOLDHASE: Schutzrechte und Gerichtsurteile

Der Goldhase ist ein Hohlkörper aus Schokolade in Form eines sitzenden Hasen, der für die Osterzeit hergestellt wird. Er hat neben einer goldfarbenen Verpackung ein Glöckchen an einem meist roten Halsband. Lindt & Sprüngli hat den Goldhasen im Jahr 2000 in der EU und ein Jahr später in Deutschland als Marke eintragen lassen. Darauf stützend ging das Unternehmen in den anschliessenden Jahren gegen ähnliche Produkte anderer Hersteller rechtlich vor.

Am 24. Mai 2012 unterlag Lindt & Sprüngli am Europäischen Gerichtshof bei dem Versuch, den Goldhasen europaweit als Marke schützen zu lassen. Das Unternehmen konnte in dem seit 2004 laufenden Antragsverfahren nicht nachweisen, dass der europäische Durchschnittsverbraucher vom Äusseren des Hasen auf dessen Hersteller schliesse. Am 28. März 2013 wies der Bundesgerichtshof in Karlsruhe eine Nichtzulassungsbeschwerde von Lindt & Sprüngli gegen eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main zurück, der zufolge die fränkische Firma Riegelein ebenfalls einen Schokoladenhasen vertreiben dürfe, der sich in Sitzposition befindet.

Da die 2018 verkauften Schokohasen der Confiserie Heilemann den Goldhasen von Lindt zu ähnlich sehen würden, untersagte das Oberlandesgericht München 2022 Heilemann den Vertrieb weiterer Schokohasen. Eine Sonderedition des Goldhasen erschien 2022 anlässlich seines 70. Geburtstages. Der bekannte Goldton wurde in der Sonderedition durch eine glitzernde Hologramm-Folie ersetzt. WELT: Lindt-Goldhase: Schokoladenhase genießt laut BGH Markenschutz.

Nachhaltigkeit und Beschaffung: Das Farming Program

Mit dem Farming Program, welches 2008 startete, will Lindt & Sprüngli laut eigener Aussage die Lebensgrundlage von Kleinbauern verbessern, indem die Lieferkette der Kakaobohnen verfolgbar ist. Weiterhin erhalten die Bauern Schulungen um „den Kakaoanbau nachhaltig zu intensivieren“. Etwa 54.000 Bauern sollen solche Schulungen im Jahr 2021 erhalten haben. Zudem unterstützt Lindt & Sprüngli die Bauern mit Brunnen und Schulen, so wurden in Ghana zum Beispiel 30 neue Schulgebäude errichtet.

Bis 2021 wurden laut eigener Aussage 82 Millionen Euro in solche Initiativen investiert. Kritik gibt es an den Initiativen jedoch auch. So sei laut Friedl Hütz-Adams vom Südwind-Institut das in den Schulungen vermittelte Wissen bereits vorhanden, dieses umzusetzen wäre jedoch zu teuer für die Bauern. Im Juli 2023 gab das Unternehmen bekannt, in Zukunft keine Werbung an unter 16-Jährige mehr zu richten.

Infografik: Lindt Farming Program - Investitionen, Schulungen, Projekte

Besuchserlebnis und Markenwelt

2020: Schokoladengenuss2013 startete die gemeinnützige Lindt Chocolate Competence Foundation ein visionäres Projekt in Kilchberg, Schweiz. Erst im Jahr 2020, zum 175-jährigen Jubiläum von Lindt & Sprüngli, öffnete das Lindt Home of Chocolate seine Türen. Es befindet sich am Hauptsitz in Kilchberg und beherbergt ein interaktives Schokoladenmuseum, eine Forschungs- und Pilotanlage, den weltweit größten Schokoladenladen, ein Café und Chocolateria speziell für Schokoladenkurse entwickelt. Als Heimat der Schokolade ist es keine Überraschung, dass es sich dort auch einer der größten Schokoladenbrunnen der Welt befindet!

Heute ist Lindt & Sprüngli ein bekannter Name, der weltweit Glückseligkeit, Qualität und Schokoladengenuss signalisiert. Als weltweit führender Anbieter von Premium-Schokolade sind wir in mehr als 120 Ländern mit 11 Produktionsstandorten in der Schweiz, Europa und den USA etabliert. Auf dem Jungfraujoch findet man den höchsten Lindt-Shop der Welt. Der Schweizer Tennis-Weltmeister Roger Federer wurde 2009 Markenbotschafter von Lindt & Sprüngli.

Herstellung im Detail: Schritte zur feinen Textur

  1. Bei Lindt wird zur Herstellung unserer Schokolade eine geheime Mischung aus den besten Kakaosorten ausgewählt.
  2. Die Kakaobohnen werden anschließend geröstet und gemahlen. Durch das Rösten erhalten sie ihr einzigartiges Aroma.
  3. Nach dem Rösten und Mahlen der Kakaonibs wird die so entstandene Kakaomasse mit anderen Zutaten wie Zucker und Milch vermischt und anschliessend erneut fein gemahlen, um die Grundmasse für die Conche zu erhalten.
  4. Ein wichtiger Schritt in der Herstellung unserer Schokolade ist das Conchieren. Dieses Verfahren wurde 1879 von Rodolphe Lindt erfunden und macht die Lindt-Schokolade so unbeschreiblich cremig.
  5. Im Anschluss wird die Schokolade in ihre Form gegossen und von unseren Maîtres Chocolatiers in liebevoller Detailarbeit veredelt und verpackt.

Durch langes und intensives Rühren, Belüften und Unterheben der erwärmten Schokoladenmasse verschwinden unerwünschte säuerliche und bittere Geschmacksnoten. Durch die lange Rührzeit in der Conche werden auch eventuelle Klumpen aufgelöst, wodurch eine unglaublich zarte Schokoladentextur entsteht. So entsteht ein traditionsreiches und wunderbar köstliches Produkt, das so einzigartig wie unverwechselbar ist.

Zeitleiste: Meilensteine von Lindt & Sprüngli

JahrMeilenstein
1836Confiserie Sprüngli & Fils in Zürich eröffnet
1845-1847Erste feste Tafel; erstes Werk in Horgen
1859Confiserie am Paradeplatz wird eröffnet
1879Erfindung des Conchierens durch Rodolphe Lindt
1899Werk Kilchberg; Gründung Lindt & Sprüngli
1935/1988Deutschland: Lizenz, später eigene Produktion in Aachen
1949LINDOR Tafel
1952GOLDHASE
1969LINDOR Trüffel
1989EXCELLENCE Tafeln
2008Start Farming Program
2020Eröffnung Lindt Home of Chocolate

Unternehmen heute: Markenstärke und Marktpräsenz

Heute ist Lindt & Sprüngli ein bekannter Name, der weltweit Glückseligkeit, Qualität und Schokoladengenuss signalisiert. Als weltweit führender Anbieter von Premium-Schokolade sind wir in mehr als 120 Ländern mit 11 Produktionsstandorten in der Schweiz, Europa und den USA etabliert. Trotz seines Wachstums ist Lindt & Sprüngli immer noch ein heimisches Unternehmen - tatsächlich bleiben die Schweizer die größten Champions, wobei jeder Bürger durchschnittlich einen LINDOR Trüffel pro Tag konsumiert.

Lindt & Sprüngli hat es sich zur Aufgabe gemacht, frische, neue Aromen zu kreieren, die unsere Verbraucher inspirieren und gleichzeitig die höchste Qualität jedes dieser Produkte gewährleisten. Zunehmende Bedeutung erhalten Schokoladentafeln mit hohen Kakaoanteilen (> 60 Prozent) oder exotischen Zutaten wie Pfeffer, zerkleinerten Chilischoten oder mit Hafermilch. In diversen europäischen Ländern bietet Lindt & Sprüngli eine Schokoladen- bzw. Haselnusscreme als Brotaufstrich an.

Im Jahre 2022 geriet Lindt & Sprüngli wegen Lebensmittelverschwendung in die Kritik. Im Januar 2024 recherchierte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) in Ghana und deckte dabei auf Plantagen, auf denen Kakao für Lindt & Sprüngli produziert wird, Kinderarbeit auf. Im Juli 2023 gab das Unternehmen bekannt, in Zukunft keine Werbung an unter 16-Jährige mehr zu richten. In einem Verfahren vor dem US-Gericht des Eastern District of New York um in der Schokolade enthaltene Schwermetalle wie Blei und Cadmium versuchten die Anwälte des Unternehmens 2024, den Rechtsstreit beizulegen, indem sie von Lindt & Sprünglis Werbebotschaft auf der Verpackung zurücktraten.

Mit Russell Stover, das auch die Marke Whitman’s besitzt und in den USA einen Marktanteil bei Pralinés von 60 % hat, wurde Lindt & Sprüngli zum drittgrössten Unternehmen der Schokoladenbranche in Nordamerika und ist dort nun auch mit seinen anderen Marken flächendeckend präsent. Die Produktpalette von Russel Stover war allerdings viel zu breit und deren Verkäufe zu stark saisonal geprägt. Im Jahre 2021 konnte Lindt einen Umsatz von 4,6 Milliarden Franken erzielen, ein Anstieg von 14,2 Prozent zum Vorjahr. Die Anteilsscheine der Gesellschaft gehören zu den teuersten Aktien der Welt.

Weltweite Präsenz von Lindt & Sprüngli und Produktionsstandorte

Rodolphe Lindt: Biografische Notizen

Der Sohn eines Apothekers gründete 1879 eine Schokoladenfabrik. Noch im Dezember desselben Jahres gelang ihm die Verbesserung der damals noch sehr mässigen Schokoladenqualität durch die Entwicklung der Conchiermaschine, eines Längsrührwerks zur Verfeinerung der Konsistenz und Verflüchtigung unerwünschter Aromen. Auch gab er als Erster Kakaobutter in die Schokoladenmasse. 1899 verkaufte Lindt seine Fabrik und das «Geheimnis» des Conchierens an die Chocolat Sprüngli AG, die seitdem unter dem Namen Lindt & Sprüngli AG firmiert.

Rudolf Lindt war in Eile: Er hatte ein Rendezvous. Hastig verliess er seine Schokoladenfabrik im Berner Matte-Quartier. Draussen quietschte das Wasserrad, drinnen rührte seine Maschine die braune Masse. Das ganze Wochenende lang. Jedenfalls: Als Lindt am Montag die Fabrik betrat, entdeckte er eine zähe, dickflüssige Masse, die angenehm süsslich duftete und im Mund dahinschmolz.

Porträt Rodolphe Lindt und historische Fabrik in Bern

Rezeptur, Sensorik und Textur: Warum Lindt feinschmilzt

  • Besonders wichtig ist hier der hochwertige Edelkakao.
  • Durch das Rösten erhalten sie ihr einzigartiges Aroma.
  • Durch langes und intensives Rühren, Belüften und Unterheben der erwärmten Schokoladenmasse verschwinden unerwünschte säuerliche und bittere Geschmacksnoten.
  • Durch die lange Rührzeit in der Conche werden auch eventuelle Klumpen aufgelöst, wodurch eine unglaublich zarte Schokoladentextur entsteht.
  • So entsteht ein traditionsreiches und wunderbar köstliches Produkt, das so einzigartig wie unverwechselbar ist.

Die Schokolade war für immer verändert, was den Beginn einer unvergleichlich cremigen, weltberühmten Lindt Schokolade darstellte. Noch heute wird der Prozess des Conchierens von Schokoladenherstellern auf der ganzen Welt angewandt. Lindts Conchier-Technik kreierte eine „schmelzende Schokolade", die so fein und geschmacksintensiv war, dass ihr niemand widerstehen konnte. Dies war der Beginn einer Schokoladenrevolution.

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