Leuchtturm Torte Rezept Anleitung
Leuchttürme sind faszinierende Bauwerke. Wir kennen sie in vielen verschiedenen Bauweisen, Farben und Formen. Sie alle aber haben die gleiche Funktion: die Warnung vor Untiefen und Positionsbestimmung für Schiffe. Aber vergessen wir mal all die praktischen Dinge, die wir über Leuchttürme wissen. Sie sind einfach schön anzusehen und erinnern uns an Meer. Um sich auch jetzt im Spätsommer nochmal dorthin zu träumen, haben wir diesen super leckeren Leuchtturm Kuchen gebacken.
Erste Gedanken und Motivation
Ich glaube, ich kann ohne überheblich zu wirken behaupten, dass dieser Kuchen bis dato mein Meisterwerk ist. Ende August hat mich eine liebe Freundin gefragt, ob ich vielleicht für eine Hochzeit eine Torte backen könnte. Ich habe mich zuvor noch nie an eine Hochzeitstorte herangetastet - und als sie meinte, ob ich vielleicht eine Torte in Form eines Leuchtturms backen könnte, habe ich mir schon gedacht, das könnte ja nur [buchstäblich] schief gehen. Aber irgendwie hatte die Herausforderung doch einen gewissen Reiz und ich wollte eigentlich schon immer mal ausprobieren, ob ich so eine Art Turm aus einem Kuchen basteln könnte.
Übersicht: Aufbau und Zeitplanung
Ok, es braucht etwas Vorbereitung, gerade auch die Innenkonstruktion, aber diese ist immer wieder verwendbar, ihr könnt sie aufheben und für weitere Torten verwenden. An der Torte habe ich zwei Tage gearbeitet. a) die Kuchen gebacken. Hierfür habe ich mein Limetten-Gugelhupf-Rührkuchen verwendet, diese im Gesamten in dreifacher Menge zubereitet und in 2 16cm und 4 14cm Backrahmen gebacken. Solltet ihr nicht so viele Backrahmen haben, bereitet das Rezept in kleineren Mengen zu und backt die Kuchen nacheinander. Ich habe darauf geachtet, daß jeder Kuchen eine Höhe von mind. 6cm hatte, damit ich auf meine angestrebte Höhe von 45cm kam. b) ich habe zwei Ganache zubereitet, eine Erdbeerriegel-Schokoladen Ganache und eine weiße Schokoladen Ganache - Rezept *HIER*.
Materialien für die Innenkonstruktion
Um dies zu bauen, bin ich zu allererst in den Baumarkt und habe mir eine Holzplatte zurecht sägen lassen (das wird meistens kostenfrei bei Kauf einer Holzplatte angeboten), in meinem Fall auf 30x30cm, aber dies könnt ihr natürlich individuell verändern. Vier Füsse bekam meine Holzlatte noch - dieses waren Türstopper 🙂 und natürlich eine Gewindestange mit passenden Unterlegscheiben und Muttern.
Kuchenböden und Teigvarianten
Die Margarine, Zucker und die Eier mit der Küchenmaschine schön schaumig aufschlagen. Nun Zitronenabrieb, Saft einer Zitrone zugeben. Nun das Mehl mit dem Backpulver unterheben. Den Kuchen sofort nach dem backen mit einer Stricknadel mehrmals einstechen und mit einem Guss aus Zitronensaft und Puderzucker tränken. Das Gleiche habe ich für den Leuchtturm mit Orangen versucht. 1 Pck. Margarine, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der Küchenmaschine cremig rühren. Orangensaft und Abrieb hinzufügen. Eine Kastenform ausfetten und mit Paniermehl bestreuen, den Teig einfüllen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. Die Eier trennen und das Eiweiß zu festem Schnee schlagen. Das Eigelb mit dem Zucker und dem Wasser mindestens 5 Minuten auf höchster Stufe schaumig rühren. Während die Eiermasse aufschlägt, werden Mandeln, Mehl, Speisestärke, Backpulver und Zimt gemischt. Sobald die Eigelb-Masse fertig ist, hebt ihr den Mehl-Mandel-Mix vorsichtig unter den Teig. Ich habe den Teig dann in einer 28er-Springform gefüllt und ca.
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Rezept-Grundlage (Biskuit-Variante)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Eier (mittelgroß) | 4 |
| Wasser (heiß) | 4 EL |
| Mehl | 200 g |
| Zucker | 180 g |
| Vanillezucker | 1 Pck. |
| Backpulver | 1 TL, gestrichen |
| Sahne | 200 ml |
| Beeren (Erdbeeren oder Kirschen) | 200 g |
| Marzipanrohmasse | 200 g |
Vorbereitung der Böden
Den Teig in eine kleine eckige Form geben und bei 180°C im vorgeheizten Backofen ca. 35 min. backen. Den abgekühlten Teig in 2 oder 3 gleiche Scheiben schneiden (ein Tipp: einmal mit einem Messer in den Rand schneiden einen Faden rumlegen und durchziehen, da bekommt man eine schöne gleichmäßige Scheibe) wie man es gerne möchte. Nach dem Abkühlen aus beiden Kuchenböden mehrere Kreise mit einem Durchmesser von 10 cm ausstechen.
Füllung und Schichten
Auf den Grundboden erst die pürierten Erdbeeren verteilen (bei Kirschen müssen diese angedickt werden) danach eine Schicht Sahne. Die zweite Kuchenplatte draufgeben und leicht andrücken. Für die Creme Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen. Creme Fraiche, Zucker und Zitronensaft verrühren und die Sahne unterheben. Dann kann der Leuchtturm aufgeschichtet werden. Begonnen wird mit einer Lage Kuchenboden, danach kommt immer abwechselnd eine Schicht Creme und eine mit Kuchen. Die Reihenfolge der Farben kann selbst festgelegt werden.
Turmform bauen: stabil, leicht, wiederverwendbar
Bei diesem Kuchen war der Leuchtturm das Problem, da dieser relativ schwer wurde. Den Leuchtturm habe ich als erstes gemacht. Damit dieser am Ende nicht viel zu schwer wird habe ich in die Mitte eine halbe Küchenpapierrolle genommen. Um diese habe ich Alufolie geschlagen und dann das Fondant außen herum modelliert. Dies hat finde ich sehr gut geklappt und dadurch habe ich wirklich viel Gewicht sparen können. Die Aussichtplattform und alles darüber habe ich erst gut durchtrocknen lassen, bevor ich alles zusammengebaut habe.
Ganache und Einstreichen
Für den Turm habe ich mit einem Glas aus einem flachen Kuchen runde Stücke ausgestochen und diese dann mit weißer Ganache zusammengeklebt - das war eine Patzerei! Leider ist die weiße Ganache nicht so gut zu verarbeiten, wie die dunkle, da sie viel flüssiger ist. Und so ist sie dann auch zu meinem Pech nur von den Kuchenstücken davongeronnen. Aufgeben wollte ich aber nicht und so habe ich alle paar Stunden über die zusammengeklebten Kuchenstücke Ganache geleert und sobald sie getrocknet war versucht, den Kuchenturm irgendwie gerade zu biegen. Irgendwann, nachdem die Ganache halbwegs trocken war, ist dann auch der Trum ziemlich gerade geworden. Juhu! So konnte ich also endlich anfangen, den Kuchen mit Fondant zu verzieren - darauf habe ich mich schon am Meisten gefreut. Leider hat das ganze Ganachen ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen, aber wenigstens ist die Unterlage für das Fondant dann doch recht glatt geworden und das Verzieren lief danach recht gut.
Fondant, Marzipan und Dekorationstechniken
An Fondant habe ich diesmal den Tasty Me verwendet, denn dieser ist etwas fester und für diese Einschlagmethode (siehe Video) ideal geeignet. Die Marzipanrohmasse in mehrere Teile teilen und mit roter, gelber und grüner Speisefarbe einfärben, einen Teil der Masse ungefärbt lassen. Das rote und ungefärbte Marzipan ausrollen und in dicke Streifen schneiden, die Streifen so übereinanderlegen, dass es aussieht wie bei einem Leuchtturm. Die Massen zusammen ausrollen, dass alles fest zusammenklebt. Den Rest der Masse so ausrollen, und dekorieren, dass alles die richtige Form und Farbe hat (man kann es auch mit MMF machen dann werden die Farben noch schöner). Wenn alles fertig ist, in Stücke schneiden und schmecken lassen.
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Farb- und Struktur-Effekte
Diesmal habe ich die Fondantdecke nicht komplett durchgefärbt, sondern mich für einen Marmoreffekt entschieden, um das Wasser bewegter aussehen zu lassen. Dafür knetet man ein wenig Farbe nur so lange in den weißen Fondant ein, bis der gewünschte Effekt entstanden ist. Für den Leuchtturm habe ich zuerst einen weißen Kegel aus Fondant geformt und diesen etwas antrocknen lassen. Für die Mauer hatte ich einen Veiner verwendet, der den Fondant wie eine Steinmauer aussehen lässt. Das Signallicht aus gelbem Fondant formen.
Kleine Deko-Details
Die Rettungsringe habe ich mit der Sugar Craft Gun etwas dickere, weiße Schnüre hergestellt und deren Enden mit wenig Zuckerkleber aneinander geklebt. Mit dem Rollenschneider habe ich anschließend aus dünn ausgerolltem, roten Fondant schmale Streifen ausgeschnitten und diese um die weißen Ringe geklebt. Wieder mit der Sugar Craft Gun habe ich dünne weiße und blaue Stränge hergestellt und diese ineinander gewunden. Die Rettungsringe und die Seile habe ich dann abwechselnd, wie auf dem Bild zu sehen, am Rand der Torte angebracht.
Sand, Felsen und Umgebung
Für die Sand- und Felslandschaft rund um den Leuchtturm haben wir Kekskrümel und Kandiszucker verwendet. Ihr könnt auch die Kuchenreste des hellen Teigs zerbröseln und als Sandstrand um den Leuchtturm herum streuen. Wer Lust hat kann auch Kekse backen oder Figuren aus Fondant ausstechen. Die Muscheln habe ich aus Blütenpaste hergestellt. Dadurch haben sie besser ihre Form behalten. Der Sand war auch ganz einfach zu machen: Dafür einfach ein paar Butterkekse fein zerbröseln und schon ist er fertig. Damit der Sand nicht dauernd von der Torte rutscht habe ich darunter einfach etwas Zuckerkleber getan. Das hat super funktioniert.
Tipps und Tricks aus der Praxis
- Aufgeben wollte ich aber nicht und so habe ich alle paar Stunden über die zusammengeklebten Kuchenstücke Ganache geleert und sobald sie getrocknet war versucht, den Kuchenturm irgendwie gerade zu biegen.
- Damit der Leuchtturm am Ende nicht viel zu schwer wird, in die Mitte eine halbe Küchenpapierrolle stecken und mit Alufolie umwickeln.
- Die Aussichtplattform und alles darüber gut durchtrocknen lassen, bevor alles zusammengebaut wird.
- Die Innenkonstruktion ist wiederverwendbar - Holzplatte, Gewindestange und Füße aufbewahren.
- Für glatte Fondantoberflächen weiße Ganache als Unterlage verwenden, auch wenn sie schwieriger zu verarbeiten ist; sie ergibt eine glatte Basis nach dem Trocknen.
- Für bewegtes Wasser einen Marmoreffekt im Fondant erzeugen.
Varianten und Geschmackskombinationen
Herausgekommen ist eine Zitronen-Biskuit-Torte mit Keks-Deko. Und da die Kekse mit meinem schicken neuen 3-D-Leuchtturmausstecher ausgestochen wurden, ist es eine Leuchtturm-Torte. Die Götterspeise mit dem Wasser (ohne zusätzlichen Zucker) unter Rühren erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen, danach gut abkühlen lassen. Die untere Hälfte des Tortenbodens mit einem Tortenring umstellen und etwa die Hälfte der Käsemasse einfüllen, den zweiten Teil des Bodens auflegen und Zitronencreme daraufgeben. Etwas Creme zur Dekoration zurückbehalten. Zum Schluss den Tortenring entfernen und die restliche Creme um den Rand der Torte verstreichen.
Zum Schluss: Präsentation und Servieren
Es hat zwar einige Stunden gedauert, bis der Kuchen verziert war, aber im Endeffekt hat er dann wirklich nett ausgesehen. Viel Spaß beim Nachbacken und Vernaschen! Diese Leuchtturmtorte habe ich für eine Freundin gebacken. Bei diesem Kuchen war der Leuchtturm das Problem, da dieser relativ schwer wurde. Die restliche Deko war ausnahmsweise mal nicht essbar... Die Zaunpfähle sind halbierte Schaschlickspieße die ich mit Draht verbunden habe und für das Gras habe ich einfach Dekogras aus dem Bastelladen verwendet.
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